ログインIn dem Moment, als sich die Aufzugstüren schlossen, lehnte sich Aria an die Wand und stieß einen langen, übertriebenen Seufzer aus.
Damien sah sie an. Sie seufzte erneut. Diesmal sogar noch lauter. Er hob die Augenbrauen. „Bist du verletzt?“ „Nein.“ „Hat er dir wehgetan?“ „Nein.“ „Warum seufzt du dann so?“ Aria verschränkte die Arme. „Weil ich gelitten habe.“ Damien starrte sie an. „Du hast gelitten?“ „Schrecklich.“ Er sagte nichts. Aria sah ihn aus den Augenwinkeln an. Sie wartete. Nichts. Sie seufzte erneut. „Liebling.“ „Was?“ „Du siehst nicht einmal besorgt aus.“ „Ich war besorgt genug, um in dein Büro zu stürmen, bereit, einen Mann zu töten.“ Arias Lippen zuckten. „Das zählt nicht.“ Damien runzelte leicht die Stirn. „Wie kann das nicht zählen?“ „Du hättest mich fester umarmen sollen.“ Er starrte sie einen Moment lang an. Dann legte er seine Arme um ihre Taille und zog sie näher an sich heran. „So?“ Aria nickte. „Besser.“ Damien sah auf sie herab. „Vor fünf Minuten hast du noch geweint.“ „Ich war aufgebracht.“ „Du hast mir auch erzählt, dass er dich überall angefasst hat.“ Arias Gesicht nahm plötzlich einen unschuldigen Ausdruck an. „Ich habe nicht gelogen.“ „Das habe ich gemerkt.“ Sie legte ihre Wange an seine Brust. „Ich wollte, dass du ihn bestrafst.“ „Das habe ich.“ „Nicht genug.“ Seine Hand glitt langsam über ihren Rücken. „Was wäre genug gewesen?“ Aria dachte darüber nach. „Vielleicht hättest du ihn zweimal feuern können.“ Damien hätte beinahe gelächelt. „So funktioniert Entlassung nicht.“ „Das sollte es aber.“ Der Aufzug erreichte die Chefetage. Die Türen öffneten sich. Damien rührte sich nicht sofort. Er sah zu ihr hinunter. „Bist du fertig?“ „Nein.“ „Was ist denn jetzt schon wieder los?“ Aria hob den Kopf. „Ich möchte etwas.“ „Was?“ „Eine Umarmung.“ „Du liegst doch schon seit fünf Minuten in meinen Armen.“ „Eine richtige.“ Damien seufzte. Dann zog er sie näher an sich heran. Aria lächelte an seiner Brust. „Viel besser.“ Er schüttelte den Kopf. „Du bist anstrengend.“ Sie blickte zu ihm auf. „Und du musst mich ertragen.“ Aus irgendeinem Grund verstummte Damien bei diesen Worten. Aria bemerkte es nicht. Sie war zu sehr damit beschäftigt, den Kragen seines Hemdes zurechtzuziehen. „Dein Kragen sitzt schief.“ „Er war in Ordnung, bevor du angefangen hast, daran herumzufummeln.“ „Ich bringe ihn in Ordnung.“ „Das musst du nicht.“ „Ich weiß.“ Sie richtete ihn trotzdem. „So.“ Damien sah zu ihr hinunter. „Zufrieden?“ „Sehr.“ Endlich traten sie aus dem Aufzug. Marcus wartete in der Nähe. Er warf ihnen einen Blick zu. Dann auf Aria. Dann auf Damien. „Ist alles geregelt?“ „Ja“, antwortete Damien. Marcus nickte. „Reynolds wurde festgenommen. Sein Arbeitsverhältnis wurde beendet, und das Überwachungsmaterial wurde gesichert.“ „Gut.“ Aria sah Marcus an. „Danke.“ Marcus nickte. Dann wanderte sein Blick zu Damien. „Ich kümmere mich um den Rest.“ Damien nickte. Er sah Aria an. „Komm mit.“ „Wohin?“ „In mein Büro.“ Aria folgte ihm. Sie beschwerte sich nicht. Diesmal nicht. Sobald sie Damiens Büro betraten, ging er auf seinen Schreibtisch zu. Aria folgte ihm. Dann blieb sie stehen. „Damien.“ Er drehte sich um. „Ja?“ Sie deutete auf das Sofa. „Ich bin müde.“ Er starrte sie an. „Du hast den ganzen Vormittag in deinem Büro gesessen.“ „Emotional müde.“ Damien presste die Lippen zusammen. Er verstand ganz genau, was sie vorhatte. „Setz dich.