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Kapitel 4

Author: Chidi
last update publish date: 2026-10-23 14:53:05

„Mrs. Stone, ich bin die persönliche Assistentin, die von Mr. Stone beauftragt wurde, Ihnen zu helfen. Mein Name ist Julie.“

Ich drehte mich um und sah ein junges Mädchen in einem schlichten Kostüm vor mir stehen. Noch bevor ich etwas antworten konnte, öffnete sich die Tür zu meinem Zimmer weit. Eine Gruppe von Stylisten trat ein, beladen mit unzähligen Kleiderstangen, glänzenden Schmuckschatullen, teuren Handtaschen und eleganten Designer-Schuhen.

„Mr. Stone hat betont, dass Sie nur die beste Kleidung tragen sollen“, sagte Julie mit einem höflichen Lächeln. „Sie müssen für die morgige Sitzung absolut perfekt aussehen.“

Ich nickte stumm und sah mir die teuren Stoffe an. Während die Stylisten begannen, meine Haare zu machen und Kleider auszuwählen, zog ich mein Telefon heraus und wählte die Nummer meines Anwalts.

„Harper“, sagte ich leise, als er abhob. „Ich habe eine wichtige Aufgabe für Sie.“

„Ich höre, Audrelia. Was kann ich für Sie tun?“, fragte Harper am anderen Ende der Leitung.

„Lassen Sie eine Information an Julian durchsickern“, wies ich ihn mit eiskalter Stimme an. „Erzählen Sie seinen Leuten, dass der anonyme Halter der zwanzig Prozent Aktien bereit ist, seine Anteile vor der Wahl zu verkaufen. Aber halten Sie meinen Namen unter allen Umständen geheim.“

Harper lachte leise am Telefon. „Das ist ein brillanter Schachzug, Audrelia. Julian wird alles stehen und liegen lassen, um diese Person zu finden.“

„Genau das ist der Plan“, antwortete ich. „Sorgen Sie dafür, dass er richtig ins Schwitzen kommt. Lassen Sie ihn Millionen ausgeben, um Scheinkontakte zu schmieren. Er soll sein ganzes Geld verpulvern, während er einem Phantom nachjagt.“

„Verstanden“, sagte Harper erfreut. „Er wird heute Nacht keine Auge zutun und eine Menge Geld verlieren. Übrigens, Audrelia, es gibt noch ein wichtiges Dokument zur Aktienübertragung. Sie und Christian müssen es heute unbedingt beide unterschreiben, sonst ist die Vollmacht morgen ungültig.“

„Schicken Sie mir das Dokument sofort per Boten“, sagte ich knapp und legte auf.

Etwa eine Stunde später hielt ich die wichtigen Papiere in den Händen. Ich ging die breite Treppe hinunter zu Christians Arbeitszimmer, doch es war vollkommen leer. Julie kam gerade den Flur entlanggelaufen.

„Suchen Sie Mr. Stone?“, fragte sie freundlich. „Er ist auf seinem Zimmer und ruht sich aus.“

„Danke, Julie“, antwortete ich und ging direkt zu seinem privaten Schlafzimmer.

Ich klopfte zweimal an die schwere Holztür, doch niemand antwortete. Da die Sache mit den Dokumenten keinen Aufschub duldete, drückte ich vorsichtig die Klinke nach unten und trat ein.

„Christian? Ich habe die Papiere von Harper–“, rief ich, während ich den Raum betrat.

In diesem Moment öffnete sich die Tür zum Badezimmer. Christian trat heraus. Er trug absolut nichts außer einem weißen Handtuch, das locker um seine Hüfte gewickelt war. Wassertropfen perlten auf seiner breiten, muskulösen Brust herab.

„Ahhh!“, schrie ich laut auf, ließ die Dokumente sofort aus den Händen fallen und wirbelte schlagartig herum. Meine Wangen brannten wie Feuer, und ich presste mir fest die Hände vor das Gesicht.

