Se connecterEr räusperte sich, und im Raum wurde es wieder still.„Nach reiflicher Überlegung“, begann er mit fester, klarer Stimme, „habe ich beschlossen, einige Änderungen an unserer Führungsstruktur vorzunehmen. Elizabeth Anderson ist nicht länger als Head of Design für uns tätig. Ihre Position wird ab sofort von jemandem übernommen, der sich in kürzester Zeit durch harte Arbeit, Talent und Engagement bewährt hat.“Mein Herz setzte einen Schlag aus. Ich starrte auf den Boden, zu ängstlich, um aufzublicken. Geschah das wirklich? War es das, was ich gerade hineininterpretierte?„Maya Delaney“, fuhr Williams fort, während sein Blick quer durch den Raum den meinen suchte, „ist unsere neue Head of Design.“Ein Raunen und Gemurmel ging durch das Team. Ich stand wie erstarrt da; meine Lippen waren leicht geöffnet, doch ich brachte kein Wort heraus, und der Atem stockte mir im Hals.Head of Design? Ich? Die Worte wirkten zu groß, kamen zu überraschend. Ich war kaum ein paar Wochen hier, und doch trat
Ich ging zügigen Schrittes auf den Eingang der Lobby zu, die Tasche in der Hand, meine Absätze klackerten scharf auf dem Beton; ich nahm meine Umgebung kaum wahr, denn meine Gedanken waren schwer.Die Woche nach der UrbanAxis-Reise war nicht gerade leichter gewesen; das UrbanAxis-Projekt hatte Banks Holdings ein neues Gesicht verliehen. Die Woche war angefüllt mit neuen Kunden und Akten, die ständig über meinen Schreibtisch gingen. Mühsam – das trifft es wohl am besten.So sehr, dass ich meinen Arzttermin auf heute verschoben hatte. Als ich heute Morgen meinen Schreibtisch verließ, hatte ich nicht viel erwartet; vielleicht eine hohe Dosis Vitamine und eine neue Standpauke darüber, wie man Stress bewältigt.Genau das hatte ich erwartet! Stress hier, Stress da. Nicht ein ganz neues Leben, das in mir heranwuchs.Ein Leben wuchs in mir, während ich den Sex-Marathon mit Williams genoss. Himmel! Maya! schalt ich mich selbst.Worauf hast du dich da nur eingelassen? Ich ging weiter.Da ist Ma
Ich saß vor der Ärztin; meine Lippen waren fest zusammengepresst, meine Hände zitterten so stark, dass das Papier darin wie ein gefangener Vogel flatterte. Ich blinzelte hastig, um den verschwommenen Schleier vor meinen Augen zu vertreiben. Mein Mund öffnete sich, doch kein Laut drang heraus.Die Worte der Ärztin hallten in meinem Kopf wider; sie gratulierte mir, als wäre dies die beste Nachricht der Welt. Ich brachte kein einziges Wort heraus. Ich konnte nicht glauben, was mir das Ergebnis des Bluttests schwarz auf weiß entgegenschrie.Die Ärztin lehnte sich leicht vor; ihre Stimme klang sanft. „Frau Delaney? Ist alles in Ordnung?“Ich nahm das Papier von meinem Gesicht weg und zwang mich zu einem schwachen Lächeln, während ich ihr in die Augen sah.„Nein … Nein, Frau Doktor“, sagte ich leise, aber bestimmt. „Ich glaube, das kann nicht stimmen. Ich weiß, was ich spüre, und es ist definitiv keine Schwangerschaft. Ich hatte meine Periode erst letzte Woche – tatsächlich.“Sie nickte lan
Das Abendlicht fiel durch die großen Fenster der Hotellounge und warf lange Schatten auf den polierten Holzboden. Ich hatte mein Zimmer verlassen und war in die Lounge hinuntergegangen, wobei ich meinen Notizblock fest an die Brust drückte.Ich saß allein an einem ruhigen Ecktisch und nippte an einer Tasse Kräutertee – vielleicht würde er meiner Zunge guttun und sie wieder etwas beleben.Die TerraNova-Reise war anstrengend, aber produktiv gewesen. Meine Entwürfe nahmen Gestalt an, und zum ersten Mal seit Langem hatte ich das Gefühl, etwas zu erschaffen, das wirklich mir gehörte.Schritte näherten sich. Ich musste nicht aufsehen, um zu wissen, wer es war. Schon vor dem dumpfen Geräusch der Schritte verriet mich ihr Duft.Evelyn blieb ein paar Schritte entfernt stehen; ihre Hände waren fest vor ihr ineinander verschränkt. Sie wirkte kleiner als sonst … die Schultern leicht hochgezogen, die Augen müde, aber entschlossen. Sie wartete, bis ich endlich den Blick hob.„Maya“, sagte sie leise
