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Die Rache der Ex-Frau des Milliardärs
Die Rache der Ex-Frau des Milliardärs
Author: Kester

Kapitel 1.

Author: Kester
last update publish date: 2026-07-28 11:37:41

„Deine Zeit als Mrs. Axton Barayev Almero ist abgelaufen, Angelina Sandore!“

Die schneidende Stimme kam aus dem Mund von Evelyn Almero. Die ältere Frau zeigte mit ausgestrecktem Finger auf Angelina, ihre Schwiegertochter, die regungslos auf der rechten Seite des Raumes stand.

Im Wohnzimmer herrschte eine bedrückende Spannung, seit Angelinas Geheimnis ans Licht gekommen war. Zwei Wochen lang hatte sie etwas vor der Familie ihres Mannes verborgen. Dieses große Geheimnis stand schwarz auf weiß auf einem Blatt Papier aus einem renommierten Krankenhaus: Sie konnte keine Kinder bekommen.

Der Befund lag in Evelyns rechter Hand. Mit zitternder Wut zerknüllte sie das Papier zu einer Kugel und warf es Angelina direkt vor die Füße.

„Die ganze Zeit über hast du uns alle belogen! Kein Wunder, dass mein Sohn nach drei Jahren Ehe immer noch keine Kinder hat! Es liegt an deiner fehlerhaften Gebärmutter!“, schrie Evelyn ihre Schwiegertochter an.

„Mommy, bitte verzeih mir!“

Angelina wollte auf Evelyn zugehen, doch sie blieb abrupt stehen, als ihr der hasserfüllte Blick ihrer Schwiegermutter entgegenschlug.

„Ich rufe jetzt sofort Axton an. Er muss erfahren, welche Lügen seine Frau ihm aufgetischt hat!“

Evelyn hob ihr Handy auf und glitt hastig mit dem Finger über den Bildschirm.

„Mommy, bitte ruf Axton nicht an!“

Reflexartig griff Angelina nach Evelyns Hand, sodass das Handy ihr beinahe entglitt.

„Idiotin!“

Evelyn riss die Augen weit auf und funkelte Angelina zornig an.

„Bitte erzähl es ihm nicht. Ich kann alles erklären. Ich flehe dich an, Mommy!“

Angelina presste ihre Handflächen flehend aneinander und hoffte verzweifelt, ihre Schwiegermutter würde ihr Geheimnis bewahren.

Doch das Schicksal schien an diesem Tag gegen sie zu sein.

Von draußen war das Grollen eines Motors zu hören. Axton, ihr Ehemann, war von der Firma zurückgekehrt, die Evelyns Familie gehörte.

„Siehst du? Axton ist zu Hause. Gleich wirst du aus diesem Haus hinausgeworfen!“

Ein höhnisches Lächeln legte sich auf Evelyns Lippen.

Angelina senkte den Kopf. Ihr Herz raste. Verzweifelt suchte sie nach einer Möglichkeit, Axtons Wut zu besänftigen. Sie konnte sich bereits ausmalen, wie enttäuscht er sein würde, sobald er die Anschuldigungen seiner Mutter hörte.

Die große Eingangstür öffnete sich.

Axton trat ins Wohnzimmer. Seine Stirn legte sich in Falten, als er seine Mutter und seine Frau dort stehen sah. Sein Blick wanderte zwischen den beiden Frauen hin und her.

„Mommy? Angelina? Was ist hier los?“, fragte Axton.

Evelyn trat sofort an ihren Sohn heran und stellte sich neben ihn. Axton hielt noch immer seine Aktentasche in der Hand, während Angelina ihn schweigend ansah.

„Lass dich noch heute von Angelina scheiden und wirf diese nutzlose Frau aus dem Haus, Axton!“, befahl Evelyn und zeigte auf Angelina.

„Was soll das heißen, Mommy?“, fragte Axton verwirrt.

„Angelina hat uns alle belogen! Sie hat die gesamte Familie Almero hintergangen!“, sagte Evelyn mit lauter Stimme.

„Belogen? Erklär es mir. Ich verstehe nicht.“

Axton konnte den Worten seiner Mutter noch nicht folgen.

„Angelina hat die ganze Zeit bewusst verschwiegen, dass ihre Gebärmutter unfruchtbar ist! Sie wird der Familie Almero niemals einen Erben schenken können!“

Evelyns Worte trafen Axton wie ein Schlag.

