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Das Treffen

ผู้เขียน: Jeonlove
last update วันที่เผยแพร่: 2026-09-18 00:26:30

Vanessa stürmte aus Ethans Wohnung.

Sie wartete nicht darauf, dass er sie zurückrief.

Sie drehte sich nicht um.

Vanessa fuhr allein durch die Stadt.

Ihre Hände blieben fest am Lenkrad.

Sie hatte das Radio nicht eingeschaltet.

Sie wollte keine Musik.

Sie wollte keinen Lärm.

Sie wollte nachdenken.

Doch jedes Mal, wenn sie es versuchte, hörte sie wieder Ethans Stimme.

Aria.

Ihr Griff wurde fester.

„Verdammt seist du.“

Sie war sich nicht einmal sicher, ob sie zu Ethan oder zu Aria sprach.

Vielleicht zu beiden.

Die Ampel vor ihr sprang auf Rot.

Vanessa hielt an.

Sie betrachtete sich im Rückspiegel.

Ihr Gesichtsausdruck war kalt.

Sie wischte sich unter einem Auge ab, obwohl keine Tränen flossen.

Sie weigerte sich, wegen Ethan zu weinen.

Sie weigerte sich, Aria diese Genugtuung zu gönnen.

Die Ampel sprang auf Grün.

Vanessa fuhr weiter.

Als sie zu Hause ankam, war ihre Wut gewachsen, anstatt nachzulassen.

Sie parkte ihr Auto in der Einfahrt und stieg aus.

Sie schlug die Tür härter zu, als nötig gewesen wäre.

Die Haustür öffnete sich.

Eine der Hausangestellten blickte zu ihr herüber.

„Miss Vanessa …“

„Lass es.“

Die Frau trat sofort beiseite.

Vanessa ging hinein.

Sie wollte keine Fragen.

Sie wollte nicht, dass sie jemand ansah.

Sie stieg schnell die Treppe hinauf und betrat ihr Schlafzimmer.

Die Tür schlug zu.

Stille.

Vanessa stand mit dem Rücken daran.

Mehrere Sekunden lang rührte sie sich nicht.

Dann fiel ihr Blick auf eine Porzellanvase, die auf einem Tisch in der Nähe stand.

Sie griff danach.

Krach!

Die Vase prallte gegen die Wand und zersprang.

Vanessa atmete schwer.

Sie griff nach einem Bilderrahmen.

Krach!

Ein weiterer Gegenstand folgte.

Dann noch einer.

Eine dekorative Lampe fiel auf den Boden.

Bücher wurden aus einem Regal gestoßen.

Innerhalb weniger Minuten war ihr Schlafzimmer ein einziges Chaos.

Vanessa stand mitten in diesem Chaos, ihre Brust hob und senkte sich.

„Sie bekommt immer alles.“

Ihre Stimme zitterte vor Wut.

„Alles.“

Sie trat ein zerbrochenes Stück Porzellan beiseite.

„Alle lieben sie.“

Ihre Augen brannten.

„Sie war immer die Hübsche. Die Kluge. Die Gute.“

Sie lachte bitter.

„Und jetzt ist sie Mrs. Ashford.“

Vanessas Gesicht verzog sich vor Groll.

„Sie hat diesen Namen nicht einmal verdient.“

Die Schlafzimmertür öffnete sich.

Juliet Hart stand da.

Sie sah sich im Zimmer um.

Ihr Blick wanderte über die zerbrochenen Dekoartikel, bevor er auf Vanessa ruhte.

„Was ist passiert?“

Vanessa drehte sich um.

„Aria.“

Juliet seufzte.

„Schon wieder?“

Vanessas Wut kehrte sofort zurück.

„Ethan hat ihren Namen gesagt.“

Juliets Miene verhärtete sich.

„Wann?“

„Heute Abend.“

Vanessa begann auf und ab zu gehen.

„Wir hatten Sex, und er hat ihren Namen gesagt.“

Juliet wirkte nicht überrascht.

Stattdessen ging sie langsam in den Raum.

