Sein Verrat führte mich zur großen Liebe

Sein Verrat führte mich zur großen Liebe

作家:  Melinaたった今更新されました
言語: Deutsch
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概要

Modern

Verrat

Schwangerschaft

Gesicht schlagen

CEO

Arzt

Marlene Ahrens war im siebten Monat schwanger. Als sie bei einer Vorsorgeuntersuchung dringend ihren Mann verständigen sollte, entdeckte sie, dass Valentin Seifert längst ein zweites Familienleben führte – mit ihrer eigenen Schwester Nadine Ahrens. Ihre Nichte war zugleich Valentins uneheliche Tochter. Sogar das Kind in Marlenes Bauch stammte von einem anderen Mann, den Valentin eigens zu ihr geschickt hatte, um Nadine seine Treue zu beweisen. Ihr Mann liebte eine andere, ihre Eltern bevorzugten Nadine, und ihre Schwiegereltern schikanierten sie seit Jahren … In diesem Moment starb in Marlene auch der letzte Rest Hoffnung. Valentin und Nadine hatten dafür gesorgt, dass sie das Kind eines anderen Mannes trug? Gut. Dann beschloss Marlene, es zur Welt zu bringen. Valentin hatte schließlich ein Kuckuckskind gewollt – und genau das bekam er. Er wollte sie bei der Scheidung mit leeren Händen dastehen lassen? Das ließ sie nicht zu. Nach drei Jahren voller Demütigungen holte Marlene sich jeden Cent, der ihr zustand. Marlene brach mit ihrer Familie und ihrem Mann, die sie jahrelang zermürbt hatten, und steckte all ihre Kraft in ihre Karriere. Wenn niemand sie liebte, liebte sie sich eben selbst. Nach der Scheidung blühte Marlene auf, während ihr treuloser Exmann alles bitter bereute. „Marlene, wenn du bereit bist, mich wieder zu heiraten, ist mir sogar egal, dass das Kind nicht von mir ist.“ Dr. Lennard Falkner entgegnete: „Tut mir leid. Das Kind ist meins. Und Marlene auch.“

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第1話

Kapitel 1

Hochrot im Gesicht richtete sich Marlene Ahrens auf und zog ihre Unterwäsche wieder an.

„Dr. Falkner, kann ich das Kind austragen?“

Beklommen sah Marlene zu Dr. Lennard Falkner hinüber. Der hochgewachsene Arzt beugte sich leicht über das Waschbecken. Wasser rann über seine markanten Hände, und auf seinem entblößten Unterarm zeichneten sich feine Adern ab. Der Anblick hatte etwas unerwartet Sinnliches.

Lennard sah sie an. Seine dunklen Augen verrieten nichts, doch die kühle Distanz in seinem Blick war unübersehbar.

„Haben Sie nur selten mit Ihrem Mann geschlafen?“

Marlene wurde noch röter. Sie biss sich auf die Lippe und nickte beschämt. „Ja … nur ein einziges Mal.“

„Nur einmal?“

„Ist … ist das ein Problem?“

Marlene nestelte am Saum ihres Kleides und redete sich immer wieder ein, dass es für einen Arzt schließlich bloß eine Untersuchung war. Doch als ihr Blick an Lennards langen Fingern hängen blieb, drängte sich die Erinnerung an die Untersuchung von eben auf. Sofort geriet ihr Atem aus dem Takt.

Um sich abzulenken, sah Marlene auf die Patientenakte, in der Lennard sich gerade Notizen machte. Seine Schrift war klar und elegant – nichts erinnerte an das berüchtigte Gekritzel vieler Ärzte.

„Sie sind körperlich stark geschwächt, und es gibt Anzeichen dafür, dass Sie das Kind verlieren könnten. Wenn Sie es behalten wollen, müssen Sie zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Informieren Sie bitte umgehend einen Angehörigen oder eine andere Vertrauensperson.“

Marlene erbleichte.

Die ganze Schwangerschaft über vermied Marlene jedes Risiko und bekam regelmäßig Spritzen zur Stabilisierung der Schwangerschaft. In letzter Zeit fühlte sie sich jedoch unwohl, weshalb sie ihre Kontakte spielen ließ, um einen Termin bei dem renommierten Spezialisten zu bekommen.

