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Siebenundvierzig

Penulis: Nekky
last update Tanggal publikasi: 2026-08-23 05:33:41

Aus Xanders Sicht

Ich beobachtete, wie Olivia an der Türklinke hantierte, als gäbe es ein Problem damit. Egal, wie sehr sie sich auch anstrengte, die Tür rührte sich nicht. Ich ließ das Schlüsselbund um meine Finger kreisen und ein spöttisches Lächeln umspielte meine Lippen, als sie sich zu mir umdrehte.

„Warum hast du die Tür abgeschlossen?“ In Olivias Augen spiegelte sich blankes Entsetzen wider. Ihre Angst wuchs noch, als sie bemerkte, wie ruhig ich blieb. Ein Lykanthrop würde in einer solch
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  • Die verschmähte Gefährtin des Lykanerkönigs   Einhundertachtundvierzig

    Aus Olivias SichtDie junge Wächterin starrte auf ihr eigenes Handgelenk, als gehörte es jemand anderem.„Nein“, flüsterte sie. „Nein, nein, nein. Ich bin das losgeworden. Ich habe es abgerieben.“„Wann hast du es bekommen?“, fragte ich sanft.„Vor drei Jahren.“ Ihre Stimme zitterte. „Eine Frau kam in die Halle. Sie sagte, sie sei eine Gelehrte. Sie war so freundlich. Sie brachte mir ein paar Tricks mit Tinte bei, und eines Tages zeichnete sie einen kleinen Vogel auf meine Haut einfach nur zum Spaß.“„Hesper“, sagte Cameron.„Ich wusste es nicht.“ Tränen liefen über ihre sommersprossigen Wangen. „Ich dachte, es wäre nur eine Zeichnung. Es hat nie wehgetan. Es hat nie irgendetwas getan. Bis heute Nacht.“Der Vogel auf ihrem Handgelenk flackerte. Seine silbernen Augen öffneten sich. Hespers warme Stimme drang daraus hervor, so sanft wie Milch.„Hallo, Tamsin. Du warst so geduldig.“Die junge Wächterin schrie auf und schlug ihre andere Hand über den Vogel. „Hör auf damit! Verschwinde aus

  • Die verschmähte Gefährtin des Lykanerkönigs   Einhundertsiebenundvierzig

    Camerons Sichtweise„BANANA!“, schrie Elara.Ich rannte bereits los. Ich weiß nicht mehr, wie ich das Feld überquert habe. Im einen Moment war ich noch zehn Schritte entfernt, im nächsten hatte ich meinen Arm um die Taille meiner Tochter gelegt. Ich riss sie rückwärts vom Stuhl, und ihre Hand löste sich von dem weißen Stein.Der Stuhl stürzte um. Der Tisch brach in der Mitte auseinander.„Papa!“, keuchte Elara. „Es ist so kalt!“„Ich hab dich. Ich hab dich.“Einen Herzschlag später erreichte uns Olivia. Mit zitternden Händen zog sie Elaras Ärmel hoch. Der kleine schwarze Vogel an ihrem Handgelenk war nun hellwach. Seine silbernen Augen waren geöffnet, die Flügel ausgebreitet. Er wirkte wie ein winziges Bild, das jemand zum Leben erwecken wollte.„Reg dich nicht so auf, Alpha“, erklang Hespers Stimme, süß wie Honig. „Ich habe doch nur Danke gesagt.“Die Wächter hatten sich nicht bewegt. Sie standen in ihrem Halbkreis, so regungslos wie Statuen. Doch der weiße Stein auf dem zerbrochenen

  • Die verschmähte Gefährtin des Lykanerkönigs   Einhundertsechsundvierzig

    Aus Olivias Sicht„Nein“, sagte ich.„Mama …“„Auf keinen Fall.“„Mama, bitte.“ Elara wandte sich vom Fenster ab. Ihr Gesicht war blass, doch sie hob entschlossen das Kinn. „Sie werden mir nichts tun, während wir miteinander sprechen. Sie sagten, sie hätten Zeit bis morgen. Sie wollen, dass ich eine Entscheidung treffe.“„Du bist sechs Jahre alt.“„Ich bin sechs und dreiviertel.“ Sie versuchte zu lächeln. „Und ich bin die Hüterin. Die Wächter haben Angst vor Türen. Ich bin die Einzige hier, die weiß, wie sich eine Tür von innen anfühlt.“Ich sah Cameron an. Sein Kiefer war angespannt, und durch unsere Verbindung spürte ich, wie seine Angst auf mich übertrug. Doch darunter nahm ich noch etwas anderes wahr. Er dachte angestrengt nach.„Lira“, sagte er. „Gibt es dazu eine Regel? Ein Gesetz, an das sich die Wächter halten müssen?“Lira, die sich an den Bettpfosten lehnte, nickte langsam. „Wächter dürfen die Bitte einer Hüterin um ein Gespräch nicht ablehnen. Es ist die älteste Regel, die

