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Kapitel 2 – Der letzte Wille

Author: Marghie
last update publish date: 2026-09-23 10:26:51

Nancy

"Nimm ihn in den Mund! Träumst du nicht fast jede Nacht davon, Sex mit deinem Boss zu haben? Das ist deine Chance! Mach ihm einen Deepthroat! Tu das, was Kylie nicht tun konnte! Nimm ihn! Nimm ihn!"

"Nein! Willst du deinen Job verlieren? Alles, worfür du so hart gearbeitet hast, wird zerstört! Außerdem bist du eine anständige Frau."

Der Teufel und der Engel in meinem Kopf stritten sich, aber der Engel siegte, also trat ich zurück, stand auf, legte das Handy auf den Tisch und reichte Sir Dwayne das Handtuch.

"Sir, Sie müssen sich anziehen, gehen wir zu Ihrem Vater", sagte ich.

Zitternd, aber schnell folgte Sir Dwayne meinem Befehl. Während ich fuhr, konnte er fast kein Wort herausbringen. Ich wusste ja, wie nah sich die beiden standen.

Gleichzeitig ging mir nicht aus dem Kopf, dass ich ihn völlig nackt gesehen hatte. Plötzlich zog sich mein Unterleib zusammen. Wie wohl sein bestes Stück schmeckt? Würde ich es schaffen, es ganz in den Mund zu nehmen?

Verdammt! Er liegt im Notfall und ich bin schon wieder am Tagträumen!

Als wir das Krankenhaus erreichten, das ihrer Familie gehörte, stieg Sir Dwayne sofort aus dem Auto. Ich parkte den Wagen erst ordentlich, bevor ich nach drinnen folgte.

Ich traf Sir Dwayne und Madam Elena an, wie sie sich weinend umarmten. Ich stellte mich neben sie und empfand tiefes Mitleid mit ihrer Situation.

Sir Leo lag auf dem Bett, den Mund voller verschiedener Schläuche. Er hatte die Augen geschlossen und war ganz blass.

"Es tut mir leid, wir haben alles getan, aber Mr. Leo Johnson hat einen schweren Herzinfarkt erlitten. Wir schätzen, dass ihm nur noch ein Monat zu leben bleibt", sagten die Ärzte.

"Ein Monat? Seid ihr verrückt? Wir bezahlen euch nicht so viel Geld, damit ihr euer Gehirn nicht benutzt! Ihr Idioten!", rief Dwayne unter Tränen. Er sah mich an: "Nancy, lass das Privatflugzeug vorbereiten, wir bringen Papa ins Ausland, vielleicht sind die Ärzte dort klüger als diese unfähigen Deppen hier!"

"Dwayne, hör auf!", bremste seine Mutter ihn weinend.

"Ma, ich werde mich nicht damit abfinden, dass sie sagen, mein Vater stirbt!", schrie Dwayne erneut.

Madam Elena umarmte Dwayne: "Lass es uns akzeptieren. Mehrere leichte Schlaganfälle haben deinem Vater schon oft zugesetzt. Sein Herz ist wirklich schwach, vielleicht möchte er einfach nur für immer ausruhen. Außerdem ist es viel zu gefährlich, ihn in so einem Zustand zu transportieren."

"Aber Ma, wozu haben wir denn unser Geld, wenn wir es nicht nutzen? Wenn Papa nicht reisen kann, okay, dann lassen wir Ärzte aus dem Ausland einfliegen", antwortete Dwayne.

Ich wollte Sir Dwayne am liebsten umarmen, weil ich den Schmerz in seinem Inneren spürte. Mein Herz zog sich zusammen, als ich seine Tränen sah, aber das durfte ich nicht – ich war nur seine Sekretärin.

"Sir Dwayne, wir sind sicher, dass selbst wenn ein anderer Arzt sich Mr. Johnson ansieht, das Ergebnis dasselbe sein wird. Er befindet sich im Koma und im vegetativen Zustand, nur die Maschinen halten seine Atmung aufrecht, aber wir sind sicher, dass er es nicht mehr lange machen wird", erklärte der Arzt weiter.

Sir Dwayne und Madam Elena waren völlig in Gedanken versunken, als sie in ihre Villa zurückkehrten. Ich kam mit, falls sie etwas befehlen würden. Ich bereitete ihnen Kaffee zu, als plötzlich das Hausmädchen kam und sagte, es gäbe einen Besucher.

Attorney Bernard Sandoval trat ein. Er war der Anwalt der Familie Johnson. Traurig schüttelte er dem Mutter-Sohn-Paar die Hand.

Ich goss auch für ihn eine Tasse Kaffee ein und stellte mich an die Seite.

"Mrs. Johnson, ich habe von dem gehört, was mit Sir Leo passiert ist. Ich weiß, dass Ihnen meine Nachricht nicht gefallen wird, aber es geht um den letzten Willen von Mr. Johnson", begann er.

"Was für ein letzter Wille, mein Vater stirbt noch nicht!", sagte Sir Dwayne verärgert.

"Sir Dwayne, ich habe mit den Ärzten von Sir Leo gesprochen, und laut dem medizinischen Bericht sieht es wirklich nicht gut um seine Verfassung aus. Deshalb bin ich so schnell wie möglich zu Ihnen gekommen", antwortete Attorney Sandoval.

