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Kapitel 22: Das Ritual der Lichtung

Author: Azilla
last update publish date: 2026-11-04 18:11:47

Der Vormittag hatte den dichten Nebel, der wie ein weißes Tuch über den Tannen des Blackwood-Forstes gelegen hatte, in einen feinen, goldenen Dunst aufgelöst. Das Sonnenlicht brach sich in unzähligen Strahlen durch das dichte Blätterdach und tauchte die große Lichtung vor der Blockhütte in ein warmes, fast feierliches Licht.

Lena stand vor dem raumhohen Fenster der Holzhütte und blickte hinaus auf den Platz. Sie trug ein einfaches, aber elegantes, dunkelgrünes Kleid aus weichem Stoff, das ihr
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    Der Vormittag hatte den dichten Nebel, der wie ein weißes Tuch über den Tannen des Blackwood-Forstes gelegen hatte, in einen feinen, goldenen Dunst aufgelöst. Das Sonnenlicht brach sich in unzähligen Strahlen durch das dichte Blätterdach und tauchte die große Lichtung vor der Blockhütte in ein warmes, fast feierliches Licht. Lena stand vor dem raumhohen Fenster der Holzhütte und blickte hinaus auf den Platz. Sie trug ein einfaches, aber elegantes, dunkelgrünes Kleid aus weichem Stoff, das ihr Marcus am frühen Morgen mit einer tiefen, ehrerbietigen Geste gebracht hatte – eine traditionelle Gabe des Packs für seine Luna. Ihre Haare fielen offen und in sanften Wellen über ihre Schultern. Hinter ihr, nur wenige Schritte entfernt, stand Liam. Er hatte sie angekleidet, seine Hände waren dabei zärtlich, aber mit einer unverkennbaren, besitzergreifenden Intensität über ihre Arme gefahren, als wollte er sicherstellen, dass sie wusste, dass sie vollständig zu ihm gehörte. Jetzt stand er da, i

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    Der Raum schrumpfte in diesem Augenblick auf den winzigen, glühenden Radius zusammen, den das Kaminfeuer auf den dicken Schaffellteppich warf. Jedes Knistern des brennenden Holzes, jeder ferne Hauch von Nachtwind, der draußen an den massiven Kiefernstämmen rüttelte, schien unendlich weit entfernt zu sein. Da gab es nur noch die schwere, vertraute Hitze von Liams Körper direkt hinter ihr, der sanfte, raue Zug seines Atems auf ihrer Wange und das unerbittliche, doppelte Pochen seines Herzens, das sich wie eine zweite, wildere Natur in Lenas Brust ausbreitete. Seine Lippen waren nur noch einen Herzschlag von den ihren entfernt. Sie konnte das Verlangen in seiner Haltung spüren – eine rohe, ungeduldige Macht, die von ihm ausging und sich doch eisern im Zaum hielt. Er wollte sie nicht überrumpeln. Er wollte, dass sie jeden einzelnen Atemzug dieser Annäherung bewusst erlebte, dass jede Barriere, die ihr menschlicher Verstand in den letzten Wochen mühsam errichtet hatte, unter dieser langsa

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