Accueil / Mafia / Unheilige Ehe / Kapitel 7 – Disziplin und Belohnung

Partager

Kapitel 7 – Disziplin und Belohnung

last update Date de publication: 2026-10-09 13:40:39

Dominik

Zurückhaltung liegt nicht in meiner Natur.

Männer wie ich werden in Gewalt geschmiedet. Jeder Instinkt in mir will sie schnell und brutal brechen. Sie so lange unter Druck setzen, bis ihr Feuer erlischt und sie begreift, dass Gehorsam einfacher ist als Widerstand. Aber ich bin kein Mann, der sich von Instinkten beherrschen lässt. Instinkt macht Männer nachlässig, und nachlässige Männer sterben.

Also entscheide ich mich für Zurückhaltung.

Eve versteht es noch nicht. Ihre Wut, ihr Trotz, ihr hartnäckiges Schweigen sind keine Hindernisse. Sie sind der Kern dessen, weshalb ich sie will. Eine fügsame Frau ist für mich so nutzlos wie eine kaputte Waffe. Ich brauche sie scharf, brennend, unmöglich zu ignorieren. Sie soll jeden Tag gegen mich kämpfen. Denn wenn dieser Kampf sich schließlich in Verlangen verwandelt, wird es explosiv sein und nie mehr enden.

Bis dahin dulde ich ihren Zorn, wie ein General feindliches Feuer duldet. Als Teil des Schlachtfelds, nicht als dessen Ende.

Ich beobachte sie durch die Glaswand meines Arbeitszimmers. Sie ist wieder im Garten, flankiert von zwei Wachen, die so tun, als bemerkten sie ihre brodelnde Wut nicht.

Sie steht im Schatten einer Eiche, die Arme verschränkt, die Haltung steif. Der Wind spielt mit ihren Locken, und das Sonnenlicht verwandelt ihre Augen in geschmolzenes Glas. Sie sieht aus, als gehörte sie auf eine Leinwand. Eine dieser Heldinnen aus dem neunzehnten Jahrhundert, mitten in ihrer Rebellion gemalt, kurz davor, die Welt niederzubrennen.

Meine Welt.

Ich schließe die Akte vor mir. Genug Geschäftliches für heute. Manche Dinge verlangen dringendere Aufmerksamkeit.

Als sie ins Haus zurückkommt, fange ich sie im Flur ab. „Heute Abend machst du dich zum Essen zurecht“, sage ich leise, aber unmissverständlich.

Ihre Augen blitzen. „Gestern Abend hatte ich auch etwas an. Ich nehme an, nackt hätte ich noch mehr Blicke abbekommen.“

„Dann formuliere ich es so, dass du es verstehst. Heute Abend ziehst du dich so an, dass mir dein Anblick gefällt.“

Mein Blick gleitet bewusst abschätzig über ihre Jeans und ihr T-Shirt. „Du trägst, was ich genehmige. Jeden Abend wird ein Kleid für dich bereitliegen.“

„Sie halten mich für eine Puppe, mit der Sie Anziehen spielen können?“

„Du bist meine Verlobte.“ Ich mache eine Pause und genieße, wie sich bei dem Wort ihr Kiefer anspannt. „Das bedeutet, dass du mich repräsentierst. Ich lasse dich hier nicht wie eine verirrte Studentin in den Semesterferien herumlaufen.“

Ihre Lippen öffnen sich zu einer Erwiderung, doch ich schneide sie mit der nächsten Regel ab. „Du verlässt das Grundstück nicht ohne Erlaubnis. Du gehst nicht ohne Begleitung herum. Ich weiß jederzeit, wo du bist.“

„Wie im Gefängnis“, spuckt sie aus.

„Wie in einer Ehe.“ Ich trete näher, und sie legt den Kopf zurück, um mir weiter in die Augen sehen zu können. Ihre Wut gefällt mir. Sie schärft ihre Schönheit, lässt jedes Flattern ihres Pulses deutlicher hervortreten.

