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KAPITEL 26

Autor: Nikolaus
last update Data de publicação: 2026-09-18 23:25:43

Die drei Wölfe auf dem Bergrücken rührten sich nicht.

Maras Herz hämmerte gegen ihre Rippen, als sie sie in der hereinbrechenden Dämmerung beobachtete. Sie waren riesig, ihr dunkles Fell wehte im Wind, ihre goldenen Augen auf die kleine Gruppe unten gerichtet. Azilla rührte sich in ihren Armen und spürte Maras Anspannung selbst im Schlaf.

„Nicht bewegen“, murmelte Derick. „Nicht weglaufen. Sie greifen nicht an.“

"Doch", flüsterte Crystal hinter ihnen.

Der größte Wolf trat vor, seine Pfoten laut
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  • VERHEIRATET MIT DEM ONKEL MEINES EX   KAPITEL 29

    Mira wartete im Flur auf sie.Sie stand im Schatten nahe einem Fenster, ihre schmale Gestalt fast durchscheinend vor der dunklen Holzvertäfelung. Das Abendlicht erfasste die Vertiefungen ihrer Wangen und die scharfen Konturen ihrer Schlüsselbeine und ließ sie wie etwas Unfertiges erscheinen. Ein Geist, der noch nicht ganz verblasst war.Maras Schritte verlangsamten sich. Als sie Mira das letzte Mal gesehen hatte, lag die Frau in Calebs Laken verstrickt, ihr dunkles Haar wie ein Anspruch über seine Brust ausgebreitet. Damals war sie schön gewesen, auf eine kalte, berechnende Art. Jetzt sah sie aus wie ein Haus, das jahrelang verlassen war, mit zerbrochenen Fenstern und bröckelnden Wänden.„Derick. Mara.“ Miras Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, als ob jedes lautere Sprechen sie zerbrechen könnte. Sie sah sie nicht direkt an, ihr Blick war auf einen Punkt nahe dem Boden gerichtet. „Ihr seid zurückgekommen.“„Das haben wir.“ Dericks Stimme klang sorgfältig neutral. „Wir haben Angeleg

  • VERHEIRATET MIT DEM ONKEL MEINES EX   KAPITEL 28

    Das Gebiet um Wellington machte sich durch eine veränderte Atmosphäre bemerkbar.Mara spürte es, bevor sie es sah, eine Veränderung in der Luft, die wie eine schwere Last auf ihrer Haut lastete. Der Duft von Kiefern und Erde wich etwas Älterem, etwas, das nach Heimat roch und gleichzeitig schmerzte. Ihr Wolf regte sich, unruhig und misstrauisch, und erkannte das Land selbst nach drei Jahren der Abwesenheit wieder.Sie hatten das Auto vor zwei Stunden zurückgelassen und setzten ihren Weg zu Fuß durch den dichten Wald fort, der die äußere Grenze des Rudels markierte. Alaric ging voran, Sera und Finn flankierten sie und suchten die Bäume nach Anzeichen von Patrouillen ab. Derick ging neben Mara, so nah, dass sich ihre Arme bei jedem Schritt berührten.Azilla war nun wach und drehte seinen kleinen Kopf hin und her, während er die ungewohnte Umgebung erkundete. Seit sie die Hütte verlassen hatten, war er still gewesen und hatte die Anspannung der Erwachsenen um ihn herum gespürt.„Mama, wo

  • VERHEIRATET MIT DEM ONKEL MEINES EX   KAPITEL 27

    Das von Alaric bereitgestellte Auto war alt und roch nach Staub und Kiefernholz, aber es fuhr reibungslos genug, als sie sich ihren Weg durch den Bergpass bahnten.Mara saß mit Azilla auf dem Schoß auf dem Rücksitz und beobachtete durchs Fenster die sich verändernde Landschaft. Der dichte Wald wich schroffen Klippen und offenen Tälern, das Morgenlicht tauchte alles in Gold- und Grautöne. Es war auf eine raue, unbarmherzige Weise schön. Ganz anders als die sanft grünen Parks von Vadania oder die gepflegten Straßen ihrer alten Nachbarschaft.Sie presste ihre Stirn gegen das kühle Glas und ließ die Erinnerung auf sich wirken.Die winzige Wohnung mit ihren knarrenden Dielen und der maroden Wasserleitung. Wie das Morgenlicht durchs Küchenfenster strömte, während sie Azillas Frühstück zubereitete. Mrs. Patterson aus Zimmer 3B, die immer stehen blieb, um das Baby zu bewundern und nie nach dem fehlenden Vater fragte. Der Tante-Emma-Laden, wo sie Milch und Brot kaufte, der Besitzer, der ihr Ge

