ログインMarlene Ahrens war im siebten Monat schwanger. Als sie bei einer Vorsorgeuntersuchung dringend ihren Mann verständigen sollte, entdeckte sie, dass Valentin Seifert längst ein zweites Familienleben führte – mit ihrer eigenen Schwester Nadine Ahrens. Ihre Nichte war zugleich Valentins uneheliche Tochter. Sogar das Kind in Marlenes Bauch stammte von einem anderen Mann, den Valentin eigens zu ihr geschickt hatte, um Nadine seine Treue zu beweisen. Ihr Mann liebte eine andere, ihre Eltern bevorzugten Nadine, und ihre Schwiegereltern schikanierten sie seit Jahren … In diesem Moment starb in Marlene auch der letzte Rest Hoffnung. Valentin und Nadine hatten dafür gesorgt, dass sie das Kind eines anderen Mannes trug? Gut. Dann beschloss Marlene, es zur Welt zu bringen. Valentin hatte schließlich ein Kuckuckskind gewollt – und genau das bekam er. Er wollte sie bei der Scheidung mit leeren Händen dastehen lassen? Das ließ sie nicht zu. Nach drei Jahren voller Demütigungen holte Marlene sich jeden Cent, der ihr zustand. Marlene brach mit ihrer Familie und ihrem Mann, die sie jahrelang zermürbt hatten, und steckte all ihre Kraft in ihre Karriere. Wenn niemand sie liebte, liebte sie sich eben selbst. Nach der Scheidung blühte Marlene auf, während ihr treuloser Exmann alles bitter bereute. „Marlene, wenn du bereit bist, mich wieder zu heiraten, ist mir sogar egal, dass das Kind nicht von mir ist.“ Dr. Lennard Falkner entgegnete: „Tut mir leid. Das Kind ist meins. Und Marlene auch.“
もっと見るMarlene versteifte sich.Sie hatte sich damit abgefunden, ihr Kind allein großzuziehen. Das bedeutete jedoch nicht, dass sie mit einem anderen Menschen ohne Weiteres über jene Nacht sprechen konnte.Lennard schien zu ahnen, was in ihr vorging. „Keine Sorge. Ich möchte Ihnen nur jemanden zeigen.“Marlene blieb neben ihm stehen, doch die Anspannung in ihrem Körper ließ nicht nach.Der Zeitstempel zeigte kurz nach neun Uhr. Der Hotelflur war nahezu menschenleer.Nach einigen Minuten erschien eine vertraute Gestalt im Bild. Wolfgang betrat Zimmer 1811 auf der gegenüberliegenden Flurseite, direkt gegenüber von Marlenes Zimmer.Marlene runzelte die Stirn. Sie begriff nicht, was Wolfgang an jenem Abend dort gewollt hatte.Doch Lennard war offenbar noch nicht bei dem angelangt, was er ihr eigentlich zeigen wollte. Die Aufnahme lief weiter.Wenige Minuten später erschien eine weitere Gestalt. Sie war von Kopf bis Fuß verhüllt und betrat ebenfalls Zimmer 1811.Marlene hielt abrupt den Atem an un
Gregor erwiderte: „Ich habe Marlene damals adoptiert, damit wir sie später gewinnbringend verheiraten und ihre Ehe für unsere Geschäfte nutzen konnten. Ihr beide habt ihre Verbindung mit Valentin eingefädelt. Wem wollt ihr jetzt die Schuld geben?“„Wir hatten damals keine andere Wahl.“Brigitte funkelte Gregor an, doch ihr Einwand klang wenig überzeugend.Ohne das, was damals mit Nadine geschehen war, hätte sie sich niemals zu diesem absurden Plan hinreißen lassen.„Mama, hilf mir. Uns muss etwas einfallen.“Beim Essen hatte Nadine beinahe ausgeplaudert, dass der Bastard in Marlenes Bauch nicht von Valentin stammte.Nachdem Valentin sie daran gehindert hatte, war ihr bewusst geworden, wie gefährlich eine solche Enthüllung für sie selbst gewesen wäre. Wenn die Seiferts an der Abstammung von Marlenes Kind zweifelten, könnten sie irgendwann auch Livias Herkunft überprüfen lassen.Schon zu ihrem eigenen Schutz durfte Nadine die Wahrheit daher nicht preisgeben.Brigitte runzelte die Stirn.
„Marlene, nun sei doch vernünftig. Eure Probleme solltet ihr als Ehepaar unter euch klären. Warum ziehst du Gisela da mit hinein?“In Gedanken überschüttete Brigitte ihre jüngere Tochter mit Vorwürfen. Sie war überzeugt, dass Marlene ausgerechnet diesen Zeitpunkt gewählt hatte, um Nadine das Geld aus der Tasche zu ziehen.Marlene löste ihre Hand aus Giselas Griff.„Es ist alles meine Schuld. Ich wollte niemanden in Verlegenheit bringen. Was das Kind angeht, überlasse ich alles dem Schicksal.“„Sag so etwas nicht!“Gisela kannte Valentin gut genug, um zu ahnen, in wessen Hand sich die Zusatzkarte befand. Mit unverhohlenem Missfallen wandte sie sich an Nadine.„Wir werden künftig noch oft miteinander zu tun haben, Nadine. Mach es mir nicht unnötig schwer.“Nach einer so deutlichen Aufforderung konnte Nadine die Karte unmöglich weiter zurückhalten.Sie schluckte ihren Zorn hinunter, öffnete widerwillig ihre Handtasche und holte Valentins Zusatzkarte heraus.Eine Angestellte nahm die Karte
Marlene schenkte Fiona ein schmales Lächeln. Als sie sich wieder den anderen am Tisch zuwandte, war jede Wärme aus ihrem Blick verschwunden.„Was soll das hier eigentlich werden?“Die unerwartete Frage ließ alle am Tisch verstummen. Marlenes kühle Stimme ließ die ohnehin angespannte Atmosphäre vollends erstarren.Ihr Blick glitt über die Anwesenden und blieb schließlich an Valentin und Nadine hängen.„Valentin, du bist noch mit mir verheiratet und bringst deine Geliebte ganz offen hierher, um mich zu provozieren. Wofür hältst du mich?“Gisela sah Gregor und Brigitte kühl an.„Sie haben lange genug geredet und offenbar nicht einmal mit Ihrer eigenen Tochter gesprochen. Nun wollen Sie hier einfach die Ehefrauen austauschen. Wofür halten Sie unsere Familie?“„Gisela, reg dich bitte nicht auf“, sagte Brigitte hastig. „Marlene braucht nur etwas Zeit. Ich rede mit ihr.“„Mit ihr reden? Marlene trägt vielleicht unser Enkelkind. Soll unser eigenes Enkelkind ohne seine Familie aufwachsen, währe