LOGINTessa
Dom wirkte aufgewühlt. Seine Haare waren zerzaust, als hätte er ununterbrochen mit den Fingern darin gewühlt, und seine Augen waren wild, als sie sich auf mich richteten. Ich wich langsam zurück, während er näher kam.
Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte. Ich hörte seinen schweren Atem und mir wurde wieder bewusst, wie gefährlich Werwölfe sein konnten. Angst durchflutete meinen Körper. Als mein Rücken gegen das Waschbecken stieß, hämmerte mein Herz wild. „Was… was machst du hier?“
„Was zur Hölle trägst du da?“, fuhr er mich an, klang wütend. Er wirkte angespannt, als würde er mit aller Kraft etwas zurückhalten. Ich nahm an, es war purer Hass und Abscheu.
„Ich…“ Die Worte blieben mir im Hals stecken. Ich konnte kaum atmen, als er sich zu mir beugte.
Ich wollte wegrennen – wie diese Zeichentrickfiguren, die ein Loch in der Wand hinterlassen. Aber die Panik nagelte mich fest.
Dom kam noch näher, stützte die Hände rechts und links von mir auf das Waschbecken und senkte sein Gesicht zu meinem Hals. Ich dachte, er würde mir etwas Gemeines zuflüstern, doch er blieb stumm. Alles, was ich hörte, war sein abgehackter Atem. Ich hob die Hände, um mich zu schützen, und als ich mich wegdrehte, schien er aus seiner Trance zu erwachen.
„Antworte mir!“, forderte er. „Warum trägst du das?“
„Das ist meine Uniform…“
Er starrte mich durchdringend an, sein Blick glitt zu meiner Brust. Dann atmete er lange aus, als hätte er eine Entscheidung getroffen. „So kannst du da nicht rausgehen. Auf keinen Fall.“ Sein Ton duldete keinen Widerspruch.
Was er als Nächstes tat, warf mich völlig aus der Bahn. Er zog seine Jacke aus und begann, sein Hemd aufzuknöpfen.
Alles fühlte sich wie in Zeitlupe an.
Nichts davon ergab Sinn. Warum sollte dieser Alpha – der mich offensichtlich nicht ausstehen konnte – sich vor mir im Badezimmer ausziehen? Ich sah seine Tattoos, seine glatte gebräunte Haut, ein paar alte Narben… und verdammt, er war perfekt. Adern traten an seinen Armen hervor, seine Muskeln waren definiert und stark, und die Wolfsmotive auf seiner Haut sahen unglaublich aus. Er ragte über mir auf, seine breite Brust direkt vor mir. Er war mit Abstand der attraktivste Mann, den ich je gesehen hatte.
Als er fertig war, hing sein Hemd offen über einem dünnen Tanktop.
„Zieh dein Shirt aus“, sagte er tonlos.
„Wie bitte?“ Ich blinzelte fassungslos.
„Ich sagte, zieh dein Shirt aus.“ Seine Stimme war befehlend.
Wollte er ernsthaft, dass ich mich auszog? War das irgendein grausamer Scherz?
„Ich…“ Ich stammelte.
„Dieses Shirt passt dir nicht“, knurrte er. „Du gehst da nicht so raus.“
„Das ist meine Uniform, und ich—“ Bevor ich den Satz beenden konnte, schossen seine Hände zum Kragen meines Shirts.
Ich versuchte, ihn wegzuschieben, doch innerhalb von Sekunden riss er den Stoff auf. Knöpfe flogen über den Boden.
„Was zur Hölle?!“, rief ich, mein Gesicht brannte. Schnell verschränkte ich die Arme vor meiner Brust, um mich zu bedecken. Da stand ich, halbnackt im BH, fühlte mich entblößt und fror. Ich dachte, ich würde gleich anfangen zu weinen.
Er schaute nicht weg. Sein Blick wanderte über mich, während ich verzweifelt versuchte, meinen Körper zu verbergen.
„Wie konntest du nur?!“, brachte ich mit zittriger Stimme hervor und begegnete seinem Blick.
Er schwieg. Stattdessen zog er sein Hemd ganz aus und führte sanft meine Arme in die Ärmel. Ich versuchte weiterhin, mich zu bedecken, während er mit unsicheren Fingern das Hemd zuknöpfte – bis ganz oben, als wollte er keinen Zentimeter von mir sehen lassen.
