FAZER LOGIN„Jede einzelne Träne, die ihr mich gekostet habt, werdet ihr mit eurem Leben bezahlen. Ich werde nicht eher ruhen, bis ihr alle im Dreck liegt und mich um Gnade anfleht.“ Drei Jahre lang ertrug Audrelia die grausamen Demütigungen ihres angeblichen Ehemanns Julian Stone. Erst als er und seine Geliebte das Einzige zerstören, was ihr geblieben ist, erfährt sie die schreckliche Wahrheit: Ihre Ehe war eine gefälschte Lüge, ihr ungeborenes Kind wurde ermordet und sie war nie mehr als ein gedemütigtes Spielzeug. Gedemütigt und ohne einen Cent wird sie in die Nacht geworfen. Doch Julian ahnt nicht, dass Audrelia heimlich zwanzig Prozent des Familienimperiums besitzt. Um ihn zu vernichten, schließt sie einen gefährlichen Pakt mit Christian Stone Julians mächtigem, eiskaltem Onkel. Aus dem Opfer wird eine unerbittliche Rächerin, die vor nichts zurückschreckt, um das Stone-Imperium zu stürzen.
Ver mais„Ich habe dir doch gesagt, dass sie auf allen vieren ankriechen wird, nur um die Asche eines Toten einzusammeln.“
Julians eiskalte Stimme schnitt durch den Raum. Ich kauerte auf dem harten Boden, während mir die heißen Tränen unaufhaltsam über die Wangen liefen. Drei verdammte Jahre lang hatte ich an seiner Seite gelebt, hatte geschwiegen, gelitten und jeden einzelnen seiner schrecklichen Demütigungen stumm ertragen. Nun lag ich vor ihm im Staub, gedemütigt und gebrochen.
„Bitte, Julian... gib sie mir einfach zurück“, flüsterte ich und hob meine zitternden Hände. „Sie gehört meinem Großvater. Seine sterblichen Überreste sind darin, bitte treib es nicht zu weit.“
Sierra, die dicht an seiner Seite lehnte, schlug sich gespielt schockiert die Hand auf den Mund. She legte ihre Hand auf Julians Brust und blickte mich mit reiner Bosheit an.
„Oje, Julian, schau nur, wie sehr die arme Audrelia zittert“, hauchte Sierra mit künstlichem Mitleid. „Ich glaube, sie hält deinen kleinen Scherz wirklich nicht aus. Gib mir die Urne einfach, ich werde sie ihr persönlich überreichen.“
Sierra nahm das Gefäß aus Julians Händen, trat langsam auf mich zu und hielt die Urne direkt über meinen Kopf. Noch bevor ich danach greifen konnte, drehte sie die Hände schlagartig um, ließ die Asche kalt über mein Gesicht rieseln und warf das feine Porzellan beiläufig zur Seite.
Scheppern.
„Huch, ups! Da ist sie mir doch glatt aus den Fingern entglitten“, gluckste Sierra spöttisch.
Das tosende Gelächter von Julians Freunden dröhnte augenblicklich durch den Raum. Mehrere Handys wurden gezückt, um mein gesichtvoller Asche für die Ewigkeit aufzunehmen.
„Schaut euch diese Bettlerin an!“, rief einer seiner Freunde lachend. „Sie sieht aus wie ein Haufen Müll!“
„Mach ein Foto davon, das muss ins Netz!“, schrie ein anderer aus der Runde.
Der unerträgliche Schmerz in meiner Brust schlug in diesem einen Augenblick in rasende Wut um. Ich sprang auf, holte schwungvoll aus und schlug Sierra zweimal mit voller Wucht ins Gesicht, bis sie kreischend zu Boden stürzte.
„Du verdammtes, elendes Miststück!“, brüllte ich aus tiefster Seele.
Im selben Augenblick schoss Julian vor, zerrte mich am Arm zurück und schlug mir so hart ins Gesicht, dass mir der Geschmack von Blut im Mund explodierte. Ich taumelte und fiel hart auf die Knie.
„Bist du vollkommen den Verstand verloren?!“, brüllte Julian mich an. „Geh augenblicklich auf die Knie und entschuldige dich bei Sierra!“
Ich presste die Hand an meine brennende Wange und starrte ihn fassungslos an. „Ich soll mich entschuldigen?! Ich soll mich bei dieser Schlampe entschuldigen, nachdem sie die Asche meines Großvaters auf den Boden geschüttet hat?!“
„Sie sollte auf den Knien vor mir kriechen und mich um Verzeihung bitten!“, schrie ich, während mir die Tränen über die ascheverschmierten Wangen liefen. „Warum nimmst du jedes verdammte Mal ihre Seite?! Warum behandelst du mich seit drei Jahren wie einen schlechten Witz?!“
Julian lachte trocken und blickte verächtlich auf mich herab. „Soll sich Sierra etwa bei einem toten, obdachlosen Schmarotzer entschuldigen? Glaubst du ernsthaft, ich hätte dich damals aus Liebe geheiratet?“
„Hast du vergessen, dass ich deine rechtmäßig angetraute Ehefrau bin?!“, rief ich verzweifelt aus. „Ich habe deinen Namen angenommen! Ich habe mein ganzes Leben für dich aufgegeben!“
Julian lachte noch lauter, zog Sierras Hand hoch und präsentierte ihren Ringfinger, an dem ein gewaltiger Diamant funkelte.
