เข้าสู่ระบบBriannas POV
Nach etwa einer Stunde erreichten wir das Anwesen der Maseratis. Es war atemberaubend und riesig. Wir fuhren durch ein automatisches Tor, das den Weg zu dem schönsten Haus freigab, das ich je gesehen hatte. Ich begann zu blinzeln, während ich durch die Fensterscheibe starrte. Vielleicht war das wirklich ein Traum. Denn es war nicht annähernd das, was ich erwartet hatte. Ich hatte einen düsteren, steinernen Bau erwartet, der eher an einen Kerker erinnerte, wie das Zuhause von Mutter Gothel. Aber nicht das hier. Als wir den Eingang des Hauptgebäudes erreichten, bekam ich den Mund kaum noch zu. Aus der Nähe war das Haus noch beeindruckender. Das Gebäude lag inmitten eines riesigen Grundstücks. Es mussten locker fünf Hektar sein, zumindest schätzte ich das. Kaum war ich ausgestiegen, wurde ich am Eingang empfangen, als wäre ich eine Königin. Meine Kisten und Taschen wurden bereits ins Haus getragen. „Willkommen, junge Dame.“ Ich starrte fassungslos um mich. Ich konnte kaum begreifen, was hier gerade geschah. Es war beinahe so, als hätte man mich erwartet. Mein Herz machte einen Satz. An eine solche Begrüßung war ich nicht gewöhnt. Ich wusste nicht einmal, was ich darauf erwidern sollte. „Sie können mich einfach Brianna nennen“, brachte ich schließlich hervor. Sie sahen mich ungläubig an, sagten jedoch nichts. O…kay. Das lief ja… gut. Der Mann von vorhin, der mir mit meinen Kisten geholfen und mich hierher gefahren hatte und von dem ich inzwischen wusste, dass er Barrett hieß, sprang ein, um mich aus dieser unangenehmen Situation zu retten. „Sie können jetzt hineingehen, Miss“, sagte er und deutete auf den Eingang. Das Innere war sogar noch schöner als die Außenansicht. Und seltsamerweise fühlte es sich warm an. So warm, dass es mich völlig unvorbereitet traf. Die Beleuchtung war sanft, die Einrichtung geschmackvoll. Nichts wirkte überladen, nichts schien krampfhaft darum bemüht, Eindruck zu schinden. Es sah aus wie ein Zuhause, das ich selbst ausgesucht hätte, wenn ich jemals einen eigenen Ort gehabt hätte. Ich war völlig überwältigt. Alles fühlte sich so unwirklich an. So anders. Ich konnte nicht anders, als daran zu denken: Das war es also, wovor Emily davongelaufen war. Das hier war nun mein Leben. Hier würde meine neue Realität beginnen. Und trotzdem war weit und breit keine Spur von Adrian zu sehen. Von dem Mann, den ich heiraten sollte. Ich ging leise in den Wohnbereich, die Augen weit aufgerissen, während ich jedes Detail dieses seltsam widersprüchlichen Hauses in mich aufnahm. „Mr. Maserati wird bald hier sein“, informierte mich Barrett. Er sah älter aus als ich. Und auch ziemlich gut aus, wie mir schon zuvor aufgefallen war. Allerdings war er nicht auf diese auffällige Art attraktiv. Nicht der Typ Mann, der einem sofort den Boden unter den Füßen wegzog oder das Herz aus dem Takt brachte. Seine Attraktivität war still. Von der Sorte, die sich langsam in dein Bewusstsein schlich, bis du plötzlich begriffst, wie attraktiv er eigentlich war. Und dich fragtest, wie du es all die Zeit übersehen hattest. Wie du es nicht schon früher bemerkt hattest. Ich musste ihn wohl ziemlich lange angestarrt haben, denn plötzlich räusperte er sich. „Ähm.“ Oh mein Gott. Hitze schoss mir in den Nacken. Ich musste wie ein totaler Freak wirken. „Oh. Ja… ja“, antwortete ich schließlich. „Ich werde hier auf seine Rückkehr warten.“ „Gut. Dann werde ich mich jetzt zurückziehen.