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Kapitel 4

Penulis: Light
last update Tanggal publikasi: 2026-06-12 06:41:11

Das Vorstellungsgespräch

Als ich an diesem Abend nach Hause kam, war ich so erschöpft. Nach einer kurzen Dusche fiel ich auf mein winziges Bett und starrte an die rissige Decke, während der Schlaf mich langsam unter sich zog.

Von all den Firmen, bei denen ich mich beworben hatte, dachte ich ständig an einen Namen – COILLER GLOBAL CORPORATIONS. Sie zahlten die höchsten Gehälter der Stadt. Wenn ich diesen Job irgendwie bekäme, könnte ich vielleicht endlich aufatmen, ohne mir jede Sekunde Sorgen über unbezahlte Rechnungen machen zu müssen.

Dann holte mich die Realität ein.

„Kimberly, hör auf zu träumen“, murmelte ich mir selbst mit einem trockenen Lachen zu. „Warum sollte eine Firma wie diese dich einstellen?“

Trotzdem blieb der Gedanke in meinem Kopf, bis der Schlaf mich schließlich übermannte.

Am nächsten Morgen begrüßte mich die Traurigkeit, bevor das Sonnenlicht es tat. Ich blieb stundenlang im Bett, zu ausgelaugt, um herauszufinden, was ich als Nächstes tun sollte. Ich bemerkte nicht einmal, dass es bereits Nachmittag war, bis mein Magen laut knurrte.

Gerade als ich mich aufsetzte, klingelte mein Handy.

Ich nahm es sofort ab.

„Hallo?“

„Kann ich mit Ms. Kimberly-Clark sprechen?“, fragte eine weibliche Stimme professionell.

„Ja, hier ist Kimberly.“

„Hier ist Tonia Johnson von Collier Global Corporations. Wir haben Ihren Lebenslauf geprüft und möchten Ihnen eine Stelle in unserer Firma anbieten.“

Für eine Sekunde setzte mein Verstand aus.

„Oh mein Gott … vielen Dank!“, schrie ich fast.

„Gern geschehen, Ms. Kimberly.“

Ich versuchte, mich zu beruhigen, und stellte die Frage, die am wichtigsten war. „Bitte … wie hoch ist die Gehaltsspanne?“

Es gab eine kurze Stille.

„Sie haben sich selbst auf die Stelle beworben, richtig?“

„Ja.“

„Dann sollten Sie es bereits wissen. Aber Ihr Anfangsgehalt läge bei etwa ein- bis zweitausend Dollar.“

Meine Aufregung sank augenblicklich.

Bevor ich mich stoppen konnte, rutschten die Worte heraus. „Für eine so große Firma? Ehrlich gesagt, hätte ich mehr erwartet. Ich habe Schulden und Rechnungen zu bezahlen.“

Die Stille, die folgte, fühlte sich tödlich an.

„Wie bitte?“, fragte sie kalt.

Ich erstarrte. „Es tut mir leid. Das kam falsch rüber.“

„Es scheint, dass es Ihnen an Professionalität mangelt, Ms. Kimberly.“

Panik durchströmte mich. „Bitte, ich habe es nicht so gemeint. Ich bin fleißig und ich weiß, dass ich gut passen würde. Ich war einfach überwältigt.“

Ich hörte sie leise seufzen.

„Nun, wir brauchen dringend eine persönliche Assistentin für den CEO. Warum kommen Sie nicht zuerst zu einem Vorstellungsgespräch?“

Erleichterung überkam mich sofort. „Ja, natürlich.“

„Wenn Sie gut abschneiden, kann Ihr Gehalt neu überdacht werden“, sagte sie, ihr Tonfall immer noch distanziert.

Nachdem sie das Vorstellungsgespräch für den nächsten Morgen bestätigt hatte, wies sie mich an, bei meiner Ankunft an der Rezeption nach Mrs. Dominique zu fragen.

Als der Anruf endete, brannte die Peinlichkeit durch mich hindurch. Ich hätte beinahe die größte Chance meines Lebens ruiniert – wegen meines Mundwerks.

In dieser Nacht stellte ich meinen Wecker auf sieben.

Am nächsten Morgen machte ich mich schneller fertig als je zuvor. Ich trug mein bestes Outfit – einen schwarzen Bleistiftrock und ein weißes Langarmhemd – dann bürstete ich vorsichtig mein dunkles Haar, bis es ordentlich über meine Schultern fiel.

Dieses Vorstellungsgespräch war zu wichtig, um zu scheitern.

Die Taxifahrt dauerte nur zehn Minuten, aber meine Nervosität ließ sie länger erscheinen. Ich stellte mir ständig unmögliche Interviewfragen und Worst-Case-Szenarien vor.

Als der Fahrer endlich anhielt, blickte ich auf und vergaß fast, wie man atmet.

Das Gebäude ragte über alles um es herum empor und glänzte unter der Morgensonne. COILLER GLOBAL CORPORATIONS war nicht nur wohlhabend – sie besaßen Hotels, Luxusautos, Elektronikfirmen, Schulen, Clubs … praktisch die halbe Stadt.

