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last update Veröffentlichungsdatum: 18.10.2026 17:47:54

(Elenas Sicht)

Julians Blick fällt auf die Pfütze.

Etwas in seinem Ausdruck flackert. Keine Sympathie. Etwas Härteres, Komplizierteres. Ich überquere die Distanz in zwei Schritten und kneife die Augen zu, die Hände fliegen hoch, um mein Gesicht zu bedecken, bereit für den Aufprall.

„Mach deine verdammten Augen auf.“

Der Befehl knallt. Ich zwinge die Lider auseinander. Sein Gesicht ist Zentimeter von meinem entfernt. Nicht seine Faust. Sein Handy. Der Bildschirm leuchtet, pausiert auf einem
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  • DER PREIS DER LUST Gebunden vom Milliardärsvertrag   20

    (Elenas Sicht) Eine Woche. Sieben Tage. Einhundertachtundsechzig Stunden der Stille. Julian ruft nicht an. Schreibt nicht. Erscheint nicht um Mitternacht an meiner Wohnungstür mit diesem hungrigen Blick in den Augen und einem Befehl, der sich bereits auf seinen Lippen formt. Die Abwesenheit ist absolut, eine saubere Ausschneidung, die keinen Raum für Hoffnung oder Verhandlung lässt. Jeden Morgen wache ich auf und greife nach einem Handy, das nie mit seinem Namen vibriert. Jede Nacht schlafe ich ein und spiele das Geräusch der Tür nach, die hinter mir zugeschlagen ist. Am ersten Morgen starre ich auf meinen rissigen Handybildschirm, bis meine Sicht verschwimmt und die Ränder des Glases wie Brüche in meiner eigenen Brust aussehen. Ich aktualisiere den Nachrichtenverlauf so oft, dass die App einfriert. Ich prüfe das Anrufprotokoll, die blockierten Nummern, den Spam-Ordner, als könnte irgendeine versteckte Kommunikation durchgerutscht sein. Nichts. Nur die kalte, leere Stille eines Man

  • DER PREIS DER LUST Gebunden vom Milliardärsvertrag   19

    (Elenas Sicht) Julians Blick fällt auf die Pfütze. Etwas in seinem Ausdruck flackert. Keine Sympathie. Etwas Härteres, Komplizierteres. Ich überquere die Distanz in zwei Schritten und kneife die Augen zu, die Hände fliegen hoch, um mein Gesicht zu bedecken, bereit für den Aufprall. „Mach deine verdammten Augen auf.“ Der Befehl knallt. Ich zwinge die Lider auseinander. Sein Gesicht ist Zentimeter von meinem entfernt. Nicht seine Faust. Sein Handy. Der Bildschirm leuchtet, pausiert auf einem körnigen Video. Da bin ich, glätte mein Kleid, schaue nach links, nach rechts, trete aus der Toilette mit einer Röte, die Schuld schreit. Hinter mir verschwindet eine dunkelhäarige Silhouette den Flur hinunter. Vivians Foto. Die Karte, die sie mir in die Handfläche gedrückt hatte. Ich zittere jetzt. Bin mit Schweiß bedeckt. Der Hacker hatte gesagt: erledigt. Fünfzehn Dollar. Ich hätte es wissen müssen. Ein Profi würde nie fünfzehn Dollar für so einen Job verlangen. Dieser Mann war einfach hung

  • DER PREIS DER LUST Gebunden vom Milliardärsvertrag   18

    (Elenas Sicht) Ich schlafe nicht. Der Flurboden wird meine ganze Welt. Kaltes Hartholz. Die Naht, wo Wand auf Sockelleiste trifft. Die gedämpfte Stille hinter Julians Tür. Irgendwann krieche ich in das kleine Schlafzimmer, das mit dem schmalen Bett. Nicht weil ich Komfort verdiene. Weil meine Beine mich nicht mehr tragen. Die Dämmerung kommt grau und gleichgültig durch das Nordfenster. Ich zittere noch vor einer Kälte, die nichts mit der Temperatur zu tun hat. Ich verbringe die nächsten sechs Stunden über mein Handy gebeugt und durchsuche Foren, die ich nie zuvor besucht habe. Hacker-für-Geld-Seiten. Dunkle Ecken des Internets, in denen verzweifelte Menschen Fremde anflehen, ihre Probleme verschwinden zu lassen. Die meisten wollen Tausende. Die meisten sehen aus wie Betrug. Ein Handle taucht immer wieder in den Kommentaren auf. GhostWire. Bewertungen nennen ihn effizient. Billig. Die Billigkeit hätte meine erste Warnung sein sollen. Fünfzehn Dollar. Ich bezahle ihn über eine Za