“ Ich nickte, als er sich zum Gehen wandte. Und plötzlich war ich allein. Allein in Adrians Haus. Und ich fragte mich, was für ein Mann mein zukünftiger Ehemann wohl war. Alles, was ich hoffen konnte, war, dass er kein Ungeheuer war. Wenn er nur halb so gut aussah wie Barrett, würde ich mich schon irgendwie arrangieren. Ich seufzte und rückte auf dem Sofa etwas zurecht, um bequemer zu sitzen. Ich war völlig erschöpft. Wenn ich nicht aufpasste, würde ich wahrscheinlich einschlafen, bevor er überhaupt ankam. Aber das durfte ich nicht. Das wäre unhöflich. Und ich würde eher sterben, als irgendetwas zu tun, das meinen Vater oder meine Familie blamieren könnte. Ein Gähnen entwich mir, während eine einzelne Träne aus dem Winkel meines rechten Auges rollte. Ich schloss für einen Moment die Augen. Dann durchbrach das Geräusch schwerer Schritte die Stille. Ich fuhr sofort hoch und setzte mich kerzengerade hin, angespannt und hellwach. Hoffentlich gibt es hier keine Kameras wie bei uns zu Hause. Der Mann, der vor mir erschien, war atemberaubend. Auf eine völlig unübersehbare, geradezu unverschämte Art. Das war mein erster Gedanke, als ich zu seiner Gestalt aufsah und beobachtete, wie er mit selbstsicheren Schritten auf mich zukam. Er war auffallend attraktiv. Von der Sorte Mann, die einem den Atem raubte. Der Sorte, die das eigene Herz für einen Moment aus dem Takt brachte. Die feine Narbe neben seinem Auge tat seiner Ausstrahlung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Sie machte ihn nur noch markanter. Seine Haltung war aufrecht und selbstbewusst, sein Körper muskulös und gleichzeitig schlank. Etwas an seinem Gesicht, diese Mischung aus rauen und zugleich weichen Zügen, schien sich mit jeder Emotion zu verändern, die darüber hinwegzog. Seine geisterhaft grauen Augen trafen auf meine und bohrten sich förmlich durch mich hindurch. Ein Hauch von Wärme flackerte darin auf, während sich seine Augen leicht zusammenzogen. Das Lächeln auf seinen Lippen wurde breiter, je näher er kam, und gab den Blick auf seine makellos geraden, weißen Zähne frei. „Oh, mi amor. Du bist endlich da.“Adrians SichtIch lächelte, das leichte Hochziehen meiner Lippen konnte kaum weiter entfernt sein von dem, was ich angesichts der Schwere ihrer Frage empfand.Aber ich schob es beiseite. Es war jetzt oder nie. Ich musste so überzeugend wie möglich klingen, sonst war das Spiel vorbei.In meiner Hose, in der Tasche, in der meine Hände steckten, war es glatt von kaltem Schweiß, demselben, der auch meinen Nacken bedeckte.„Es ist nur eine alte Schachtel, die ich gefunden habe, Brianna.“ Ich traf ihren Blick. „Bedeutet wirklich nichts. Was meinst du damit, es fühlt sich vertraut an?“ Ich runzelte die Stirn. Die Lüge glitt mir ohne einen zweiten Gedanken über die Lippen.Sie runzelte die Stirn, während sie hinunterblickte, der Daumen streichelte den rostigen Rand. „Ich weiß es nicht. Es fühlt sich einfach … komisch an. Als hätte ich sie schon einmal gesehen.“„Vielleicht im Vorbeigehen?“ bot ich an, aufrichtig, als wüsste ich die Wahrheit nicht. „Du bist im Haus herumgekommen. Könnte ein Bl
Adrians Perspektive„Dir vertrauen?“ Sie spottete, dann ließ sie ein dunkles Lachen hören. „‚Vertrauen‘ und ‚du‘ gehören nicht in denselben Satz, Adrian.“Okay. Das war zu erwarten, aber ich musste trotzdem erklären.Ich rückte ein Stück näher. „Bria… bitte. Mi amor, bitte, kannst du mich erklären lassen?“Sie verschränkte die Arme. „Bitte, ich will nichts mehr, als dass du erklärst! Erklär, warum ich hier meine Kindheitsfotos sehe, aufbewahrt und weggeschlossen wie in irgendeinem Stalker-Schrank.“„Bri… bitte.“ Ich versuchte es erneut. „Meine Liebe? Das ist nicht…“„Nenn mich nicht so“, zischte sie, noch leiser, aber nicht weniger wütend. „Nenn mich nicht so. Nenn mich gar nichts.“Sie fuhr fort, die Augen gerötet, die Nase gebläht, als würde sie gleich vor Wut explodieren. „Du hast mich gestalkt? Du kanntest mich, schon vor all dem, und hast so getan, als würdest du mich zum ersten Mal treffen?“Ich schüttelte den Kopf, den Arm ausgestreckt, um den ihren zu berühren. Sie trat zurück
