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VOM HOCKEY-REAPER ANGEHEUERT
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Penulis: Genesis

Kapitel 1

Penulis: Genesis
last update Tanggal publikasi: 2026-10-01 20:36:37

ELLA

Man erkennt den Teufel nicht immer sofort, wenn er einem gegenübersitzt. Manchmal braucht es nur einen hässlichen Auslöser, bevor er die Maske fallen lässt und man sieht, was die ganze Zeit darunter gelebt hat.

Edward ist dieser Teufel. Mein Freund. Oder der Mann, der es einmal war, denn nach heute Nacht weiß ich nicht mehr, was zum Teufel wir überhaupt noch sind. Ich weiß bereits, was er ist. Das rede ich mir immer wieder ein. Und trotzdem fleht ein Teil von mir, Gott helfe mir, darum, aufzuwachen und festzustellen, dass das alles nur ein krankhafter Albtraum ist.

„Edward.“ Sein Name kam gebrochen über meine Lippen. Ich schluckte Tränen hinunter, die mir bis tief in den Hals brannten. Mein Verstand konnte den Mist, der aus seinem Mund kam, einfach nicht begreifen. Alles prallte an mir ab.

Ich trat näher, zitternd, und suchte sein Gesicht nach auch nur einem winzigen Rest des Mannes ab, den ich zwölf Monate lang geliebt hatte. „Musst du das wirklich so weit treiben? Liebst du mich überhaupt?“

Der letzte Satz traf ihn. Sein Kiefer verspannte sich. Er starrte mich einen Moment lang an, als hätte ich etwas Dummes gesagt. Dann lachte er. Nicht dieses warme Lachen, mit dem ich früher eingeschlafen war. Dieses hier war kalt. Gemein.

„Liebe?“

Er spuckte das Wort aus, als würde es schlecht schmecken. Mein Magen drehte sich um.

„Ja. Liebe“, flüsterte ich.

„Halt die verdammte Klappe, Ella, und komm endlich zur Vernunft.“

Er trat so heftig gegen den Beistelltisch, dass das schwere Glas gegen die Wand flog und zerbarst. Ich bekam nicht einmal die Chance, zurückzuspringen. Er war bereits bei mir. Seine Hände schlossen sich um meine Schultern, seine Finger gruben sich durch mein Shirt und hielten mich fest.

„Hör auf, über Liebe zu reden!“ Sein Gesicht war direkt vor meinem. Seine Augen waren dunkel und voller Wut. „Hast du überhaupt eine Ahnung, was gerade auf dem Spiel steht? Ich bin der aufsteigende Star der gesamten Liga. Jeder beobachtet mich. Ich bin kurz davor, einen Topvertrag zu bekommen, und du glaubst, ich lasse zu, dass ein einziges geleaktes Foto meine Zukunft zerstört?“

Er schüttelte mich. Nicht stark genug, um mich zu Boden zu werfen, aber gerade so heftig, dass die Angst durch meine Brust schoss.

„Hör mir zu. Du wirst tun, was ich dir sage. Du wirst mit den Reportern reden.“ Seine Stimme wurde leiser, hart und befehlend. „Du wirst sagen, dass es ein Missverständnis war. Du wirst die Geschichte aus der Welt schaffen. Sag ihnen, dass wir nie miteinander ausgegangen sind. Sag ihnen, dass du nur ein Fan bist. Mir ist scheißegal, was du sagst, solange du meinen Namen reinwäschst.“

Er sah leer aus. Berechnend. Das war nicht der Mann, der mich früher jeden Abend geküsst hatte. Das war jemand, der bereit war, mich niederzutrampeln, nur damit seine Hände sauber blieben.

Die Angst fraß sich durch meinen Magen. Doch darunter war ich immer noch diese sture Ella, die meine Mutter niemals hatte ausstehen können. Edward würde das gleich herausfinden. Ich würde mich ganz sicher nicht von ihm als Fußabtreter benutzen lassen.

Ich schloss die Augen, zwang mich, stillzuhalten, und öffnete sie dann wieder, um ihm direkt in die Augen zu sehen.

„Nein, Edward. Du wirst mir zuhören.“

Ich zog mich ein wenig zurück und richtete mich so weit auf, wie ich konnte. „Ich, Ella David, werde den Medien einen Scheiß erzählen. Und ich werde dich nicht decken. Kein einziges Wort.“

Seine Hände lockerten sich an meinen Schultern. Sein Mund stand offen.

„Und wenn du weiter Druck machst, werde ich allen erzählen, dass du ein ganzes Jahr lang mit mir geschlafen hast, mit deiner verdammt hohen Libido.“ Die Wut brach endlich aus mir heraus. „Wie kannst du es wagen? Du hast mir meine Jungfräulichkeit genommen. Du hast mir die Welt versprochen, während ich im Hintergrund im Physiotherapie-Team geblieben bin, damit ich deine kostbare Karriere nicht gefährde. Und jetzt taucht ein einziges Foto von uns auf und du willst, dass ich mich vor Kameras stelle und mich als was bezeichne? Als deine Bettwärmerin? Als irgendeinen besessenen, verzweifelten Fan, der dir bis in ein Hotel gefolgt ist?“

Ich stemmte beide Hände gegen seine Brust und stieß ihn mit aller Kraft von mir. Er stolperte zurück.

