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VERONICA

Auteur: STEAMY WRIITE
last update Date de publication: 2026-08-20 18:43:39

„Das mit dem Schlafen in Särgen ist also ein Mythos?“, frage ich neugierig.

„Ein paar Vampire bevorzugen tatsächlich Särge wegen der absoluten Dunkelheit, aber uns macht das nichts aus. Sobald wir in unseren Kojen liegen und der Vorhang zugezogen ist, sind wir wunschlos glücklich.“

„Und was machen wir jetzt?“

„Du kannst tun, was immer du willst: Ferngucken, ins Bett gehen, worauf auch immer du Lust hast. Aber wir werden uns alle in Kürze aufs Ohr legen.“

„Müsst ihr denn tagsüber zwangsläufig schlafen?“

„Wir fühlen uns ohne den Schlaf einfach geschwächt, das ist alles“, antwortet Caspian.

„Außerdem brauchen wir schließlich unseren Schönheitsschlaf“, fügt Zeke scherzend hinzu.

„Nun, ich bin absolut gerädert. Ich bin seit über einundzwanzig Stunden wach und brauche meinen Schönheitsschlaf definitiv erst recht.“ Ich stehe auf.

„Du bist doch schon bildschön“, erklärt Caspian wie selbstverständlich. Ich blicke zu ihm hinab, und seine Augen ziehen mich augenblicklich in ihren Bann.

„Danke, Caspian“, sage ich leise, ehe ich mich auf den Weg in mein Zimmer mache. Als ich die Tür hinter mir schließe, merke ich, wie sich mein ganzer Körper entspannt – in ihrer Nähe zu sein, hält mich wohl doch noch ein wenig unter Strom.

Ich setze mich aufs Bett und stöhne entnervt auf, als mir dämmert, dass meine ganzen Sachen natürlich im Bus der Roadies gelandet sind.

Perfekt. Einfach perfekt.

Ich streife meinen schwarzen Rock und die Bluse ab, lege beides auf die Kommode und bleibe in Unterwäsche stehen. Ich schlage gerade die Bettdecke zurück, als es an der Tür klopft. Noch bevor ich überhaupt eine Chance habe, mich irgendwie zu bedecken, klinkt sich die Tür auf. Zeke steht im Rahmen, ein paar Sachen im Arm – und seine Augen wandern blitzschnell über meinen Körper.

„Ich dachte nicht, dass du dich so schnell ausziehst.“ Er räuspert sich verlegen. „Ich dachte mir, du hättest vielleicht gerne etwas zum Schlafen und eine Zahnbürste.“ Er tritt ein und legt die Sachen auf dem Bett ab. Sein Blick kehrt zu mir zurück, als könnte er die Augen einfach nicht von mir reißen.

„Danke dir. Ich hatte schon Panik, dass ich mir heute nicht mehr die Zähne putzen kann.“ Ich schwöre, das war der mit Abstand dümmste Satz, der je aus meinem Mund gekommen ist.

„Gut, dass wir Ersatz da haben.“ Wir staren uns einen Moment lang einfach nur an. „Tut mir leid, dass ich einfach so reingeplatzt bin.“

Ich winke ab. „Schon vergessen. Passt schon.“

Er wirft mir noch einen letzten, intensiven Blick zu, ehe er geht und die Tür hinter sich schließt. Ich lasse mich rücklings aufs Bett fallen und schreie stumm in die Matratze. Ich fass es nicht, dass er mich gerade in Unterwäsche gesehen hat! Mein Glück scheint sich heute wirklich erfolgreich vor mir zu verstecken.

Ich richte mich wieder auf und stöbere durch die Sachen, die Zeke mir gebracht hat. Darunter befindet sich ein riesiges, schlichtes schwarzes T-Shirt. Ich ziehe es über; es reicht mir beinahe bis zu den Knien. Ich muss lächeln, als ich die pinke Zahnbürste entdecke. Er war sogar so aufmerksam, mir ein Handtuch und etwas Schokolade hinzulegen.

Die Schokolade verstaue ich im Nachttisch – die hebe ich mir für morgen auf. Ich schnappe mir Zahnbürste und Handtuch, trete an die Tür und lege die Hand auf die Klinke. Ich hole noch einmal tief Luft, ehe ich sie öffne, und flitze auf schnellstem Weg ins Badezimmer, wo ich die Tür blitzschnell hinter mir zuschlage.

Im Spiegelschrank entdecke ich Zahnpasta und Mundspülung, also mache ich mich an die Arbeit und wasche mir gründlich das Gesicht. Mein Blick wandert vom Spiegel rüber zur Dusche, wo Shampoo und Duschgel stehen. Sie werden sicher nichts dagegen haben, wenn ich mir morgen nach dem Aufwachen ein bisschen was davon borge.

Als ich das Bad wieder verlasse, knalle ich prompt frontal in jemanden hinein. Mein Handtuch und die Zahnbürste poltern sofort zu Boden. Ich verliere bereits das Gleichgewicht und drohe nach hinten zu kippen, als sich zwei starke Arme um meine Taille schlingen und mich wieder hochziehen. Ich blicke auf und schaue direkt Slate ins Gesicht.

Einem oben-ohne-Slate.

Meine Hände liegen flach auf seiner extrem steinharten Brust. Ich spüre, wie mein Shirt hochgerutscht ist und noch mehr von meinen Beinen freigibt. Ich blicke Slate tief in die Augen – und genau wie vorhin bei Rush haben sie sich pechschwarz gefärbt. Ich spüre, wie mein Herz wild gegen meine Brust hämmert, und ich weiß mit absoluter Sicherheit, dass er es hören kann.

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