Se connecterDer dritte Hammerschlag ließ die schwarze Festung erzittern.Ein tiefes Grollen rollte durch die Kammer. Die silbernen Adern in den Säulen leuchteten auf, während sich feine Risse über den Boden ausbreiteten. Aus der Tiefe drang ein Knurren, das so gewaltig war, dass selbst der maskierte Wächter seinen Hammer fester umklammerte.„Was kommt dort herauf?“, fragte Lily.Niemand antwortete sofort.Varok stellte sich zwischen die Gruppe und die dunkle Wand am anderen Ende der Kammer. Sein Schwert lag in seiner Hand, doch seine Haltung verriet, dass er sich auf etwas vorbereitete, das er lieber niemals wiedersehen wollte.„Wir müssen verhindern, dass es diese Kammer erreicht.“Goland hob seine leuchtende Klinge. „Dann sag uns, wie.“„Es gibt keine einfache Möglichkeit.“„Das habe ich befürchtet.“Ein weiterer Riss zog sich durch den Boden. Diesmal brach ein Stück des schwarzen Steins heraus und verschwand in der Dunkelheit darunter. Erst nach mehreren Sekunden hörten sie es aufschlagen.Val
Der dritte Hammerschlag verklang, doch das Echo blieb.Valarian starrte auf den Anhänger in seiner Hand. Das Metall war wieder warm geworden, und unter dem Hammerzeichen bewegte sich ein feiner Lichtstreifen, als würde etwas darin erwachen. Hinter der geöffneten Tür stand die Gestalt noch immer regungslos im silbrigen Licht.„Valarian“, flüsterte sie erneut.Goland verstärkte seinen Griff um Valarians Arm. „Du gehst dort nicht allein hinein.“„Das hatte ich auch nicht vor.“„Gut. Denn wenn dieses Ding einen Schritt auf dich zumacht, schlage ich zuerst zu und stelle danach Fragen.“„Du wirst nichts treffen, was du nicht verstehst“, sagte Varok scharf.Goland wandte sich ihm zu. „Dann erklär uns endlich, was hier vor sich geht.“Varok schwieg. Sein Blick war auf die Gestalt hinter der Tür gerichtet, und seine Hand lag noch immer am Schwertgriff. Als die Gestalt den Kopf bewegte, wich er unwillkürlich zurück.Valarian bemerkte es.„Du hast Angst vor ihr.“„Ich habe Respekt vor dem, was s
Der zweite Hammerschlag hallte noch immer durch die schwarzen Gänge, obwohl längst wieder Stille eingekehrt war. Für einen kurzen Moment schien selbst die Festung den Atem anzuhalten. Dann lief ein feines Zittern durch den Boden, und das bläuliche Licht in den Rissen der Steine begann stärker zu leuchten.Valarian hielt den Anhänger fest umschlossen. Die Wärme darin war inzwischen so intensiv, dass sie bis in seine Fingerspitzen kroch. Das Hammerzeichen an der Wand leuchtete im selben Rhythmus wie das Schwert, das Goland bei sich trug.„Was auch immer dort unten ist, es hat die beiden Schläge gehört“, sagte Goland. Seine Hand lag fest um den Schwertgriff. „Und ich glaube nicht, dass es uns begrüßen will.“Varok antwortete nicht. Er stand einige Schritte entfernt und blickte in die Dunkelheit, aus der das bläuliche Licht aufstieg. Sein Gesicht war angespannt, und zum ersten Mal, seit Valarian ihn kannte, wirkte er nicht wie ein Mann, der jede mögliche Wendung bereits einkalkuliert hatt
Ein tiefes Dröhnen lief durch die Festung, als sich die zweite Tür irgendwo unter ihnen weiter öffnete. Der Boden vibrierte unter ihren Füßen, und aus den Rissen zwischen den schwarzen Steinen drang ein schwaches, bläuliches Licht.Valarian blickte in den dunklen Durchgang vor sich. Der Anhänger in seiner Hand wurde immer wärmer, während das Hammerzeichen an der Wand heller leuchtete.„Wir müssen dort hinein“, sagte er und deutete auf den Durchgang.Goland nickte, doch bevor einer von ihnen den ersten Schritt machen konnte, ertönte hinter ihnen ein gewaltiger Schrei.Es war Elara.Ihre Magie hatte sich erneut verändert. Schwarze und violette Energie wirbelte um ihren Körper und schoss in unregelmäßigen Wellen durch die Höhle.Lily rannte sofort zu ihr und legte ihr beide Hände auf die Schultern.„Elara, hörst du mich?“Elara antwortete nicht. Ihre Augen waren geschlossen, während sich die Energie um sie herum immer weiter verdichtete.Lily versuchte, ihre Heilmagie einzusetzen, doch d
Niemand bewegte sich.Das Wort des Wesens hallte noch immer durch die gewaltige Höhle und schien sich zwischen den schwarzen Felsen festzusetzen.„Kinder.“Valarian hielt sein Schwert fest in der Hand, während die blaue Flamme an der Klinge unruhig flackerte. Neben ihm standen Goland, Lily und Elara, ebenfalls bereit für einen Angriff. Doch keiner von ihnen wagte den ersten Schritt.Das Wesen sah sie weiterhin an.Nicht wie einen Feind, der auf den richtigen Moment für einen Angriff wartete, sondern wie jemanden, der sich an etwas erinnerte, das lange zurücklag.Valarian durchbrach schließlich die Stille.„Woher kennst du uns?“Das Wesen antwortete nicht. Stattdessen senkte es langsam den Kopf und richtete seinen Blick auf Valarians Hals.Auf den Anhänger.Im selben Moment begann das Hammerzeichen zu leuchten.Valarian griff danach und hielt den Anhänger zwischen seinen Fingern.„Was hat das zu bedeuten?“Der Wächter trat einen Schritt vor.„Nimm ihn ab.“Valarian sah ihn misstrauisch
Der erste Schlag ließ die Tore der schwarzen Festung erzittern.Goland stand direkt davor und hielt sein Schwert fest in der Hand.Hinter ihm standen Lily und Elara.„Bereit?“, fragte Goland.Lily nickte.Elara sah auf ihre Hände. Ihre Magie flackerte bereits zwischen ihren Fingern.„Nein“, sagte sie leise.Goland sah sie an.„Was?“„Ich weiß nicht, was dort drin auf uns wartet.“Goland wandte sich wieder dem Tor zu.„Ich weiß schon.“Er hob sein Schwert.„Valarian.“Der zweite Schlag traf.Das Tor bekam einen langen Riss.Lily schloss kurz die Augen.„Ich kann ihn spüren.“Goland sah sie an.„Wie weit?“„Tief.“Ein weiterer Schlag ließ das Tor erzittern.Es brach auseinander.Schwarze Rüstungen erschienen im Rauch.Wolfsoldaten.Dutzende.Goland machte den ersten Schritt.„Dann holen wir ihn.“Die Wolfsoldaten stürmten auf sie zu.Goland fing den ersten Angriff ab.Sein Schwert krachte gegen die Klinge des Gegners.Lily hob ihre Hand.Ein heller Lichtstrahl traf einen zweiten Soldate