Adrians SichtVerdammt noch mal!Das waren meine ersten Gedanken, als ich Brianna entdeckte, die schlaff auf dem Sofa in der Ecke des begehbaren Kleiderschranks saß.Mein Lächeln verschwand augenblicklich und wich so schnell einem finsteren Stirnrunzeln, als hätte mich ein Blitz getroffen.Ich hatte das ganze Haus nach ihr abgesucht und sie gerade erst hier gefunden, doch ein einziger Blick auf die Szene verriet mir, dass etwas ganz und gar nicht stimmte.Mein Blick fiel auf eine verstaubte, bläuliche Schachtel. Eine, die mir vertraut war. Viel zu vertraut. Ich erinnerte mich daran, was sich darin befand, und mein Atem beschleunigte sich.Sie sah nicht einmal zu mir auf, als ich mich bemerkbar machte. Ihre ganze Aufmerksamkeit galt der offenen Schachtel und ihrem Inhalt.Ich näherte mich ihr schweigend und mit bedachten Schritten, umrundete den Tisch, als könnte schon die kleinste Bewegung sie verschrecken und vertreiben.Wahrscheinlich würde sie das tatsächlich.„Bri?“Behutsam stell
Briannas POVIch musste die Sache interessant gestalten. Körperlich war ich vorbereitet, die Dessous passten perfekt.Auch mental war ich bereit. Ich wollte nichts mehr, als seinen warmen Blick auf meiner Haut zu spüren.Aber ich musste noch etwas mehr tun, um ihm den Atem zu rauben. Ich wollte mir ein bisschen mehr Mühe geben. Es wäre wirklich schade, wenn er mich sah und nicht beeindruckt wäre.Eine leise Stimme meldete sich im Hinterkopf.Was, wenn er heute Abend gar nicht kommt?Dann wäre das alles völlig umsonst gewesen. Aber das wäre auch sein Verlust.Ich warf mir noch einen prüfenden Blick im Spiegel zu. Ich sah … gut aus. Ich fühlte mich gut. Nervös, steif vor Vorfreude, aber trotzdem gut.Die Spitze schmiegte sich eng an meine Haut und streifte dabei all die Stellen, die mich gefährlich nahe an den Rand brachten. Unruhig wanderte ich hin und her und spürte bereits, wie sich die Wärme unter meiner Haut ausbreitete.Ich brauchte Adrian. Und zwar dringend. Ich konnte es kaum er
Briannas POVNach drei Tagen war ich schon kurz davor, ihn anzurufen und ihm zu sagen, er solle nach Hause kommen. Nach Hause.Ja, denn dieser Ort war inzwischen mein Zuhause, er wurde langsam zu meinem Zuhause, und er war nicht hier. Ich vermisste ihn schrecklich.Die restlichen Tage verliefen nach derselben Routine. Es war langweilig, aber ich füllte meine Tage irgendwie aus und wartete wie die Frau eines Soldaten im Krieg.Ich las unzählige Bücher in der Bibliothek, aß so viel, dass ich mich beinahe übergeben musste.Untätigkeit war noch nie eine gute Sache.Der Countdown hatte begonnen.Noch zwei Tage, bis er zurückkam, und ich konnte es verdammt noch mal kaum erwarten.Eines Abends hatte ich schließlich genug. Ich war zu gelangweilt und schrecklich untätig. Ich nahm mein Handy und gerade als ich auf den Anrufen-Button drücken wollte, kam sein Anruf.Ich nahm sofort ab, und meine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen.„Wow, hast du etwa auf meinen Anruf gewartet?“ Er lachte leise.
Briannas POVAdrian war gerade einmal seit knapp einem Tag auf seiner Reise, und ich bekam bereits Entzugserscheinungen.Das Haus fühlte sich ohne ihn kalt an. Es war still, abgesehen von den Angestellten, die sich lautlos durch das Haus bewegten, aufräumten und kochten.Plötzlich hatte alles seinen Reiz verloren. Ich konnte nichts finden, was ich im Fernsehen schauen wollte. Niemand, mit dem ich reden konnte, niemand, der mich neckte oder mir überallhin folgte.Ich hatte schon einmal ein sehr ruhiges Leben geführt. Ich hatte nie Freunde gehabt, aber ich hatte meine Tage ausgefüllt, mich mit mir selbst und meinen Gedanken beschäftigt.Das war das Leben, das ich mir anfangs vorgestellt hatte, als ich hierhergekommen war. Aber das war nicht das Leben, das Adrian mir gezeigt hatte, und deshalb störte mich diese ganze Eintönigkeit.Nachdem ich Adrians Welt kennengelernt hatte, vermisste ich plötzlich unsere Streitereien, den Lärm, die Art, wie er mir mit seinen bedürftigen Blicken ständig