„Und merk dir das.“ Ich starrte ihn an, als wäre er Dreck. „Du hast mich nicht verlassen, du selbstsüchtiger, erbärmlicher Feigling. ICH HABE DICH VERLASSEN. Also fahr zur Hölle, Edward. Ich werde diesen Kameras kein einziges Wort sagen.“

Ich drehte mich auf meinen Stiefeln um und stürmte aus seiner Wohnung, bevor er überhaupt begreifen konnte, was ich gesagt hatte.

In dem Moment, in dem die Tür hinter mir zuschlug, kamen die Tränen. Heftig. Schluchzer um Schluchzer rissen durch meine Brust, während ich den mit Teppich ausgelegten Flur hinuntereilte. Alles verschwamm vor meinen Augen. Ich wischte mir immer wieder übers Gesicht und verfluchte ihn. Verfluchte diesen Titel als aufsteigender Star. Verfluchte mein eigenes dummes Herz dafür, dass ich ihm erlaubt hatte, mich zu benutzen und mir ein verdammtes ganzes Jahr lang ins Gesicht zu lügen.

Ich schaffte es bis in die Tiefgarage und lehnte mich gegen eine Betonsäule, weil meine Beine einfach nicht mehr konnten. Meine Knie gaben nach. Ich rutschte an der Säule hinunter und bedeckte mein Gesicht mit beiden Händen. Ich weinte so heftig, dass ich kaum Luft bekam.

Dann knallten die Aufzugtüren auf.

Mein Herz machte einen Sprung. Ich trat zurück in den Schatten der Säule, hielt den Atem an und wischte mir so schnell wie möglich über das Gesicht.

Edward stürmte mit dem Handy ans Ohr in die Garage. Seine Schuhe klatschten auf den Beton. Sein Gesicht war rot.

„Organisier verdammt noch mal die Presse!“ Seine Stimme hallte von den Wänden wider. „Ich erkläre es noch heute Abend. Mir ist scheißegal, was du dafür klären musst. Bring es einfach zustande. Ich kann Bella nicht verlieren!“

Bella James. Die Tochter des milliardenschweren Vorstandsmitglieds.

Er sah nicht einmal in meine Richtung. Er riss die Tür seines Sportwagens auf, schlug sie zu und ließ den Motor aufheulen. Die Reifen kreischten auf dem Beton, als er aus der Garage und auf die Straße raste. Kein einziges Mal sah er zurück.

Ich blieb nicht stehen, um nachzudenken. Ich rannte hinaus, winkte ein gelbes Taxi heran und warf mich auf den Rücksitz.

„Folgen Sie dem roten Sportwagen“, sagte ich dem Fahrer. Meine Stimme zitterte.

Wir blieben ihm bis zur Arena des Teams auf den Fersen. Draußen hatten sich bereits Reporter versammelt. Kameras blitzten, Mikrofone wurden ihm entgegengestreckt. Ich blieb im Taxi und bezahlte dem Fahrer extra, damit er den Taxameter weiterlaufen ließ, während ich durch das Fenster beobachtete.

Edward stieg aus dem Wagen und veränderte innerhalb einer Sekunde sein ganzes Gesicht. Der wütende, panische Mann aus der Garage war verschwunden. Jetzt trug er dieses sanfte, traurige kleine Lächeln für die Kameras, als wäre er derjenige, dem Unrecht getan worden war.

Ein Reporter hielt ihm ein Mikrofon hin. „Edward! Ist die Frau auf dem Hotelfoto Ihre heimliche Freundin?“

„Die Gerüchte im Internet sind vollkommen falsch“, sagte er vollkommen gelassen. Seine Stimme hallte von den Wänden der Arena wider. „Die Frau auf diesen Aufnahmen ist Ella David, ein Mitglied unseres Physiotherapie-Teams, die berufliche Grenzen überschritten hat. Sie ist mir bis zu meinem Hotel gefolgt und verfolgt mich seit Monaten. Ich werde rechtliche Schritte einleiten, um meine Privatsphäre zu schützen … besonders jetzt, da ich offiziell mit Bella James verlobt bin.“

Mein Herz fiel zu Boden.

Er hatte uns nicht einfach nur ausgelöscht. Er hatte meinen Namen vor dem ganzen Land durch den Dreck gezogen und mich als besessene Stalkerin dargestellt, nur damit er seine reiche Verlobte heiraten konnte.

Mein Handy begann ununterbrochen zu vibrieren. Noch bevor ich mir die Anrufe ansehen konnte, erschien eine E-Mail.

Betreff: Sofortige Suspendierung ohne Bezahlung

Der Vorstand suspendierte mich auf der Stelle, um seinen aufstrebenden Star zu schützen. Niemand stellte mir auch nur eine einzige Frage.

Ich schloss die Augen. Tränen liefen über mein Gesicht.

Probleme kommen niemals einzeln. Direkt danach erschien eine weitere Benachrichtigung, die mich daran erinnerte, dass die Intensivstationsrechnung meines Vaters in achtundvierzig Stunden fällig war.

Meine Hände zitterten so stark, dass mir das Handy aus der Hand fiel und auf den Boden des Taxis krachte.

Die Pressekonferenz war vorbei.

Der Schaden war es nicht.

„Wohin, junge Dame?“, fragte der Fahrer leise und beobachtete mich im Rückspiegel.

„Fahren Sie einfach …“, flüsterte ich und presste meine Hand auf den Mund, damit kein Schluchzen herauskam.

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