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Kapitel 72: Die erste Performance

last update Veröffentlichungsdatum: 26.08.2026 21:09:03

Als Coast erneut an der Benzenberg-Realschule vorbeischaut, sieht er genau an der gleichen Stelle wieder Robert, einen Lehrer und Daniel, den Vertrauensschüler. Robert wird belehrt, weil er wieder einmal Mist gebaut hat.

Damit Coast sie bei den Gesprächen nicht stört, verschanzt er sich wieder bei Jürgen in der Hausaufgabenbetreuung. Heute hat Jürgen die Sachen nicht dabei.

Als Robert mit dem Gespräch fertig wird, spaziert er mit Daniel noch ein bisschen durch den Hof. Coast schließt sich ihnen
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  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 86: Die Stunde der Wahrheit

    An einem sonnigen Tag fahren die Klassen 7A und 7B nach Benrath, um Schloss Benrath zu erkunden. Sie lernen die Geschichte des Schlosses kennen und erfahren, warum es gebaut wurde und wer den Auftrag dafür gab. Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz beauftragt im Jahr 1755 seinen Hofarchitekten Nicolas de Pigage mit dem Bau.Coasts Schwester hat eine Fotokamera dabei, um Erinnerungen einzufangen. Sie spazieren durch das Museum und erkunden einige Tiere, bevor es anschließend wieder zurück zur Schule geht.Die Tage werden langsam wärmer und sonniger, und das tut Coast gut. Die angenehme Wärme und das Licht wirken sich auch auf seine Stimmung aus. Nach der Zeit im Schloss geht es für die Schüler wieder zurück in den Unterricht.Die Tage werden langsam sonniger und wärmer, und die Mütze auf Coasts Kopf tut ihm megagut. Er läuft erneut mit Michael nach Wersten, weil dessen Mutter ihnen erzählt hat, dass es dort einen Laden gibt, der eine Wüstenrennmaus verkauft, die auf ihren Namen hört. Al

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 85: Die letzte Chance verspielt

    Zu Hause folgt das gewohnte Programm. Die neuen CD-Alben von East 17 bereiten Coast eine riesige Freude. Beim Anhören der Songs und bei all dem Musikgeschmack, den er zurzeit entwickelt, fragt er sich, wie es wohl irgendwann sein wird, wenn er seine eigene Musik perfekt abgemischt und perfekt aufgenommen anhören kann.Wird er es überhaupt so weit bringen, eine eigene CD aufzunehmen und sie irgendwann auf den Markt zu bringen? Und wenn es tatsächlich so weit kommt, wird sich das überhaupt noch jemand anhören wollen? Viele Fragen und viele Sorgen kommen gleichzeitig auf.Dazu kommt sein Wunsch, sich auch modisch eine Cap auf den Kopf zu setzen. Zu Hause besitzt er eine rote Cap, die er von seiner Mutter geschenkt bekommen hat. Seit langer Zeit liegt sie in einer Ecke seines Kinderzimmers und wartet darauf, endlich auf Coasts Kopf zu landen.Zunächst versucht er, sich privat damit zu identifizieren. Er setzt sie auf, als er das Haus verlässt und sich mit Michael trifft. Michael fühlt sic

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 84: Der Versuch, stärker zu werden

    Ein weiterer Tag in der Benzenberg-Realschule. Unten im Keller sitzen Coast und Robert. Die Beatmaschine läuft im Hintergrund, während sie versuchen, weiter an ihrer Musik zu arbeiten.Doch der Text ist noch immer schwach. Und Robert wirkt zunehmend desinteressiert. So langsam entsteht der Eindruck, dass sie nicht mehr vorankommen und in einem Dilemma feststecken.Jürgen kommt hin und wieder in den Keller, um nach dem Rechten zu sehen und zu überprüfen, ob noch alles steht. Schließlich vertraut er diesen kleinen Rebellen nicht zu hundert Prozent.Die Kassette ist immer noch nicht mit neun Songs gefüllt. Auch der Text von „Here We Come“ ist noch lange nicht fertig, weil Coast beim Schreiben einfach nicht mehr weiterkommt.Also machen sie zunächst ein bisschen Quatsch vor den Mikrofonen und rappen weiterhin den Song vom Wu-Tang Clan. Robert hat inzwischen schon weitere Lyrics davon im Kopf. Er schnappt sich solche Sachen unglaublich schnell auf. Und genau darin liegt mittlerweile das Pr