„Miss, wir sind da“, erinnerte mich der Fahrer.

Ich bezahlte ihn schnell und stieg aus.

Zwei große Männer in schwarzen Anzügen öffneten mir die Glastüren. Drinnen war die Lobby sogar noch einschüchternder. Marmorböden, Kristallleuchten, teure Möbel – alles schrie nach Geld.

Ich näherte mich nervös der Rezeption.

„Guten Morgen“, begrüßte ich.

Die Empfangsdame blickte auf. „Wie kann ich Ihnen helfen?“

„Mein Name ist Kimberly-Clark. Ich bin wegen eines Vorstellungsgesprächs bei Mrs. Dominique hier.“

Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich sofort.

„Für die Stelle als PA des CEO?“

Ich nickte.

Sie wechselte einen seltsamen Blick mit einer anderen Frau in der Nähe, bevor sie murmelte: „Noch ein Opfer.“

Opfer?

Verwirrt folgte ich der Frau, die sie herbeirief.

Mrs. Dominique musterte mich sorgfältig, bevor sie sprach. „Wie alt sind Sie?“

„Einundzwanzig.“

„Und wo haben Sie von dem Job erfahren?“

„Online.“

Sie summte leise und bedeutete mir, ihr zu folgen.

Wir betraten den Aufzug und fuhren bis in die zwanzigste Etage. Die Stille zwischen uns machte mich nur noch ängstlicher. Schließlich hielten wir vor einer großen schwarzen Tür mit der Aufschrift HR an.

Mrs. Dominique klopfte einmal, bevor sie mich dort allein zurückließ.

Drinnen saß eine elegante Frau hinter einem massiven Schreibtisch.

„Wer sind Sie?“, fragte sie.

„Mein Name ist Kimberly-Clark. Ich wurde gebeten, zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen.“

Erkennen huschte über ihr Gesicht. „Oh, ja. Setzen Sie sich.“

Ich gehorchte sofort.

„Haben Sie schon einmal gearbeitet?“

„Ja.“

„La Flavour?“, fragte sie.

Ich erstarrte augenblicklich.

Offenbar wussten sie bereits über meinen vorherigen Job Bescheid.

„Sie müssen sich keine Sorgen machen“, sagte sie ruhig. „Wir führen bei allen Angestellten Hintergrundüberprüfungen durch.“

Ich nickte nervös.

Sie stellte weiter einfache Fragen – ob ich einen Computer bedienen könne, Terminpläne verwalten, Anrufe entgegennehmen.

Dann erklärte sie die Aufgaben.

„Sie werden die Termine, Anrufe und persönlichen Anfragen des CEO bearbeiten. Wenn er lange arbeitet, bleiben Sie lange. Und Sie dürfen niemals nach ihm ankommen.“

„Ich verstehe.“

„Ihr Anfangsgehalt beträgt zweitausendfünfhundert Dollar, bis Sie sich bewährt haben.“

Ich weinte fast vor Erleichterung.

„Das ist vollkommen in Ordnung.“

„Sie werden sofort anfangen“, fügte sie hinzu. „Das Büro des CEO ist in der obersten Etage. Ihr Büro ist die braune Tür neben seinem.“

Ich dankte ihr wiederholt, bevor ich ging.

Als ich mein neues Büro betrat, klappte meine Kinnlade fast herunter. Es war größer als meine gesamte Wohnung. Da gab es einen eleganten Schreibtisch, einen Desktop-Computer, einen Minikühlschrank, ein Sofa und sogar ein privates Badezimmer.

Zum ersten Mal seit Monaten erblühte Hoffnung in mir.

Ich hatte es endlich geschafft.

Immer noch vor mich hin lächelnd, drehte ich mich leicht in meinem Stuhl, bis plötzlich das Bürotelefon klingelte.

Ich nahm schnell ab.

„Hallo, hier ist Mr. Jasons Büro. Wie kann ich Ihnen helfen?“

Eine tiefe, befehlende Stimme antwortete.

„Kommen Sie in mein Büro. Sofort.“

Die Leitung war tot.

Mein Herzschlag beschleunigte sich, als ich zu den großen Türen auf der anderen Seite des Flurs eilte.

Ich klopfte vorsichtig.

„Sind Sie taub? Kommen Sie herein.“

Seine Stimme schlug ein wie Donner.

Ich drückte die Tür langsam auf und erstarrte.

Der Mann hinter dem Schreibtisch starrte mich mit kalten, unergründlichen Augen an. Die Atmosphäre im Raum fühlte sich schwer genug an, um mich zu erdrücken.

„M-mein Name ist Kimberly-Clark“, stotterte ich. „Ich bin Ihre neue PA.“

Was dann geschah, veränderte alles.

Ich hatte dieses Gebäude betreten in der Hoffnung auf einen Neuanfang.

Stattdessen war ich kurz davor, zu entdecken, dass mein Albtraum gerade erst begonnen hatte.

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