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DER ALTE MANN

Author: Promise great
last update publish date: 2026-09-19 23:00:51

Kapitel 90 – DER ALTE MANN

JONATHAN (Perspektive)

Die Tür schwang auf und gab den Blick auf denselben Raum frei wie immer – steril und klein, ein Einzelbett am Fenster, Monitore, deren leiser, stetiger Rhythmus an der Wand entlangsummte, und Jalousien, die gerade weit genug gekippt waren, um einen dünnen Schimmer Morgenlicht hereinzulassen, ohne dass es zu hell wurde. Mein Großvater war gegen einen Berg von Kissen gelehnt; auf seinem Schoß lag eine zusammengefaltete Zeitung, die er meiner Meinu
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  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   unter meinen Rippen, doch ich weigerte mich

    Kapitel 111*JONATHAN (Sichtweise)Die Bar war genau die Art von Ort für Männer, die Lärm brauchten, aber keine Unterhaltung. Gedimmtes Licht, dunkles Holz, das stetige Wummern von Bässen, die sich nie ganz zu einem Lied formten, das man hätte benennen können. Ich hatte sie vorgeschlagen, ohne groß darüber nachzudenken – irgendwo zwischen Büro und Zuhause, ein Ort, der sich nach dieser Woche noch neutral anfühlte. In den ruhigeren Momenten tauchte immer wieder Catalinas Gesicht vor meinem geistigen Auge auf: wie sie mich angesehen hatte, bevor sie das Gebäude verließ, und die bewusste Distanz, die sie wahrte, auch wenn ihre Augen etwas ganz anderes verrieten. Ich drängte diesen Gedanken beiseite, so wie ich in letzter Zeit alles andere verdrängt hatte: Viviennes Nachthemd an der Tür, den Vorwurf wegen des Chauffeurs, die kalte Endgültigkeit, mit der ich ihr gesagt hatte, dass ich mit unserem Leben abgeschlossen hatte. Die Erinnerung an sie, wie sie zusammengerollt auf dem Boden gelege

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   Ich bin I’m krankenhaus

    Kapitel 110*Der Morgen zog sich in die Länge, wie es nur Krankenhausvormittage können – gemessen an den stillen Intervallen zwischen den Kontrollgängen des Pflegepersonals und dem langsamen Hellerwerden des Lichts auf dem Boden. Wir blieben länger im Zimmer, als irgendjemand von uns geplant hatte. Unser Großvater schien – trotz all seiner Beschwerden über das Essen und die endlosen Überwachungsmaßnahmen – zögerlich, diesen Moment zu beenden. Immer wieder fand er neue Gründe, uns bei sich zu behalten: eine Geschichte über den Sommer, den Susan und ich im Haus am See verbracht hatten, als wir noch jung genug waren, um zu glauben, das Wasser reiche bis ins Unendliche; eine gezielte Frage, ob ich Vivienne schon angemessen auf die Idee der Sonntagsessen vorbereitet hätte, sobald er wieder zu Hause wäre; das plötzliche Bestehen darauf, dass Susan die genaue Farbe der Nordlichter beschrieb, die sie zuletzt gesehen hatte.Susan ging auf seine Wünsche mit jener trockenen Geduld ein, die sie s

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   die bald zur Familie gehören würde.

    Kapitel 109*JONATHAN (Sichtweise)Ich wachte noch vor dem Wecker auf – so wie es manchmal geschah, wenn die vergangene Nacht etwas Unabgeschlossenes in meiner Brust hinterlassen hatte. Die Wohnung lag noch im Dunkeln, abgesehen von einem schmalen Streifen frühen Lichts am Rand der Vorhänge. Vivienne schlief auf der Seite; eine Hand lag locker in Gesichtsnähe, und das neue Armband war auf dem Laken zu sehen. Ich betrachtete sie einen Moment länger als nötig und schlüpfte dann aus dem Bett, ohne sie zu wecken. Man hatte mir im Krankenhaus gesagt, dass es am Vormittag genauere Informationen geben würde. Ich wollte dort sein, wenn die Tagschicht ihren Dienst antrat; ich wollte ihn mit eigenen Augen sehen, anstatt nur ein weiteres sachliches Telefonat zu führen.Ich zog mich leise an, hinterließ eine Notiz auf der Küchentheke für den Fall, dass sie vor meiner Rückkehr aufwachen würde, und fuhr durch Straßen, die noch den Frühschichtlern und Lieferwagen gehörten. Die Luft, die durch das of

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   gekommen bist“, sagte sie.