„Und was hast du getan?“

„Ich bin gegangen.“

„Gut.“

Vanessa blieb stehen.

„Gut?“

„Ja.“

Juliet blickte auf die zerbrochenen Gegenstände.

„Du hast ihn nicht angefleht, sich für dich zu entscheiden?“

„Nein.“

„Hast du geweint?“

Vanessas Augen verengten sich.

„Nein.“

„Dann hast du das Richtige getan.“

Vanessa sah ihre Mutter an.

„Ich hasse sie.“

Juliets Gesicht blieb ruhig.

„Ich weiß.“

„Ich hasse es, dass sie immer gewinnt.“

Juliet ging zum Fenster.

„Dann solltest du vielleicht aufhören, zu versuchen, sie in ihrem eigenen Spiel zu schlagen.“

Vanessa runzelte die Stirn.

„Was soll das heißen?“

„Du lässt dich von deiner Wut beherrschen.“

Vanessa blickte sich in dem verwüsteten Schlafzimmer um.

„Sie hat es verdient, zu leiden.“

Juliet widersprach ihr nicht.

„Vielleicht tut sie das.“

Vanessas Gesichtsausdruck veränderte sich leicht.

Juliet wandte sich ihr zu.

„Aber Leiden muss nicht immer durch Schreien, Streiten oder das Zerstören von Dingen entstehen.“

Sie warf einen Blick auf die zerbrochene Vase.

„Manchmal ist das Schmerzhafteste, was man jemandem antun kann, ihm etwas wegzunehmen, von dem er glaubt, es niemals verlieren zu können.“

Vanessa starrte sie an.

„Was?“

Juliet lächelte schwach.

„Ich meine, wir sollten nachdenken.“

„Worüber?“

„Über Aria.“

Vanessa verschränkte die Arme.

„Was werden wir tun?“

Juliet schüttelte den Kopf.

„Heute Abend nichts.“

Vanessa sah genervt aus.

„Warum?“

„Weil du wütend bist.“

„Na und?“

„Wütende Menschen machen Fehler.“

Juliet trat einen Schritt näher.

„Lass sie glauben, dass sie in Sicherheit ist.“

Vanessas Augen verengten sich.

„Und dann?“

Juliet schenkte ihr ein kaltes Lächeln.

„Dann entscheiden wir, wie es weitergeht.“

Vanessa starrte ihre Mutter an.

Langsam verwandelte sich ihre Wut in etwas Ruhigeres.

Etwas Dunkleres.

Sie blickte auf die Scherben hinunter, die über den Boden verstreut lagen.

„Sie wird nicht alles behalten.“

Juliet nickte.

„Nein.“

Vanessas Lippen verzogen sich zu einem kleinen Lächeln.

„Das wird sie nicht.“

Keine von beiden wusste noch genau, was sie tun würden.

Aber keine der beiden Frauen hatte vor, Aria lange allein zu lassen.

Zurück in Ethans Wohnung war die Nacht still geworden.

Ethan saß immer noch auf dem Sofa.

Er hatte sich kaum bewegt.

Sein Handy lag neben ihm.

Er nahm es wieder in die Hand.

Diesmal erschien eine neue Benachrichtigung.

Nicht von Vanessa.

Nicht von jemandem, den er kannte.

Eine Nachricht von einer unbekannten Nummer.

Ethan runzelte die Stirn.

Er öffnete sie.

Wir müssen reden.

Sonst nichts.

Kein Name.

Keine Erklärung.

Ethan starrte auf den Bildschirm.

Dann erschien eine weitere Nachricht.

Morgen. 21:00 Uhr.

Darunter stand eine Adresse.

Ethans Gesichtsausdruck veränderte sich.

Er kannte den Ort.

Ein privater Business-Club.

Sein erster Impuls war, die Nachricht zu löschen.

Doch seine Neugier hielt ihn davon ab.

Wer würde ihn auf diese Weise kontaktieren?

Und warum?

Er starrte einige Sekunden lang auf die Nummer, bevor er das Handy beiseite legte.

