ログインDas laute Klingeln des schwarzen Telefons durchbrach die bedrückende Stille des Hotelzimmers. Valeria fixierte die Pistole in der Hand ihres ehemaligen Chefs. Captain Harris schoss nicht. Das plötzliche Geräusch hatte ihn überrascht. Er blickte auf den hellen Bildschirm. Valeria wusste, dass Leo am anderen Ende der Leitung war. Sie holte tief Luft. Ihre Gedanken rasten. Sie hatte keine Waffe und keine Unterstützung. Sie behielt die Fassung. Der Mann, der ihr das Gesetz beigebracht hatte, wollte nun ihr Leben beenden. Die Welt fühlte sich kalt und dunkel an.
Das Telefon klingelte einen kurzen Moment lang nicht. Dann klingelte es erneut. Der Klang hallte von den schmutzigen Wänden wider. Harris umklammerte seine Waffe fester. Er sah Valeria mit kalten Augen an. Er hob den Lauf auf ihre Brust. Sie wich ängstlich zurück. Sie stieß gegen die Kante eines Holztisches. Ihre Hand berührte einen schweren Glasaschenbecher. Es war ihre einzige Chance. Der dunkle Raum roch nach altem Rauch und tiefer Angst. Sie wusste, sie musste kämpfen. Wenn sie sich nicht rührte, würde sie heute Nacht an diesem schrecklichen Ort sterben. Das Telefon klingelte ein drittes Mal.
„Geh ran!“, befahl Harris. Seine Stimme zitterte vor Wut. Er wollte die Kontrolle behalten. Valeria griff in ihre Tasche. Sie zog das schwarze Handy heraus. Auf dem hellen Bildschirm war kein Name zu sehen. Nur ein blinkender grüner Knopf. Sie drückte ihn und hielt sich das Handy ans Ohr. Sie sagte kein Wort. Sie wartete, bis Leo den ersten Schritt machte. Die Stille am anderen Ende der Leitung lastete schwer auf ihr. Dann hörte sie seine ruhige Stimme. Sein Atem jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Er fühlte sich so nah. Er klang wie ein kalter Geist.
„Behandelt dich der gute Captain gut?“, fragte Leo. Valeria erstarrte. Woher wusste er, dass Harris im Zimmer war? Hatte er sie verfolgt? Hatte er Kameras in diesem Hotel? Sie blickte zur schmutzigen Decke. Sie suchte nach einer versteckten Linse. Harris trat näher. Er richtete die Pistole auf ihr Gesicht. Laut formte er mit den Lippen die Worte, still zu sein. Er wollte nicht, dass Leo wusste, dass er die Waffe hielt. Valeria schluckte schwer. Ihr Hals fühlte sich wie ausgetrocknet an. Sie musste mitspielen. Sie musste verhindern, dass diese beiden gefährlichen Männer auf sie schossen.
„Er ist direkt hier“, sagte Valeria. Ihre Stimme war ruhig. Sie weigerte sich, ihre tiefe Panik zu zeigen. Harris funkelte sie an. Wütend schüttelte er den Kopf. Er legte den Finger an den Abzug. Valeria wusste, dass sie keine Zeit mehr hatte. Sie umklammerte den Glasaschenbecher hinter ihrem Rücken. Mit aller Kraft holte sie aus. Das schwere Glas traf den Captain an der Schläfe. Der Aufprall verursachte ein lautes Krachen. Harris stöhnte vor Schmerz. Er taumelte zur Seite. Ein Schuss löste sich. Die Kugel traf den alten Spiegel an der Wand. Glassplitter verteilten sich auf dem Boden.
Valeria wartete nicht, bis er sich erholt hatte. Sie ließ das Telefon fallen und rannte zur offenen Tür. Sie hörte Leo ihren Namen aus dem kleinen Lautsprecher auf dem Boden rufen. Sie ignorierte ihn. Ihre nackten Füße rutschten auf dem Teppich aus. Sie hatte ihre engen Schuhe im Kampf ausgezogen. Sie rannte den dunklen Flur entlang. Ihre Lungen brannten nach Luft. Sie hörte Harris ihren Namen schreien. Er klang wütend. Schwere Schritte folgten ihr. Er jagte sie. Sie erreichte die Treppe und packte das Holzgeländer. Sie sprang drei Stufen auf einmal in das dunkle Treppenhaus hinunter.
