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Der Morgen danach

Auteur: Jeonlove
last update Date de publication: 2026-09-03 07:32:53

Als sie den Aufzug erreichte, fiel ihr jeder Schritt schwerer. Tränen liefen ihr ungehindert über das Gesicht. In dem Moment, als sich die Türen schlossen, brach sie zusammen.

‎

‎Unten ging die Feier weiter. Niemand wusste es … Niemand wusste, dass die Braut mit angesehen hatte, wie ihr Mann sie mit ihrer Cousine betrog.

‎

‎Aria schlich sich durch den Ausgang, bevor es jemand bemerkte.

‎

‎Kalte Nachtluft traf ihr Gesicht.

‎

‎Sie nahm sie gerne auf. Sie wusste nicht einmal, wann sie ein Taxi heranwinkte, das sie zur nächsten Bar fuhr.

‎

‎Sie klammerte sich an die Theke, ignorierte die laute Musik und die Tatsache, dass die Leute neben ihr sich regelrecht aneinander rieben.

‎

‎„Den stärksten Schnaps, den du hast“, sagte sie.

‎

‎Der Barkeeper stellte weder ihre Kleidung noch ihren verwirrten Zustand in Frage. Er gab ihr einfach, was sie wollte, ohne sie zu verurteilen.

‎

‎Sie trank ihn in einem Zug aus. Die Schärfe ließ ihre Kehle brennen, und das gefiel ihr.

‎

‎Sie streckte die Hand aus, um zu bezahlen.

‎

‎„Das geht auf Kosten des Hauses“, sagte der Barkeeper und hielt sie davon ab.

‎

‎„Oh.“

‎

‎„Ja, Ma’am.“

‎

‎Sie stellte keine Fragen.

‎

‎Sie ging zur Toilette und ignorierte das Paar, das neben der Tür Sex hatte. Sie wusch sich das Gesicht und betrachtete ihre geröteten Augen.

‎

‎Sie beschloss, sich eine Auszeit von der lauten Musik zu gönnen. Wegen des ständigen Summens hatte sie ihr Handy ausgeschaltet. Sie hatte Anrufe von ihrer besten Freundin und ihrem Onkel erhalten, sogar von Ethan.

‎

‎Den Verlobungsring hatte sie bereits im Taxi abgelegt.

‎

‎Sie blickte in den Spiegel und entdeckte einen Mann, der sie ansah.

‎

‎Sie war sich nicht sicher, ob es am Alkohol lag oder ob tatsächlich ein verdammt heißer Mann mit einer Zigarre hinter ihr stand und sie wie Beute ansah.

‎

‎Und er war ihr ehemaliger Schwiegervater.

‎

‎Der König der Geschäftswelt.

‎

‎Der Vorstandsvorsitzende der Ashford Group, des Unternehmens, das unzählige Firmen, Betriebe, Restaurants und sogar Menschen in der Modebranche boykottiert hatte.

‎

‎Damien Ashford.

‎

‎Er war Billionen Dollar schwer.

‎

‎„So sterben also Träume.“

‎

‎Die tiefe Stimme hinter ihr ließ sie ruckartig herumfahren.

‎

‎Sie blickte auf ihre Hand, folgte seinem Blick und verbarg sie schnell wieder.

‎

‎Damien kam ein paar Fuß näher, gekleidet in einen perfekt geschnittenen schwarzen Anzug. Seine breiten Schultern und seine imposante Ausstrahlung machten es unmöglich, ihn zu übersehen.

‎

‎Ihre Blicke trafen sich. Einen seltsamen Moment lang sprach keiner von beiden.

‎

‎„Weißt du, du könntest ihn verkaufen, anstatt ihn wegzuwerfen“, sagte er, als er ihr den Ring reichte.

‎

‎Seine Augen weiteten sich leicht vor Überraschung.

‎

‎„Es lohnte sich nicht, ihn zu behalten“, sagte sie und wischte sich die Tränen ab.