    Kapitel 108*JONATHAN (Perspektive)Wir verließen die Wohnung mit der entspannten Gelassenheit von Menschen, die beschlossen hatten, dass dieser Abend ihnen allein gehörte. Über der Stadt lag jene besondere Ruhe der Wochenmitte, die die Straßen weiter und das Licht sanfter wirken ließ; die Luft war kühl genug, um den Weg zum Auto eher bewusst als hastig zu gestalten. Ich öffnete ihr die Beifahrertür, wie ich es immer tat, und sah zu, wie das tiefblaue Kleid das Straßenlicht einfing, während sie sich auf den Sitz gleiten ließ; das neue Armband blitzte einmal im dunklen Innenraum auf, bevor ich die Tür schloss und zur Fahrerseite hinüberging.Das Restaurant war ein Ort, an dem wir bisher nur zweimal gewesen waren – klein, in einer Seitenstraße nahe am Wasser gelegen, die Art von Lokal, das nie Werbung machte und sie auch nie nötig hatte. Der Gastgeber erkannte uns, sobald wir eintraten, und führte uns ohne zu fragen zu einem Tisch am Fenster. Draußen spiegelten sich die Hafenlichter in

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   Bereit?“, fragte sie.

    Kapitel 107*JONATHAN (Sichtweise)Ich kam später nach Hause, als ich geplant hatte – doch es war eine jener späten Uhrzeiten, die sich noch früh anfühlten, weil die Stadt vor den Fenstern sich noch nicht ganz der Nacht ergeben hatte. Die Geschäftsreise hatte sich in die Länge gezogen, wie das bei solchen Dingen immer der Fall war: Besprechungen, die über die angesetzte Zeit hinausgingen; ein letztes Abendessen mit Kunden, die noch einmal versichert werden wollten; ein verspäteter Flug, der mich im Flughafenterminal stehen ließ, während ich mit derselben resignierten Geduld, die ich auch für Quartalsprognosen aufbrachte, die Aktualisierungen auf der Anzeigetafel verfolgte. Nichts davon war besonders schwierig gewesen. Die Arbeit an sich war das nie. Schwerer wog die stille Zeit ohne sie, die besondere Leere eines Hotelzimmers, das nach nichts Vertrautem roch, und die Art, wie meine Hand mitten in der Nacht mehr als einmal nach dem Telefon gegriffen hatte – nur um mich an die Zeitversc

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   Gelegenheit dazu bot.

    Kapitel 106*Die Menge um sie herum wurde dichter, wie das bei solchen Gelegenheiten immer der Fall war – die Musik schwoll an, Körper rückten enger zusammen, Gelächter brandete in Wellen auf, sodass private Gespräche nur möglich waren, wenn man sich nah zueinander beugte. Vivienne trank schneller als sonst. Will hielt bei ihrem Tempo mit, ohne ihre Stimmung zu teilen. Er beobachtete, wie sie den Raum absuchte – diese rastlose Energie, die stets zum Vorschein kam, wenn sie den Reiz des Verbotenen spürte und beschloss, sich ihm zu nähern. Zweimal schlug sie vor, sich eine ruhigere Ecke zu suchen. Zweimal vertröstete er sie. Er brauchte erst die Stripperin an ihrem Platz. Er wollte, dass die Kamera bereits lief, wenn sich die Tür zum VIP-Bereich schloss.Gegen elf Uhr wurde sie ungeduldig und drängte zur Sache. Sie ließ ihre Hand unter dem Tisch an seinem Oberschenkel entlanggleiten, während ihre Stimme in jenes Register sank, das bei ihm schon immer gewirkt hatte. „VIP. Quickie. Nieman

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   Leute da

    Kapitel 5Catalina„Gehen Sie zurück und lassen Sie mich herein. Nur sie kann mich richtig verarzten.“„Boss, Ihr Vater hat uns strenge Anweisungen gegeben. Sie dürfen diesen Flügel nicht ohne Catalinas Erlaubnis betreten.“„Ich bin immer noch der Boss dieses Anwesens. Gehen Sie mir aus dem Weg, be

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   Das papier

    Kapitel 4Catalina„Catalina? Bitte öffne deine Augen. Sieh mich einfach an. Versuch, dich zu konzentrieren.“Ich öffnete die Augen. Das Erste, was ich sah, war eine blendend weiße Decke. Das gleichmäßige Piepen eines Herzmonitors hallte laut in dem kleinen Zimmer wider. Ich drehte den Kopf leicht

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   Stemme war

    Kapitel 3Catalina„Sie werden nicht schneller zurückkommen, Madam, wenn Sie auf und ab gehen.“Ich blieb stehen und sah Marco an, den Chef der Hauswache. „Ich kann nicht einfach auf dem Sofa sitzen, Marco. Was, wenn der Hinterhalt sie verfolgt hat? Was, wenn Rodrigo gerade mitten im Kreuzfeuer ste

  • Für Entschuldigungen ist es zu spät.   Dem weg

    Kapitel 2Catalina„Das Essen ist fertig, Rodrigo“, sagte ich, meine Stimme durchdrang die Stille des Esszimmers.Ich stand am Kopfende des langen Mahagonitisches, meine Finger berührten sanft den Rand des makellosen Keramiktellers, den ich gerade zurechtgerückt hatte. Ich hatte alles genau so gede

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