LOGINHier ist die direkte Übersetzung, ohne stilistische Änderungen oder Kürzungen.„Sie hat dir eine Falle gestellt.“ Nates Hände ballten sich zu Fäusten. „Sie hat dich dazu gebracht, über Affären und verheiratete Männer nachzudenken, damit du, wenn die ‚Beweise‘ auftauchten, selbst die Zusammenhänge herstellen würdest. Du würdest dich an dieses Gespräch erinnern und denken, dass sie die ganze Zeit über uns gesprochen hatte.“„Es hat funktioniert.“ Prues Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „Als ich diese Nachrichten sah, als ich die Fotos sah, erinnerte ich mich an diese Nacht. Und ich dachte … oh Gott, ich dachte, sie hätte über dich gestanden. Darüber, mit meinem Mann zu schlafen. Einige der Nachrichten ließen mich an allem zweifeln. Ich vertraute ihr.“Er griff nach ihrer Hand und verschränkte ihre Finger miteinander. „Und sie hat das ausgenutzt. Hat dein Vertrauen ausgenutzt, deine Verletzlichkeit, deine Trauer. Sie sah eine Gelegenheit und sie hat sie verdammt noch mal genutzt. Gr
„Prue, wir müssen darüber reden—“„Raus. Aus. Meinem. Haus.“ Jedes Wort war abgehackt, innerlich war sie eiskalt. „Bevor ich etwas tue, das wir beide bereuen werden.“„Ich weiß, dass du wütend bist—“„Wütend?“ Prues Stimme stieg zu einem schrillen Schrei an, der ihr selbst in der Kehle wehtat. „Ich bin nicht wütend, Trish. Ich bin zerstört. Du hast mich zerstört. Ihr beide. Du bist in mein Zuhause gekommen, hast so getan, als wärst du meine Freundin, hast bei mir gesessen, während ich auseinandergebrochen bin, und die ganze Zeit hast du mit meinem Mann geschlafen. Und jetzt verschwinde verdammt noch mal aus meinem Haus, bevor ich—“ Sie brachte den Satz nicht zu Ende. Konnte ihn nicht zu Ende bringen. Denn die Wut war so groß, so überwältigend, dass sie Angst davor hatte, was sie tun könnte, wenn Trish nicht ging. Sofort. Sie war so wütend, dass ihr Südstaatenakzent verschwunden war. Jedes Wort war abgehackt, nichts floss so wie sonst.Trish stand langsam auf, jede ihrer Bewegungen vor
„Stiefschwester“, betonte Trish und machte einen weiteren vorsichtigen Schritt nach vorn. „Nicht blutsverwandt. Wir sind nicht miteinander verwandt, Prue. Meine Mutter hat seinen Vater geheiratet, als ich noch ein Baby war. Das macht uns nicht zu Geschwistern. Es macht uns nur zu zwei Menschen, die im selben Haus aufgewachsen sind und sich ineinander verliebt haben.“ Ihre Stimme wurde leiser, weich und fast zärtlich. „Man kann nichts dafür, in wen man sich verliebt. Das musst du doch verstehen. Du hast dich in Nate verliebt, sobald du ihn gesehen hast, oder? Auf dem Rollfeld in Port Moresby?“Woher wusste Trish das? Hatte Nate es ihr erzählt? Hatten sie gemeinsam darüber gelacht, über die naive Zwanzigjährige, die sich Hals über Kopf in ihren Bodyguard verliebt und geglaubt hatte, es hätte etwas bedeutet? Sie kam sich dumm vor.„Ich glaube dir nicht.“ Aber Prues Stimme brach jetzt, zerfiel an den Rändern. „Zeig mir Beweise. Echte Beweise. Nicht nur Nachrichten, die du irgendwie gefäls
Es lag direkt da. Einfach da. Das Telefon war nicht gesperrt; auf dem Bildschirm war die Startseite zu sehen. Nur normale Apps, als Hintergrund ein Foto von Trish und Natasha bei irgendeiner Charity-Veranstaltung, beide mit diesem falschen Lächeln, das reiche Leute wie eine Rüstung trugen.Sie könnte nachsehen. Könnte die Nachrichten überprüfen. Könnte sich ein für alle Mal beweisen, dass sie sich lächerlich machte, dass ihre Paranoia nur Trauer und Trauma waren, die sie Bedrohungen sehen ließen, wo keine waren.Oder sie könnte ihre schlimmste Angst bestätigen.Ihre Hand bewegte sich auf das Telefon zu. Blieb stehen. Schwebte darüber wie ein Vogel, der sich nicht entscheiden konnte, ob er landen oder wegfliegen sollte, nicht wusste, ob dort Gefahr war, aber etwas spürte.Das war falsch. Das war ein Vertrauensbruch, eine Verletzung der Privatsphäre, von allem, was Freundschaft sein sollte. Wenn Trish es jemals herausfand, würde sie verletzt sein, und das zu Recht. Man ging nicht ohne E
Drei Monate später, und immer noch kein Baby.Prue stand an der Küchenspüle und räumte die Sachen von ihrem Mittagessen weg. Inzwischen versuchten sie es seit sechs Monaten. Sechs Monate, in denen sie ihren Eisprung verfolgte, als wäre das ein zweiter Job. Nicht, dass sie wirklich einen ersten Job hatte; Nate wollte, dass sie sich so viel Zeit nahm, wie sie brauchte. Also arbeitete sie weiterhin drei Tage die Woche ehrenamtlich.Aber Prue hatte es satt, Sex auf die Stunde genau zu planen, so verzweifelt zu hoffen, dass es wehtat. Und trotzdem nichts. Ihre Periode war letzte Woche genau pünktlich gekommen, mit Krämpfen und Blutungen und einem weiteren Monat des Scheiterns, weil ihr Körper sich weigerte mitzumachen. Die Ärzte hatten ihr alle gesagt, dass es Monate dauern konnte, sogar Jahre. Aber es gab keinen Grund, warum sie kein Baby bekommen sollten.Sie schüttete den Rest des kalten Tees in den Abfluss und sah zu, wie die braune Flüssigkeit verschwand. Wenn sich Enttäuschung doch g
Hitze schoss ihr ins Gesicht. „Du machst dich lächerlich. Du hast keine Ahnung, wovon du redest.“„Ach ja?“ Er trat näher, seine Stimme wurde hart. „Du warst da, als Prue die Treppe hinuntergefallen ist, und ich finde, du warst in den letzten sechs Monaten viel zu oft da. Angeblich, um zu helfen. Eher, um Zweifel zu säen. Lass mich raten, was du ihr gesagt hast … vielleicht hast du sie daran erinnert, wie jung sie ist, wie schwierig alles ist, wie sie und Nate vielleicht doch nicht so gefestigt sind, wie sie denken. Dass er sie nur wegen des Babys geheiratet hat. Liege ich ungefähr richtig?“„Ich habe geholfen—“„Du hast manipuliert.“ Seine Stimme war leise, tödlich. „Und ich sehe dir nicht länger dabei zu. Jedes Mal, wenn du in Prues Nähe bist, geht sie danach völlig ausgelaugt weg. Es ist, als wärst du ein Energievampir. Sie merkt es vielleicht nicht, weil sie noch nie jemandem wie dir begegnet ist. Aber ich sehe, wer du wirklich bist.“Trishs Herz raste. Er kam der Wahrheit ein bis







