LOGIN„Elena, wo bist du?“Felix saß auf der Rückbank. Als er hörte, dass mit Elenas Stimme etwas nicht stimmte, verengten sich seine Augen schlagartig.Elenas Atem ging schnell und schwach.„An der Südstraße beim Krankenhaus. Ich ... ich bin im Auto.“„Gut. Keine Angst. Ich bin sofort da.“Felix’ Stimme spannte sich an.Er befahl Marius sofort, dorthin zu fahren.Der Anruf blieb die ganze Zeit verbunden. Unterwegs sprach Felix ununterbrochen auf sie ein und versuchte, sie zu beruhigen.Doch auf Elenas Seite wurde es immer stiller.Felix’ Gesicht wurde finster. Die Angst saß ihm plötzlich eng in der Brust.Zum Glück war sein Wagen nicht weit entfernt.Sie kamen schnell voran. Trotzdem reichte es ihm nicht.Er drängte Marius immer wieder zur Eile.Eine Angst, die er kaum kontrollieren konnte, breitete sich in seiner Brust aus.Er biss die Zähne fest zusammen.„Elena, hab keine Angst. Ich bin gleich da.“„Okay ... beeil dich ...“Elenas schwache Antwort war von Tränen durchsetzt.Felix’ Herz z
Dann holte Elena erneut aus.Eine Ohrfeige links, eine rechts.Die Schläge trafen Anja so hart, dass sie mehrere Schritte zurücktaumelte.„Ich will dich nicht nur schlagen.“Elena presste die Worte zwischen den Zähnen hervor.Ihre Augen waren rot, voller Hass.„Ich will dich am liebsten umbringen!“Anja kam wieder zu sich und stürzte wie von Sinnen auf sie zu.„Ich bringe dich um!“Doch sie war von klein auf verwöhnt worden.Und in den letzten fünf Jahren hatte sie kaum noch Kraft gehabt.Gegen Elena kam sie überhaupt nicht an.Schon nach kurzer Zeit lag Anja auf dem Boden.Elena kniete über ihr, hielt sie unten und schlug ihr eine Ohrfeige nach der anderen ins Gesicht.Klatsch! Klatsch! Klatsch!Anja konnte sich nicht befreien. Ihr Gesicht brannte vor Schmerz, ihr Körper wurde immer schwächer.Ihre Stimme begann zu zittern.„Elena, bist du verrückt? Lass mich los. Hör auf!“„Es tut so weh. Hör auf!“Adrian starrte fassungslos auf die Szene.Zum ersten Mal sah er Elena derart außer Kon
„Vor zehn Jahren arbeiteten die Weiß-Gruppe und die Brandt-Gruppe gemeinsam an Elektrofahrzeugen. Grundlage war genau das System, das Elena entwickelt hatte.“„Nur leider war dieses System noch nicht wirklich fertig.“Anjas Stimme klang beinahe genüsslich.„Elenas Mutter geriet damals in einen Unfall. Das Elektrofahrzeug, in dem sie saß, bekam eine Fehlfunktion. Die Türen verriegelten sich, dann fing der Wagen Feuer.“„Sie verbrannte bei lebendigem Leib im Auto.“Als Elena diese Worte hörte, zog sich ihre Brust schmerzhaft zusammen.Der Schmerz schnürte ihr fast die Luft ab.„Von dieser Sache habe ich gehört.“Adrian runzelte die Stirn.„Aber was hat das mit Elena zu tun?“„Mehr, als du denkst.“Anja stieß ein kaltes Lachen aus. In ihrem Gesicht lag unverhohlene Genugtuung.„Danach suchten die Brandt-Gruppe und die Weiß-Gruppe gemeinsam nach der Ursache. Am Ende stellte sich heraus, dass der Kern des Problems im System lag. Es war nicht ausgereift genug. Nach dem Unfall löste es eine F