"Gibt es ein Problem mit dem Testament?", fragte Madam Elena mit geröteten Augen.

Attorney Sandoval sah Sir Dwayne an und reichte ihm einen Ordner.

Wütend blickte Sir Dwayne ihn an, ohne den Ordner zu nehmen, und schaute stattdessen zu mir: "Nancy, komm her."

Ich ging näher und setzte mich neben ihn.

"Der Inhalt des letzten Willen von Mr. Leo Johnson lautet wie folgt, ich werde ihn vorlesen, also hören Sie bitte gut zu", sagte der Anwalt weiter.

Ich sah Sir Dwayne an. Warum war eigentlich auch ich so nervös?

"Ich bin Leo Johnson mit einem Gesamtnettovermögen von 800 Milliarden US-Dollar an Gesamtvermögen..."

Meine Augen wurden riesig. 800 Milliarden Dollar? Sein Vermögen war also noch viel größer, als damals im Fernsehen berichtet wurde!

Plötzlich musste ich wieder an Sir Dwaynes Schwanz denken, der mich vorhin fast im Gesicht getroffen hätte. In echt war er noch viel größer als in meinen feuchten Träumen.

Heh! Warum ging dieser Prügel mir bloß nicht aus dem Kopf? Wie nervig!

"Diesen letzten Willen habe ich verfasst, als mich mein erster leichter Schlaganfall traf. Mir wurde klar, dass das Leben kurz ist, und deshalb möchte ich, dass Dwayne, mein einziger Sohn und Erbe, verheiratet ist, bevor ich sterbe. Sollte er keine eigene Familie gründen, gehen 95 % meines gesamten Vermögens an wohltätige Zwecke. Nur 5 % verbleiben bei ihm. Was meine geliebte Frau Elena betrifft, so haben wir bereits vor der Heirat einen Ehevertrag geschlossen, sodass das auf 10 Milliarden Dollar geschätzte Geld, das ihr gehört, allein ihr gehört und nicht zu meinem Vermögen zählt, das an die Wohltätigkeit geht, falls mein Wunsch nicht erfüllt wird."

Attorney Sandoval schloss den Ordner und blickte das fassungslose Paar an. Sir Dwayne schlug mit der Hand wütend auf den Tisch und schrie: "Was für ein Testament ist das denn! Ich bin der Erbe, aber es gibt Bedingungen, bevor ich es bekomme?!"

Sogar Madam Elena fasste sich an die Stirn: "Attorney, warum wusste ich davon nichts? Sein früheres Testament sah doch nicht so aus! 95 % des gesamten Vermögens? Oh mein Gott!"

Attorney Sandoval nickte: "Sir Leo hat seinen letzten Willen ändern lassen. Ich wusste nicht, dass er es Ihnen nicht erzählt hatte." Er stand auf und blickte Dwayne ernst an: "Das Dokument kann nicht mehr geändert werden, da Ihr Vater im Koma liegt. Mein einziger Rat ist, es zu befolgen, denn selbst wenn Sie vor Gericht Berufung einlegen, bin ich sicher, dass sich daran nichts mehr rütteln lässt."

"Muss ich jetzt etwa heiraten?", fragte Dwayne geschockt.

"So sieht es wohl aus", antwortete Attorney Sandoval. "Es wird viele Frauen geben, die Sie heiraten wollen, Sir Dwayne, aber... wählen Sie die Richtige aus. Rufen Sie mich einfach an, wenn Sie sich für eine Ehefrau entschieden haben. Aber die Zeit läuft, also lassen Sie nicht zu, dass Sie alles verlieren. Auch wenn der Wunsch Ihres Vaters, sein Geld für wohltätige Zwecke zu spenden, lobenswert ist, weiß ich doch, dass Sie alle hart für Ihren Reichtum gearbeitet haben."

Die folgenden Minuten nach dem Weggang von Attorney Sandoval blieben stumm.

"Ahh! Verdammt!", schrie Sir Dwayne verärgert.

Madam Elena hingegen dachte tief nach, wahrscheinlich schon darüber, welche Frau sie ihrem Sohn vorstellen könnte.

Ich war etwas traurig darüber, dass mein heimlich geliebter Boss heiraten würde. Das bedeutete schlicht, dass ich aufhören musste, von ihm zu fantasieren.

"Janella! Genau! Ich werde Janella heiraten, sie ist die Einzige, die ich mir als Frau vorstellen kann – zumindest habe ich irgendwie Gefühle für sie", sagte Sir Dwayne lächelnd.

Ich senkte den Blick. Meine Vermutung hatte sich also bestätigt. Sir Dwayne empfand wirklich etwas für Janella. Schließlich war keine einzige seiner hundert Freundinnen jemals in seinem Kopf mit dem Gedanken einer Heiratsabsicht verknüpft gewesen.

"Nein, das will ich nicht."

Gleichzeitig blickten Sir Dwayne und ich zu seiner Mutter. Ihr Gesicht war ernst und sie schüttelte den Kopf.

Sie mochte Janella nicht? Aber warum?

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