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Kapitel 3

Penulis: Chidi
last update Tanggal publikasi: 2026-10-23 14:52:31

„Was bringt dich zu der Annahme, dass du es wert bist, an meiner Seite zu stehen und meine Frau genannt zu werden?“, fragte Christian mit einem gefährlich dunklen Gesichtsausdruck, während seine kalten Augen mich von oben bis unten sezierenden Blicks musterten.

Ein düsteres, eiskaltes Lachen entkam meinen Lippen, das frei von jeder Spur früherer Fröhlichkeit war. Ich sah ihm direkt in die stechenden Augen und wich seinem bedrohlichen Blick keine Sekunde aus.

„Ich bin dieses Titels würdig, weil ich die zwanzig Prozent der Aktien in meinen Händen halte, die das Blatt für Sie wenden können, Herr Stone“, erwiderte ich mit einer Stimme, die vor schneidender Entschlossenheit bebte. „Ich kenne den internen Machtkampf um das Stone-Imperium genau. Ich weiß, dass Sie und Julian sich bis aufs Blut hassen und dass er kurz davor steht, den Präsidentensessel zu besteigen. Ich verlange nicht viel von Ihnen: Nur Ihren vollständigen, unanfechtbaren Schutz und den Namen Stone an meiner Seite. Im Gegenzug gebe ich Ihnen meine Stimmen und meine Anteile, um Sie zum unangefochtenen Herrscher des Konzerns zu machen.“

Christian verengte die Augen, und eine gefährliche Stille breitete sich im Raum aus, als würde die Luft schlagartig gefrieren. Er lehnte sich zurück, schränkte die Arme vor der breiten Brust ein und musterte mich mit einer Kälte, die mörderischer war als jeder physische Hieb.

„Du bist verzweifelt, Audrelia“, spottete er tief und rau. „Eine verstoßene Frau, die zu mir gelaufen kommt und mir Märchen von anonymen Aktien erzählt. Warum sollte ich auch nur eine Sekunde glauben, dass du nicht von Julian geschickt wurdest, um mich kurz vor der entscheidenden Wahl in eine Falle zu locken?“

Ein bitterer Schauer lief mir über den Rücken. Die Sorge, dass er mich einfach mit seinen Leibwächtern aus der Auffahrt werfen würde, brannte heiß in meiner Brust. Wenn dieser Mann mir die Tür vor der Nase zuschlug, war ich vollkommen schutzlos. Ich hatte weder Geld noch ein Dach über dem Kopf, und Julian würde nicht zögern, mich endgültig zu vernichten, sobald er erfuhr, wo ich mich aufgehalten hatte. Christian Stone war meine allerletzte Zuflucht, aber er war gleichzeitig ein unberechenbares Raubtier.

„Glauben Sie wirklich, ich würde mich von dem Mann verprügeln und demütigen lassen, nur um dann für ihn ein Schauspiel vor Ihnen abzuziehen?“, konterte ich rasch und hob das Kinn. „Überprüfen Sie es doch selbst. Wenn ich lüge, können Sie mich auf der Stelle eliminieren.“

Christian neigte den Kopf leicht zur Seite und fixierte mich schweigend. „Beweise mir zuerst, dass diese Anteile echt sind und du mir hier nicht eine billige Geschichte aufführst“, verlangte er mit rauer, unerbittlicher Stimme.

Ohne zu zögern, zog ich mein Smartphone heraus und wählte die Nummer meines Anwalts. Ich stellte das Gespräch auf Lautsprecher, damit Christian jedes einzelne Wort mitverfolgen konnte.

„Harper, senden Sie die Beglaubigungen und die offiziellen Eigentumsnachweise der anonymen zwanzig Prozent Aktien sofort an die private Adresse von Christian Stone“, wies ich ihn sachlich an.

„Verstanden, Audrelia. Die Dokumente sind bereits unterwegs“, antwortete Harper prompt, ehe die Verbindung schroffe Stille hinterließ.

Nur wenige Augenblicke später ertönte das Signal des Tablets, das Christians Assistent in den Händen hielt. Der Assistent tippte hastig auf den Bildschirm, überflog die hochauflösenden Dokumente und ließ die digitalen Siegel prüfen. Nach wenigen Sekunden sah der Mann mit aufgerissenen Augen auf und nickte Christian nervös zu.

„Die Unterlagen sind absolut echt, Boss“, flüsterte der Assistent erstaunt. „Sie hält tatsächlich die vollständigen Kontrollrechte über das anonyme zwanzigprozentige Aktienpaket der Gründerfamilie.“

Ein dunkles, gefährliches Glänzen trat in Christians Augen, doch seine Miene blieb weiterhin eine unlesbare Maske aus Eis. Er sah mich an, als hätte er eben ein neues, mächtiges Werkzeug in die Hände bekommen, das er ohne mit der Wimper zu zucken benutzen würde.

„Wer hätte gedacht, dass das alte Mündel der Familie einen solchen Schatz hütet?“, murmelte er eiskalt.