“ Aria lächelte sofort. Sie ging hinüber und ließ sich auf das Sofa fallen. Damien kehrte zu seinem Schreibtisch zurück. Sie beobachtete ihn ein paar Sekunden lang. Dann runzelte sie die Stirn. „Du arbeitest?“ „Ja.“ „Aber ich leide.“ Damien blickte langsam auf. „Du hast gesagt, du seist emotional erschöpft.“ „Das bin ich.“ „Dann ruh dich aus.“ „Alleine?“ Er hob eine Augenbraue. „Möchtest du, dass ich mich neben dich setze, während ich arbeite?“ Aria nickte. „Ja.“ Damien sah sie einige Sekunden lang an. Dann stand er auf. Er ging hinüber und setzte sich neben sie. Aria lehnte sich sofort an seine Schulter. „Viel besser.“ „Du bist wirklich verwöhnt.“ „Früher war ich nicht verwöhnt.“ „Du wirst verwöhnt.“ „Wessen Schuld ist das?“ Damien hatte keine Antwort. Aria lächelte triumphierend. Er nahm sein Handy in die Hand. „Marcus.“ Marcus nahm sofort ab. „Ja, Sir?“ „Verlege meine Termine am Nachmittag in den Konferenzraum.“ Es folgte eine Pause. „Alle?“ „Ja.“ Marcus verstand sofort. „Verstanden.“ Das Gespräch endete. Aria blickte auf. „Du hast deine Termine verlegt?“ „Ja.“ „Wegen mir?“ „Weil ich eine Frau habe, die glaubt, sie bräuchte ständige Aufmerksamkeit.“ Aria schnappte nach Luft. „Das klingt schrecklich.“ „Ist es auch.“ Sie schlug ihm leicht auf den Arm. „Du bist gemein.“ Damien sah zu ihr hinunter. „Du nennst mich schon seit einer Stunde ‚Schatz‘.“ „Weil du mein Mann bist.“ „Ich bin heute traumatisiert, lass mich in Ruhe.“ Er warf ihr einen skeptischen Blick zu. Aria legte eine Hand auf ihre Brust. „Ich wurde verbal angegriffen.“ „Ich weiß.“ „Ich wurde körperlich festgehalten.“ „Okay.“ „Ich wäre fast gestorben.“ Damien starrte sie an. „Du bist nicht fast gestorben.“ „Das weißt du doch gar nicht.“ „Ich bin hereingekommen, bevor irgendetwas passiert ist.“ „Genau.“ Sie zeigte auf ihn. „Du hast mir das Leben gerettet.“ Damien seufzte. „Du bist unmöglich.“ Aria lächelte. „Du liebst mich.“ Die Worte rutschten ihr ganz spontan heraus. Es wurde still im Raum. Aria erstarrte. Damien sah sie an. Keiner von beiden sagte etwas. Für einen Moment war die ausgelassene Stimmung wie weggeblasen. Aria wandte schnell den Blick ab. „Ich meine …“ Sie räusperte sich. „Du liebst offensichtlich deine Frau.“ Damien beobachtete sie. Dann, anstatt sie zu korrigieren, sagte er einfach: „Natürlich tue ich das.“ Ihr Herz setzte einen Schlag aus. Sie sah ihn an. Er schaute bereits auf seine Unterlagen. Als ob die Worte nichts bedeuteten. Aber Aria konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken. Sie legte ihren Kopf wieder an seine Schulter. Keiner von beiden sprach das Thema an. Ein paar Minuten später klopfte es an der Tür. „Herein.“ Marcus trat ein. Er blieb stehen, als er sah, wie Aria sich fast an Damien schmiegte. Sein Gesichtsausdruck blieb professionell. „Ich habe den Bericht.“ „Gib ihn mir.“ Marcus reichte Damien das Dokument. Aria warf einen Blick darauf. „Geht es um Reynolds?“ „Ja.“ „Was wird mit ihm geschehen?“ „Er wird die entsprechenden rechtlichen Konsequenzen tragen.“ Aria nickte. „Gut.“ Plötzlich sah sie Marcus an. „Marcus?“ „Ja?“ „Kannst du dafür sorgen, dass mich niemand mehr stört?“ Damien antwortete sofort. „Das wird niemand.“ Marcus nickte. „Ich werde dafür sorgen, dass der Sicherheitsdienst informiert wird.“ Aria lächelte. „Danke.“ Marcus wandte sich zum Gehen. Da rief Aria ihn noch einmal zurück. „Marcus.“ Er drehte sich um. „Ja?“ „Hast du schon gegessen?“ Marcus blinzelte. „Nein.“ Aria sah Damien an. „Überfordere ihn nicht zu sehr.