‎

‎„Interessant.“

‎

‎„Solltest du nicht mit deinem Sohn und seiner Hure auf der Party sein?“

‎

‎„Warum sollte ich? Ich habe doch jemanden, der viel interessanter ist“, sagte Damien.

‎

‎Er streckte die Hand aus, um ihr die Tränen abzuwischen.

‎

‎Aria entspannte sich sichtlich und lehnte sich für den Bruchteil einer Sekunde an seine Hand, bevor sie sich wieder fasste.

‎

‎Vom Alkohol war ihr schwindelig. Vielleicht war das der Grund, warum sie sich nicht zurückzog oder errötete.

‎

‎Die Lippen des Mannes lagen nun auf ihren, aber eines war sicher.

‎

‎Sie wollte mehr.

‎

‎„Sollen wir das woanders fortsetzen?“, flüsterte er, während sein heißer Atem ihr Gesicht umwehte.

‎

‎Sie nickte.

‎

‎Er führte sie den Flur entlang zu einem Raum hinter dem Club.

‎

‎Als könne er ihre Gedanken lesen, sagte er: „Mir gehört dieser Laden.“

‎

‎Er hinterließ eine Spur aus Küssen auf ihrem Körper, und sie konnte nicht anders, als zu stöhnen.

‎

‎„Soll ich dir aus diesem hübschen Kleid helfen?“, fragte er.

‎

‎Er erhielt nur ein Nicken, bevor er den Reißverschluss ihres Kleides öffnete.

‎

‎Am nächsten Morgen wachte Aria mit rasenden Kopfschmerzen auf.

‎

‎Sie versuchte, sich zu bewegen, spürte aber einen Kopf auf ihrer Taille.

‎

‎Sie blickte nach unten und schlug vor Schreck schnell die Hand vor den Mund.

‎

‎Sie versuchte, sich aus dem Bett zu schleichen. Ich meine, wer würde das nicht tun, nachdem er herausgefunden hat, dass er mit seinem ehemaligen Schwiegervater geschlafen hat?

‎

‎Sie versuchte, seine Hand von ihrer Taille zu entfernen, doch als sie aufstehen wollte, versagten ihr die Beine.

‎

‎„Habe ich dich kaputtgemacht?“, erklang eine tiefe Stimme.

‎

‎Sie blickte zu ihm zurück und lächelte verlegen.

‎

‎„Guten Morgen“, sagte sie und hielt ihre Kleidung fest, um ihre Nacktheit zu bedecken.

‎

‎Damien lachte leise über ihren niedlichen Gesichtsausdruck.

‎

‎„Ich besorge dir neue Kleidung. Geh und wasch dich. Ich muss mit dir reden, also versuch nicht, wegzulaufen. Draußen stehen Wachen“, sagte er mit gebieterischer Stimme.

‎

‎„Ja, Sir“, sagte sie, bevor sie nachdenken konnte.

‎

‎Ihr Gesicht wurde rot.

‎

‎Sie rannte schnell auf eine Tür zu, von der sie annahm, dass es die Badezimmertür sei, und hüllte sich dabei in die Bettdecke.

‎

‎„Wenn du nicht vor allen da draußen deine Blöße zeigen willst, gehst du zu Fuß hinaus“, hallte Damiens Stimme.

‎

‎Aria schloss schnell die Tür und rannte auf die andere Tür zu, nachdem sie merkte, dass sie in die falsche Richtung gelaufen war.

‎

‎Die Tür schlug laut zu.

‎

‎Damien kicherte.

‎

‎Aria steckte im Badezimmer mitten in einer Krise.

‎

‎„Vielleicht sollte ich einfach im Badezimmer wohnen bleiben – wie soll ich ihm denn bloß unter die Augen treten? Worüber sollen wir überhaupt reden?“

‎

‎Sie zupfte an ihren Haaren.

