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Reborn: Ich mache Spötter zu Verstoßenen

Reborn: Ich mache Spötter zu Verstoßenen

By:  RedleavesCompleted
Language: Deutsch
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Unser Rudel wurde zwangsweise aufgelöst, weil es einen Krieg provoziert hatte. Der Werwolfrat erließ ein neues Dekret. Alle jungen Wölfe, die nicht am Krieg teilgenommen hatten, mussten innerhalb eines Monats eine Herzblutentnahme über sich ergehen lassen, um ein Aggressionsgen-Screening zu absolvieren. Wer bestand, durfte einem neuen Rudel beitreten. Wer nicht bestand, wurde aus dem Rudel verstoßen und zum Verstoßenen. Sophia, eine weiße Wölfin, behauptete plötzlich: „Mein Vater ist der Vorsitzende des Werwolfrats!“. „Ich kann meinen Vater dazu bringen, euch alle vom Screening zu befreien und euch die bedingungslose Aufnahme ins Blackstone-Rudel zu gewähren“, behauptete sie. Unsere Freunde glaubten ihr und warteten einfach darauf, dass sie sie ins neue Rudel führte. Ich drängte alle dazu, das Screening trotzdem als Absicherung zu absolvieren. Das brachte Sophia auf. Sie verspottete mich dafür, keine Ahnung zu haben und alle grundlos leiden zu lassen. „Manche von ihnen tragen vielleicht das Aggressionsgen in sich. Wenn sie beim Screening durchfallen, übernimmst du dann die Verantwortung?“ Mein Freund Silas sagte: „Du bist nur eifersüchtig und gönnst niemandem etwas Gutes.“ Da mir keine andere Wahl blieb, meldete ich dem Rat, was im Rudel vor sich ging. Sophia wurde daraufhin sofort wegen Identitätsbetrugs und Behinderung der Fusion aus dem Rudel ausgeschlossen. Ohne den Schutz des Rudels starb sie in der Wildnis. Damals sagte jedes Mitglied des Rudels: „Sie hat es nicht anders verdient“, und dankte mir dafür, sie gerettet zu haben. Doch nachdem wir das neue Territorium betreten hatten, stach Silas mit einem Silberdolch auf mich ein. Kein einziges der dabeistehenden Rudelmitglieder rührte auch nur einen Finger, um mir zu helfen. „Wir haben doch nur ein bisschen Schmerz bei der Blutentnahme ertragen müssen! Sophia hat dafür ihr Leben verloren!“ Als ich die Augen wieder öffnete, war ich zurück an dem Tag, an dem Sophia sich als Tochter des Vorsitzenden ausgegeben hatte.

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Chapter 1

Kapitel 1

In meinem vorherigen Leben, nachdem Silas mich zu Tode gestochen hatte, bemerkte er, dass mein Handy ununterbrochen klingelte.

Es waren meine Eltern.

Sie sagten, sie könnten spüren, wie meine Wölfin schwand.

Silas und die Umstehenden fürchteten, meine Eltern könnten die Wahrheit herausfinden, also logen sie ihnen vor, ich hätte mich bei einer Jagd leicht verletzt und bräuchte eine Bluttransfusion von ihnen.

Meine Eltern zögerten keine Sekunde und eilten noch in derselben Nacht herbei.

Doch sie hatten überall Fallen aufgestellt. Kurz bevor meine Eltern meinen Körper erreichen konnten, wurden sie von Silberpfeilen durchbohrt!

Sie heulten vor Schmerz auf!

Dann spuckten sie einen Schwall Blut und sackten leblos zu Boden.

Was von meiner Seele übrig war, schwebte darüber, verzweifelt danach hungernd, ihnen allen die Kehlen aufzureißen!

Doch ich war machtlos!

Silas starrte kalt auf die Leichen meiner Eltern und spuckte aus: „Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben, so eine bösartige Tochter großgezogen zu haben. Eure drei Leben zusammen sind nicht einmal eine einzige Sophia wert!“

Im nächsten Moment drang eine vertraute Stimme an mein Ohr. „Wow, Sophia, dein Fell ist einfach umwerfend! So ein reines Weiß habe ich noch nie gesehen, nicht mal im Werwolfmuseum. Die Blutlinie deiner Eltern muss unglaublich sein!“

„Und es riecht auch noch so gut! Deine Eltern müssen dich richtig verwöhnen!“

Fassungslos starrte ich auf die Szene vor mir und begriff: Ich war wiedergeboren worden.