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 83: Ein neuer Sound im Leben

    Einige Tage später verlassen Michael und Coast nach der Schule an einem regnerischen Tag das Falkenberg Center, um bei Michael zu Hause zu chillen. Sie laufen an der Ampel vorbei, direkt an einem Kunst- und Verkaufsladen neben der Apotheke.Plötzlich hält ein älterer Mann die beiden Jungs an. Voller Sorge spricht er Coast an. Er erzählt ihm, dass er seinem Vater noch 150 Deutsche Mark schuldet, weil er letztens ein Gemälde aus dem Laden gekauft hat. Jetzt möchte er seine Schulden endlich begleichen.Der Mann greift in seine Geldbörse und holt 150 Mark heraus. Michael schaut Coast mit riesigen Augen an. In seinem Kopf steht nur eine Frage: Was geht denn hier ab? Ist das gerade wirklich ernst? Passiert das wirklich?Wir kriegen jetzt einfach so Geld? Hoffentlich macht Coast keine Scheiße und nimmt das Geld an.Coast kann es selbst kaum glauben. Einfach so bekommt er Geld angeboten. Er nimmt die Situation ernst und sagt dem alten Mann, dass alles in Ordnung ist. Er könne ihm das Geld ruhi

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 82: Zwischen Pixeln und Beatz

    Einige Tage später kommt Coast von der Schule nach Hause. Seine Mutter erzählt ihm, dass Onkel Takis 50 DM auf dem Wohnzimmerschrank hinterlassen hat. Das Geld ist für das Spiel gedacht, das Coast letztens bei Saturn entdeckt hat.Coast schnappt sich das Ticket seiner Mutter und fährt gemeinsam mit Sven bis zum Jan-Wellem-Platz. Im Saturn steht er wieder vor dem Regal mit den PlayStation-1-Spielen. Noch immer fällt ihm die Entscheidung schwer. So viele Spiele stehen dort nebeneinander und jedes davon sieht interessant aus.Schließlich hält er sein ausgewähltes Spiel in den Händen und betrachtet es voller Bewunderung. Gleichzeitig ist er sich ziemlich sicher, dass die Kassiererin seinen Schülerausweis sehen will. Schließlich ist er noch keine 18 Jahre alt.Gemeinsam mit Sven geht er zur Kasse. Coast ist voller Adrenalin. In seinem Kopf läuft bereits das Szenario ab, wie die Kassiererin gleich nach seinem Ausweis fragt und ihm das Spiel vielleicht nicht verkauft. Doch dann sagt sie einf

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 81: Die Snickers-Falle

    Das erklärt natürlich einiges. Für Coast ist Fresh Familee nicht einfach irgendeine Rapgruppe aus dem Fernsehen. Die Jungs kommen aus Ratingen-West, also praktisch aus seiner eigenen Umgebung. Genau das macht den Sound für ihn so besonders.Jürgen Großpietsch, den viele nur „Der Fisch“ nennen, und die gesamte Fischgesichter- beziehungsweise Fresh-Familee-Crew stehen für eine Zeit, in der Hip-Hop noch ganz anders klingt. Ende der 80er und Anfang der 90er entsteht vieles direkt aus den Jugendzentren und von der Straße. Es geht nicht darum, irgendeinem Trend hinterherzulaufen. Es geht um den eigenen Alltag, um die Menschen aus der Umgebung und um das, was man selbst erlebt.Zusammen mit Leuten wie Tachi und Plattenpapzt entsteht dadurch etwas Eigenes. Multikulturell, direkt und manchmal völlig verrückt. Coast merkt zwar noch nicht, welche Bedeutung diese Leute später einmal für die deutsche Hip-Hop-Geschichte bekommen, aber irgendetwas an diesem Sound bleibt bei ihm hängen.Vielleicht li

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