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Kapitel 2

Author: Right
last update Petsa ng paglalathala: 2026-10-31 19:38:28

Yaras POV

Die Fahrt nach Hause war ein langsames Brennen, auf das ich nicht vorbereitet war.

Alora saß auf dem Beifahrersitz und füllte die Luft fröhlich mit Geplauder über die Schule, unsere gemeinsame Geschichte und peinliche Dinge, von denen ich sie nie gebeten hatte, sie zu erzählen. Ich saß auf dem Rücksitz, gegen das kalte Leder gepresst, tropfte Regenwasser und versuchte, nicht zu existieren.

Rayans Hände am Lenkrad waren ruhig, seine Knöchel scharf gegen das dunkle Leder. Er redete nicht viel, aber wenn er es tat, sank seine Stimme in die Stille des Autos wie eine Droge — tief, akzentuiert, reich. Die Worte waren mir egal. Ich konnte nicht anders. Jede Silbe fühlte sich an, als wäre sie direkt in meinen Blutkreislauf gegossen worden.

Er warf mir einmal einen Blick durch den Spiegel zu. Nur einmal. Meine Brust zog sich zusammen. Ich wagte nicht, zurückzuschauen. Meine Schenkel pressten sich zusammen, mein Gesicht war zum Fenster gedreht. Ich wollte mich selbst anschreien, dass ich so war — erregt, verlegen und schmerzhaft bewusst über jeden Zentimeter meiner Haut.

Als das Auto zum Stehen kam, bemerkte ich, dass es nicht mein Haus war. Die hohen Tore und die lange Auffahrt von Aloras Villa sagten mir genau, wo wir waren.

„Warte, das ist nicht—"

„Du bist durchnässt", unterbrach Alora mich und drehte sich auf ihrem Sitz um. „Komm, zieh dich erst um. Du holst dir eine Lungenentzündung, wenn du so nach Hause gehst."

„Ich glaube nicht, dass eine Lungenentzündung so schnell funktioniert."

„Diskutier nicht." Sie war bereits aus dem Auto.

Ich blieb eine Sekunde länger sitzen und tat so, als bräuchte ich den zusätzlichen Atemzug nicht, bevor ich ausstieg. Aber als Rayan die hintere Tür für mich öffnete und seine Augen kurz auf meine fielen, bevor sie wegflogen, spannte sich mein ganzer Körper wieder an.

Drinnen roch das Haus nach Zitronenwachs und Rauch von dem, was auch immer Aloras Mutter früher versucht hatte zu kochen. Ich folgte Alora nach oben, meine Turnschuhe quietschten auf polierten Fliesen.

„Geh dich umziehen… Du musst duschen", befahl sie und warf mir ein Handtuch zu, bevor sie in ihr Badezimmer ging. „Versuch nicht einmal, nein zu sagen."

Ich seufzte, aber gehorchte. Mein Kleid schälte sich schwer und nass ab und klatschte auf den Boden. Ich wickelte das Handtuch um mich und setzte mich mit meinem Telefon auf ihr Bett.

Die meisten Leute glauben nicht, dass Alora und ich beste Freundinnen sind. Ich meine, rede von Prinzessinnen und Armen wie im Barbie-Film, den ich als Kind gesehen habe.

Kevins Name leuchtete auf dem Bildschirm. Mein Freund. Mein Normal. Meine Sicherheit.

„Abendessen um 7, sei nicht spät". Ich hatte ihm früher geschrieben.

Keine Antwort.

War er beim Training? Ich hatte seinen Zeitplan überprüft und es schien eine ziemlich freie Zeit für ihn zu sein, um an seinem Telefon zu sein.

Also warum antwortet er nicht?

Ich tippte „Noch dabei?" und löschte es dann. Stattdessen ließ ich das Telefon neben mir fallen und kaute auf meiner Lippe.

Vielleicht trainiert er länger. Ich muss nur nach Hause gehen und mich fertig machen.

Aus dem Badezimmer hallte Aloras Stimme über das Zischen des laufenden Wassers. „Und? Glaubst du mir jetzt?"

