ログインDie laute Stimme hallte in der dunklen Gasse wider. Valeria erstarrte. Ihre kleine Hand lag fest in seinem warmen Griff. Sie blickte über seine Schulter. Ein Mann stand am Straßenrand. Er hielt eine helle Taschenlampe. Er trug eine blaue Uniform. Es war ein junger Polizist. Er sah nicht wie einer dieser Bösewichte aus. Er wirkte verängstigt. Er leuchtete in die Schatten. Der Lichtstrahl verfehlte sie nur um Haaresbreite. Valeria hielt den Atem an. Leo zog sie eng an sich. Er brachte sie hinter einen großen Metallkasten. Er blieb stehen.
Der Kies knirschte unter seinen schweren schwarzen Stiefeln. Valeria schloss die Augen fest. Sie hörte ihr Herz rasen. Leo gab keinen Laut von sich. Er legte seinen rechten Arm um ihre Taille. Mit der linken Hand griff er in seine dunkle Jacke. Er zog seine schwarze Pistole heraus. Der junge Polizist blieb stehen. Er richtete seine helle Taschenlampe auf die Straße. Jemand rief seinen Namen von der Hauptstraße. Es war Captain Harris. Der junge Polizist drehte sich um. Er joggte aus der dunklen Gasse. Valeria atmete tief durch. Sie öffnete ihre braunen Augen.
Leo steckte seine Waffe weg. Er packte erneut ihre Hand und zog sie tiefer in die Schatten. Sie gingen an einem alten Müllcontainer vorbei und erreichten eine hohe Backsteinmauer. Leo griff nach einem losen Ziegelstein und schob ihn beiseite. Eine versteckte Tür klickte in der dunklen Wand auf. Er schob Valeria hinein, trat ein und schloss die schwere Tür. Der Lärm der Stadt verstummte. Sie standen in einem stockfinsteren Raum. Valeria spürte den kalten Beton unter ihren nackten Füßen. Die Luft roch nach altem Öl und feuchter Erde. Leo griff nach oben und zog an einer dicken Kette. Licht ging an.
Eine einzelne gelbe Glühbirne leuchtete von der Decke. Sie standen in einem langen Tunnel. Valeria sah Leo an. Sein Gesicht war ausdruckslos. Er trug ein dunkles Hemd und eine dunkle Jacke. Er wirkte ganz ruhig. Sie fröstelte in ihrem dünnen roten Kleid. Ihre Füße schmerzten vom Laufen auf der rauen Straße. Sie verschränkte die Arme vor der Brust. Sie brauchte Antworten. Sie musste seinen Plan kennen. Sie hatte gerade einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Sie hatte ihren alten Chef verraten. Sie hatte weder Dienstmarke noch Freunde. Sie saß in einem kalten Tunnel mit einem Killer fest.
„Wohin führt dieser Tunnel?“, fragte Valeria. Ihre Stimme hallte von den Steinwänden wider. Leo ging los. Er sah nicht zurück. „Er führt zu meinem Auto“, sagte er. Seine Stimme war tief und ruhig. Valeria zögerte einen Moment. Dann folgte sie ihm. Der Beton fühlte sich eiskalt an ihren Zehen an. Sie trat auf kleine Steine. Sie ignorierte den Schmerz. Ihr Blick fiel auf seinen breiten Rücken. Er ging mit langen Schritten. Er bewegte sich wie ein gefährliches Raubtier. Sie wusste, dass ihm diese verborgene Welt gehörte. Sie war in sein Reich eingetreten. Es gab für sie kein Zurück mehr.
Sie gingen fünf Minuten lang. Die Luft wurde wärmer. Der Tunnel endete vor einer dicken Metalltür. Leo drückte einen großen grünen Knopf an der Wand. Die schwere Tür ächzte und glitt auf. Ein helles Licht blendete Valeria für einen Moment. Sie blinzelte mit ihren braunen Augen. Sie standen in einer riesigen Tiefgarage. Dutzende teure Autos standen in ordentlichen Reihen. Der Boden war makellos weißer Beton. Leo ging auf einen eleganten schwarzen Sportwagen zu. Der Motor erwachte mit einem Grollen zum Leben, als er einen Knopf an seinem Schlüssel drückte. Er öffnete die Beifahrertür. Er sah die müde Valeria an. Er wartete.