Seine Körperwärme hüllte mich ein, zusammen mit einem Duft, den ich nicht genau einordnen konnte. Warum gab er mir seine Kleidung?
Das Hemd war riesig an mir – es reichte fast wie ein Kleid. Immer noch nicht zufrieden, griff er nach dem Reißverschluss meines Rocks.
Oh mein Gott. Panik schoss durch mich hindurch. Das ging zu weit.
„Lass los!“, schrie ich. Er wirkte überrascht, machte aber weiter. Ich schlug seine Hände weg.
„Ich versuche doch nur, dir zu helfen!“, sagte er, klang fast verletzt.
„Ich brauche deine Hilfe nicht!“, schoss ich zurück.
Er sah genervt aus, ließ aber nicht locker. Er hielt mich fest, öffnete den Rock ein Stück und steckte das übergroße Hemd ordentlich hinein. Seine Hände streiften meine Hüften und Beine, während er arbeitete. Irgendwie war ich am Ende wieder richtig angezogen. Sein Hemd bedeckte mich deutlich besser als meine alte Uniform.
„Warum bist du hier?“, fragte ich. Sein Mund öffnete sich, als wollte er etwas sagen, doch die Worte kamen nicht. Ich wollte einfach nur so weit wie möglich von ihm weg. Ich hatte schon genug damit zu tun, ihm und den anderen Alphas wie Königen zu servieren.
„Das ist die Damentoilette! Du solltest überhaupt nicht hier drin sein!“, sagte ich. Aber er rührte sich nicht. Es war, als wären seine Füße am Boden festgeklebt.
Sobald er einen Schritt zurücktrat, schlüpfte ich an ihm vorbei und eilte zur Tür. Endlich konnte ich wieder atmen.
Was zur Hölle war gerade passiert? Ich trug sein Hemd… Warum hatte er das getan?
Ich stürzte in die Küche, mein Herz raste immer noch, ich bekam kaum Luft.
„Tessy! Wir brauchen mehr Hände im Gastraum!“, rief Mia.
Ich riss mich zusammen und machte mich wieder an die Arbeit, trug Teller hin und her. Jedes Mal, wenn ich in die Nähe von Doms Tisch kam, fühlten sich meine Knie schwach an. Er saß dort in seiner Jacke, flankiert von Alpha Caine und den anderen. Ich versuchte, ruhig zu bleiben, aber die Szene im Badezimmer spielte sich ständig in meinem Kopf ab.
Sobald ich mich näherte, spannte sich die ganze Gruppe an und starrte mich an.
„Diese Menschen sind wertlos…“, hörte ich Caine murmeln. Meine Hände zitterten so sehr, dass Nates Teller laut klapperte, als ich ihn abstellte.
Ich war schockiert, als Doms Hand plötzlich mein Handgelenk umschloss und mich stabilisierte. Vielleicht wollte er vor den anderen nicht schlecht dastehen.
„Danke“, sagte ein hart wirkender Alpha mit langen Haaren. Ich war zu nervös, um zu antworten.
Alle im Restaurant wirkten angespannt, aber ich war die Einzige, die wirklich verstand, was sie waren – mächtig, unberechenbar und tödlich.
Ich dachte, das Schlimmste wäre vorbei, doch dann stieß Caine absichtlich ein paar Gläser vom Tisch.
„Schaut euch diese ungeschickte Menschenfrau an. So erbärmlich“, höhnte er. Ein paar Knurrlaute folgten.
Ich ging auf die Knie und sammelte vorsichtig die Scherben ein, damit sich niemand verletzte. Bei einer Scherbe schnitt ich mir in den Finger. Als ich aufstand, sah ich Doms Gesichtsausdruck – er wirkte fast, als täte es ihm leid. Aber wie immer griff weder er noch sonst jemand ein.
...
„Das war seltsam“, seufzte Mia später, als wir uns im Badezimmer umzogen. „Die sehen echt gut aus, sind aber total unhöflich.“
„Haben sie dir Probleme gemacht?“, fragte ich besorgt.
„Nur ein paar Beschwerden über den Service, aber wo sollen sie sonst essen?“ Sie lächelte.
Wir verabschiedeten uns. Als ich meine Sachen zusammensuchte, merkte ich, dass ich immer noch Doms Hemd trug.
