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Kapitel 9: Das Foto eines traurigen Mädchens

Author: DIMZYY WRITES
last update publish date: 2026-11-03 03:26:11

Perspektive: Liam

Liam sah auf seine Hände hinunter und schloss sie noch fester. Catrina hatte recht. Er zitterte, und es machte ihn wütend, dass sie es bemerkt hatte.

„Es ist nichts“, sagte er schließlich.

„Du musst mir nicht erzählen, was passiert ist“, erwiderte sie vorsichtig. „Aber tu nicht so, als wäre alles in Ordnung.“

Er hob den Blick. Für einen Moment wollte er ihr die Wahrheit sagen. Dass Dante ihren Vater benutzte, um ihn zu einer Hochzeit zu zwingen. Dass er selbst nicht wusste, wi
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    Perspektive: LiamCatrina sah auf das Foto in seiner Hand. Sie zog ihre Hand zurück.„Mein Vater hat es mir gegeben, bevor wir uns kennengelernt haben“, erklärte sie leise. „Ich wusste nicht, dass er noch ein Exemplar davon hatte.“Liam wollte weiterfragen, doch Catrina wirkte erschöpft. Er legte das Foto auf den Schreibtisch.Später saß Liam allein in seinem Arbeitszimmer. Das Foto steckte in seiner Tasche, und er fuhr mit dem Daumen über die abgenutzten Ränder. Catrinas traurige Augen gingen ihm nicht aus dem Kopf. Er erinnerte sich daran, wie gebrochen ihre Stimme geklungen hatte, als sie sagte, dass sie nicht heiraten wollte. Trotzdem hatte sie zugestimmt, weil sie keine andere Wahl sah.Er blickte aus dem Fenster. Die Stadt leuchtete unter ihm. Er wollte Catrina beschützen. Dieses Versprechen bedeutete ihm mehr als Worte. Er wollte es beweisen.Sein Handy klingelte. Eine unbekannte Nummer erschien auf dem Display. Liam nahm ab.„Liam Dante“, sagte eine kühle Frauenstimme. „Ich ha

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    Perspektive: LiamLiam sah auf seine Hände hinunter und schloss sie noch fester. Catrina hatte recht. Er zitterte, und es machte ihn wütend, dass sie es bemerkt hatte.„Es ist nichts“, sagte er schließlich.„Du musst mir nicht erzählen, was passiert ist“, erwiderte sie vorsichtig. „Aber tu nicht so, als wäre alles in Ordnung.“Er hob den Blick. Für einen Moment wollte er ihr die Wahrheit sagen. Dass Dante ihren Vater benutzte, um ihn zu einer Hochzeit zu zwingen. Dass er selbst nicht wusste, wie er sie aus dieser Lage herausholen sollte. Doch sobald er es aussprach, würde Catrina noch mehr Angst haben.„Bitte, geh jetzt“, sagte er.Sie zögerte. Ihr Blick glitt noch einmal über das Chaos im Büro, dann sah sie ihn an. „Wenn du reden möchtest, bin ich da.“Liam gab keine Antwort. Catrina wartete kurz, als hoffe sie auf ein anderes Wort. Als keines kam, verließ sie leise den Raum.Erst als die Tür ins Schloss fiel, atmete Liam richtig aus. Er blieb stehen und starrte auf die Stelle, an de

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    Perspektive: LiamLiam schloss die Tür seines Büros fest hinter sich. Dantes Worte hallten noch immer in seinem Kopf nach. Wenn er sich weigerte, Catrina zu heiraten, würde ihr Vater die notwendige Behandlung im Krankenhaus nicht länger erhalten. Sein Vater hatte eine Grenze überschritten, von der Liam gehofft hatte, dass selbst Dante sie niemals überschreiten würde.Auf dem Schreibtisch lag die Akte, die er zuvor durchgesehen hatte. Darin befand sich das Foto von Catrinas Vater. Liam nahm es in die Hand und betrachtete das müde Gesicht des Mannes. Er lag seit Jahren im Krankenhaus, während Catrina jeden Tag mit der Angst leben musste, ihn zu verlieren.„Verdammt!“Liam schleuderte die Akte von sich. Die Papiere verteilten sich auf dem Boden. Seine Hand stieß gegen die Lampe, die vom Tisch fiel und mit einem lauten Knall zerbrach. Er hielt einen Moment inne, sah auf die Scherben und atmete schwer. Dann packte er den schweren Schreibtisch und stieß ihn um. Das dumpfe Krachen erfüllte d

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    Perspektive: LiamDer Morgen kam viel zu schnell.Liam stand vor dem Spiegel und knöpfte sein Hemd zu. Er hatte vielleicht drei Stunden geschlafen. Der Whiskey hatte längst aufgehört zu wirken, und zurückgeblieben waren Kopfschmerzen und ein bitterer Geschmack in seinem Mund. Dunkle Schatten lagen unter seinen Augen, seine Haut war blass, und sein Blick ließ ihn älter aussehen als fünfundzwanzig.„Du siehst schrecklich aus“, murmelte er zu seinem Spiegelbild.Er griff nach seiner Jacke und verließ das Zimmer. Als er an Catrinas Tür vorbeikam, blieb er stehen. Seine Hand schwebte kurz vor der Tür, während er darüber nachdachte, sie zu wecken.Er erinnerte sich an ihre Stimme, die gebrochen war, als sie ihm gesagt hatte, dass sie nicht heiraten wollte.Schließlich ließ er die Hand sinken. Er würde sie schlafen lassen.Er ging die Treppe hinunter und betrat das Esszimmer.Sein Vater, Dante, saß bereits am Tisch. Vor ihm lagen eine Zeitung und eine Tasse Kaffee.„Du bist früh auf“, bemerk

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