“ „Ich hole mir etwas.“ sagte Marcus schnell. „Gut.“ Er ging. Aria lachte leise. Damien sah sie an. „Was?“ „Nichts.“ „Du lachst.“ „Weil dieser Ort seltsam ist.“ „Inwiefern?“ „Ich glaube, Marcus hat Angst vor dir.“ Damien sagte nichts. „Und trotzdem sitzt du hier und lässt mich meckern – sollte ich etwa Angst vor dir haben?“ „Du bist meine Frau.“ „Na und?“ „Na und, du bist anders.“ Aria lächelte. Sie wusste nicht, warum diese Worte ihr ein warmes Gefühl gaben. Den Rest des Nachmittags blieb sie an seiner Seite. Manchmal blätterte sie in Unterlagen. Manchmal stellte sie Fragen. Manchmal lehnte sie sich einfach still an seine Schulter, während er arbeitete. Und Damien bat sie nicht, zu gehen. Als sie an diesem Abend nach Ashford Manor zurückkehrten, hatte Aria Reynolds schon fast vergessen. Fast. Als sie das Haus betrat, zog sie ihre Schuhe aus. „Meine Füße tun weh.“ Damien sah sie an. „Du hast diese Schuhe freiwillig getragen.“ „Ich wusste nicht, dass sie wehtun würden.“ „Du hast sie dir ausgesucht.“ „Ich wollte professionell wirken.“ „Das hast du.“ Aria lächelte. „Wirklich?“ „Ja.“ Sie trat näher. „Dann solltest du mich tragen.“ Damien starrte sie an. „Dich tragen?“ „Ja.“ „Warum?“ „Weil meine Füße wehtun.“ „Du kannst doch laufen.“ Aria verschränkte die Arme. „Na gut.“ Sie wandte sich theatralisch ab. „Dann werde ich eben alleine leiden.“ Damien sah ihr nach, wie sie drei Schritte ging. Dann blieb sie stehen. „Aria.“ Sie drehte sich um. „Was?“ Er streckte ihr die Hand entgegen. Der Samstag auf Ashford Manor war anders als die Wochentage.Unter der Woche schien sich das Haus nach Damiens Zeitplan zu richten.Das Personal kam und ging leise.Autos fuhren vor und wieder weg.Telefonate erfüllten die Flure.Geschäftstreffen fanden hinter verschlossenen Türen statt.Doch am Samstagmorgen schien alles langsamer zu verlaufen.Im Haus war es ruhiger.Die Atmosphäre war entspannter.Und Aria war fest entschlossen, das zu genießen.Sie hatte den größten Teil des Vormittags in ihrem Zimmer verbracht und ein Buch gelesen, während sie bequem an das Kopfteil des Bettes gelehnt lag.Sie dachte nicht an die Ashford Group.Sie dachte nicht an Reporter.Und sie dachte ganz sicher nicht an Ethan.Ausnahmsweise wollte sie einfach nur ihr Wochenende genießen.Ihr Handy klingelte.Sobald sie den Namen auf dem Display sah, lächelte sie.„Sophia.“Sie nahm den Anruf entgegen.„Hallo?“„Sag mir, dass du Zeit hast.“Aria lachte.„Warum?“„Weil ich vorbeikomme.“„Warum?“„Weil ich es
Vanessa stürmte aus Ethans Wohnung.Sie wartete nicht darauf, dass er sie zurückrief.Sie drehte sich nicht um.Vanessa fuhr allein durch die Stadt.Ihre Hände blieben fest am Lenkrad.Sie hatte das Radio nicht eingeschaltet.Sie wollte keine Musik.Sie wollte keinen Lärm.Sie wollte nachdenken.Doch jedes Mal, wenn sie es versuchte, hörte sie wieder Ethans Stimme.Aria.Ihr Griff wurde fester.„Verdammt seist du.“Sie war sich nicht einmal sicher, ob sie zu Ethan oder zu Aria sprach.Vielleicht zu beiden.Die Ampel vor ihr sprang auf Rot.Vanessa hielt an.Sie betrachtete sich im Rückspiegel.Ihr Gesichtsausdruck war kalt.Sie wischte sich unter einem Auge ab, obwohl keine Tränen flossen.Sie weigerte sich, wegen Ethan zu weinen.Sie weigerte sich, Aria diese Genugtuung zu gönnen.Die Ampel sprang auf Grün.Vanessa fuhr weiter.Als sie zu Hause ankam, war ihre Wut gewachsen, anstatt nachzulassen.Sie parkte ihr Auto in der Einfahrt und stieg aus.Sie schlug die Tür härter zu, als nöt
