LOGINDAMIENKnacks! Ich gehe tief in die Knie und setze die Kraft in meinem Hinterbein ein, um meinen Schlag härter in die Rippen meines Bruders Rylan Rock zu rammen. „Du besitzt nicht die Westseite. Ich schon!“, rufe ich, meine Stimme rau vor Wut. Es gibt kein Zurück mehr, nicht mit ihm. Wenn ich auch nur für eine Sekunde nachlasse, schlägt er mich von hinten. So ist Rylan eben. Er ist hinterhältig.Ich wische mir die Haare aus dem Gesicht und mustere ihn im Schein der Parkplatzbeleuchtung. Er ist wütend, zu wütend, um klug zu kämpfen. Ich bewege mich leichtfüßig, bleibe in meiner Deckung und spucke das Blut aus, das sich in meinem Mund sammelt. Meine Crew steht dicht daneben, beobachtet und wartet.„Damien, halt dich nicht zurück!“, ruft Kellan, und seine Zähne blitzen in einem wilden Grinsen auf. „Du kennst seine Schwachstelle. Gib ihm den Rest!“ Kellan gehört zur Rebellion, der kleinen Gruppe, die ich angeführt habe. Es ist eine harte Crew, aber sie halten mir den Rücken frei.„Halt’s
SKYIch werfe einen letzten Blick in den Spiegel und betrachte den unordentlichen Dutt, den ich mithilfe eines Videos im Internet gelernt habe. Er ist nicht perfekt, aber für heute Abend muss er reichen. Meine Finger glätten den weichen Stoff meines nachtblauen Kleides, das ich mit monatelangem Trinkgeld und Ersparnissen aus dem Jersey Store gekauft habe, dem kleinen Café, in dem ich seit Jahren arbeite. Jede Münze, die ich gespart habe, ist in dieses Kleid geflossen, obwohl ich es im Handumdrehen gegen einen echten Freund im Rudel eintauschen würde, wenn ich könnte.Meine grünen Augen schimmern im schwachen Licht, mit demselben smaragdgrünen Glanz, der nie zu verblassen scheint, selbst wenn ich innerlich verletzt bin. Ein wenig Make-up lässt meine blasse Haut strahlen, und ich trage einen durchsichtigen Lipgloss auf meine Lippen auf, bevor ich hinaus in die Nachtluft trete. Meine Absätze klackern leise, während ich über den Innenhof zur Halle des Silver Moon Rudels gehe. Mit jedem Sc
SKYIch schaffe es irgendwie, zwei ganze Tage ohne Ärger von Lamen und seinen Freunden zu überstehen. Es fühlt sich wie ein Wunder an, aber ich weiß, dass es nicht von Dauer sein wird. Die Versammlung des Silver-Moon-Rudels heute Morgen wird das gewiss ändern.Als ich den großen Saal betrete, in dem sich das Rudel versammelt, halte ich den Kopf gesenkt und nehme auf einem Stuhl in der hinteren Reihe Platz. Meine Schultern sinken nach vorn, als ob Verstecken mich unsichtbar machen könnte. Wölfe füllen den Raum rasch – Stühle rücken, leise Stimmen murmeln, der vertraute Duft von Fell und Kiefer liegt in der Luft.Vorne steht mein Vater, Lucien Silver, aufrecht hinter dem Rednerpult, seine Präsenz wie immer gebieterisch. Um ihn herum sitzen die Ältesten des Silver-Moon-Rudels in einem Halbkreis, ihre ernsthaften Gesichter verraten nichts. Ich verheddere meine Finger nervös in meinem Schoß, mein Magen ist ein Knoten, während ich darauf warte, dass Lamen und seine Crew auftauchen.Ein paar
SKYEr hat mir das Genick – nein, die Wirbelsäule gebrochen. Ich hörte sie knacken ... ein schreckliches, trockenes Krachen, das durch meine Knochen hallte. Ich kriege kaum Luft. Der Schmerz brennt wie Feuer in mir und zieht meinen Rücken hinab.„Das richtige Blut?“, höhnt Lamen. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was er damit meint. Er sagt das ständig, erklärt es aber nie. Vielleicht ist das einfach seine verdrehte Art, mich daran zu erinnern, dass ich hier nicht dazugehöre.Ich bin dem Untergang geweiht. Völlig und absolut verloren. Das Einzige, was mich jemals bei Verstand gehalten hat, ist, dass ich mich in meine Bücher vergrabe. Jetzt kann ich nicht mal mehr stehen.„Und bleib liegen, Schwächling, bevor ich dir als Nächstes den Arm breche“, knurrt Aria. Ihre Stimme trieft vor grausamer amüsiertem Spott. Das ist wohl ihre Art von Kompliment.Ich bleibe, wo ich bin, mit dem Gesicht im Schlamm, und versuche, mich nicht zu rühren. Der Schmerz ist unerträglich. Mein Rücken fühlt si
SKYDas Pochen meines Herzens ist so heftig, dass es sich anfühlt wie Donner, der durch meinen Körper rollt. Jeder Schlag hallt in meinen Ohren wider und drängt mich dazu, schneller zu werden. Alle paar Sekunden werfe ich einen Blick über die Schulter und suche die Schatten zwischen den Bäumen ab. Sie sind da draußen. Ich kann sie spüren.Ich falle in ein gleichmäßiges Joggen, meine Schuhe knirschen auf dem Teppich aus getrockneten Blättern, der den Waldboden bedeckt. Wenn ich nicht weiterlaufe, werden sie mich kriegen. Egal, wie viele verschiedene Wege ich durch diesen Wald nehme, sie schaffen es irgendwie immer, mich zu finden.Aber nicht heute Nacht. Ich kann nicht zulassen, dass sie mich wieder erwischen.Ich war schon immer schnell, aber wenn sie mich in die Enge treiben, gibt es kein Entrinnen. Fünf gegen einen – das sind furchtbare Aussichten für jeden. Sie sind zu stark, wenn sie gemeinsam jagen, und ich ertrage den Schmerz, den sie bringen, nicht mehr.Ich vergrößere meinen S