„Steig ein“, befahl er. Valeria ging zum Wagen. Der Ledersitz fühlte sich kalt an ihren nackten Beinen an. Sie sank in den weichen Stoff. Leo schloss ihre Tür. Er ging um den Wagen herum und setzte sich auf den Fahrersitz. Er schloss seine Tür. Der Innenraum duftete nach edlem Leder und feinen Gewürzen. Leo umfasste das Lenkrad. Er legte den Gang ein. Die Reifen quietschten auf dem weißen Boden. Der Wagen schoss auf eine steile Rampe zu. Das Garagentor öffnete sich über ihnen. Sie rasten die Rampe hinauf und erreichten die leeren Straßen der Stadt. Sie fuhren davon.
Valeria sah die verschwommenen Lichter der Stadt an ihrem Fenster vorbeiziehen. Sie spürte einen tiefen Schmerz in der Brust. Ihr ganzes Leben hatte sich in einer einzigen Nacht verändert. Sie hatte ihren Job verloren. Sie hatte ihren guten Ruf verloren. Sie wäre beinahe in einem schmutzigen Hotelzimmer gestorben. Jetzt saß sie in einem schnellen Wagen mit einem bekannten Kriminellen. Sie sah Leo an. Sein markantes Kinn wirkte angespannt. Sein Blick ruhte auf der dunklen Straße vor ihnen. Er beherrschte den Wagen mit meisterhafter Fahrtechnik. Er fragte sie nicht, ob sie verletzt sei. Er fragte sie nicht, wie sie heute Abend Captain Harris entkommen war.
„Woher wusstest du, dass er da war?“, durchbrach Valeria die bedrückende Stille. Leo schaltete den Gang. Der Motor heulte laut auf. „Ich weiß alles“, antwortete er. „Harris arbeitet für meinen Boss. Fünf lange Jahre hat er Bestechungsgelder angenommen. Er wurde gierig. Er wollte immer mehr Geld. Er hat versucht, uns an eine rivalisierende Gang zu verraten.“ Valeria hörte seinen ruhigen Worten zu. Ihr alter Captain war ein korrupter Polizist. „Warum hast du mich zu ihm geschickt?“, fragte sie. „Ich musste ihn ablenken“, sagte Leo. „Ich musste eine große Waffenlieferung durch die Stadt bringen. Du warst der perfekte Köder für ihn.“
Valeria spürte einen Anflug von Wut. „Köder?“, schrie sie. „Du hast mich benutzt. Du wusstest, dass er mich in diesem Raum umbringen würde.“ Leo zuckte nicht mit der Wimper. „Ja“, sagte er. „Ich wusste, dass er versuchen würde, dich zu töten. Aber du lebst noch. Du hast deinen Wert bewiesen. Du bist stärker, als er dachte.“ Valeria rieb sich die kalten Arme. „Wo fahren wir jetzt hin?“ „Sie fragte. Der Wagen bog auf eine breite Autobahn ein. Sie verließen die Stadtgrenze. „Ich bringe dich zu mir nach Hause“, sagte Leo. „Nur hier bist du heute Nacht in diesem dunklen Bundesstaat sicher.“
Sie fuhren eine weitere Stunde schweigend. Die hohen Gebäude verschwanden hinter ihnen. Dichte, grüne Bäume säumten die dunkle Straße. Valeria spürte, wie ihre schweren Lider zufielen. Das leise Brummen des schnellen Wagens machte sie schläfrig. Sie kämpfte gegen den Drang an, die Augen zu schließen. Sie konnte nicht neben einem Verbrecher schlafen. Sie musste wachsam bleiben. Der Wagen verlangsamte die Fahrt. Sie bogen auf einen privaten Schotterweg ab. Hohe Eisentore versperrten den Weg. Leo drückte einen kleinen Knopf an seiner Sonnenblende. Die dunklen Tore öffneten sich. Der schnelle Wagen fuhr nun den langen Steinweg hinauf.