Ich nutzte diesen Moment der Überraschung, um meine Bedingungen sofort klar und deutlich abzugrenzen, noch bevor er die Oberhand gewinnen konnte.

„Bevor wir irgendetwas unterschreiben, gelten meine Regeln“, erklärte ich mit fester, unnachgiebiger Stimme. „Erstens: Es handelt sich um eine reine Zweck- und Geschäftsverbindung auf dem Papier. Wir überschreiten keine Grenzen, schlafen nicht in einem Bett und mischen uns nicht in die privaten Angelegenheiten des anderen ein. Zweitens: Die Übertragung und meine Identität als Großaktionärin bleiben bis zur Vorstandssitzung streng geheim. Niemand absolut niemand, besonders nicht Julian darf erfahren, wer hinter diesen Anteilen steckt, bis der Moment der Wahl gekommen ist. Wenn Sie diesen Bedingungen zustimmen, gehört der Konzern Ihnen.“

Christian sah mich eine gefühlte Ewigkeit lang schweigend an, während mein Herz mir bis zum Hals schlug. Seine Aura war erdrückend, vollkommen distanziert und frei von jeglicher menschlicher Wärme.

„Du glaubst, du kannst mir Bedingungen diktieren, kleines Mädchen?“, raunte er, ehe ein kaum merkliches, scharfes Lächeln auf seinen Lippen erschien. „Aber gut. Die Geheimhaltung nutzt mir genauso wie dir. Akzeptiert.“

Noch am selben Nachmittag fuhren wir in seiner abgedunkelten Limousine direkt zum Gerichtsgebäude. Es gab keine Blumen, keine Hochzeitsmusik, kein Lächeln und keine Zeugen außer seinem Assistenten und den Anwälten. Wir unterzeichneten die legalen Ehepapiere mit kühler Unterschrift, als würden wir einen schlichten Übernahmevertrag abwickeln. Aus der gedemütigten, angeblich gefälschten Ehefrau von Julian Stone wurde im Handumdrehen die rechtmäßige Ehefrau des mächtigsten Mannes der gesamten Familie.

Sobald die Stempel getrocknet waren, zog Christian eine tiefschwarze Kreditkarte aus seiner Brieftasche und schob sie mir ohne jede Emotion über den Tisch zu.

„Nimm das“, sagte er mit befehlendem, unbarmherzigem Tonfall. „Du wirst dein äußeres Erscheinungsbild und deinen Geschmack augenblicklich auf den Standard anpassen, der meiner Frau gebührt. Ich werde nicht dulden, dass meine Ehefrau wie eine bettelnde Bittstellerin in Lumpen neben mir herläuft.“

Ich sah das glänzende Plastik an, ehe ich den Blick wieder zu ihm hob. „Ich brauche Ihr Geld nicht für Schnickschnack, Christian. Ich bin nicht käuflich.“

„Das ist kein Taschengeld, sondern eine notwendige Investition in dein Aussehen für den Tag unserer Rache“, schnauzte er mich kalt an. „Lass dir von meinem Stylisten den Staub deiner Vergangenheit abwaschen. Außerdem wirst du noch heute Abend deine Sachen packen und in mein Anwesen ziehen. Wenn ich dir meinen vollständigen Schutz gewähren soll, brauche ich dich unter meinem Dach. Ich überlasse meine Besitztümer nicht dem Zufall oder Julians Zugriff.“

Gleich im Anschluss unterzeichneten wir die vorläufige Vollmacht zur Stimmenübertragung der Aktien. Ich war nicht naiv genug, ihm die Anteile bedingungslos zu überschreiben. Mein Anwalt Harper hatte eine spezielle Klausel eingebaut: Die Stimmen wurden erst in der Sekunde der Vorstandsabstimmung wirksam und blieben strikt an die Einhaltung unseres Schutzvertrages gebunden.

Christian beobachtete mich aufmerksam mit stoischer Kälte, während ich meinen Namen unter die Vertragsklauseln setzte. Er lehnte sich langsam zurück, legte die Arme auf die Stuhllehnen und fixierte mich mit einem Blick, der pure Dominanz ausstrahlte.

„Die Papiere sind unterzeichnet, Frau Stone“, sagte Christian mit einer tiefen, bedrohlichen Stimme, die mir einen Eisschauer über den Rücken jagte. „Ich hoffe für dich, dass du dich bis zum Ende an jeden einzelnen Punkt unserer Vereinbarung hältst und mir keine Kuckuckseier ins Nest legst.“

Er beugte sich langsam vor, bis sein Gesicht nur noch wenige Zentimeter von meinem entfernt war und seine dunklen Augen mich vollkommen gefangen hielten.

„Ich ruiniere Menschen nicht einfach nur, wenn sie ihr Wort mir gegenüber brechen“, raunte er eiskalt, während sein Atem meine Lippen streifte. „Ich lösche sie spurlos von der Oberfläche dieser Erde aus.“

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