Das Morgenlicht fiel sanft durch die Vorhänge und tauchte das Zimmer in warmes Gold. Ich wälzte mich langsam im Bett hin und her … in Williams’ Bett.In den letzten Tagen, seit jener regnerischen Nacht, hatten wir abwechselnd in unseren jeweiligen Zimmern übernachtet. Und uns dabei schamlos unseren Sex-Marathons hingegeben … Man konnte wohl sagen, dass die große Entfernung zu dem Chaos, das uns in Manhattan erwartet hätte, einen ganz eigenen erotischen Reiz ausübte.Mein Körper fühlte sich schwer und auf eine Weise erfüllt an, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebt hatte. Williams’ Arm lag um meine Taille, seine Brust drückte sich warm und fest gegen meinen Rücken. Sein Atem strich langsam und gleichmäßig über meinen Nacken.Einen Moment lang genoss ich diesen Augenblick, eingehüllt in seinen Duft und die Erinnerung an seine Hände auf meiner Haut – und an seine Stimme, die die ganze Nacht hindurch im Dunkeln meinen Namen geflüstert hatte.Ich drehte mich in seinen Armen um und öffne
Mit einem einzigen Ruck riss er mir die Shorts vom Leib und schleuderte sie irgendwohin – Gott weiß wohin; meine Oberschenkel lagen frei und zuckten im kalten Luftzug, der von der Tür herüberwehte.Dann drehte er sich wieder zu mir um und zog mir das Sweatshirt aus, als würde er einen kostbaren, süßen Schatz enthüllen. Sweatshirt und Bluse kamen in einem Zug herunter und landeten als Haufen auf dem Boden.Sein Blick wanderte zu dem roten Spitzen-BH, der meine vollen Brüste eng umschloss; seine Augen dunkelten nach, sobald sie auf die dunklen, hervorstehenden Brustwarzen fielen.„Ich liebe sie dunkel und pochend, Maya“, knurrte er, während er mir immer wieder Küsse auf die Lippen drückte; zwei Finger legten sich um eine Brustwarze, dann drückte er sie fest und süß zusammen.„Ugh-gh“, stöhnte ich auf und genoss den süßen Schmerz, von dem ich einfach nicht genug bekommen konnte. Für einen Moment vergaß ich alle Sorgen und alles, was die Medien zu sagen hatten.Meine Hände bewegten sich s
„Maya!“, schrie er immer noch und hämmerte laut gegen die Tür. „Du wolltest die Tür nicht öffnen, oder? Du hast nur noch 48 Stunden! Ich gebe dir 48 Stunden, um dich schleunigst nach Hause zu schleppen, sonst bist du selbst schuld!“, drohte er.Ich saß still auf dem kalten Boden, die Beine zusammen
Was sollte ich ihm sagen? Dass ich nur gespielt hatte? Mein Finger schwebte über der Nachricht, als wäre sie eine tickende Zeitbombe.Schließlich klickte ich.„Hey, Süße. Ich habe deinen Anruf verpasst. Ich habe versucht, dich zu erreichen, aber die Leitungen sind wohl nicht auf meiner Seite. Sag B
Evelyns Limousine bog in die Einfahrt ein und parkte direkt unter dem Mahagonibaum vor ihrem Apartment. Eine kühle Brise streichelte mein Gesicht, als ich aus dem Beifahrersitz stieg.Was war schlimmer als ein gebrochenes Herz? Zurückweisung, besonders ausgerechnet an dem Tag, an dem man sich so se
Das Handy vibrierte unaufhörlich auf dem Nachttisch. Ich griff danach und strich mit dem Finger über den Bildschirm, ohne hinzusehen.„Alles Gute zum Geburtstag, Maya … Ich hoffe, du hast heute viel Spaß.“ Die Stimme war tief, aber sanft. Männlich im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Herz hämmerte. I