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    Die drei Wölfe auf dem Bergrücken rührten sich nicht.Maras Herz hämmerte gegen ihre Rippen, als sie sie in der hereinbrechenden Dämmerung beobachtete. Sie waren riesig, ihr dunkles Fell wehte im Wind, ihre goldenen Augen auf die kleine Gruppe unten gerichtet. Azilla rührte sich in ihren Armen und spürte Maras Anspannung selbst im Schlaf.„Nicht bewegen“, murmelte Derick. „Nicht weglaufen. Sie greifen nicht an.“"Doch", flüsterte Crystal hinter ihnen.Der größte Wolf trat vor, seine Pfoten lautlos auf dem felsigen Boden. Langsam und bedächtig stieg er den Bergrücken hinab, den Blick fest auf Derick gerichtet. Unten angekommen, blieb er stehen und setzte sich auf die Hinterbeine – ein klares Zeichen der Gewaltlosigkeit.Derick atmete langsam aus. „Das ist Alaric. Einer der Wölfe, von denen ich dir erzählt habe.“Der Wolfskörper schimmerte, Knochen verschoben sich, Fell wich zurück, Gliedmaßen nahmen eine neue Form an. Sekunden später stand ein Mann vor ihnen. Er war groß und schlank, m

  • VERHEIRATET MIT DEM ONKEL MEINES EX   KAPITEL 25

    Die Entscheidung legte sich wie ein schweres, endgültiges Leichentuch über Mara.Sie wanderten stundenlang durch den Wald, dessen Baumbestand allmählich lichter wurde, als sich das Gelände von dichtem Wald zu sanften Hügeln wandelte. Derick führte sie mit unerschütterlicher Zuversicht, ohne jemals anzuhalten, um Karte oder Kompass zu konsultieren. Er bewegte sich wie ein Mann, der genau wusste, wohin er ging, selbst als der Pfad unter ihren Füßen zu verschwinden schien.Azilla war an Maras Schulter eingeschlafen, sein kleiner Körper hatte sich endlich der Erschöpfung ergeben. Sein Atem streifte sanft ihren Hals, warm und gleichmäßig. Sie konzentrierte sich auf diesen Rhythmus und fand darin Halt, wenn die Angst sie zu überwältigen drohte.„Wir erreichen die Grenze bis zum Einbruch der Dunkelheit“, sagte Derick leise und schloss zu ihr auf. „Es gibt einen kaum bewachten Grenzübergang. Wir werden im Schutze der Dunkelheit hindurchschlüpfen.“„Und dann?“ Maras Stimme war heiser von stund

  • VERHEIRATET MIT DEM ONKEL MEINES EX   KAPITEL 24

    Crystals Handy vibrierte, gerade als sie sich wieder bewegen wollten.Sie zog es aus der Tasche und runzelte die Stirn, als sie den Bildschirm las. „Es ist meine Nachbarin aus dem Wohnhaus. Sie passt seit unserer Abreise auf die Wohnung auf.“Maras Herz machte einen Sprung. „Was sagt sie?“Crystal wurde kreidebleich, als sie die Nachricht las. „Sie sagt, jemand habe letzte Nacht versucht einzubrechen. Das Schloss an der Hintertür des Gebäudes wurde aufgebrochen, und im Flur vor meiner Wohnung sind schlammige Fußspuren.“ Sie blickte auf, ihre Augen vor Angst geweitet. „Sie gehen von Tür zu Tür, Mara. Fragen nach uns.“Der Wald schien sich um sie herum zu schließen, die Bäume drängten näher, die Schatten wurden trotz der Morgensonne immer dunkler. Mara spürte, wie ihr letzter Hoffnungsschimmer schwand. Die Jäger folgten ihnen nicht einfach nur. Sie zerstörten ihr Leben, Stück für Stück.„Hat sie die Polizei gerufen?“, fragte Derick mit angespannter Stimme.„Sie hat Angst. Diese Männer z

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