„Woran?" rief ich zurück.

„Meinem Stiefbruder! Dem Prinzen! Du hast praktisch gegeifert, als er aufgetaucht ist."

„Habe ich nicht!"

„Du hast so! Du sahst aus, als würdest du gleich ohnmächtig werden."

„Halt die Klappe und spül dein Haar aus. Ich habe ein Date mit Kevin, vergessen?"

„Mm-hm. Klar. Verstell dich, so viel du willst. Ich habe dein Gesicht gesehen."

Ich stöhnte und ließ mich auf das Bett fallen. Mein Handtuch rutschte leicht und ich zog es fester um meine Brust. Mein Körper fühlte sich immer noch heiß an und summte an Stellen, die ich nicht zugeben wollte.

Die Tür knarrte auf.

Ich setzte mich erschrocken auf.

Und erstarrte.

Rayan stand da, im Türrahmen gerahmt, als würde ihm die Luft im Raum gehören. Seine Präsenz füllte ihn sofort, schwer und scharf. Sein Blick glitt nach unten, dann weg, schnell, aber zu spät — ich hatte es bereits gesehen.

Ich klammerte mich fester an das Handtuch und überkreuzte meine Beine. Mein Hals wurde trocken.

„Entschuldigung", sagte er, seine Stimme ruhig, als wäre er nicht gerade hereingekommen, während ich halb nackt war. „Alora hat mich gebeten, diese zu bringen."

Zwei frische Handtücher, ordentlich gefaltet, warm vom Trockner.

Er trat vor und ich fing seinen Duft auf — Gewürz, Leder, etwas schwach Rauchiges. Meine Finger streiften ihn, als ich sie nahm. Die Berührung war kurz, aber sie durchfuhr mich wie Hitze.

„Danke", flüsterte ich. Meine Brust zog sich zusammen. Mein Puls schoss hoch.

Er ging nicht sofort. Seine Augen trafen meine, ruhig, unlesbar, und für einen Moment fühlte sich der Raum kleiner an, geladen.

Dann sagte er es.

„Es ist schön, dich zu sehen, Miss Nightingale."

Die Worte waren einfach. Aber die Art, wie er sich lehnte — langsam, bedächtig — ließ meinen Magen sich drehen. Als würde er nicht darüber sprechen, dass er mich in ein Handtuch gewickelt erwischt hatte. Als meinte er etwas anderes. Etwas Tieferes.

Bevor ich eine Antwort formulieren konnte, drehte er sich um und schloss die Tür hinter sich.

Ich saß erstarrt da, mein Herz schlug so hart, dass es wehtat. Mein Handtuch fühlte sich dünner an, meine Haut heißer.

„Sehen?" murmelte ich vor mich hin. Was zum Teufel sollte das bedeuten?

War es eine Begrüßung oder etwas anderes?

Mein Telefon summte. Ich schnappte es mir, Erleichterung durchflutete mich, als ich Kevins Namen sah. Endlich. Aber es war nur eine kurze Nachricht:

„Sorry, beschäftigt. Noch dabei für 7."

Ich starrte darauf, mein Daumen schwebte.

Kevin. Mein Freund. Der, an den ich denken sollte. Nicht der Prinz mit sturmfarbenen Augen und einem Grinsen, das mich Stunden später noch brannte. Nicht der Mann, der gerade hereingekommen war und mich angesehen hatte, als könnte er jeden schmutzigen Gedanken in meinem Kopf lesen.

Ich ließ mich wieder auf das Bett fallen und zog ein Kissen über mein Gesicht. Gott, ich war am Arsch.

Ich wollte es durch den Raum werfen. Mein Magen krampfte. Mein Körper brannte. Mein Kopf drehte sich. Und doch konnte ich nicht aufhören, an den Mann zu denken, der kaum zwei Worte gesagt hatte, aber mich fühlen ließ, als stünde ich in Flammen.

Ich drehte mich auf den Bauch, das Gesicht ins Bett gepflanzt, und ergab mich.

Gott, er war ein Sturm, den ich nicht kontrollieren konnte.

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