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Die Atmosphäre zwischen ihnen war nicht mehr dieselbe.Etwas hatte sich verändert.Die Wärme, die Vertrautheit, die leichten Gespräche – alles war fort. Enzos Haltung gegenüber Calissa war wieder kalt und distanziert geworden, und egal, wie sehr sie versuchte, zu ihm durchzudringen, er tat so, als existierten ihre Worte gar nicht.Wann immer sie sprach, ignorierte er sie entweder vollständig oder ging einfach weg, ohne eine richtige Antwort zu geben. Widerwillig setzte sich Calissa dem Arztzimmer gegenüber. Ihre Augen waren fest auf die Tür gerichtet, während sie darauf wartete, was als Nächstes geschehen würde.Sie hatte keine Ahnung, was drinnen vor sich ging, doch die Stille machte sie mit jeder vergehenden Sekunde ängstlicher. Dann plötzlich kam der Arzt heraus.Er blieb nicht stehen.Er eilte an Calissa vorbei, sein Gesicht angespannt, seine Schritte ungewöhnlich hastig.Calissa sprang sofort auf. Bevor sie auch nur fragen konnte, was geschehen war, stürmten mehrere Krankenschwest
Seufzte.„Ich weiß wirklich nicht, was du willst?“Er sagte es barsch, ohne auch nur in seine Richtung zu blicken. Enzo konnte immer noch nicht begreifen, warum sein Vater sich so seltsam ihm gegenüber verhielt. Er dachte, es lag vielleicht daran, dass seine Mutter im Krankenhaus lag. Und dass er deshalb gerade nicht er selbst war, bis sie entlassen würde.Enzo erinnerte sich an das, was vor einigen Jahren geschehen war, als er noch sehr jung gewesen war. Damals war Chante eingeliefert worden, und die Nachricht hatte sich wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreitet, in der sie damals lebten. Die Morettis hatten in einer Stadt gewohnt, in der verschiedene Ethnien zusammenkamen – Afroamerikaner bildeten die Mehrheit. Sie hatten eine Weile dort gelebt, bevor sie nach Legion City zogen, um sich endgültig niederzulassen.Zu jener Zeit wusste Enzo noch nicht genau, welchen beruflichen Weg er einschlagen wollte. Er war noch fest davon überzeugt, ein Technik-Guru zu werden – und das hatte er ges
Er.Woher wusste er es?Alle warteten gespannt darauf, wer da den Code an der Tür des Arztes eintippte.Er gab immer wieder den falschen Code ein, bis das System ihn warnte. Das bedeutete, er musste weitere zehn Minuten warten.Sie warteten geduldig.Währenddessen stellte Master Jay dem Arzt seine Fragen. Er brauchte Antworten, um seinen Kopf freizubekommen. Ursprünglich hatte er Chante ausdrücklich verboten, die Küche zu betreten. Stattdessen sollte sie die Köche beauftragen, die Pfannkuchen zuzubereiten. Doch Chante war stur gewesen – sie wollte unbedingt nach so vielen Jahren wieder ihre eigenen Pfannkuchenrezepte kosten. Und siehe da, wohin es sie geführt hatte.Was geschehen war, hätte eine Katastrophe werden können. Zum Glück war es nur ein kleiner Zwischenfall, weil man prompt gehandelt hatte.Respekt vor dem Rettungsteam.Sie unterhielten sich so intensiv, dass das Gespräch von medizinischen Themen zu Politik, Geschäftlichem und wirtschaftlichen Fragen wechselte. Master Jay füh
Es war so laut wie ein Teller, der aus großer Höhe zu Boden stürzt.Ein gefährlich lauter Schrei.Sie war da ………Aus der Küche schlugen Flammen. Sehr dicke, wütende Flammen. Calissa fragte sich, was in Gottes Namen los war, während der Schrei einer Frau weiter durch das Haus hallte.Es war offensichtlich Chante.Master Jay rannte schon wie von Sinnen, um sicherzustellen, dass Chante in Sicherheit war. Er griff nach seinem Handy und wählte sofort den Notruf. Eins, zwei, drei – und sie waren da. Mit dem langen Feuerwehrwagen kamen sie angefahren. Calissa brach zusammen und kam wieder zu sich. Die Kraft war aus ihr gewichen.„Passt auf sie auf, sie ist eine gute Frau!“, flüsterte sie und fand dann ihr Handy. Das Suchen danach war im nächsten Augenblick vergessen. Chante keuchte bereits so schrecklich.„Hmmmmmmm! Hmmmm! Hmmmmm!“ Mit jeder Sekunde wurde es intensiver.Sie fuhren rasch heran, tippten hastig den Code ein, schoben die Tür auf und stürmten in die Küche. Master Jay war außer sic