  • Die verschmähte Gefährtin des Lykanerkönigs   Einhundertfünfundvierzig

    Camerons SichtweiseDer Himmel färbte sich von den Rändern her weiß.Es sah nicht nach Wolken oder Schnee aus. Es wirkte, als würde ein Tuch straff über die Welt gezogen. Die Farben wichen aus den Hügeln, dann aus den Bäumen, schließlich aus den toten Vögeln auf dem Boden. Selbst Pebbles silberner Körper verlor seinen Glanz und wurde bleich wie Milch.„Alle hinein“, sagte ich. „Sofort.“„In die Hütte?“, fragte Harlan. „Sie hat nur eine Tür und keinen Ausgang nach hinten.“„Ich weiß. Geht trotzdem.“Ich verschwieg, was ich eigentlich dachte: Draußen im Freien konnte uns nichts retten – und drinnen vielleicht auch nicht. Doch ein Dach über dem Kopf fühlte sich besser an als gar keines.Wir trugen Lira hinein und legten sie auf das schmale Bett. Olivia hüllte sie in Decken. Mirelle zündete jede Kerze an, die sie finden konnte. Elara stand am Fenster, die Hand gegen die Scheibe gepresst; ihr silbernes Mal leuchtete schwach auf.„Sie kommen herab“, flüsterte sie.Ich trat zur Tür und sah h

  • Die verschmähte Gefährtin des Lykanerkönigs   Einhundertvierundvierzig

    Aus Olivias SichtWir brachen im Morgengrauen auf – und wir ritten nicht auf Pferden.„Zu Pferd würde es sechs Tage dauern“, sagte Cameron und studierte die Karte. „Das Gelände im Osten ist unwegsam. Wir wären zu spät dran.“*„Ich könnte euch tragen“*, sagte Pebble.Wir alle drehten uns um und starrten ihn an. Der Riese saß an der Nordmauer, wie ein Hügel, der aus der Landschaft herausragte. In seiner Armbeuge schlief noch immer ein Kind; er hielt sich vollkommen regungslos, um sie nicht zu wecken.*„Ich bin ziemlich schnell“*, sagte er schüchtern. *„Wenn ich nicht gerade aufpassen muss, dass ich nichts zerquetsche.“*„Du würdest uns tragen?“, fragte Cameron.*„Elara hat mir einen Namen gegeben“*, sagte Pebble. *„Ich würde euch bis ans Ende der Welt tragen.“*Elara klatschte in die Hände. „Darf ich auf seinem Kopf sitzen?“„Nein“, sagten Cameron und ich gleichzeitig.„Auf seiner Schulter?“„...Na gut“, sagte ich. „Auf seiner Schulter. Aber mit einem Seil um die Taille.“---Diesen Rit

  • Die verschmähte Gefährtin des Lykanerkönigs   Einhundertdreiundvierzig

    Camerons SichtweiseEs gefiel mir nicht. Überhaupt nicht.Meine Tochter stand auf einer rissigen Mauer, klein wie ein Spatz, die Hand auf dem Stein. Ein Riese aus schwarzem Wasser ragte über ihr auf. Jeder Wolf auf der Mauer hielt den Atem an.Doch im letzten Jahr hatte ich etwas gelernt. Elara verlangte nicht von mir, dass ich ihr erlaubte, unvorsichtig zu sein. Sie bat mich, ihr zu vertrauen. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.„Rylan“, sagte ich leise. „Stell dich hinter sie. Wenn es sich bewegt, zieh sie zurück.“„Ja, Alpha.“„Sera, halte deinen Bogen bereit.“„Immer“, antwortete Sera.Ich kletterte zu meiner Tochter hinauf und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Sie sah mich nicht an. Sie blickte zu dem Riesen hinauf, und der Riese blickte auf sie herab.---„Ich kann dir keine Mutter geben“, sagte Elara sanft. „Sie ist fort. Es tut mir leid.“*„Ich weiß“*, sagte der Riese. Seine hundert Stimmen zitterten. *„Ich habe gespürt, wie sie ging.“*„Aber ich kann dir etwas andere

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