Sophia hielt sich die Hand vor den Mund und kicherte. „Meine wahre Identität bleibt unter uns, okay? Ich habe es euch nur gesagt, weil ich Angst hatte, ihr würdet das Screening nicht bestehen.“

Unsere Freunde drängten sich aufgeregt um sie, alle redeten durcheinander.

„Das haben wir nur dir zu verdanken, Sophia! Jetzt können wir uns das Screening und den Schmerz der Herzblutentnahme sparen.“

„Bei meinem Bruder wurde das Aggressionsgen festgestellt. Ich hatte solche Angst, aber danke dir, Sophia!“

„Sophia, du hast das Gesicht eines Engels und das Herz dazu.“

Sophia spielte mit ihrem langen Haar und sonnte sich ohne den geringsten Anflug von Schuldgefühl in der Schmeichelei.

Als ich an meinen grauenvollen Tod im vorherigen Leben dachte, sah ich sie an, und in mir war nichts als Hass.

Sophia spürte meinen Blick und wandte sich mir zu. „Opal, so eine schwächliche kleine Omega wie du kann sowieso nicht kämpfen. Du brauchst meine Hilfe nicht, oder?“

Bevor ich antworten konnte, mischte sich Silas ein.

„Eine Omega. Selbst wenn du das Screening bestehst, will Blackstone dich vielleicht gar nicht.“

„So eine nutzlose Wölfin wie du wird sowieso aus dem Territorium geworfen und endet als Verstoßene.“

„Du kannst doch nicht dein ganzes Leben von Sophia schmarotzen, oder?“

Alle hatten Sophias Lügen längst geglaubt. Aus Angst, ich könnte sie mit hineinziehen, überschütteten sie sie mit noch mehr Komplimenten.

Der Hass ließ meine Wölfin tief in mir knurren. „Opal, zeig deine Krallen! Zerreiß sie in Stücke!“

Ich unterdrückte die Alpha-Aura, die aus meiner Brust hervorbrechen wollte, und beruhigte sie: „Diese Versager sind meine Zeit nicht wert.“

Ich hatte Wichtigeres zu tun. Ich konnte es mir nicht leisten, meine Hände mit dem Blut meiner eigenen Art zu beschmutzen.

Sophia hielt mein Schweigen für Angst. „Weißt du, meine Familie hat jede Menge Omega-Dienerinnen. Alter Freundschaft wegen könnte ich dich als eine von ihnen aufnehmen.“

„So musst du nicht als Verstoßene enden.“

Sie hielt inne. „Aber zuerst musst du der Mondgöttin einen Eid schwören und mir deine Unterwerfung geloben.“

Ich ballte die Fäuste, unterdrückte den Drang, sie in Stücke zu reißen, und sagte ruhig: „Was man sich mit Gewalt nimmt, das einem nicht gehört, kostet am Ende immer mehr.“

Eine unsichtbare Welle der Dominanz überrollte Sophia, und ihre Stimme begann zu zittern. „Ich … ich wollte dir doch nur helfen. Du bist so schwach, das neue Rudel nimmt dich vielleicht gar nicht auf … und trotzdem verfluchst du uns …“ Sie verstummte und brach in Tränen aus, wie eine zu Unrecht Beschuldigte.

Als Silas sah, wie Sophia gedemütigt wurde, verwandelte er sich in Wolfsform und stürzte sich auf mich. Bevor ich reagieren konnte, presste er mich zu Boden. „Opal, du solltest besser wissen, was gut für dich ist! Entschuldige dich bei Sophia!“

Ich verlor beinahe die Kontrolle über meine Wölfin. Alle drängten auf mich ein und forderten eine Entschuldigung. „Das Aggressionsgen ist ein Kriegergen. Eine Omega wie du hat es natürlich nicht – kein Wunder, dass du dir das Screening wünschst.“ „Hasst du uns so sehr? Bist du erst zufrieden, wenn wir alle Verstoßene sind? Entschuldige dich bei Sophia!“

Silas drückte noch fester zu. „Hast du mich gehört? Entschuldige dich. Sofort!“ Mein verletzlicher Hals lag völlig ungeschützt frei. Für einen Wolf kam das dem Tod gleich!

Ich hob den Blick und musterte schweigend die vertrauten Gesichter vor mir. Silas, voller Abscheu. Sophia, die mit Verachtung auf mich herabblickte. Alle warteten darauf, dass ich mich unterwarf.

Ich zwang meinen Kopf nach oben. „Meine Sicherheit geht euch nichts an. Ich habe meinen eigenen Plan. Aber ihr solltet euch besser um euch selbst sorgen. Glaubt ihr wirklich, ihr könnt das Screening auslassen, und die anderen Rudel drücken einfach beide Augen zu?“

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