Vanessa stöhnte ununterbrochen, während Ethan immer wieder schnell in sie stieß; sie verdrehte vor Lust und Schmerz die Augen, er packte ihr Gesicht, zog sie zu sich heran und küsste sie, während er ihr seine Zunge tief in den Hals schob; beide waren völlig außer sich, Vanessas Hände waren an das Bett gefesselt, sie hatte eine Augenbinde auf.Ethan kniete sich zwischen ihre Beine und küsste sie bis hinunter zu ihren Oberschenkeln; dabei fuhr er mit den Händen darüber und hielt ihre Beine gespreizt.„Halt still, komm nicht, bevor ich es dir sage.“Bevor sie antworten konnte, tauchte er seine Zunge tief in ihre Klitoris ein; sie keuchte und versuchte, vor lauter Lust die Beine zu schließen; er zog sich zurück, schlug ihr auf die Oberschenkel – eine Warnung, die Beine so zu halten, wie er sie positioniert hatte –, schob seine Hände in ihre Muschi und saugte gleichzeitig weiter mit dem Mund an der feuchten Klitoris.„Ethan, ich komme“, rief sie aus und versuchte ihr B
In dem Moment, als sich die Aufzugstüren schlossen, lehnte sich Aria an die Wand und stieß einen langen, übertriebenen Seufzer aus.Damien sah sie an.Sie seufzte erneut.Diesmal sogar noch lauter.Er hob die Augenbrauen.„Bist du verletzt?“„Nein.“„Hat er dir wehgetan?“„Nein.“„Warum seufzt du dann so?“Aria verschränkte die Arme.„Weil ich gelitten habe.“Damien starrte sie an.„Du hast gelitten?“„Schrecklich.“Er sagte nichts.Aria sah ihn aus den Augenwinkeln an.Sie wartete.Nichts.Sie seufzte erneut.„Liebling.“„Was?“„Du siehst nicht einmal besorgt aus.“„Ich war besorgt genug, um in dein Büro zu stürmen, bereit, einen Mann zu töten.“Arias Lippen zuckten.„Das zählt nicht.“Damien runzelte leicht die Stirn.„Wie kann das nicht zählen?“„Du hättest mich fester umarmen sollen.“Er starrte sie einen Moment lang an.Dann legte e
Als Aria am nächsten Morgen bei der Ashford Group ankam, hatte sie sich bereits dreimal ins Gedächtnis gerufen, dass sie nicht wegen Damien dort war. Zumindest nicht beruflich. Die Ehe mochte zwar der Grund gewesen sein, warum die Leute ihren Namen kannten, aber sie würde nicht der Grund sein, warum sie ihre Position behielt. Sie wollte, dass diese Unterscheidung klar blieb. Das Auto hielt vor dem hoch aufragenden Glasgebäude, und Aria blickte einen Moment lang durch das Fenster. Mitarbeiter strömten bereits durch den Eingang. Ein Auto nach dem anderen fuhr vor. Sicherheitspersonal stand in der Nähe der Türen. Alles wirkte organisiert, kontrolliert und fast einschüchternd. Aria atmete leise ein. „Sind Sie bereit, Mrs. Ashford?“ Sie blickte zum Fahrer hinüber. „Ja.“ De
Am nächsten Morgen stand Aria vor dem Spiegel in ihrem Zimmer. Sie trug eine schlichte cremefarbene Bluse, eine maßgeschneiderte schwarze Hose und einen taillierten Blazer. Nichts Extravagantes. Nichts, das darauf ausgelegt war, Eindruck zu machen. Sie wollte ernst genommen werden. Sie warf einen letzten Blick auf sich selbst, bevor sie das Schlafzimmer verließ. Heute war alles anders. Gestern war sie als Damiens Ehefrau in die Ashford Group eingetreten. Heute trat sie als Angestellte ein. Dieser Unterschied war ihr wichtig. Sie wollte, dass ihre Position nichts mit dem Ring an ihrem Finger zu tun hatte. Als sie die Treppe hinunterging, saß Damien bereits am Esstisch. Er blickte auf. Sein Blick wanderte kurz über ihr Outfit. „Du siehst bereit aus.“ „Ich hoffe doch.“ „Das bist du.“ Sie setzte sich ihm gegenüber. Das Frühstück stand bereits bere







