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Kapitel 3

last update publish date: 2026-04-02 00:27:27

Kapitel 3

Der Cognac brennt angenehm in meiner Kehle, während Matthieu und ich uns auf sein Ledersofa setzen. Er hat das Licht gedämpft, ein paar Kerzen angezündet. Die Atmosphäre ist gefährlich intim geworden.

»Also«, beginnt er, während er sich nahe bei mir niederlässt – nicht zu nah, aber nah genug, dass ich seinen holzigen Duft riechen kann. »Was führt Sie nach Paris, Léa?«

»Ein Neuanfang«, antworte ich ausweichend.

»Flucht oder Wiedergeburt?«

Seine Scharfsinnigkeit überrascht mich. Ich nehme einen weiteren Schluck Cognac, um Zeit zu gewinnen.

»Ein bisschen von beidem«, gebe ich schließlich zu. »Eine Trennung. Das Bedürfnis nach Veränderung.«

»Er war dumm.«

»Wie bitte?«

»Der Mann, der Sie hat gehen lassen. Er war dumm.«

Die Wärme in seiner Stimme lässt eine Gänsehaut über meinen Rücken laufen.

»Sie kennen mich doch gar nicht.«

»Ich weiß, dass Sie schön sind. Intelligent. Dass Sie eine Lebenslust haben.«

Er beugt sich leicht zu mir vor, sein intensiver Blick auf mich gerichtet.

»Ich habe es in der Art gesehen, wie Sie heute Abend jeden Bissen genossen haben. Die Augen geschlossen, dieses kleine Lächeln … Es war faszinierend anzusehen.«

Mein Herz schlägt schneller. Die Luft zwischen uns wird dick, aufgeladen.

»Und Anaïs?«, frage ich, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

Ein Muskel in seinem Kiefer zuckt.

»Anaïs ist … kompliziert. Wir hatten vor zwei Jahren eine Affäre. Sie scheint nicht akzeptieren zu können, dass es vorbei ist.«

»Sie wirkte heute Abend ziemlich besitzergreifend.«

»Sie hat kein Recht dazu.«

Er stellt sein Glas auf dem Couchtisch ab und dreht sich ganz zu mir, sein Knie streift meines.

»Ich bin Single, Léa. Sehr Single. Und sehr interessiert.«

»Interessiert woran?«

Die Frage kommt provokativer heraus, als ich beabsichtigt hatte.

Sein Lächeln wird breiter, raubtierhaft.

»An Ihnen. An dieser Röte, die Ihnen jedes Mal in die Wangen steigt, wenn ich Sie ansehe. An der Art, wie Ihr Atem schneller wird, wenn ich näher komme.«

Er beugt sich noch weiter vor, sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt.

»An der Tatsache, dass Sie hier sind, nach Mitternacht, obwohl Sie genau wissen, wohin das führen wird.«

Mir stockt der Atem. Er hat recht. Ich weiß es. Und ich bin trotzdem geblieben.

»Matthieu …«

»Sagen Sie mir, dass ich aufhören soll.«

Seine Hand fährt meinen nackten Arm hinauf, hinterlässt eine Spur aus Feuer auf meiner Haut.

»Sagen Sie mir, ich soll zurückweichen, und ich werde es tun.«

Aber ich kann nicht. Mein ganzer Körper vibriert vor Verlangen. Es ist so lange her, dass mich jemand so angesehen hat, als wäre ich das Begehrenswerteste auf der Welt.

»Ich … ich kann nicht.«

»Kannst du nicht was?«, flüstert er an meinem Ohr, sein warmer Atem auf meiner Haut. »Kannst du mich nicht bitten aufzuhören? Oder kannst du nicht widerstehen?«

»Beides.«

Das Wort ist kaum über meine Lippen gekommen, da schon erobern seine Lippen meine.

Der Kuss ist alles andere als sanft. Er ist hungrig, besitzergreifend, verzehrend. Seine Hand gleitet in mein Haar, neigt meinen Kopf, um den Kuss zu vertiefen. Seine Zunge trifft auf meine in einem sinnlichen Tanz, der mir ein Stöhnen entreißt.