Er versuchte, es zu ignorieren.

Fünf Minuten vergingen.

Dann zehn.

Schließlich nahm er das Handy wieder in die Hand.

Er speicherte die Adresse.

Nicht, weil er eine Entscheidung getroffen hatte.

Sondern einfach, weil er wissen wollte, wer dahintersteckte.

Noch am selben Abend traf Ethan allein im privaten Club ein.

Er ging durch den ruhigen Eingangsbereich und nannte seinen Namen.

Die Rezeptionistin überprüfte die Liste.

„Mr. Ashford, Sie werden oben erwartet.“

Ethan nickte.

Er folgte dem Mitarbeiter zum Aufzug.

Die Fahrt verlief schweigend.

Als sich die Türen öffneten, trat er in einen stillen Flur.

Am Ende des Flurs wartete ein Mann.

„Mr. Ashford.“

Ethan sah ihn an.

„Wer hat die Nachricht geschickt?“

Der Mann antwortete nicht.

Stattdessen öffnete er die Tür neben sich.

„Das werden Sie drinnen erfahren.“

Ethan runzelte die Stirn.

Er trat ein.

Die Tür schloss sich hinter ihm.

Am Fenster saß ein Mann.

Er trug einen perfekt geschnittenen dunklen Anzug, seine Haltung war entspannt, sein Gesichtsausdruck unlesbar.

Ethan blieb stehen.

Er erkannte ihn sofort.

Victor Kane.

Vorstandsvorsitzender von Kane International.

Damien Ashfords größter Rivale in der Geschäftswelt.

Victor blickte von dem Glas in seiner Hand auf.

„Ethan.“

Ethans Miene verhärtete sich.

„Was willst du?“

Victor deutete auf den Stuhl ihm gegenüber.

„Setz dich.“

Ethan blieb stehen.

„Ich habe gefragt, was du willst.“

Victor musterte ihn einen Moment lang.

Dann lächelte er leicht.

„Du bist ungeduldig.“

„Und du verschwendest meine Zeit.“

Victor lehnte sich zurück.

„Vielleicht.“

Ethans Augen verengten sich.

„Warum hast du mich kontaktiert?“

Victors Blick blieb ruhig.

„Weil ich glaube, dass wir vielleicht etwas gemeinsam haben.“

Ethan schnaubte verächtlich.

„Du und ich?“

„Ja.“

„Was?“

Victors Antwort war einfach.

„Damien Ashford.“

Ethan verstummte.

Victor beobachtete seine Reaktion.

„Ich weiß, was passiert ist.“

„Du weißt nichts über meine Familie.“

„Ich weiß, dass du aus einer wichtigen Position entfernt wurdest.“

Ethans Kiefer spannte sich an.

„Ich werde sie zurückbekommen.“

Victor nickte langsam.

„Vielleicht wirst du das.“

Er hielt inne.

„Vielleicht auch nicht.“

Ethan starrte ihn an.

Victor ging nicht näher darauf ein.

Er nahm einfach wieder sein Glas in die Hand.

„Ich habe dich nicht hierhergebeten, um dir Antworten zu geben.“

„Warum bin ich dann hier?“

Victor sah ihm direkt in die Augen.

„Um dir etwas zum Nachdenken zu geben.“

Ethan runzelte die Stirn.

„Was?“

Victor lächelte.

„Ob du bereit bist, den Verlust all dessen zu akzeptieren, von dem du dein ganzes Leben lang geglaubt hast, es gehöre dir.“

Es wurde still im Raum.

Ethans Gesichtsausdruck veränderte sich.

Victor lehnte sich zurück.

„Du musst heute Abend noch keine Antwort geben.“

Ethan starrte ihn an.

Zum ersten Mal, seit er den Raum betreten hatte, wurde ihm klar, dass Victor ihm nichts Einfaches anbot.

Hinter dieser Einladung steckte etwas.

Etwas, das Victor nicht aussprach.

Ethan traute ihm nicht.

Aber er hörte ihm zu.

Und Victor wusste, dass das ausreichte.

Für den Moment.

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