Christian lachte leise, eine tiefe, amüsierte Note lag in seiner Stimme. „Warst du nicht diejenige, die gesagt hat, wir sollten keine Grenzen überschreiten? Aber jetzt brichst du einfach so in mein Schlafzimmer ein.“

„Ich bin nicht eingebrochen!“, verteidigte ich mich lautstark, während ich starr gegen die geschlossene Tür blickte. „Ich habe geklopft! Die Dokumente von Harper sind extrem wichtig, und Sie waren nicht unten in Ihrem Arbeitszimmer!“

„Wir sind schließlich verheiratet, Mrs. Stone“, zog er mich weiter auf. Ich hörte seine langsamen Schritte auf dem Teppich näher kommen. „Du musst dich doch nicht schämen. Schließlich suchst du doch nach mir, oder nicht?“

„Ich suche nicht nach Ihnen! Es geht hier rein um die Aktien und die morgige Sitzung!“, rief ich wütend und spürte, wie mir die Hitze bis in die Ohrläppchen stieg. „Ziehen Sie sich gefälligst etwas an, Mr. Stone! Ziehen Sie sofort ein Hemd an!“

„Warum denn so nervös?“, spottete er ganz gelassen. „Es ist nur ein Körper. Hast du noch nie einen nackten Mann gesehen?“

„Das tut überhaupt nichts zur Sache!“, wetterte ich und umklammerte meine eigenen Oberarme. „Wir haben eine klare Vereinbarung getroffen! Das hier ist eine reine Zweckehe auf dem Papier! Also ziehen Sie sich bitte umgehend Hose und Shirt an, damit wir die Papiere unterschreiben können!“

„Nun beruhige dich wieder“, sagte Christian leise, und seine Stimme klang verdächtig nah an meinem Rücken. „Ich habe mir bereits etwas angezogen. Du kannst dich jetzt umdrehen.“

„Wirklich? Sie lügen mich doch nicht an?“, fragte ich skeptisch und verharrte kurz.

„Ich lüge nie, Mrs. Stone. Dreht dich einfach um.“

Ich atmete tief und erleichtert aus. Ich nahm die Hände vom Gesicht und drehte mich langsam um. „Na also, war das denn jetzt so schwer–“

Mein Wort blieb mir augenblicklich im Halse stecken. Er hatte sich überhaupt nichts angezogen! Er stand immer noch haargenau so da nur mit dem Handtuch um die Hüfte und grinste mich völlig unverschämt an.

„Mr. Stone! Sie mieser Lügner!“, schrie ich wütend aus, trat erschrocken einen Schritt zurück und verlor völlig den Halt auf meinen hohen Absätzen.

Mein Fuß knickte nach innen um, und ich kippte hilflos rückwärts. Doch bevor ich hart auf den Boden knallen konnte, griff Christian blitzschnell nach mir. Seine starken, warmen Arme schlangen sich um meine Taille und zogen mich mit ungeheurer Kraft eng an seinen Körper.

Mein Gesicht landete direkt auf seiner nackten, breiten Brust. Meine Hände flach platziert mitten auf seinem stahlharten Bauch. Sein warmes Hautgefühl und sein maskuliner, frischer Duschduft stiegen mir sofort berauschend in die Nase.

Für ein paar Sekunden fror die gesamte Zeit um uns herum ein. Ich starrte vollkommen fasziniert auf seine perfekten Bauchmuskeln unter meinen Fingern und vergaß schlichtweg, wie man atmete. Er war mir so nah, seine Haut war so heiß und...

„Hast du vor, dich ewig an meinen Bauchmuskeln festzuhalten, Mrs. Stone?“, ertönte seine tiefe, raue Stimme direkt über meinem Kopf.

Ich schreckte schlagartig aus meiner Trance hoch und sah in seine dunklen Augen, die mich spöttisch funkelnd musterten.

„Oder hast du gerade erst bemerkt, dass du meine Muskeln ziemlich fest zusammenkneifst?“, fügte er mit einem gefährlichen, amüsierten Lächeln hinzu.

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