Ein weiterer Schuss hallte durch das Gebäude. Die Kugel schlug nur Zentimeter von ihrer Hand entfernt in das Holzgeländer ein. Holzsplitter schnitten ihr in die Haut. Sie keuchte vor Schmerz, lief aber weiter. Sie erreichte die Lobby. Der Mann am Empfang war nun wach. Er versteckte sich ängstlich hinter seinem Stuhl. Valeria stieß die Glastür auf und rannte auf die kalte Straße. Die Lichter der Stadt blendeten sie einen Moment lang. Sie bog links ab und rannte in eine enge Gasse. Es roch nach altem Müll und nassem Beton. Sie brauchte ein Versteck. Harris würde sie diese Nacht nicht in Ruhe lassen.
Sie versteckte sich hinter einem großen Metallcontainer. Sie zog die Knie an die Brust und versuchte, ruhig zu atmen. In der Ferne hörte sie Sirenen. Die Polizei war im Anmarsch. Aber sie konnte ihnen nicht trauen. Harris war ein Captain. Er hatte die Polizei in diesem Viertel fest im Griff. Wenn die anderen Polizisten sie fanden, würden sie sie ihm alle ausliefern. Sie war in diesem Krieg ganz allein. Dann hörte sie das leise Knirschen von Stiefeln auf dem nassen Kies. Jemand betrat die dunkle Gasse. Die Schritte waren ruhig und bedächtig. Sie blieben direkt neben ihren Füßen stehen.
Valeria blickte auf. Eine große Gestalt stand im Schatten. Er trug ein dunkles Hemd. Es war Leo. Er sah sie mit ausdruckslosem Gesicht an. Er wirkte nicht wütend. Er streckte die Hand aus. Er hielt ihr dasselbe schwarze Handy hin, das sie im Hotelzimmer verloren hatte. Er hob es auf. Er folgte ihr. Sie starrte auf seine Hand. Dieser Mann war ein Killer. Er war ihr Feind. Doch jetzt war er ihr einziger Ausweg. Harris rannte mit gezogener Waffe an der Gasse vorbei. In den tiefen, dunklen Schatten der Stadt sah er sie nicht.
„Du hast die Wahl“, flüsterte Leo. „Du kannst hierbleiben und dich von deinen Freunden finden lassen. Sie werden dich töten. Oder du nimmst meine Hand. Du kannst in meine Welt eintreten. Aber wenn du mit mir kommst, lässt du dein altes Leben heute hinter dir. Du gehörst mir.“ Valeria blickte zu den Polizeiwagen am Ende der Straße. Dann sah sie den skrupellosen Boss an. Sie hatte sich entschieden. Sie griff nach seiner warmen Hand. Da hörten sie eine laute Stimme ihren falschen Clubnamen rufen.
Die laute Stimme hallte in der dunklen Gasse wider. Valeria erstarrte. Ihre kleine Hand lag fest in seinem warmen Griff. Sie blickte über seine Schulter. Ein Mann stand am Straßenrand. Er hielt eine helle Taschenlampe. Er trug eine blaue Uniform. Es war ein junger Polizist. Er sah nicht wie einer dieser Bösewichte aus. Er wirkte verängstigt. Er leuchtete in die Schatten. Der Lichtstrahl verfehlte sie nur um Haaresbreite. Valeria hielt den Atem an. Leo zog sie eng an sich. Er brachte sie hinter einen großen Metallkasten. Er blieb stehen.Der Kies knirschte unter seinen schweren schwarzen Stiefeln. Valeria schloss die Augen fest. Sie hörte ihr Herz rasen. Leo gab keinen Laut von sich. Er legte seinen rechten Arm um ihre Taille. Mit der linken Hand griff er in seine dunkle Jacke. Er zog seine schwarze Pistole heraus. Der junge Polizist blieb stehen. Er richtete seine helle Taschenlampe auf die Straße. Jemand rief seinen Namen von der Hauptstraße. Es war Captain Harris. Der junge Polizist
