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4: ICH VERSPRECHE ES

ผู้เขียน: LisaWrites
last update วันที่เผยแพร่: 2026-08-03 22:15:39

Jayda faltete mechanisch ein Hemd, steckte es in den Koffer, während Margaret leise in der Tür schluchzte. Das Haus fühlte sich zu groß um sie herum an, zu leer trotz all der teuren Möbel, all der Kunstwerke an den Wänden, all der Dinge, die eigentlich Erfolg signalisieren sollten, sie aber nur daran erinnerten, wie hohl alles geworden war.

"Madam, Sie können nicht so gehen", versuchte Margaret es erneut, ihre Stimme brach. "Warten Sie wenigstens ein paar Tage, gönnen Sie sich Ruhe, bevor Sie eine so große Entscheidung treffen."

"Ich habe die Entscheidung bereits getroffen." Jayda zog ihren Rennhelm vom obersten Regal des Schranks, die glänzende schwarze Oberfläche warf ihr verzerrtes Spiegelbild zurück. "Ich hätte sie schon vor langer Zeit treffen sollen."

Danach packte sie schnell, nahm nur mit, was in einen Koffer passte, dazu den Helm, den sie vorsichtig unter den Arm klemmte. Alles andere – die Designerkleidung, die Antonio ihr gekauft hatte, der Schmuck, den er ihr zu Hochzeitstagen geschenkt hatte, das Leben, das sie gemeinsam aufgebaut hatten – konnte hierbleiben und verrotten, das war ihr gleichgültig.

Der Ehering fühlte sich schwer an ihrem Finger an, als sie ein letztes Mal durchs Schlafzimmer ging, ihr Blick blieb an dem gerahmten Foto auf dem Nachttisch hängen, das sie an ihrem Hochzeitstag zeigte, beide lächelnd, als glaubten sie an die Ewigkeit. Sie zog den Ring langsam ab, das Metall glitt mit einer Leichtigkeit über ihren Knöchel, die sich symbolisch anfühlte, legte ihn auf den Nachttisch neben das Foto zweier Menschen, die es nicht mehr gab.

Das Haus fühlte sich an wie ein Mausoleum, als sie nach unten ging, jeder Raum zu still, zu voller Erinnerungen, die sie sich nicht leisten konnte, mit in das zu tragen, was als Nächstes kam. Margaret folgte ihr zur Haustür, weinte immer noch, flehte sie immer noch an, es sich noch einmal zu überlegen, an ihre Gesundheit zu denken, das bitte nicht zu tun.

Jayda stellte ihren Koffer ab und zog die ältere Frau in eine feste Umarmung, atmete den vertrauten Duft von Lavendel ein, spürte, wie Margarets Schultern vor Schluchzen bebten. "Mir wird es gut gehen", flüsterte sie, auch wenn sie beide wussten, dass es eine Lüge war. "Ich verspreche, ich werde auf mich aufpassen."

"Sie rufen mich an, wenn Sie etwas brauchen", sagte Margaret eindringlich und griff nach Jaydas Schultern, um sie festzuhalten. "Was auch immer, zu jeder Tageszeit, versprechen Sie mir das."

"Ich verspreche es."

Sie nahm ihren Koffer und den Helm, ging zur Haustür hinaus, ohne zurückzublicken, denn wenn sie zurückblickte, könnte sie den Mut verlieren, könnte sie sich überreden, noch ein wenig länger in diesem wunderschönen Gefängnis zu bleiben. Die Morgenluft war frisch in ihrem Gesicht, als sie die lange Einfahrt hinunterging, vorbei an den perfekt gepflegten Gärten, vorbei an dem Springbrunnen, der mehr gekostet hatte, als die meisten Menschen in einem Jahr verdienten.

Das Taxi, das sie gerufen hatte, wartete am Tor, und der Fahrer half ihr, den Koffer in den Kofferraum zu laden, während sie mit dem Helm auf dem Schoß auf die Rückbank stieg. Sie gab ihm die Adresse einer kleinen Wohnanlage, die sie online gefunden hatte, die Art von Ort, die keine Bonitätsprüfung oder Referenzen verlangte, nur die erste und letzte Monatsmiete in bar.

Sie fuhren vom Anwesen der Morettis weg, und Jayda beobachtete, wie es im Seitenspiegel verschwand, wie das Leben, das sie mit Antonio aufgebaut hatte, immer kleiner wurde, bis es nur noch eine weitere Villa in einer Straße voller Villen war, nicht zu unterscheiden von all den anderen.

Die Wohnung war klein, schlicht, nichts wie das weitläufige Anwesen, das sie gerade verlassen hatte, mit seinen Marmorböden, seinen Kristallleuchtern, seinen Räumen, die von Leere widerhallten. Doch als sie durch die Tür trat und ihren Koffer mitten im kahlen Wohnzimmer abstellte, als sie sich die leeren Wände ansah, die abgewetzten Böden, die Fenster, die echtes Sonnenlicht hereinließen statt der gefilterten, teuren Art, spürte sie, wie sich etwas in ihrer Brust verschob.

Dieser Raum gehörte ihr und ihr allein, keine Erinnerungen lauerten in den Ecken, keine Geister spukten durch die Flure, kein Antonio.

Sie setzte sich mit dem Rücken gegen die Wand auf den Boden, das Handy in der Hand, starrte auf Lucas' Namen in ihren Kontakten, während ihr Daumen über der Anruftaste schwebte. Fünf Monate, hatte der Arzt gesagt, fünf Monate, wenn sie Glück hatte, obwohl Glück ein seltsames Wort schien für ein Todesurteil.

Sie dachte an das Krankenhaus, an die Art, wie Margaret geweint hatte, während Jayda dort taub und losgelöst gesessen hatte. Sie dachte an Antonio, an die Scheidungspapiere, an die Art, wie er sie angesehen hatte, als wäre sie eine Unannehmlichkeit statt der Frau, der er einst versprochen hatte, sie für immer zu lieben. Sie dachte an den Rennhelm neben sich, an das Brüllen eines Motors, an das Verschwimmen der Geschwindigkeit, an das Gefühl, so vollkommen lebendig zu sein, dass nichts anderes mehr zählte.

Ihre Brust zog sich mit etwas zusammen, das sich fast wie Hoffnung anfühlte.

Sie drückte auf Anruf.

Lucas ging beim zweiten Klingeln ran, seine Stimme rau, als hätte sie ihn geweckt, obwohl es schon nach neun Uhr morgens war. "Jayda?"

Sie schloss die Augen, holte tief Luft, was mehr schmerzte, als es sollte.

"Ich will wieder rennen."

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