„Dein Großvater war ein ekliger Blutsauger, der einen alten Gefallen ausnutzen wollte, um einer wertlosen Landpulle wie dir den Weg zu ebnen“, spottete Julian. „Neuigkeiten für dich, Audrelia: Ich bin dir rechtlich zu rein gar nichts verpflichtet. Ich habe Sierra zwei Wochen vor unserer angeblichen Hochzeit geheiratet. Die Heiratsurkunde, die du unterschrieben hast, war eine gefälschte Attrappe für deinen sterbenden Großvater.“
Ich starrte ihn an, während mir schlagartig die Luft in den Lungen gefrier. „Eine... Fälschung? Du hast mich drei Jahre lang belogen? Warum hast du mich all die Jahre wie eine Narren mitgespielt?! Warum hast du mir das angetan?!“
Einer seiner Freunde lehnte sich grinsend zurück und trank einen Schluck aus seinem Glas. „Sag bloß, du naives Ding hast das wirklich all die Jahre nicht gemerkt? Warum wohl nimmt er dich nie zu Bällen, Partys oder öffentlichen Feiern mit, sondern immer nur Sierra?“
„Weil du in diesem Haus nie mehr als eine billige Dienstbotin warst!“, rief eine der Frauen im Raum und lachte hämisch. „Du bist nur eine Wäscherin, die man nachts benutzt!“
„Und du dachtest wirklich, du könntest ihn mit einem Kind an dich binden?“, mischte sich Sierra mit einem süffisanten Lächeln ein, während sie sich langsam aufrappelte. „Ich habe deinen billigen Trick von Anfang an durchschaut. Dein kleiner Autounfall damals war kein Zufall, Audrelia – ich habe persönlich dafür gesorgt, dass deine Bremsen versagen und du dieses ungeborene Gör verlierst.“
Mein Herz blieb stehen. Der Schmerz über den Verlust meines Babys, der mich fast umgebracht hätte... es war kein Unfall gewesen. Ich starrte von Sierra zu Julian, doch in seinen Augen lag nicht die geringste Überraschung oder Reue.
„Sogar deine täglichen Vitamine habe ich eigenhändig gegen hochdosierte Verhütungsmittel ausgetauscht“, fügte Julian mit eiskalter Gleichgültigkeit hinzu. „Du warst für mich nie mehr als ein bequemer, kostenloser Zeitvertreib für die Nacht. Ein Spielzeug für mich und meine Leute.“
„Sie hat wirklich gedacht, sie wird die nächste Frau Stone!“, spottete sein Kumpel weiter. „Du bist nichts weiter als ein Stück Abfall!“
Jede Träne, die ich in den letzten drei Jahren vergossen hatte, verwandelte sich in diesem einzigen Augenblick in schieres, tödliches Gift. Die Verzweiflung, die Angst und das Stumme Erdulden wichen einer Dunkelheit, die mich vollkommen ausfüllte. Die Tränen auf meinen Wangen trockneten, und mein Blick wurde eiskalt.
Ich wischte mir das Blut von den Lippen, richtete mich langsam auf und sah Julian direkt in die Augen.
„Du wirst für jede einzelne Sekunde dieses Albtraums bezahlen, Julian“, sagte ich mit einer Stimme, die so ruhig und schneidend war wie eine Rasierklinge. „Ich schwöre es beim Grab meines Großvaters und beim Blut meines ungeborenen Kindes: Ich werde dich vernichten.“
Julian lachte laut auf und winkte ab. „Was will eine verendete Ratte wie du schon ausrichten? Du hast nichts, du bist nichts. Schmeißt diesen Müll raus auf die Straße.“
„Schaut euch die tote Ratte an! Sie droht uns tatsächlich!“, rief einer seiner Freunde spöttisch hinterher.
Zwei Sicherheitskräfte packten mich grob an den Armen, zerrten mich durch den Flur und warfen mich ohne Zögern vor die Tür in die finstere Nacht. Die schwere Eichentür knallte dröhnend hinter mir zu und sperrte das hämische Gelächter der Gesellschaft ein.
Ich blieb auf den steinernen Stufen stehen, wischte mir die Asche aus dem Gesicht und starrte zu den hell erleuchteten Fenstern des Anwesens hinauf.