‎

‎„Gott, warum ist mein Leben nur so schrecklich? Erst hat mein Ex an meinem verdammten Verlobungstag mit meiner Cousine gevögelt, und jetzt hatte ich gerade den besten Sex meines Lebens mit seinem Vater.“

‎

‎Aria geriet in Panik, als sie sich an seine Berührungen erinnerte.

‎

‎Sie starrte in den Spiegel und betrachtete die Spuren an ihrem Körper. Sie zischte, als sie eine davon berührte.

‎

‎Bei dem Gedanken spürte sie, wie sie erregt wurde. Sie schüttelte schnell den Kopf, öffnete den Schrank und fand eine unbenutzte Zahnbürste in ihrer Hülle.

‎

‎Sie putzte sich die Zähne.

‎

‎Unter der Dusche fühlte sich ihr Körper entspannt an. Sie stöhnte vor Wohlbehagen und dem Gefühl, so sauber zu sein.

‎

‎Schließlich beschloss sie, herauszukommen, und wickelte sich in ein Handtuch, das sie fand.

‎

‎Als sie herauskam, war das Zimmer leer.

‎

‎Sie entdeckte das Kleid auf dem Bett und zog es leise an.

‎

‎Sie war sich nicht sicher, ob sie dort sitzen oder hinausgehen sollte.

‎

‎Sie beschloss, sich im Zimmer hinzusetzen.

‎

‎„Manchmal ist der Verlust der falschen Person der Anfang davon, den richtigen Weg zu finden.“

‎

‎Sie hörte die Stimme und drehte sich um. Da stand Damien, mittlerweile angezogen, der die Tür öffnete und hereinkam.

‎

‎Sie zuckte leicht zusammen, unsicher, was sie sagen sollte. Sie fühlte sich müde und benommen.

‎

‎„Lass uns frühstücken, sollen wir, Kleine?“, fragte er, während er ihr ihr Handy reichte.

‎

‎Sie nahm es entgegen, immer noch unsicher, wie sie diesen Kosenamen einordnen sollte.

‎

‎Sie schaltete es ein.

‎

‎Natürlich fing ihr Handy sofort an zu vibrieren – SMS, verpasste Anrufe und I*******m-Benachrichtigungen.

‎

‎Ein Anruf von ihrer Freundin ging ein.

‎

‎

‎Sie sah Damien an, als würde sie ihn um etwas Abstand bitten.

‎

‎Er setzte sich auf die Couch, ohne den Blick von ihr abzuwenden.

‎

‎Sie nahm den Anruf ruhig entgegen.

‎

‎„ARIA!“, schrie eine Stimme.

‎

‎Aria bereute es, das Telefon ans Ohr gehalten zu haben. Sie hielt es von ihrem Ohr weg.

‎

‎„Ich weiß ganz sicher, dass du nicht versuchst, mich taub zu machen oder so.“

‎

‎„Wo bist du? Ich bringe dich um!“, sagte Sophia, immer noch aufgebracht.

‎

‎Damien lachte leise, hörte aber auf, als Aria ihn finster anblickte.

‎

‎„Geht es dir gut? Ich habe die Nachrichten gehört.“

‎

‎„Welche Nachrichten?“

‎

‎„Es ist überall in den sozialen Medien. Jemand muss Fotos veröffentlicht haben.“

‎

‎Aria schaute schnell nach.

‎

‎Ihre Geschichte war auf Platz eins der Trends bei X.

‎

‎Wie erwartet gab es Bilder, auf denen sie Vanessa ohrfeigte, Vanessa und Ethan sich küssten, Aria weinte und viele andere Bilder von der Auseinandersetzung.

‎

‎Sie sah Damien an, der leicht grinste.

‎

‎Schnell setzte sie alles in ihrem Kopf zusammen.

‎

‎„Mir geht es gut, Sophie. Ich rufe dich später zurück“, sagte Aria hastig und legte auf, bevor Sophia etwas sagen konnte.

‎

‎Sie warf dem gleichgültig dreinblickenden Damien einen wütenden Blick zu.

‎

‎

‎„Das hast du getan.“

‎

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