Sein scharfer Blick richtete sich auf Angelina, dann glitt er zu dem zerknüllten Papier, das zu ihren Füßen auf dem Boden lag.

„Stimmt das, Angelina?“

Seine Augen verlangten nach einer Antwort.

Angelina wurde nervös. Kein Wort kam über ihre Lippen.

Wenn sie Axton jetzt die Wahrheit sagte, würde ihre Ehe in diesem Augenblick zerbrechen. Und mit ihrer Ehe würde auch ihr ganzes Leben in Scherben fallen. Sie würde alles verlieren und mittellos auf der Straße landen.

Das durfte nicht geschehen.

Sie durfte von der Familie Almero nicht verstoßen werden.

Sie musste ihre Ehe um jeden Preis retten.

„Antworte, Angelina! Ist das, was Mommy gesagt hat, wahr?!“

Axtons Stimme wurde lauter.

„Verzeih mir, Axton. Ich... ich kann dir alles erklären.“

Ihre Stimme bebte.

„Heißt das, du wirst mir niemals ein Kind schenken können?!“, fragte Axton mit eisiger Härte.

Er ballte die Fäuste. Seine Zähne waren fest aufeinandergepresst, während er versuchte, seine Wut zu kontrollieren.

Angelina trat auf ihn zu und sank vor ihm auf die Knie.

„Axton... bitte hasse mich nicht.“

Mit gesenktem Kopf sprach sie weiter.

„Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe. Es tut mir unendlich leid. Ich hatte Angst, dass du mich nicht mehr lieben würdest.“

„Hab kein Mitleid mit ihr, Axton!“, fiel Evelyn ein. „Sie ist eine arme Frau, die ihren Platz nicht kennt! Sie ist es nicht wert, deine Ehefrau zu sein. Sie hat keinen Platz in der angesehenen Familie Almero! Was sollen die Leute denken? Eine Schwiegertochter einer so vornehmen Familie, die keinen Erben gebären kann? Wie beschämend!“

Angewidert sah Evelyn zu, wie Angelina sich verzweifelt an Axtons Beine klammerte, die noch immer in seinen eleganten Lederschuhen steckten.

Axton beugte sich nach unten.

Mit festem Griff packte er Angelinas Handgelenk und riss sie auf die Beine.

Vor Schmerz verzog Angelina das Gesicht.

„Weißt du überhaupt, was passiert, wenn jemand es wagt, mit mir zu spielen, Angelina?“

Seine tiefe Stimme klang erschreckend kalt.

„Verschwinde. Sofort. Aus meinem Haus!“

Er schrie ihr die Worte direkt ins Gesicht.

„Ich werde nicht gehen!“, erwiderte Angelina.

Damit war Axtons Geduld endgültig erschöpft.

Er packte sie grob am Arm und zerrte sie mit schnellen Schritten zur Haustür.

„Axton, bitte! Ich liebe dich doch!“

„Sechs Jahre lang war ich an deiner Seite. Erinnerst du dich denn nicht an all die schönen Momente, die wir gemeinsam erlebt haben?“

Bis zur letzten Sekunde kämpfte Angelina darum, nicht von der Familie Almero verstoßen zu werden.

„Hör nicht auf sie! Diese Frau verdient es nicht, an deiner Seite zu sein, Axton!“, sagte Evelyn gereizt, weil Angelina sich immer noch weigerte aufzugeben.

„Bitte, Axton... bitte...!“

Doch Angelinas verzweifelte Bitten konnten Axton nicht umstimmen.

Mit einem heftigen Stoß schleuderte er den schmächtigen Körper seiner Frau auf die Terrasse.

Angelina stürzte zu Boden.

Axton und Evelyn standen nebeneinander und blickten verächtlich auf sie hinab.

Es war der Blick für eine Frau, die keine Kinder bekommen konnte.

Angelina wurde fortgeworfen wie ein stinkender Kadaver.

Als wäre sie etwas Abstoßendes, das man so schnell wie möglich beseitigen musste.

„Du hast es gewagt, mich zu belügen! Jetzt musst du die Konsequenzen tragen!“, sagte Axton kalt, ohne auch nur das geringste Mitleid mit seiner Frau zu empfinden.

Mit gerötetem Gesicht und Tränen in den Augen antwortete Angelina:

„Aber ich bin immer noch deine Ehefrau, Axton!“

„Wer es wagt, mich zu belügen, wird zu meinem Feind!“, erwiderte Axton mit unerschütterlicher Entschlossenheit.

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