Am Ende des Weges stand ein riesiges Steinhaus. Es wirkte wie eine versteckte Festung. Warmes Licht schien aus den Fenstern. Leo parkte den Wagen in der Nähe der Eingangstreppe. Er schaltete den lauten Motor aus. Er drehte den Kopf und sah Valeria an. Seine dunklen Augen wurden etwas weicher. „Du bist hier sicher“, sagte er. „Niemand kennt diesen Ort. Nicht einmal mein Chef.“ Valeria starrte ihn an. Sie verstand ihn nicht. „Warum hilfst du mir?“, fragte sie. „Ich bin Polizist. Ich bin heute hier, um dich weit weg von der Gesellschaft einzusperren.“
Leo schnallte sich ab. Er griff über die Mittelkonsole. Seine Hand streifte ihren nackten Arm. Seine Berührung ließ einen Schauer über ihre Haut fahren. Er beugte sich zu ihrem Ohr. Sein warmer Atem kitzelte ihren Nacken. „Weil du nicht mehr nur eine Polizistin bist“, flüsterte er. „Du bist jetzt meine Partnerin. Wir werden Captain Harris gemeinsam vernichten.“ Er lehnte sich zurück und öffnete die Tür. Valeria saß wie erstarrt auf ihrem Sitz. Dann blinkte der helle Bildschirm auf dem Armaturenbrett rot auf. Ein lauter Alarm erfüllte das stille Auto. Jemand stand vor dem schweren eisernen Eingangstor.
Die laute Stimme hallte in der dunklen Gasse wider. Valeria erstarrte. Ihre kleine Hand lag fest in seinem warmen Griff. Sie blickte über seine Schulter. Ein Mann stand am Straßenrand. Er hielt eine helle Taschenlampe. Er trug eine blaue Uniform. Es war ein junger Polizist. Er sah nicht wie einer dieser Bösewichte aus. Er wirkte verängstigt. Er leuchtete in die Schatten. Der Lichtstrahl verfehlte sie nur um Haaresbreite. Valeria hielt den Atem an. Leo zog sie eng an sich. Er brachte sie hinter einen großen Metallkasten. Er blieb stehen.Der Kies knirschte unter seinen schweren schwarzen Stiefeln. Valeria schloss die Augen fest. Sie hörte ihr Herz rasen. Leo gab keinen Laut von sich. Er legte seinen rechten Arm um ihre Taille. Mit der linken Hand griff er in seine dunkle Jacke. Er zog seine schwarze Pistole heraus. Der junge Polizist blieb stehen. Er richtete seine helle Taschenlampe auf die Straße. Jemand rief seinen Namen von der Hauptstraße. Es war Captain Harris. Der junge Polizist
Das laute Klingeln des schwarzen Telefons durchbrach die bedrückende Stille des Hotelzimmers. Valeria fixierte die Pistole in der Hand ihres ehemaligen Chefs. Captain Harris schoss nicht. Das plötzliche Geräusch hatte ihn überrascht. Er blickte auf den hellen Bildschirm. Valeria wusste, dass Leo am anderen Ende der Leitung war. Sie holte tief Luft. Ihre Gedanken rasten. Sie hatte keine Waffe und keine Unterstützung. Sie behielt die Fassung. Der Mann, der ihr das Gesetz beigebracht hatte, wollte nun ihr Leben beenden. Die Welt fühlte sich kalt und dunkel an.Das Telefon klingelte einen kurzen Moment lang nicht. Dann klingelte es erneut. Der Klang hallte von den schmutzigen Wänden wider. Harris umklammerte seine Waffe fester. Er sah Valeria mit kalten Augen an. Er hob den Lauf auf ihre Brust. Sie wich ängstlich zurück. Sie stieß gegen die Kante eines Holztisches. Ihre Hand berührte einen schweren Glasaschenbecher. Es war ihre einzige Chance. Der dunkle Raum roch nach altem Rauch und tie