Mit der Nachricht, dass sie das Kind verlieren könnte, hatte sie trotzdem nicht gerechnet.

Marlene umklammerte den Stoff ihres Kleides. „Ich tue alles, wenn ich dadurch mein Kind retten kann!“

Seit drei Jahren war Marlene mit Valentin Seifert verheiratet. Er behauptete, keine Kinder zu mögen, und hatte während ihrer gesamten Ehe nur ein einziges Mal mit ihr geschlafen – in jener Nacht, als er betrunken war.

Aus Angst vor Valentins Ablehnung widersetzte sich Marlene ihm zum ersten Mal.

Als er zu einer sechsmonatigen Geschäftsreise nach Montavien aufbrach, ließ sie sich heimlich Medikamente zur Stabilisierung der Schwangerschaft spritzen. Zusätzlich nahm sie pflanzliche Präparate ein, bis sie Magenblutungen bekam. Nur mit Mühe schaffte sie es bis in den siebten Monat.

Marlene klammerte sich an die Hoffnung, dass ein gemeinsames Kind ihre zusehends erkaltende Ehe noch retten konnte.

„Über die Behandlung entscheiden Sie selbst. Für die stationäre Aufnahme brauche ich trotzdem die Kontaktdaten eines Angehörigen oder einer anderen Vertrauensperson.“ Lennards kühle Stimme riss Marlene aus den Gedanken, in die sie sich immer tiefer verrannt hatte. Offenbar hatte er längst durchschaut, was in ihr vorging.

Marlene zögerte kurz, dann fasste sie einen Entschluss. „In Ordnung. Ich rufe meinen Mann sofort an.“

Als Marlene das Sprechzimmer verließ, wurde bereits die nächste Schwangere hereingebeten.

In der exklusiven Privatklinik war kaum etwas los. Marlene fand im Flur rasch eine ungestörte Ecke und wählte Valentins Nummer.

Beim ersten Versuch ging niemand ans Telefon. Auch der zweite Anruf blieb unbeantwortet. Erst beim dritten Mal nahm jemand ab.

Doch statt Valentin hörte Marlene am anderen Ende die Stimme eines kleinen Mädchens.

„Papa küsst gerade Mama. Du nervst!“

Marlene erstarrte.

Noch bevor Marlene nachhaken konnte, hörte sie Valentins vertraute Stimme. So sanft hatte er mit ihr noch nie gesprochen.

„Livia, sei lieb und gib mir das Handy.“

„Aber Papa, du hast Mama gerade noch auf dem Balkon geküsst. Warum bist du denn so schnell zurückgekommen?“

„Livia, hör auf“, mahnte eine Frau mit sanfter Stimme. „Valentin, du verwöhnst sie viel zu sehr. Bald ist sie völlig verzogen.“

Valentin lachte leise. „Unsere Livia ist schon vier. Wann willst du mich endlich heiraten?“

„Rede keinen Unsinn. Du bist verheiratet.“

„Du weißt genau, dass ich Marlene nur geheiratet habe, um dir eins auszuwischen, nachdem du mich damals zurückgewiesen hast.“ Valentins Stimme wurde kalt. Sein Abscheu war nicht zu überhören. „Dieses nutzlose Püppchen widert mich an. Ich konnte es in den ganzen drei Jahren nicht ertragen, sie auch nur anzufassen. Vermutlich hält sie mich bis heute für den Mann aus jener Nacht.“

Was Valentin sagte, traf Marlene bis ins Mark. Alle Farbe wich aus ihrem Gesicht.

Wenn Valentin nicht der Mann aus jener Nacht war – wer dann?

Marlene wurde übel. Gleichzeitig durchzuckten heftige Schmerzen ihren Unterleib. Doch sie nahm beides kaum wahr. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um die Nacht vor sieben Monaten.

Vor sieben Monaten hatte Valentin sie überraschend zu einem Geschäftsessen mitgenommen. In den drei Jahren ihrer Ehe ging er sonst fast nie mit ihr aus. Eine Hochzeit hatten sie nie gefeiert. Nur ihre Eltern wussten, dass sie standesamtlich verheiratet waren.

Marlene war an jenem Abend überglücklich. Seit ihrer ersten Begegnung mit Valentin im Alter von achtzehn Jahren liebte sie ihn. Sechs Jahre lang stand sie ihm zur Seite, bis er ihre Gefühle endlich erwiderte und sie kurz darauf heiratete.

