登入Charlie hatte jahrelang nur eines für Elena empfunden: Hass. Denn er war überzeugt, dass sie seine erste große Liebe zerstört hatte – ausgerechnet ihre eigene jüngere Schwester. Zu einer grausamen Ehe gezwungen, die von Demütigungen und eisiger Kälte geprägt war, ertrug Elena alles schweigend – bis zu jenem Tag, an dem Charlie sie mit nichts weiter als einem Scheidungsantrag aus seinem Leben verbannte. Fünf Jahre später kehrt Elena als mächtige CEO zurück. An ihrer Seite steht ihr außergewöhnlicher kleiner Sohn, und ihr Herz ist längst zu einem Ort geworden, den Charlie nicht mehr erreichen kann. Doch als die schockierenden Geheimnisse der Vergangenheit endlich ans Licht kommen, erkennt Charlie die bittere Wahrheit: Die Frau, die er all die Jahre vergöttert hatte, hatte ihn verraten … während ausgerechnet die Frau, die er zerstört hatte, diejenige war, die ihn die ganze Zeit über gerettet hatte. Von grenzenloser Reue erfüllt, fleht Charlie um Vergebung. Doch leider gehört Elena ihm längst nicht mehr.
查看更多Für einige Sekunden lag Stille in einer Ecke des Bankettsaals. Elena Victoria stand regungslos in ihrem eleganten Abendkleid und versuchte, den Ausdruck auf William Vanguards Gesicht zu deuten, der so vollkommen natürlich wirkte. Die Art und Weise, wie der Mann Leos Namen erwähnte und nach seiner privaten Villa fragte, verriet eine Vertrautheit, die ein gewöhnlicher Geschäftspartner unmöglich besitzen konnte.„Leo geht es gut, Mr. William“, erwiderte Elena schließlich. Ihre Stimme klang sanft, doch sie war von einer unsichtbaren Schutzmauer umgeben. „Er ist mit seinen schulischen Aktivitäten beschäftigt.“William kicherte leise. Ein warmes Lächeln zeichnete sich auf seinem attraktiven Gesicht ab. „Das ist schön zu hören. Ich war ein wenig besorgt, als ich erfahren habe, dass du dich in den letzten Wochen vollständig ausruhen musstest. Weißt du, Elena … du arbeitest immer zu hart, bis du sogar vergisst, auf deinen eigenen Körper zu achten.“Der Mann trat einen Schritt näher und drehte
Das Klingeln der Türglocke durchbrach die Stille der Suite.Charlie erhob sich von seinem Sitz. Er strich kurz sein Hemd glatt, bevor er zur Tür ging und die Klinke herunterdrückte.Auf der Türschwelle stand Stevani Vanguard, elegant in einem burgunderroten Abendkleid, das die Kurven ihres Körpers noch stärker betonte.Sobald sich die Tür weit geöffnet hatte, verringerte Stevani sofort den Abstand zwischen ihnen. Sie streckte beide Hände aus, um Charlie in einer warmen Umarmung die Arme um den Hals zu legen.Doch mit einer kühlen Reflexbewegung trat Charlie stattdessen einen Schritt zurück. Stevanis Finger griffen somit nur ins Leere.Ray war im Raum nicht zu sehen. Bevor Charlie Stevani hereingelassen hatte, hatte er seinem persönlichen Assistenten befohlen, sich vorübergehend im hinteren Bereich des Arbeitszimmers zu verstecken, damit die Situation unter Kontrolle blieb.Stevani trat mit einem dünnen, von Spott durchzogenen Lächeln ein. Ihr scharfer Blick fiel sofort auf den Glastis
Der späte Nachmittag wurde allmählich dunkler, während das von Charlie gelenkte Auto sich durch den dichten Verkehr von City B schlängelte und auf das Luxushotel zusteuerte, in dem er während seines Aufenthalts in der Stadt wohnte.Kaum angekommen, betrat Charlie mit entschlossenen Schritten die prachtvolle Hotellobby. Der mit Marmor ausgelegte Boden spiegelte das Licht der darüber hängenden Kristallleuchter wider.Doch plötzlich hielt er inne, als sein Blick auf die hochgewachsene Gestalt eines Mannes in einem grauen Anzug fiel, der ruhig neben der Hauptsäule stand.Ray – sein persönlicher Assistent aus Zürich – war bereits dort.Charlie war leicht überrascht, seinen Vertrauten ohne vorherige Ankündigung vorzufinden.„Ray, wartest du schon lange?“, begrüßte Charlie ihn, während er den Abstand zwischen ihnen verringerte.Ray verbeugte sich respektvoll mit einer äußerst kontrollierten Geste. „Kein Problem, Mr. Vane. Ich weiß, dass Ihr Terminkalender in letzter Zeit äußerst voll ist.“„
Am anderen Ende der Telefonleitung war ein leises Kichern zu hören. Ihre Stimme klang verspielt und schmeichelnd, doch in Charlies Ohren wirkte jede ihrer Betonungen stattdessen kalt und stechend.„Warum bist du so angespannt, wenn du einen Anruf von deiner eigenen zukünftigen Ehefrau erhältst, Mr. Vane?“, fragte sie und stieß dabei einen Seufzer aus, der absichtlich spöttisch zu klingen schien.Charlie krallte seine Finger um das eiserne Geländer des Balkons und blickte von den oberen Stockwerken des Aethel-Corp-Gebäudes über die Wolkenkratzer von City B.„Stevani, ich bin beschäftigt“, sagte Charlie nüchtern und betonte jede Silbe mit unmissverständlicher Entschlossenheit. „Wenn du mir nichts Wichtiges zu sagen hast, werde ich dieses Gespräch jetzt beenden.“„Oh, beschäftigt?“, flüsterte Stevani am anderen Ende der Leitung spöttisch. „Damit beschäftigt, deine arme Ex-Frau zu pflegen und dich um sie zu kümmern?“Charlie verstummte augenblicklich.Er entschied sich, nicht darauf zu an