„Du willst, dass dein Vater weiteratmet? Das sind die Bedingungen. Gehorsam in der Öffentlichkeit ist nicht verhandelbar. Unter vier Augen kannst du schreien, bis dir die Kehle reißt.“

Sie ballt die Hände an ihren Seiten. „Ich wünschte, Sie würden wieder unter den Stein kriechen, der Sie ausgespuckt hat.“

„Ich schicke dir eine Postkarte“, sage ich und gehe an ihr vorbei. Meine Hand streift ihre Hüfte gerade lange genug, dass die Kameras es erfassen.

Das Abendessen ist eine Inszenierung. Der lange Tisch glänzt mit poliertem Silber und Kristall. Ein halbes Dutzend meiner Capos sitzt daran. Männer mit breiten Schultern, die meine Befehle tragen, und vernarbten Kiefern, weil sie sie durchsetzen. Sie trinken meinen Wein, essen mein Essen und vergessen ihren Platz nicht.

Eve kommt in dem Kleid herein, das ich in ihre Suite schicken ließ. Schwarze Seide, die sich an ihre Taille schmiegt und um ihre Oberschenkel fließt. Der Ausschnitt ist tief genug, um jeden Mann hier daran zu erinnern, weshalb er stirbt, wenn er zu lange hinsieht.

Sie trägt es nicht freiwillig. Das verraten ihr steifer Rücken, das hoch erhobene Kinn und das spöttische Lächeln, das einem Skalpell gleicht. Aber sie ist klug genug, um zu wissen, was passiert, wenn sie nicht gehorcht.

Ich gehe zu meinem Platz am Kopfende des Tisches und halte an, um Eve den Stuhl zu meiner Rechten zurückzuziehen.

Enzo steht hinter mir. Schweigend, breit wie ein Berg, wachsam wie ein Wolfshund. Die Männer werfen Eve Blicke zu, als sie sich setzt, und ich spüre ihre prickelnde Neugier. Wer ist dieses Mädchen, das ich aus dem Nichts geholt und an meinen Tisch gesetzt habe?

Eve spürt es auch. Sie sieht einen nach dem anderen finster an und fordert sie heraus, ihrem Blick standzuhalten. Mutig. Dumm. Perfekt.

Die Unterhaltung summt um uns herum. Gebiete, Schulden, Waffenlieferungen. Ich lasse die Männer reden. Meine Aufmerksamkeit gehört ihr. Sie zupft am Rand ihrer Serviette, der Kiefer angespannt. Ihr ganzer Körper verrät, wie viel Kraft es sie kostet, keine Angst zu zeigen.

Ich beuge mich näher, lasse meine Lippen ihr Ohr fast berühren. „Entspann dich“, murmle ich. „Du machst das Porzellan nervös.“

Sie zuckt leicht zusammen, ihre Knöchel werden auf dem Tischtuch weiß. „Flüstern Sie mir nicht so …“

Bevor sie den Satz beenden kann, handle ich. Ich lege einen Arm um ihre Taille und hebe sie mit einer fließenden, plötzlichen Bewegung auf meinen Schoß. Ein überraschter Laut geht den Tisch entlang, verstummt aber rasch. Niemand wagt zu lachen oder einen Kommentar abzugeben. Enzo bewegt sich nicht. Er weiß, dass das meine Angelegenheit ist.

Sie haben mich noch nie offen zärtlich mit einer Begleiterin erlebt. Vermutlich hat keiner von ihnen gedacht, dass ich überhaupt jemals heiraten würde. Für dieses Verhalten gibt es keinen Präzedenzfall, und niemand will das Risiko eingehen, etwas Falsches zu sagen oder zu tun. Also sitzen sie schweigend da und starren.

Eve wird steif, als hätte ich sie verbrannt. Sie stemmt die Hände gegen meine Brust und versucht, Abstand zwischen uns zu schaffen, doch ich rühre mich nicht. Meine Handfläche liegt breit auf ihrem Rücken und hält ihren Körper an meinem. Ihr Puls hämmert unter meinen Fingern. Das Gefühl ist berauschend.

„Sie verdammter …“, zischt sie so leise, dass nur ich es hören kann.