Ich klammere mich an seine Schultern, presse mich an ihn. Sein Körper ist hart, muskulös unter meinen Händen. Er stößt ein Knurren gegen meinen Mund aus, ein tiefes, ursprüngliches Geräusch, das eine flüssige Glut in meinem Unterleib entfacht.

Seine Hand wandert meinen Rücken hinunter, bleibt kurz über meiner Hüfte, seine Finger malen Kreise, die mich wahnsinnig machen. Ich wölbe mich instinktiv ihm entgegen, suche noch mehr Nähe.

»Léa«, keucht er gegen meine Lippen. »Du machst mich verrückt, seit ich dich gestern gesehen habe.«

Das »Du« bewirkt etwas in mir. Macht alles echter, intimer.

»Du mich auch«, gestehe ich, meine Hände gleiten unter sein Hemd, um die Wärme seiner Haut zu spüren.

Er ist perfekt unter meinen Fingern. Durchtrainierte Bauchmuskeln, weiche Haut, die über harten Muskeln gespannt ist.

In einer fließenden Bewegung zieht er mich auf seinen Schoß, und plötzlich sitze ich rittlings auf ihm, spüre seinen harten Schwanz an mir. Seine Hände gleiten meine Oberschenkel hinauf, unter mein Kleid, ziehen feurige Spuren auf meiner Haut.

»Du bist so schön«, murmelt er und verteilt Küsse entlang meines Halses. »So perfekt.«

Sein Mund findet die empfindliche Stelle direkt unter meinem Ohr, und ich werfe den Kopf mit einem Stöhnen in den Nacken. Seine Hände setzen ihre Erkundung fort, kühner jetzt, wandern hinauf bis …

»Klingelton.«

Wir erstarren beide. Sein Telefon vibriert auf dem Couchtisch.

»Ignorier es«, knurrt er gegen meine Haut, seine Lippen setzen ihren Weg entlang meines Schlüsselbeins fort.

Aber der Klingelton verstummt und setzt sofort wieder ein. Wieder und wieder.

»Verdammt«, flucht er und greift nach dem Telefon.

Sein Gesicht verhärtet sich, als er auf das Display sieht.

»Ich muss rangehen. Das ist das Restaurant.«

Er nimmt ab, und ich gleite von seinem Schoß, richte mein Kleid mit zitternden Händen. Mein ganzer Körper protestiert gegen diese Unterbrechung.

»Was?«, bellt er ins Telefon. »Jetzt? Ist das dein Ernst?«

Er fährt sich mit einer Hand durchs Haar, sichtlich frustriert.

»Okay. Ich komme. Zwanzig Minuten.«

Er legt auf und sieht mich mit einem Ausdruck an, der Lust und Frustration vereint.

»Es gibt ein Problem im Restaurant. Mein Sous-Chef hat sich schwer verbrüht, und in der Küche ist Chaos ausgebrochen. Ich muss hin.«

»Natürlich. Geh.«

Ich stehe auf und versuche, die Enttäuschung zu ignorieren, die mich überkommt.

Er steht ebenfalls auf und ist mit zwei Schritten bei mir. Seine Hände umfassen mein Gesicht, zwingen mich, ihn anzusehen.

»Das ist nicht vorbei, Léa. Lange nicht.«

Er küsst mich, diesmal langsam, mit einem Versprechen, das mich erzittern lässt.

»Morgen. Iss mit mir zu Mittag.«

»Matthieu …«

»Bitte. Ich will dich wiedersehen. Richtig. Nicht nur … das.«

Er deutet zwischen uns, und ich verstehe, was er meint. Nicht nur Sex. Etwas mehr.

»Okay. Morgen.«

Sein Lächeln könnte ganz Paris erhellen.

»Zwölf Uhr. Ich hole dich ab.«

Ein letzter Kuss, schnell, aber intensiv, dann greift er nach seinen Schlüsseln und eilt zur Tür.

»Schließ ab. Und Léa?«

Er dreht sich um, seine dunklen Augen brennen vor Intensität.