„Jede einzelne Träne, die ihr mich gekostet habt, werdet ihr mit eurem Leben bezahlen“, flüsterte ich mit unerbittlicher Entschlossenheit in die Dunkelheit. „Ich werde nicht eher ruhen, bis ihr alle im Dreck liegt und mich um Gnade anfleht.“
„Bist du bereit, ihnen das Herz herauszureißen?“, fragte Christian leise, während der Fahrstuhl mit einem sanften Summen in das oberste Stockwerk der Stone-Zentrale glitt.Ich strich mein dunkelblaues, maßgeschneidertes Designer-Kleid glatt, blickte in mein Spiegelbild und nickte. „Mehr als bereit.“Christian bot mir seinen Arm an. Ich legte meine Hand hinein, und gemeinsam traten wir auf den Flur des Vorstandsetage. Direkt vor den gewaltigen Flügeltüren des Konferenzraums standen Julian und Sierra, umringt von einigen Vorstandsmitgliedern. Julian trug ein breites, feierliches Grinsen zur Schau – bis sein Blick auf uns fiel.Das Lachen fror ihm schlagartig auf den Lippen ein. Sierras Kaffeebecher zitterte in ihrer Hand.„Audrelia?“, entfuhr es Julian fassungslos. Er musterte mein elegantes Äußeres und den Juwelenschmuck an meinem Hals. „Was zum Teufel machst du hier? Bist du etwa zu meinem Onkel gerannt, um zu heulen?“Sierra trat einen Schritt vor, blickte mich spöttisch an und tätsc
„Mrs. Stone, ich bin die persönliche Assistentin, die von Mr. Stone beauftragt wurde, Ihnen zu helfen. Mein Name ist Julie.“Ich drehte mich um und sah ein junges Mädchen in einem schlichten Kostüm vor mir stehen. Noch bevor ich etwas antworten konnte, öffnete sich die Tür zu meinem Zimmer weit. Eine Gruppe von Stylisten trat ein, beladen mit unzähligen Kleiderstangen, glänzenden Schmuckschatullen, teuren Handtaschen und eleganten Designer-Schuhen.„Mr. Stone hat betont, dass Sie nur die beste Kleidung tragen sollen“, sagte Julie mit einem höflichen Lächeln. „Sie müssen für die morgige Sitzung absolut perfekt aussehen.“Ich nickte stumm und sah mir die teuren Stoffe an. Während die Stylisten begannen, meine Haare zu machen und Kleider auszuwählen, zog ich mein Telefon heraus und wählte die Nummer meines Anwalts.„Harper“, sagte ich leise, als er abhob. „Ich habe eine wichtige Aufgabe für Sie.“„Ich höre, Audrelia. Was kann ich für Sie tun?“, fragte Harper am anderen Ende der Leitung.
„Was bringt dich zu der Annahme, dass du es wert bist, an meiner Seite zu stehen und meine Frau genannt zu werden?“, fragte Christian mit einem gefährlich dunklen Gesichtsausdruck, während seine kalten Augen mich von oben bis unten sezierenden Blicks musterten.Ein düsteres, eiskaltes Lachen entkam meinen Lippen, das frei von jeder Spur früherer Fröhlichkeit war. Ich sah ihm direkt in die stechenden Augen und wich seinem bedrohlichen Blick keine Sekunde aus.„Ich bin dieses Titels würdig, weil ich die zwanzig Prozent der Aktien in meinen Händen halte, die das Blatt für Sie wenden können, Herr Stone“, erwiderte ich mit einer Stimme, die vor schneidender Entschlossenheit bebte. „Ich kenne den internen Machtkampf um das Stone-Imperium genau. Ich weiß, dass Sie und Julian sich bis aufs Blut hassen und dass er kurz davor steht, den Präsidentensessel zu besteigen. Ich verlange nicht viel von Ihnen: Nur Ihren vollständigen, unanfechtbaren Schutz und den Namen Stone an meiner Seite. Im Gegenz
„Es tut mir so leid, Opa. Ich konnte nicht einmal deine Asche beschützen, selbst nach deinem Tod nicht. Ich bin so eine Schande“, murmelte ich vor mich hin, während ich zitternd die Tür der heruntergekommenen kleinen Wohnung öffnete.Das war das Einzige, was mir nach dem Tod meines Großvaters geblieben war, der nur kurze Zeit nach meiner angeblichen Hochzeit verstorben war. Meine Eltern waren gestorben, als ich etwa acht Jahre alt war, als sie Julians Eltern bei einem schrecklichen Unfall das Leben gerettet hatten. Damals hatten die Stones geschworen, für mich zu sorgen, doch die Umstände hatten uns mit der Zeit immer weiter voneinander getrennt. Mein Großvater hatte jahrelang gekämpft, um mich alleine aufzuziehen, während sein Krebs immer wieder zurückkehrte und ihn Stück für Stück zehrte.Als er nicht mehr konnte und spürte, dass seine Zeit ablief, hatte er mich zur Familie Stone gebracht. Er hatte dafür gesorgt, dass ich mit Julian verlobt wurde und wir kurz darauf eine private Hoc

