„Vorsicht“, flüstere ich zurück, mein Atem streift ihre Wange. „Sie hören dich. Und dann wissen sie genau, wie sehr du es hasst, auf dem Schoß deines Mannes zu sitzen. Das werde ich nicht dulden.“

Ihre Nägel graben sich in mein Hemd. Nicht tief genug, um die Haut aufzureißen, aber beinahe. Ich lächle an ihrer Schläfe. „Halt still. Lass sie sehen, wie gut du hierherpasst.“

Sie zittert, und ich spüre ihre Wut, ihre Scham und etwas Heißeres darunter. Genau das wollte ich.

Ich senke die Stimme weiter, nur für sie. „Du siehst heute Abend exquisit aus. Schwarz steht dir. Spürst du ihre Blicke? Die meiner Männer? Sie fragen sich, wie du schmeckst. Ich mich auch. Soll ich es ihnen beschreiben?“

Ihr Atem stockt abrupt. „Wagen Sie es nicht.“

„Oh, ich werde dich nicht teilen. Ich teile nicht. Aber vielleicht lasse ich sie sich vorstellen, was ich dir ins Ohr flüstere. Dass du lange vor dem Dessert mit meinem Schwanz in dir kommen wirst. Dass ich dir meinen Samen in die Kehle spritze und dir sage, du sollst schlucken wie eine gute kleine Ehefrau. Dass ich dich bald mit gespreizten Beinen und tropfender Muschi festhalte, bis deine Gebärmutter ihre Pflicht erfüllt.“

Sie erstarrt in meinen Armen. Ihre Haut rötet sich, die Farbe steigt in einer Welle von ihrem Hals bis zu den Wangen. Sie hasst jedes Wort, aber ein verräterisches Zittern läuft ihr den Rücken hinunter. Eine heiße Strömung, die nichts mit Scham zu tun hat.

Ich spüre, wie ihr Atem ein wenig schneller wird, wie ihr Puls hart unter meiner Handfläche schlägt.

Fuck. Es ist perfekt. Ich will sie so sehr, dass es schmerzt. Meine Eier waren noch nie so prall. Aber das ist gut. Mehr Sperma, um sie damit zu füllen, wenn es so weit ist.

Ich drücke meinen Mund an ihr Ohr und streife mit den Zähnen die Ohrmuschel. „Dein Körper lügt nicht, Eve. Das wird er nie. Du kannst Gift spucken, bis du daran erstickst. Aber wenn ich dich berühre, antwortest du mir.“

Ihre Stimme zittert, schwer vor Wut. „Lassen. Sie. Mich. Los.“

Ich verstärke meinen Griff gerade genug, um sie daran zu erinnern, wer entscheidet. „Niemals. Du bist genau da, wo du hingehörst.“

Schließlich lasse ich sie los und führe sie mit einer festen Hand an ihrer Taille zurück auf ihren Stuhl. Sie sieht mich nicht an. Sie starrt geradeaus, der Kiefer angespannt, die Wangen gerötet. Für jeden anderen sieht sie aus wie eine wütende Braut, die vor ihrer neuen Familie gedemütigt wurde.

Für mich sieht sie aus wie ein Sieg, der nur noch verkündet werden muss.

Denn ich habe es gespürt. Ihren rasenden Puls unter meiner Hand, ihren stockenden Atem, die Hitze, die sie nicht verbergen konnte. Sie hasst mich, und trotzdem reagiert ihr Körper. Sie wird mich genauso heftig begehren, wie ich sie will. Ich habe kein Problem damit, wenn unsere Beziehung rein körperlich bleibt.

Ich trinke einen Schluck Wein und lasse das Gespräch weitergehen, als wäre nichts geschehen. Hinter mir verlagert Enzo sein Gewicht ein wenig, sein massiger Körper verdeckt die Hälfte des Lichts. Die Männer halten die Augen auf ihre Teller gerichtet. Niemand wird darüber sprechen. Nicht, wenn ihm seine Zunge lieb ist.

Eve kocht neben mir vor Wut. Ihr Puls ist allerdings immer noch wild und verrät ihre Erregung.

Ich lächle in mein Glas. Zurückhaltung zahlt sich aus, wenn man ein wenig Geduld übt.