Ich konnte nicht anders – ich hob es an meine Nase. Es roch unglaublich. Ich hatte keine Ahnung, welches Parfüm das war, aber es war süchtig machend.
Es war schon spät, als ich hinausging. Ich bemerkte, dass die Alphas in einen der privaten Räume gegangen waren, die wir manchmal für Veranstaltungen nutzten.
„Ich sehe, du bist dieser dummen Menschenfrau begegnet, die euer Rudel versaut hat“, drang eine gehässige Stimme heraus. Ich erstarrte.
„Ich schätze, sie lebt jetzt hier“, antwortete Dom.
„Wenn sie in meinem Rudel wäre, wäre sie schon tot“, knurrte jemand namens Caine.
„Jedes Rudel regelt seine Angelegenheiten auf eigene Weise“, sagte ein anderer Alpha – klang nach dem mit den langen Haaren.
Es gab ein paar abfällige Schnauben, dann Stille. Aber Caine bohrte weiter.
„War ich das nur, oder roch dieses dicke Mädchen nach dir?“
„Sie… hat mich um Hilfe gebeten. Deshalb ist mein Geruch an ihr“, antwortete Dom.
„Sie braucht definitiv Hilfe“, sagte Caine spöttisch. „Aber wir haben größere Probleme – wie die Rogue-Angriffe und das Rats-Treffen. Richtig?“
Ich eilte zum Ausgang, war fast draußen, als ich es hörte.
„Tessa…“
Ich drehte mich um. Es war Dom.
Tessa„Dominic, bei der Göttin!“ Ich versuchte, mit ihm zu sprechen und ihn zu beruhigen, aber es war sinnlos. Ich lag bereits im Bett, und der Arzt zusammen mit einem Team von Krankenschwestern kümmerte sich um mich.„Ihr seid in guten Händen, Luna.“„Dem Welpen geht es großartig… los, Luna!“„Unsere Luna hat Wehen bekommen… in den nächsten Stunden werden wir einen neuen Alpha haben“, verkündete der Arzt. Meine Nerven lagen blank, und ich konnte hören, wie sich die Aufregung draußen im Raum ausbreitete. „Ein neuer Alpha kommt!“„Dom…“„Ich bin hier, meine Liebe. Ich gehe nirgendwohin, das verspreche ich“, sagte Dom.Stunden voller Schmerzen lagen vor mir, und es war immer noch nicht ganz bei mir angekommen, dass das hier wirklich passierte. Mein Sohn würde heute geboren werden.„Wir sind alle bei dir, Kürbis. Du bist nicht allein“, sagte mein Dad zu mir.Ich konnte die Sorge in allen Augen sehen – und darunter echte Angst. In diesem Moment war ich nicht mehr die mächtige Luna. Ich wa
Tessa„Dom, das ist zu viel!“, sagte ich überrascht, während ich mit meinem großen Bauch durchs Haus ging.Überall liefen Leute herum und bereiteten alles vor. Manche trugen Kisten voller Geschenke, andere brachten Blumen. Fast jeder sagte mir ständig, ich solle mich hinsetzen, still sein oder am besten hinlegen. Aber ich fühlte mich vollkommen gut!„Die Wölfe spüren, dass ein neuer Alpha kommt – die Zukunft von Stonecrest“, erklärte Dom, während er im Kinderzimmer Ordnung schaffte. „Sie wollen ihre Unterstützung zeigen. Ich kann sie nicht wirklich aufhalten, meine Gefährtin. Wenn sie ihre Liebe für unseren Sohn ausdrücken wollen, warum sollten wir sie nicht lassen? Sie waren alle so lieb.“Das Zimmer unseres kleinen Jungen war seit Wochen fertig. Ein Rudelmitglied hatte ein wunderschönes Wandgemälde gemalt – Berge unter einem großen Mond mit Wölfen, die durch einen Wald liefen. Es war atemberaubend.Es hingen silberne Sterne von der Decke, es gab weiche Stühle, Kissen, eine handgefer