Das laute Klingeln des schwarzen Telefons durchbrach die bedrückende Stille des Hotelzimmers. Valeria fixierte die Pistole in der Hand ihres ehemaligen Chefs. Captain Harris schoss nicht. Das plötzliche Geräusch hatte ihn überrascht. Er blickte auf den hellen Bildschirm. Valeria wusste, dass Leo am anderen Ende der Leitung war. Sie holte tief Luft. Ihre Gedanken rasten. Sie hatte keine Waffe und keine Unterstützung. Sie behielt die Fassung. Der Mann, der ihr das Gesetz beigebracht hatte, wollte nun ihr Leben beenden. Die Welt fühlte sich kalt und dunkel an.Das Telefon klingelte einen kurzen Moment lang nicht. Dann klingelte es erneut. Der Klang hallte von den schmutzigen Wänden wider. Harris umklammerte seine Waffe fester. Er sah Valeria mit kalten Augen an. Er hob den Lauf auf ihre Brust. Sie wich ängstlich zurück. Sie stieß gegen die Kante eines Holztisches. Ihre Hand berührte einen schweren Glasaschenbecher. Es war ihre einzige Chance. Der dunkle Raum roch nach altem Rauch und tie
Die schwere Eichentür hallte im stillen Flur wider. Valeria starrte auf das glatte Holz. Ihr Kopf war wie leergefegt. Ihre Brust fühlte sich eng an. Sie bekam keine Luft. Leo wusste es. Er hatte ihre Marke. Er wusste, dass sie Polizistin war. All ihre Pläne waren zunichte. Sie saß in der Falle. Sie blickte auf ihre Hände. Sie hielt die kleine braune Schachtel und das schwarze Telefon. Ihre Finger zitterten. Warum hatte er sie den Raum verlassen lassen? Warum hatte er sie nicht gleich dort getötet? Er wollte ein Spiel spielen. Er wollte sehen, was sie tun würde.Sie drehte sich um und ging die Treppe hinunter. Die Musik aus dem Club drang wieder an ihre Ohren. Der dröhnende Bass hämmerte gegen ihre Haut. Sie ging durch die versteckte Tür zurück in den Hauptraum. Blinkende rote Lichter blendeten sie einen Moment lang. Männer lachten und tranken an ihren Tischen. Sie ahnten nicht, dass ein Raubtier sie aus den Schatten im Obergeschoss beobachtete. Sie musste das Gebäude verlassen. Sie mu
Das schwarze Metall der Pistole fing das schwache Licht ein. Valeria rührte sich nicht. Ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen wie ein gefangener Vogel. Sie zwang sich zu einem ausdruckslosen Gesicht. Sie durfte keine Angst zeigen. Angst bedeutete Schuld. Sie betrachtete die Waffe. Dann sah sie ihm in die Augen. Leo erwiderte ihren Blick. Er wirkte völlig entspannt. Er sah aus wie ein Mann, der jeden Tag Menschen erschoss. Die Stille im Raum war erdrückend. Sie musste ihm antworten. Sie musste mitspielen. Sie atmete kurz aus. Sie verschränkte die Arme vor der Brust.„Lüge ich dich an?“, fragte Valeria. Ihre Stimme klang genervt, nicht ängstlich. „Ich kenne dich gar nicht.“„Mein Name ist Leo.“ Er senkte die Pistole nicht. „So viel weißt du.“„Ich weiß, dass du die Gehaltsschecks unterschreibst.“ Sie verlagerte ihr Gewicht auf ein Bein. „Ich weiß, dass du die Tanzfläche leitest.“ „Ich weiß nicht, warum du eine Pistole auf eine Tänzerin richtest.“ „Wenn du willst, dass ich gehe, sag es mir
Der wuchtige Bass der Musik ließ die Dielen unter Valeria Cruz erzittern. Sie saß vor dem gesprungenen Spiegel in der Umkleidekabine. Der Duft von süßem Parfüm und starkem Haarspray erfüllte den engen Raum. Drei andere Mädchen standen in der Nähe. Sie lachten und rückten ihre bunten Kostüme zurecht. Valeria betrachtete ihr Spiegelbild. Sie trug ein enges rotes Kleid, besetzt mit kleinen, funkelnden Steinchen. Es fühlte sich eng und unbequem an. Sie zwang sich zu einem tiefen, langsamen Atemzug. Die Wände der Umkleidekabine waren mit verblassten Postern bedeckt. Der Boden war klebrig. Die Luft war heiß.Vor drei Monaten trug sie noch eine Polizeiuniform. Sie patrouillierte durch die hellen Straßen. Sie half Menschen. Sie hatte einen Partner, dem sie vertraute. Sie trug eine Dienstmarke. Sie war stolz. Ein einziger Fehlgriff veränderte ihr Leben. Eine falsche Tür. Ein Verdächtiger, der entkam. Sie nahmen ihr die Marke ab. Sie nahmen ihr die Karriere. Sie wandten sich von ihr ab. Jetzt h