Continuez à lire ce livre gratuitement
Scanner le code pour télécharger l'application

Dernier chapitre

  • Unheilige Ehe   Kapitel 14 – Abrechnung im Wein

    EveIch stehe mitten in unserem Zimmer. Die Stille des Hauses drückt gegen meine Trommelfelle. Dominiks Hitze hängt noch an meiner Hüfte, wo seine Hand mich beansprucht hat. Diese eingebildete Wärme ist eine brutale Erinnerung daran, dass er mich für sein Eigentum hält.Jeder Seufzer, jedes Zucken, jeder Genuss gehört mir. Ich sehe alles und darf alles unterbrechen. Wie zum Teufel kommt er dazu, mir zu befehlen, baden zu gehen?Die Wut in mir ist nicht mehr heiß. Sie ist kalt und kristallklar. Geschärft von der Demütigung, dabei zusehen zu müssen, wie dieser Bastard einem Mann die Hand verletzt, nur weil er mich angesehen hat. Er hält mich für eine Trophäe, deren Wert sich daran bemisst, wie viel Gewalt er anderen antut.Ich brauche eine Pause von dem unablässigen Lärm in meinem Kopf.Ich stürme aus dem Schlafzimmer und wieder nach unten. Biege in Richtung Küchentrakt ab, meine Stilettoabsätze schlagen einen harten Rhythmus auf den Marmorboden.Ich will nicht baden. Ich will nicht nac

  • Unheilige Ehe   Kapitel 13 – Blut und Wein

    DominikIch habe immer darauf bestanden, dass mein Zuhause widerspiegelt, wer ich bin. Jetzt ist eine neue Variable hinzugekommen, und der Puls unseres gemeinsamen Lebens muss seinen Rhythmus erst finden.In der Abenddämmerung ist meine Villa bereit für ihren ersten Auftritt mit meiner Frau an meiner Seite.Poliertes Kristall, entzündete Kerzen, der lange Tisch mit reinweißem Leinen gedeckt. Die Gläser sind aus so makellosem Kristall, dass sie schon klingen, wenn man sie anhaucht.Doch ich sehe nicht auf die Gedecke. Ich sehe Eve an. Anders geht es nicht.Heute Abend trägt sie kein Kleid. Stattdessen habe ich einen anthrazitfarbenen Jumpsuit gewählt. Ein messerscharfer Schnitt, ein tiefer V-Ausschnitt und ein Satin-Obigürtel, der um ihre Taille geknotet ist. Gefährlich hohe schwarze Stilettos machen sie fast so groß wie mich.Ihr Haar ist auf eine Seite gelegt. Die Locken locker hochgebunden, damit die lange Linie ihres Halses frei bleibt. Keine Diamanten. Nur eine schmale goldene Arm

  • Unheilige Ehe   Kapitel 12 – Ausbruch aus dem goldenen Käfig

    EveDas Haus hat einen Herzschlag, wenn man genau hinhört.Regelmäßig stampfen die Stiefel der Wachen an meiner Tür vorbei. Lucianas Schritte sind schneller und leichter, begleitet vom leisen Klirren des Geschirrs auf einem Tablett. Enzos Gang ist unverwechselbar. Schwerer und langsamer als der der anderen. Ich habe sie alle gelernt. Jeder Laut hat sich wie eine Karte in mich eingeprägt. Jede Lücke ist eine mögliche Chance.Heute Morgen beschließe ich, es zu riskieren, nachdem ich tagelang mit mir gerungen habe.Ich bin diese unheilige Ehe eingegangen, um das Leben meines Vaters zu retten. Und dazu bin ich immer noch entschlossen. Aber als ich zugestimmt habe, mich Dominik Grimaldi auszuliefern, habe ich den Preis nicht ganz begriffen.Wie vollständig seine Welt mich verschlingen würde. Wie meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche restlos in dem untergehen würden, was er will.Sobald ich außer Sichtweite des Hauses bin, werde ich jemanden anhalten und um ein Handy bitten. Dad sagen, dass