Der Bildschirm blieb leer.Sie prüfte ihn wieder und wieder. Aktualisierte ihre iMessage unzählige Male – doch nichts war da.Dabei hatte sie deutlich „eingehende Nachricht“ auf dem Display gesehen. Wohin war die Nachricht verschwunden?Chante bemerkte, dass Calissa seit einigen Minuten schweigsam war, und das beunruhigte sie.„Hey! Cali, alles in Ordnung?“, fragte sie und streckte die Hand aus, um das Champagnerglas von dem goldenen Tablett zu nehmen, das eine ihrer Mitarbeiterinnen hereinbrachte.„Möchtest du auch einen?“Calissa antwortete nicht. Sie war zu tief in ihre Gedanken versunken.Chante tippte ihr auf die Schulter. Calissa zuckte zusammen, hob den Kopf und sagte schließlich: „Ja, klar, mir geht’s gut!“Chante spürte trotzdem, dass etwas nicht stimmte. Seit ihr Handy vibriert hatte, verhielt sich Calissa seltsam. Sie kämpfte noch immer mit ihren Gedanken – den üblichen Gedanken an ihre Eltern. Die Nachrichtenmeldungen tauchten immer wieder auf, doch der Inhalt blieb aus.„H
Flash……….„Dieser Anzug kommt mir so bekannt vor…“, flüsterte sie und ließ den Blick langsam durch den Raum schweifen, um sicherzugehen.Das war ihr Fehler.Das Restaurant wirkte vertraut, doch sie konnte nicht greifen, woher und warum. Erst als der Kellner näher kam, glitt ihr Blick auf dessen Uniform. In diesem Moment dämmerte es ihr: Sie war in genau dem Restaurant, in das Enzo Calissa zum Date ausgeführt hatte. Dort war sie vergiftet worden – und dort hatte Ninas Absturz begonnen.Nina erinnerte sich so rasch an den Ort, weil sie selbst einst diese Uniform getragen hatte. Sie hatte sich als Kellnerin verkleidet, um Enzo und seine „Baby“ Calissa zu bedienen.„Ich gehe hier raus!“, zischte Nina.Enzo und Kelly wussten nicht, was plötzlich schiefgelaufen war. Sie hatten gerade noch geplaudert, als Nina so abrupt aufsprang, dass klar war: Sie wollte gehen.„Warum?“, fragte Enzo.Keine Antwort. Nina war bereits in Wut getränkt. Ihre Schritte wurden schwer und laut – genau so, wie immer,
,,Kennst du sie?“, fragte Calissa.Enzo brachte kein Wort heraus. Der Schock stand ihm so tief ins Gesicht geschrieben, dass er wie gelähmt war. Calissa hatte nicht den blassesten Schimmer, dass er verheiratet war. Blitzschnell packte er Nina am Arm und zog sie unsanft in eine abgelegene Ecke neben
„Es ist allerhöchste Zeit, dass ich gehe“, sagte sie zu sich selbst.Nina nahm all ihren Mut zusammen, um Enzo in seinem Büro die Stirn zu bieten. Als sie den langen Korridor zu seinem Heiligtum hinunterschritt, spürte sie die Blicke der Angestellten und der anderen hochrangigen Persönlichkeiten im
„Sie haben kläglich versagt, Nina Whyte! Warum??? Nina?????“, hallte die Stimme des Dekans nach.Ninas Augen schnellten herauf. Nackte Angst spiegelte sich in ihrem Blick, als sie schweißgebadet aus dem Schlaf hochschreckte.Der Albtraum saß ihr noch tief in den Knochen, als sie sich aus dem Bett q
„Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit. Und zur Sicherung Ihres Postens als CEO.“Die Aktionäre von Knight Holdings stießen an und feierten Enzo Moretti während der Vorstandssitzung für seine neuesten Erfolge. Auch Master Jay Moretti, Enzos Vater, war anwesend. Die große feierliche Gala sollte erst s







