LOGINKINGSLEYS SICHT"Morgen" kam nie, denn gerade jetzt probten Summer und ich für die spontane Orientation-Show, die heute Abend stattfindet."Wir fangen mit diesem hier an, richtig?" fragte Summer zum x-ten Mal, Panik schwang in jedem ihrer Worte mit."Summer..." Ich zog meinen Stuhl näher und nahm ihre Hände in meine. Ihre Finger waren eiskalt. "Atme einfach."Sie holte zittrig Luft, ihr Puls raste genau dort, wo meine Daumen an ihren Handgelenken ruhten."Vertrau mir, nichts wird schiefgehen," sagte ich leise. "Glaub einfach daran.""Aber—""Kein Aber. Absolut keins." Ich schnitt ihr mit sanfter Festigkeit das Wort ab und drückte ihre Hände ein wenig fester. "Wenn du Angst hast, verlagere deinen Fokus." Ich hielt inne und beobachtete, wie ihr Atemrhythmus sich verlangsamte, bevor ich hinzufügte: "Konzentrier dich auf mich."Ihre Augen flackerten und hefteten sich mit einer Intensität auf meine, die meine eigene Brust enger werden ließ."Ich will einfach wirklich gute Arbeit leisten,"
KINGSLEYS SICHTEs dauerte ein paar Sekunden, wie ich da im Regen stand, Summers Herzschlag hämmerte gegen meine Brust, bevor ich mich so weit zusammenreißen konnte, dass ich wieder funktionierte."Okay." Ich löste mich gerade weit genug, um sie richtig anzusehen, und wischte die Mischung aus Regen und Tränen von meinem Gesicht. "Okay. Wir müssen alle hier rausbringen.""Gut, du bist zurück," sagte George und trieb die Gruppe schon zu den Autos. "Wir können eine Nachbesprechung machen, wenn wir nicht mehr mitten auf einem Parkplatz stehen."Victor holte mich ein, während wir gingen, noch außer Atem von dem, was drinnen vorgefallen war. "Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen.""Nah dran." Ich warf ihm einen Blick zu. "Was ist da drin genau passiert? Fang von vorn an."Er atmete aus und fuhr sich mit einer Hand übers Gesicht. "Roberts ist pünktlich aufgetaucht. Ich habe ihn auf die Männer angesprochen, die er Summer hinterhergeschickt hat - dachte, die Drohung mit Bloßstellu
SUMMERS SICHTIch eilte das Servicetreppenhaus hinunter und schlüpfte in einen leeren Aufenthaltsbereich nahe dem Hinterausgang. Er war verlassen und ruhig - ein sicherer Ort, um den Funkverkehr zu überwachen. Ich tippte auf meinen Ohrstöpsel und hörte den Hauptkanal mit."Ist Roberts da?" fragte ich Victor Lang. Ich hörte seine leise Stimme durch das Rauschen dringen."Man soll den Teufelssohn nicht an die Wand malen," murmelte Victor eine Sekunde später. Ich nahm das als Zeichen, dass Roberts sich endlich gezeigt hatte."Ich habe mich gefragt, wer den Mut hat, mich heute Nacht herauszufordern. Also warst du es," Roberts' harsche Stimme krächzte durch die Leitung.Victor kicherte leise. "Ist das eine Art, einen langjährigen Freund zu begrüßen?""Langjähriger Freund, von wegen. Du weißt, dass das Gefühl nicht auf Gegenseitigkeit beruht," spuckte Roberts zurück. "Ich habe gehört, du hast einige meiner Männer im Ostflügel niedergestreckt. Warum?""Du weißt verdammt gut, warum," Victors
SUMMERS SICHTIch saß auf der Kante des plüschigen Bettes und wartete auf den sogenannten hochkarätigen Kunden, den Noel mir für die Nacht zugewiesen hatte. Mein Daumen wischte ununterbrochen über den Bildschirm meines Handys, überprüfte, ob es verpasste Anrufe oder Nachrichten von Kingsley gab. Nichts. Die Stille von ihm war ohrenbetäubend, ein schwerer Klumpen setzte sich in meinem Magen fest.Ich war nicht in die aktive Operation vor Ort heute Nacht eingebunden worden. Es waren ausschließlich die Jungs und Kingsleys Onkel, Victor Lang. Meine Anweisung war einfach und nicht verhandelbar: zurückbleiben, aus den Schatten beobachten und aus der Gefahrenzone bleiben. George hatte darauf bestanden, dass es ausschließlich zu meiner Sicherheit sei, und diesmal.Felix hatte keine einzige sarkastische Bemerkung angeboten, um mich bei meinem Jammern zu unterstützen. Er hatte einfach den Kopf gesenkt gehalten und akribisch die Trackinggeräte und Signalverstärker kalibriert. Wir waren alle über
KINGSLEYS SICHTIch fuhr rücksichtslos durch die glatten, regennassen Straßen. Die Nacht war bereits hereingebrochen, und der Himmel hing schwer vor Wasser. Mein Handy summte ununterbrochen auf dem Beifahrersitz. Clydes Name leuchtete immer wieder auf dem Bildschirm auf. Aber ich hatte keine Zeit, ranzugehen. Ich hatte heute Nacht nur ein Ziel: die Operation zu stoppen, bevor es zu spät war.Als ich in die Einfahrt einbog, war das Haus völlig dunkel."Summer!" rief ich und schlug die Haustür hinter mir zu. Es gab keine Antwort, stattdessen schlug mir die unheimliche Stille ins Gesicht."Summer!" rief ich erneut, lief tiefer in den Flur und durchsuchte die schattigen Zimmer."Kingsley... hier ist niemand. Sie sind alle gegangen."Die Stimme meiner Mutter hielt mich sofort an. Ich drehte mich um und sah sie nahe dem Küchenzugang stehen, noch in ihrer Schürze."Sie sind gegangen?" fragte ich und versuchte, die Panik aus meiner Stimme herauszuhalten. "Wie lange ist das her?""Vielleicht e
CLYDES SICHTGabrielle hatte mir an diesem Morgen geschrieben und gefragt, ob ich für die Aufgabe trotzdem vorbeikommen könnte, gefolgt von einer zweiten Nachricht, fast sofort, in der sie zugab, dass es ihr nicht besonders gut ging. Ich sagte ihr, ich würde Notizen mitbringen und so oder so nach ihr sehen.Ihr Haus war unheimlich still, als ich ankam, die Art von Stille, die das ganze Haus größer wirken ließ, als es war."Du hättest nicht kommen müssen," sagte sie und öffnete die Tür in einem übergroßen Pullover, blass aussehend, aber stabil genug. "Ich hätte die Notizen auch per Nachricht hinbekommen.""Ich wollte sicherstellen, dass du tatsächlich etwas isst." Ich hielt die Tüte in meiner Hand hoch. "Ich habe auch Suppe mitgebracht. Widersprich nicht." sagte ich und ließ ihr keinen Raum für Widerspruch.Sie verdrehte die Augen, aber ihr Mundwinkel hob sich trotzdem. "Gut. Komm rein."Wir arbeiteten fast eine Stunde lang an ihrem Küchentisch an der Aufgabe, das Gespräch war so leich