»Träum von mir.«

Und er ist verschwunden.

Ich gehe nicht sofort nach Hause. Ich bleibe in seiner Wohnung stehen, versuche, mein rasendes Herz und meinen brennenden Körper zu beruhigen.

»Was habe ich gerade getan?«

Ich habe meinen Nachbarn geküsst. Meinen unglaublich sexy, mit Sternen ausgezeichneten Nachbarn, der küsst wie ein Gott. Und ich hätte fast … wir hätten fast …

Mein Handy vibriert. Eine Nachricht von Chloé.

»Lebst du noch? Erzähl von deiner neuen Wohnung!«

Ich tippe eine schnelle Antwort und verschweige geflissentlich alles, was Matthieu betrifft. Das ist nichts, was man per SMS erklären kann.

Als ich seine Wohnung verlasse, fällt mir ein Umschlag auf, der unter meiner Tür steckt. Ich hebe ihn auf, verwirrt. Kein Name darauf, nur eine elegante Handschrift.

Im Inneren nur ein einziger Satz:

»Hüte dich vor Matthieu Beaumont. Er sammelt gebrochene Herzen, wie andere Michelin-Sterne sammeln. Sei nicht die Nächste. Eine Freundin, die nur dein Bestes will.«

Mir wird eiskalt.

Ich drehe den Umschlag um, suche nach einem Hinweis, aber es gibt keinen. Die Handschrift ist gepflegt, feminin. Anaïs? Wahrscheinlich.

Ich zerknülle das Papier in meiner Hand. Kindische Spielchen. Eifersucht einer zurückgewiesenen Frau.

Aber als ich mich in mein Bett lege, allein, mein Körper noch immer vom Nachhall seiner Hände an mir vibriert, kann ich nicht umhin, mich zu fragen, ob nicht ein Körnchen Wahrheit in dieser Warnung steckt.

Ein Mann wie Matthieu Beaumont – gutaussehend, talentiert, charismatisch – muss eine Schar Frauen zu seinen Füßen haben. Was macht mich besonders? Warum ich?

»Weil du die Neue bist«, flüstert die zynische Stimme in meinem Kopf. »Die Neuheit. Die Herausforderung.«

Ich verdränge diese Gedanken und schließe die Augen, aber alles, was ich sehe, ist er. Seine dunklen Augen. Sein raubtierhaftes Lächeln. Die Art, wie er mich angesehen hat, als wollte er mich verschlingen.

Mein Handy vibriert auf meinem Nachttisch. Eine Nachricht von einer unbekannten Nummer.

»Ich kann nicht schlafen. Ich schmecke immer noch deine Lippen. Bis morgen, meine Schöne. M.«

Mein Herz macht einen Satz. Ich zögere, meine Finger schweben über der Tastatur. Dann tippe ich:

»Ich auch nicht. Bis morgen.«

Seine Antwort kommt fast sofort.

»Zieh etwas an, das ich dir leicht ausziehen kann. Man weiß ja nie. ;-)«

Ich werde rot in der Dunkelheit meines Zimmers, mein Körper entzündet sich neu bei dieser bloßen Andeutung.

»Mal sehen.«

»Ich mag Herausforderungen. Gute Nacht, Léa. Träum von mir.«

»Anmaßend.«

»Realistisch. Du wirst an mich denken. An meine Hände auf deiner Haut. An meinen Mund …«

»Matthieu!«

»Ja? Ich liebe es, wenn du meinen Namen sagst. Ich kann es kaum erwarten, dich ihn stöhnen zu hören. Schlaf gut, meine Liebe.«

Ich lege das Handy weg, das Gesicht glühend, das Herz rasend. Dieser Mann wird mich noch in den Wahnsinn treiben. Aber während ich mich in meine Kissen kuschle, ein Lächeln auf den Lippen, wird mir klar, dass es mir egal ist.

Zum ersten Mal seit Monaten fühle ich mich lebendig. Begehrt. Aufgeregt, was als Nächstes kommt. Morgen kann nicht schnell genug kommen.

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