Mia„Wollt ihr mich, Gefährtin?“, fragten sie, während meine Hände sich ihnen näherten. Die Wärme ihrer Körper und ihre Düfte machten mich verrückt.Brody roch nach frischen Zitronenblättern mit einem Hauch Honig. Brady roch nach süßen Orangen und Pfirsich. Es waren die besten Düfte, die ich je gekannt hatte.„Euch beide… immer“, seufzte ich.Bevor ich mich versah, saß ich auf der Couch und sah zu, wie sie ihre Shorts auszogen. Mir stockte der Atem. Ich sehnte mich schon wieder nach ihnen.Meine attraktiven Zwillinge sahen mich mit purem Hunger an, die Lippen leicht geöffnet, ihre gebräunte Haut schimmernd und ihre Körper vollkommen bereit für mich. Beim ersten Mal, als ich sie so gesehen hatte, dachte ich, es müsse ein Traum sein. So perfekte Männer konnten unmöglich echt sein.„Und du wirst immer bekommen, was du willst“, versprachen sie.Sie positionierten mich auf den Knien auf der Couch, die Hände auf der Lehne. Brody stand vor mir, Brady hinter mir.Ich spürte Bradys Hände, die
MiaMein Leben war früher unglaublich langweilig – diese Art von Langeweile, die man als Kellnerin in einem kleinen Restaurant in einer Kleinstadt erlebt.Ich traf ständig Typen, die meine Zeit nicht wert waren, und landete meistens zu Hause, vertieft in meine Lieblings-Werwolf-Romanzen.Dann eines Tages kamen diese beiden attraktiven CEOs ins Restaurant, und alles veränderte sich. Plötzlich kämpfte ich um mein Zuhause und meine Freunde – die kleine alte ich, bewaffnet und gegen Werwölfe und Vampire.Ich dachte, ich würde meine beste Freundin Tessa vielleicht nie wiedersehen. Aber als sie zurückkam, brachte sie die beiden schönsten Männer mit, die ich je in meinem Leben gesehen hatte.Und sie gehörten beide mir.Ich hatte nicht nur einen Gefährten, der mich tief und leidenschaftlich liebte – ich hatte zwei. Zwei unglaubliche Männer, die mein Herz jeden einzelnen Tag höherschlagen ließen.Ich akzeptierte meine Zwillinge schneller, als ich es wahrscheinlich hätte tun sollen. Von diesem
TessaIch, Tessa – das kurvige Mädchen, das einst aus dem Rudel verbannt wurde, von meiner Familie hinausgeworfen, allein auf der Straße zurückgelassen mit dem Gefühl, niemanden und nirgendwohin zu gehören – habe irgendwie alles bekommen, wovon ich je träumen konnte, und noch viel mehr.Nach allem, was passiert war, war ich nicht länger die Außenseiterin oder die Verbannte aus Stonecrest. Ironischerweise hatte meine Welt schon immer hier gelegen. Diese übernatürliche Welt, in der die Werwölfe, die ich liebte, zu meiner echten Familie geworden waren. Ich gehörte nicht mehr nur zum Rudel. Ich war ihre Luna.„Bist du sicher, dass es dir gut geht, Kürbis?“, fragte mein Dad besorgt.Der Arzt sagte, das Baby könne jeden Tag kommen. Ich war nervös, aber wenigstens musste ich dem nicht allein gegenübertreten. Rachel blieb ständig an meiner Seite, aufgeregt wie immer. Nora und Mia ließen mich kaum allein. Mein Dad und meine Brüder schauten ständig vorbei. Ich wusste, dass ich von Liebe umgeben
DominicApex ritt mich immer noch hart, als ich auf sie zuging. Ich fühlte mich wie ein wildes Tier, ein Raubtier, das sich endlich dem näherte, wonach es sich am meisten sehnte.Tessa stand mitten in unserem Zimmer. Das Bett war mit Rosenblättern bedeckt, überall waren Blumen, und es gab sogar Essen. Schade, dass davon eine Weile nichts angerührt werden würde. Dieses Zimmer würde gleich zum Ort werden, an dem ich stundenlang mit ihr Liebe machte.Ihr Blick glitt langsam über meinen nackten Körper, verharrte besonders dort, wo ich bereits steinhart war – und bei ihrem Anblick noch härter wurde.Sie biss sich auf die Lippe und sah mich mit unverhohlener Begierde an. Hatte sie überhaupt eine Ahnung, was sie mit mir machte? Allein zu wissen, dass sie mich so sehr wollte, trieb mich in den Wahnsinn.Mit wenigen schnellen Schritten war ich bei ihr. Sie erschrak ein wenig, aber ich gab ihr keine Zeit zum Nachdenken. Ich zog sie an mich.„Ich bin die ganze Nacht schon fast gestorben vor Verl