An jenem Abend trank Marlene aus unerfindlichen Gründen viel zu viel. Am nächsten Morgen wachte sie nackt und allein in einem Hotelzimmer auf. Valentin war bereits zu einer sechsmonatigen Geschäftsreise nach Montavien aufgebrochen.

Seitdem war sie fest davon überzeugt, die Nacht mit ihm verbracht zu haben.

Plötzlich gingen auf Marlenes Handy in rascher Folge Nachrichten ihrer Freundin, der Journalistin Romy Bender, ein. Dazu kamen mehrere gestochen scharfe Fotos.

„Marlene, was ist da los? Warum ist dein Mann mit deiner Schwester zusammen?“

Auf den Bildern war Valentin in einem schwarzen Mantel zu sehen. Auf einem Arm trug er ein kleines Mädchen in einem rosafarbenen Prinzessinnenkleid, während er mit der freien Hand die Hand einer Frau mit Sonnenbrille hielt.

Obwohl die Frau nur im Profil zu sehen war, erkannte Marlene sofort ihre ältere Schwester Nadine Ahrens.

Valentin zog Nadine behutsam den Schal zurecht. Eine solche Zärtlichkeit hatte er Marlene noch nie entgegengebracht.

Etwas Warmes lief Marlene die Beine hinab, während sich die Krämpfe in ihrem Bauch verstärkten.

Seit drei Jahren war Marlene mit Valentin verheiratet. Seine Tochter mit Nadine war bereits vier.

Die Fotos führten Marlene erbarmungslos vor Augen: Sechs Jahre heimlicher Liebe, drei Jahre Ehe – am Ende war alles eine einzige Lüge.

Marlene lachte bitter auf. Offenbar wollte Valentin unbedingt ein Kuckuckskind großziehen. Sie beschloss, ihm diesen Wunsch zu erfüllen.

Als Marlene ins Sprechzimmer zurückkehrte, klang ihre Stimme vollkommen ruhig.

„Mein Mann betrügt mich. Ich unterschreibe die Einwilligung selbst. Bitte retten Sie mein Kind.“

Lennard hielt mitten im Schreiben inne. Als er aufsah, erkannte er in Marlenes geröteten Augen unbeirrbare Entschlossenheit. Dann bemerkte er das Blut und sprang auf.

Im nächsten Moment gaben Marlenes Beine nach. Lennard fing sie gerade noch auf. Ihr Blut tränkte seinen weißen Kittel. Ohne darauf zu achten, nahm er sie auf die Arme und eilte mit ihr zur Notaufnahme.

„Die Schwangere hat starke Blutungen! Bereiten Sie sofort den OP-Saal vor!“

Zur selben Zeit hielt sich Valentin in Montavien auf.

Valentin nahm Livia das Handy ab. Als er Marlenes Namen in der Anrufliste sah, stutzte er. Eine unerklärliche Gereiztheit stieg in ihm auf.

Hatte Marlene etwa alles mitgehört?

Valentin verachtete Marlene. In seinen Augen hatte sie Nadine damals mit einem begehrten Studienplatz im Ausland unter Druck gesetzt und hochschwanger in die Fremde getrieben, wo Nadine völlig auf sich allein gestellt war. Dafür behandelte er Marlene seit drei Jahren mit eisiger Kälte.

Trotzdem gab es an Marlene als Ehefrau nichts auszusetzen. Der Gedanke, endgültig mit ihr zu brechen, gefiel Valentin zu seiner eigenen Überraschung ganz und gar nicht.

Nadine trat hinter Valentin, schlang die Arme um seine Taille und seufzte leise. „Valentin, geh lieber zu Marlene zurück. Wenn sie erfährt, dass das Kind nicht von dir ist und dass Mama und Papa sie damals aus einem Kinderheim adoptiert haben, steht sie völlig allein da. Dann bleib wenigstens du bei ihr. Wie soll sie das sonst verkraften?“

„Das hat sie verdient!“ Valentin lachte höhnisch. „Sie verliert nicht nur ihren Platz an meiner Seite. Bei der Scheidung bekommt sie auch keinen Cent. Sie soll am eigenen Leib erfahren, was sie dir damals angetan hat.“

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