  • Unheilige Ehe   Kapitel 11 – Der Morgen danach

    DominikAls die Dämmerung den Raum in blasses Licht taucht, liegt sie steif neben mir. Ihr ganzer Körper ist gespannt wie eine Bogensehne. Sie kehrt mir den Rücken zu, die Schultern eingezogen, als könnte sie sich vor der Erinnerung an letzte Nacht verstecken.Sie glaubt, sie hätte etwas gewonnen, weil sie mich ausgehalten hat, ohne zu zerbrechen. Ihr Schweigen, ihre hartnäckige Weigerung zu betteln, seien ein Sieg gewesen.Sie irrt sich.Der Triumph gehört ganz allein mir.Ich habe sie frustriert zurückgelassen. Zitternd. Nass und wütend auf sich selbst. Jede Sekunde, die sie vor Verlangen zitternd neben mir lag, jeder scharfe Atemzug, den sie zu unterdrücken versuchte, gehörte mir. Sie ist ein in die Enge getriebenes Tier, das die Zähne fletscht. Und das weckt in mir nur den Wunsch, meine noch tiefer in sie zu schlagen.Und sie wird niemals Erleichterung finden dürfen, ohne zu mir zu kommen und darum zu bitten.Als ich aufstehe, versucht sie sich wegzudrehen und tiefer in den Laken

  • Unheilige Ehe   Kapitel 10 – Die Hochzeitsnacht

    EveDer Lärm der Hochzeitsfeier klingt mir noch in den Ohren, verstummt aber schlagartig, als wir in die Auffahrt einbiegen.Kein Geplauder über Champagnergläsern, keine anschwellende Orchestermusik. Die Villa empfängt uns mit einer Stille, die so vollkommen ist, dass sie inszeniert wirkt. Als hätten die Wände den Befehl bekommen, den Atem anzuhalten.Mein Puls stolpert gegen meine Rippen. Ich richte mich auf und verberge jedes verräterische Zeichen, so gut ich kann. Vor ihm Angst zu zeigen fühlt sich an wie Blut im Wasser, während ringsum Haie kreisen.Am Fuß der Marmorstufen zögert Dominik nicht. Er beugt sich vor, nimmt mich auf die Arme und hebt mich mühelos vom Boden. Mein erschrockenes Keuchen bleibt mir im Hals stecken. Um seinen Mund spielt diese leise, kalte Belustigung, die ich schon viel zu gut kenne.„Willkommen zu Hause, Mrs. Grimaldi“, murmelt er und trägt mich über die Schwelle.Die Worte legen sich wie Fesseln auf meine Haut. Schwerer noch als der Ring, der schon an me

  • Unheilige Ehe   Kapitel 9 – Die Zeremonie der Macht

    DominikHochzeiten sollen Feste sein. Meine ist ein Bühnenstück, und ich führe Regie.Das Gewölbe der Kathedrale ragt hoch über uns auf. Die Rippenbögen lenken den Blick zu Heiligen aus Stein, während die Buntglasfenster farbiges Licht über den Mittelgang bluten lassen.Jede Bank ist besetzt. Der riesige Innenraum quillt über von Männern und Frauen, die wissen, wie man lächelt, während man einen Mord plant.Blumen ergießen sich über jeden Sims und jede Säule, so üppig, dass der Marmor sich unter ihrem Gewicht zu biegen scheint. Kerzen brennen in eisernen Wandhaltern. Ihr Schein ringt mit dem Sonnenlicht aus den Rosettenfenstern und vergoldet die Szene in gebrochenem Glanz.Selbst der Priester trägt die Zufriedenheit eines Mannes im Gesicht, der für seine plötzliche Flexibilität gut bezahlt wurde. Seine Stimme ist weich von der großzügigen Spende, die eine so kurzfristige Zeremonie erst möglich gemacht hat.Die Heiligkeit dieses Ortes lässt sich so leicht beugen wie Männer. Die Ironie

Plus de chapitres
Découvrez et lisez de bons romans gratuitement
Accédez gratuitement à un grand nombre de bons romans sur GoodNovel. Téléchargez les livres que vous aimez et lisez où et quand vous voulez.
Lisez des livres gratuitement sur l'APP
Scanner le code pour lire sur l'application
DMCA.com Protection Status