  • DER PREIS DER LUST Gebunden vom Milliardärsvertrag   17

    (Elenas Sicht) Die Kronleuchter des Bankettsaals verschwammen an mir vorbei wie sterbende Sterne. Meine Schenkel waren noch glitschig. Das Ei summte tief und gleichmäßig gegen meine Wände. Irgendwo unter der Seide meines Kleids schlug ein schuldiges Herz einen Rhythmus, den ich nicht zum Schweigen bringen konnte. Julian stand in der Nähe der Valet-Station, das Telefon am Ohr, der Kiefer angespannt. Er beendete den Anruf in dem Moment, als er mich sah. „Du bist gerötet.“ Seine Augen strichen über mein Gesicht. „Und dein Kleid ist zerknittert.“ „Die Toilette war überfüllt.“ Die Lüge rutschte heraus, bevor ich sie stoppen konnte. „Ich musste warten.“ „Überfüllt.“ Er trat näher, nah genug, dass ich Sandelholz und den scharfen Rand seines Misstrauens auffing. „Und doch warst du zwanzig Minuten dort drin.“ Mein Puls schlug gegen meinen Hals. Ich zwang mich, seinen Blick zu treffen. „Sir, ich—“ „Nicht hier.“ Er nahm meinen Ellbogen und lenkte mich zum Auto. Der Fahrer öffnete die Tür.

  • DER PREIS DER LUST Gebunden vom Milliardärsvertrag   16

    (Elenas Sicht) Das Spielzeug war kalt an meiner Handfläche. Ich hatte es in meine Tasche gesteckt, bevor wir das Penthouse verlassen hatten. Ein glattes Silikon-Ei, verbunden mit einer kleinen Fernbedienung. Julian hatte es für die Erkundung nächste Woche gekauft, aber ich spürte das Gewicht in meiner Handtasche, als wir zum Auto gingen. Etwas in mir wusste bereits Bescheid. Das Abendessen war ein Verschwimmen aus Kristall und Kerzenlicht. Julian saß neben mir, die Hand auf meinem Schenkel unter dem Tischtuch, die Stimme ein tiefes Grollen, während er mit Männern Verträge besprach, die nach Alter und Macht rochen. Mein Kleid war dünn. Meine Unterwäsche war durchweicht. „Was ist heute Abend mit dir los?“ murmelte er, die Lippen streiften mein Ohr. „Nichts, Sir.“ „Lüge.“ Seine Hand glitt höher. Mein Atem stockte. Er schob meine Schenkel mit beiläufiger Autorität auseinander. Kühle Luft berührte meine Nässe. „Greif in meine Tasche“, sagte er. Ich tat es. Meine Finger schlossen s

  • DER PREIS DER LUST Gebunden vom Milliardärsvertrag   15

    (Elenas Sicht) Das Wort landete wie ein Donnerschlag. „Ich werde nicht.“ Julians Stimme war hart. Endgültig. „Ich bin fertig mit dir, Marcus. Ich bin nicht bisexuell. Ich bin ein verdammter heterosexueller Mann. Ich liebe Frauen. Brüste. Östrogen. Weibliche Körper. Nicht das, wozu du mich machen willst.“ Ich schluckte hart. Etwas Warmes blühte in meiner Brust auf. Meine Liebe zu ihm, zerschlagen und verletzt und verzweifelt, stieg wieder an die Oberfläche. Marcus trat näher, die Hände ausgestreckt. „Ich habe dich gehört. Ich verstehe. Du hast dieselben Worte vor Jahren gesagt. Aber ich will dich jetzt in mir. Ich will, dass du mich schlägst und fickst und ruinierst—“ Julian seufzte. Ein tiefer, abgewiesener Laut. Der Laut eines Mannes, der bereits jede Wahl bereute, die ihn hierhergeführt hatte. Er drehte sich zu mir. Seine Augen waren jetzt anders. Weich. Bittend. „Elena…“ Ich schloss die Augen. Ich wusste, was kam. Es tut mir leid, aber ich muss das tun. Warte im anderen R

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