Die schwere Eichentür hallte im stillen Flur wider. Valeria starrte auf das glatte Holz. Ihr Kopf war wie leergefegt. Ihre Brust fühlte sich eng an. Sie bekam keine Luft. Leo wusste es. Er hatte ihre Marke. Er wusste, dass sie Polizistin war. All ihre Pläne waren zunichte. Sie saß in der Falle. Sie blickte auf ihre Hände. Sie hielt die kleine braune Schachtel und das schwarze Telefon. Ihre Finger zitterten. Warum hatte er sie den Raum verlassen lassen? Warum hatte er sie nicht gleich dort getötet? Er wollte ein Spiel spielen. Er wollte sehen, was sie tun würde.Sie drehte sich um und ging die Treppe hinunter. Die Musik aus dem Club drang wieder an ihre Ohren. Der dröhnende Bass hämmerte gegen ihre Haut. Sie ging durch die versteckte Tür zurück in den Hauptraum. Blinkende rote Lichter blendeten sie einen Moment lang. Männer lachten und tranken an ihren Tischen. Sie ahnten nicht, dass ein Raubtier sie aus den Schatten im Obergeschoss beobachtete. Sie musste das Gebäude verlassen. Sie mu
Das schwarze Metall der Pistole fing das schwache Licht ein. Valeria rührte sich nicht. Ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen wie ein gefangener Vogel. Sie zwang sich zu einem ausdruckslosen Gesicht. Sie durfte keine Angst zeigen. Angst bedeutete Schuld. Sie betrachtete die Waffe. Dann sah sie ihm in die Augen. Leo erwiderte ihren Blick. Er wirkte völlig entspannt. Er sah aus wie ein Mann, der jeden Tag Menschen erschoss. Die Stille im Raum war erdrückend. Sie musste ihm antworten. Sie musste mitspielen. Sie atmete kurz aus. Sie verschränkte die Arme vor der Brust.„Lüge ich dich an?“, fragte Valeria. Ihre Stimme klang genervt, nicht ängstlich. „Ich kenne dich gar nicht.“„Mein Name ist Leo.“ Er senkte die Pistole nicht. „So viel weißt du.“„Ich weiß, dass du die Gehaltsschecks unterschreibst.“ Sie verlagerte ihr Gewicht auf ein Bein. „Ich weiß, dass du die Tanzfläche leitest.“ „Ich weiß nicht, warum du eine Pistole auf eine Tänzerin richtest.“ „Wenn du willst, dass ich gehe, sag es mir
Der wuchtige Bass der Musik ließ die Dielen unter Valeria Cruz erzittern. Sie saß vor dem gesprungenen Spiegel in der Umkleidekabine. Der Duft von süßem Parfüm und starkem Haarspray erfüllte den engen Raum. Drei andere Mädchen standen in der Nähe. Sie lachten und rückten ihre bunten Kostüme zurecht. Valeria betrachtete ihr Spiegelbild. Sie trug ein enges rotes Kleid, besetzt mit kleinen, funkelnden Steinchen. Es fühlte sich eng und unbequem an. Sie zwang sich zu einem tiefen, langsamen Atemzug. Die Wände der Umkleidekabine waren mit verblassten Postern bedeckt. Der Boden war klebrig. Die Luft war heiß.Vor drei Monaten trug sie noch eine Polizeiuniform. Sie patrouillierte durch die hellen Straßen. Sie half Menschen. Sie hatte einen Partner, dem sie vertraute. Sie trug eine Dienstmarke. Sie war stolz. Ein einziger Fehlgriff veränderte ihr Leben. Eine falsche Tür. Ein Verdächtiger, der entkam. Sie nahmen ihr die Marke ab. Sie nahmen ihr die Karriere. Sie wandten sich von ihr ab. Jetzt h







