FAZER LOGINNach Jahren voller Verrat, Folter und Herzschmerz starb Cleopatra Raison voller Reue – ihre Träume waren zerbrochen, ihr Herz in Stücke gerissen. Bis das Schicksal ihr das Unmögliche gewährte. Wiedergeboren in der Nacht, bevor alles zusammenbrach, erwacht sie mit einem einzigen, brennenden Ziel: ihr Schicksal neu zu schreiben. Diesmal wird sie jede Lüge aufdecken, jedes Verbrechen ans Licht bringen und die Menschen zur Strecke bringen, die ihre Karriere zerstört und ihr Leben vergiftet haben. Am Ende dieses verschlungenen Weges steht der Mann, den sie liebte, ohne es jemals zu merken: Calvin, der kalte, berechnende CEO, der immer noch vom Geist ihrer tragischen ersten Liebe heimgesucht wird. Doch Rache und Begierde sind eine tückische Mischung. Als Cleopatra in eine Welt zurückkehrt, die aus Täuschung, verborgenen Wahrheiten, Manipulation und längst begrabenen Sünden gewoben ist, muss sie entscheiden, ob sie die Liebe, die sie einst verzehrte, zurückerobern oder für immer zu Asche verbrennen will. Die eigentliche Frage ist nicht, wie weit sie gehen wird, sondern ob sie bereit ist, in die Modelwelt zurückzukehren, die ihren Eltern das Leben gekostet hat – und welche Teile von sich selbst sie auf diesem Weg zu opfern bereit ist.
Ver maisSie wusste, dass Calvin allen Grund hatte, sie kühl zu behandeln. Schließlich hatte sie ihm Schmerz zugefügt, indem sie ihn von sich gestoßen und Anthony die Wahl überlassen hatte.„Ich weiß, dass ich dir und Anthony gegenüber zu unflätig war –“Allein die Erwähnung von Anthony ließ Feuer durch jede Faser seines Wesens schießen, und er unterbrach sie mitten im Satz.„Wage es ja nicht, seinen Namen in meiner Gegenwart auszusprechen!“, zischte er wütend. „Vermisst du ihn so sehr, dass du es mir direkt ins Gesicht sagen musst?!“Seine Hand umschloss ihre mit einer Kraft, die ihr Herz höher schlagen ließ. Sein Kiefer war angespannt, seine Augen brannten wie Feuer, und jede Faser seines Wesens strahlte Anspannung aus, als er diesen Namen hörte.Sie erstarrte für einen Moment, dann tätschelte sie sanft seine Hand, ihre Stimme zitterte.„Nein … nein, so habe ich es nicht gemeint“, flüsterte sie, während ihr ein leiser Seufzer über die Lippen glitt. „Wir … wir haben nicht einmal …“Plötzlich
Das goldene Morgenlicht tauchte den Raum in einen sanften Schein.Kleopatra durchstöberte ihren Kleiderschrank und holte ein Outfit nach dem anderen heraus, doch keines davon schien ihr richtig zu passen.„Ich kann nichts davon anziehen“, murmelte sie, die Hände in die Hüften gestemmt, während sie auf die auf dem Boden verstreuten Kleidungsstücke starrte. „Ich schaue nach der Arbeit im Kaufhaus vorbei und suche mir etwas Besseres aus.“Ein langsames Lächeln breitete sich auf ihren Lippen aus.„Dieses Mal komme ich zu dir, Calvin.“ flüsterte sie leise. „Warte einfach auf mich.“Ohne weiter darüber nachzudenken, schnappte sie sich ihre Tasche und stürmte hinaus, auf dem Weg zur Arbeit. Als sie am Eingang des Ateliers ankam, eilte sie daran vorbei, während sich alle Mitarbeiter mit unheimlicher Präzision bewegten – jede Bewegung präzise und perfekt, als würde eine unsichtbare Kraft sie lenken.Sie betrat das Clubgebäude und machte sich auf den Weg zur Umkleidekabine. In dem Moment, al
Kleopatras Bewusstsein kehrte langsam zurück, wie von Nebel umhüllt. Sie war desorientiert, ihr Körper fühlte sich gebrochen an, und eine tiefe Angst breitete sich in ihrer Brust aus, als ferne Musik herüberdrang, die ihr das Gefühl gab, in eine Welt zurückgerissen worden zu sein, die sich nicht mehr real anfühlte.Ihre Augen flogen auf.Sie schnappte nach Luft.„Hng!“Sie hustete, als wäre sie aus tiefem Wasser aufgetaucht. Übelkeit krampfte ihren Magen zusammen, und Panik überflutete ihre Brust, bevor ihr Blick auf die vertraute Umgebung fiel. Ihr Blick wanderte zu einer ordentlich gefalteten Uniform, die auf der Bank lag.Plötzlich packte eine junge Frau sie an den Schultern. Ein vertrautes Gesicht tauchte vor ihr auf, die Lippen bewegten sich, als wollten sie sie beruhigen, doch keine Worte drangen zu Cleopatra durch. Ihre Gedanken drehten sich wie wild, verzweifelt versuchte sie, einen Sinn in dem Geschehen zu finden.„Moment mal … Das ist der Atelier-Club …?“Ihre Stimme zittert
Sofort huschte Guinevere davon.Anthony sank auf die Knie und kroch zügig auf den schmalen Durchgang zu, bis er die Öffnung erreichte. Er versuchte, sich hindurchzuquetschen, doch das Loch war viel zu klein.„Verdammt blödes Loch.“Frustration loderte in seiner Brust auf, scharf und heiß, und mit einem Knurren drehte er sich um.Als er das Auto erreichte, hatte der Regen endlich aufgehört und hinterließ eine glatte, im trüben Licht glitzernde Welt. Er ließ sich auf den Fahrersitz gleiten, das Brummen des Motors klang wie ein leises Knurren in der stillen Nacht.„Ahhh – Blut!“, kreischte Guinevere, der Schrei riss ihr aus der Kehle.Anthonys Blick huschte über die Szene, seine Hände zitterten, während er jedes Detail musterte.„Das ist nicht meins“, murmelte er. „Es ist ihres; sie muss durch diese Abflussöffnung gekrochen sein.“Er biss sich auf die Innenseite seines Kiefers.„Wir müssen sie finden. Sofort!“„Nicht durch dieses Abflussloch!“, protestierte sie. „Das ist zu gefährlich.“

