Elena geriet unweigerlich ins Zögern.Ihr Großvater lag bis heute bewusstlos im Krankenhaus, und alles nur wegen der Ereignisse jener Nacht.Ohne das Wissen, dass Felix im Hintergrund so viel für die Weiß-Gruppe getan und ihr mehr als einmal geholfen hatte, wollte sie den Grund vielleicht gar nicht erfahren.Doch nach allem, was Jana gesagt hatte, nach Felix’ eigenen Worten und wegen der Ermittlungen zum Tod ihres Vaters musste sie heute ins Krankenhaus fahren....Zur gleichen Zeit verbreitete sich die Nachricht von Ninas Festnahme plötzlich in ganz Königstadt.Vor allem Ninas frühere Taten kamen im Netz wieder ans Licht.Erst ging es um das Mobbing gegen eine Mitschülerin. Dann tauchten die Gerüchte auf, die sie über Elena hatte streuen lassen. Kurz darauf wurde sogar erwähnt, dass sie jemanden auf Elena angesetzt hatte.Je weiter Anja las, desto hässlicher wurde ihr Gesichtsausdruck.Wenn diese Dinge weiter aufflogen, blieb es womöglich nicht bei Nina.Früher oder später konnte auch
Felix senkte den Kopf. Seine Lider sanken leicht herab.Dann trat er einen Schritt näher. Als er wieder zu ihr aufsah, bewegte sich sein Kehlkopf kaum merklich.Seine Stimme klang heiser.„Dass ich es an dem Abend nicht öffentlich gemacht habe, hatte tatsächlich einen Grund.“„Ich wollte es dir danach in Ruhe erklären. Ich habe nur nicht erwartet, dass alles so außer Kontrolle gerät.“„Gib mir etwas Zeit. Sobald ich alles geregelt habe, sage ich dir alles, was du wissen willst. Okay?“Seine ganze Ausstrahlung war gedämpft. Darin lag eine tiefe, fast erdrückende Machtlosigkeit.Elena spürte, wie ihr Herz sank.Zum ersten Mal nahm sie so etwas an Felix wahr.„Kannst du es mir jetzt nicht sagen?“Ihre Stimme blieb ruhig. Felix stand groß und aufrecht vor ihr. Sein markantes Gesicht lag im warmen, gedämpften Licht halb im Schatten.Er wirkte geheimnisvoll und unnahbar wie immer.Doch die Schwere um ihn herum war dunkler als je zuvor.Noch bevor er etwas sagte, verstand Elena bereits.„Gut.
„Ich sage dir eins. Sie liebt dich überhaupt nicht! Sie liebt Adrian. Selbst wenn du eure Beziehung an dem Abend öffentlich gemacht hättest, hätte ihr Herz trotzdem nicht dir gehört!“Elena ließ Ninas Beschimpfungen kalt an sich abprallen. Doch ihre Worte erinnerten sie wieder daran, dass Felix ihre Beziehung an jenem Abend nicht öffentlich gemacht hatte.Felix’ Blick vereiste. In seinen Augen lag eine Kälte, die keinen Widerspruch duldete.„Du hast deine Chance endgültig verspielt.“Seine Stimme war ruhig, doch jedes Wort klang unerbittlich.„Bringt sie zur Polizei. Wer diesmal noch für sie spricht, trägt die Konsequenzen mit!“„Nein!“Nina bekam sofort Angst.„Felix! Mama liebt mich so sehr. Wenn du mich wirklich einsperren lässt, wird sie dich hassen!“„Bitte nicht, Felix! Bitte!“Ihre heisere Stimme entfernte sich immer weiter. Marius hielt sie fest und ließ sie sofort zur Polizei bringen.Adrian sah, dass Elena unverletzt war, und atmete erleichtert auf.Die Hand, mit der er seine
Elenas Worte waren für ihren Großvater kaum zu glauben. Nachdem er ein ums andere Mal nachgefragt hatte, lachte er noch herzlicher als zuvor.„Gut, Hauptsache, du bist verheiratet. Wann bringst du ihn mal bei mir vorbei, damit ich mir den Jungen ansehen kann?“Elena antwortete brav: „Kein Problem, O
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Einen Moment lang setzte bei Elena der Verstand aus. Sie wurde knallrot, biss sich auf die Unterlippe, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Felix einen Kuss auf die Wange.„Reicht das jetzt?“Kaum hatte sie ihn geküsst, wollte sie sich schon wieder zurückziehen.Felix’ Pupillen weiteten sic







