แชร์

Kapitel 4 – Eingesperrt

ผู้เขียน: Quinn Montclair
last update วันที่เผยแพร่: 2026-09-07 20:44:05

Eli

Jace sagt kein Wort, während er mich durch das Blockhaus und hinaus in die kalte Nacht treibt.

Ich wehre mich nicht. Ich weiß, dass man sich besser nicht mit einem Beta anlegt – schon gar nicht, solange mein Wolf noch immer in Ronans Geruch verfangen ist.

Das Mal an meinem Hals pulsiert mit jedem Herzschlag. Ein dumpfer Schmerz, der nicht nachlässt, so oft ich auch darüberreibe.

Draußen lebt und atmet das Lager des Rudels um uns herum.

Gedämpfte Stimmen. Feuerschein, der über verwitterte Holzhütten flackert. Hin und wieder der Schatten eines Wolfs, der zwischen den Bäumen hindurchhuscht.

Blicke folgen mir. Manche neugierig, andere feindselig. In einigen Gesichtern liegt etwas, das ich nur zu gut kenne: Belustigung über ein wehrloses Tier in der Falle.

Jace stößt mich auf eine Hütte am Rand des Lagers zu. „Rein“, knurrt er. In seiner rauen Stimme liegt keine Spur von Geduld.

Drinnen ist es karg. Eine Pritsche, ein Tisch, ein einzelner Stuhl. Das Fenster ist vergittert.

Meine Kehle wird eng. Ich war schon früher in solchen Räumen. Räume, die nach altem Blut, Schweiß und Hoffnungslosigkeit riechen.

Jace bleibt mit verschränkten Armen im Türrahmen stehen.

Er ist groß, aber nicht wie Ronan. Er wirkt grobschlächtiger, von Narben gezeichnet – eher wie ein Soldat als wie ein Raubtier.

„Ein guter Rat“, grollt er. „Sorg dafür, dass er dich nicht noch einmal jagen muss.“

Ich funkle ihn an. „Ich bin nicht dein Problem.“

„Das wirst du, wenn sein Paarungstrieb mit ihm durchgeht und er dir die Kehle zerfetzt.“

Sein Blick fällt auf das Mal an meinem Hals und kehrt dann zu meinem Gesicht zurück.

„Du hast keine Ahnung, worin du da hineingeraten bist, oder?“

„Ich bin nirgendwo hineingeraten“, fahre ich ihn an. „Ich war auf der Flucht.“

Er stößt ein trockenes Lachen aus. „Jetzt nicht mehr.“

Er tritt zurück und zieht die Tür mit einem schweren Krachen zu. Ich höre, wie draußen der Riegel vorgeschoben wird, und die Stille legt sich schwer um mich.

Ich stehe mitten im Raum, die Fäuste an den Seiten geballt, und ringe nach Luft.

Meine Haut kribbelt bei der Erinnerung an Ronans Hand auf meiner Brust, an seine Stimme in meinem Ohr.

Ich will das Gefühl von mir abschrubben. Will den Biss aus meinem Hals reißen.

Stattdessen laufe ich auf und ab, wieder und wieder, bis das Mondlicht, das durch das vergitterte Fenster fällt, weiterwandert und die Erschöpfung mich auf die Pritsche zwingt.

Ich schließe die Augen. Versuche, seinen Geruch an mir auszublenden. Versuche, seine Stimme aus meinem Kopf zu verbannen.

Es funktioniert nicht.

Du gehörst jetzt mir.

Stunden später schrecke ich vom Geräusch des zurückgleitenden Riegels auf. Ich setze mich ruckartig auf, das Herz im Hals, während sich die Tür knarrend öffnet.

Ronan steht breit im Türrahmen, reglos und im Schatten verborgen. Er tritt ein und schließt die Tür hinter sich. Das leise Klicken klingt viel zu endgültig.

„Was willst du?“ Meine Stimme ist schärfer als beabsichtigt. Sie ist die einzige Waffe, die ich habe.

Er antwortet nicht. Mit gemessenen Schritten kommt er näher, bis er vor mir aufragt.

Ich sitze noch immer auf der Pritsche und muss zu ihm aufsehen. In dieser Haltung läuft mir ein kalter Schauer über die Haut.

Sein Geruch ist jetzt stärker – Rauch, Zedernholz und Eisen. Wilder als im Wald, beinahe beißend.

Mein Körper reagiert schneller, als ich denken kann. Tief in mir regt sich etwas, drängend und lebendig, gegen meinen Willen.

Er bemerkt, wie mir das Blut ins Gesicht steigt. Sein Mund verzieht sich zu diesem langsamen, wissenden Lächeln, bei dem mein Herz stolpert.

„Ich sollte dich hierlassen“, sagt er leise und geht in die Hocke, bis seine Augen auf einer Höhe mit meinen sind.

„Dich schmoren lassen. Das Band an dir nagen lassen, bis du mich anflehst, dich zu nehmen.“

„Fick dich“, flüstere ich.

Ronan lacht leise. Ein dunkler Laut, bei dem sich meine Nackenhaare aufstellen.

Er streckt die Hand aus und streicht mit den Fingern über die Innenseite meines Handgelenks.

Nur eine Berührung. Kaum zu spüren. Doch das Band zuckt wie Strom durch mich, und ich kann den Schauder nicht unterdrücken, der mir über den Rücken jagt.

Seine Augen werden dunkler. „Du spürst es“, murmelt er. „Du kannst dich nicht dagegen wehren. Nicht ewig.“

Ich reiße die Hand zurück. „Hör auf, mich anzufassen.“

Er beugt sich vor, bis sein Atem meine Lippen streift. So nah, dass ich mich weder bewegen noch einen klaren Gedanken fassen kann.

Langsam, beinahe sanft, hebt er die Hand und umfasst mein Kinn.

Sein Daumen streicht über meinen Mundwinkel. Er muss spüren, wie sich meine Lippen bei meinem stockenden Atem öffnen.

„Du solltest mir dankbar sein“, flüstert er mit rauer, gefährlicher Stimme.

„Wenn ich meinen Paarungstrieb nicht mit aller Kraft im Zaum hielte, lägst du längst vor mir auf den Knien.“

Mein Puls macht einen heftigen Satz. Ein Funke jagt durch mich.

Ich hasse es, dass mir beinahe ein Laut entkommt – ein Wimmern, in dem noch etwas anderes mitschwingt.

In seinem Grinsen blitzen die Zähne auf. Dann lässt er mich unvermittelt los und steht auf.

„Schlaf“, sagt er. Seine Stimme ist plötzlich tonlos, ein reiner Befehl. „Du wirst deine Kraft brauchen.“

Dann ist er fort. Die Tür fällt hinter ihm ins Schloss. Ich bleibe allein zurück, sein Geruch hängt noch schwer in der Luft, und mein Herz hämmert, als wollte es mir die Rippen sprengen.

Ich presse die Stirn gegen die Knie und flüstere in die Dunkelheit. Niemand hört mich außer mir selbst.

„Ich gehöre dir nicht. Ich gehöre dir nicht. Und das werde ich auch nie.“

อ่านหนังสือเล่มนี้ต่อได้ฟรี
สแกนรหัสเพื่อดาวน์โหลดแอป

บทล่าสุด

  • Vom Alpha Markiert: Blutschwur   Kapitel 194 – Die Rückkehr des Rates

    MaraDer Ratssaal fühlt sich jetzt anders an.Keine Anspannung sättigt die Luft, keine Dringlichkeit. Und weil wir seltener tagen, bleibt zwischen den Sitzungen endlich genug Zeit, den Raum gründlich zu lüften.Ronan hat sein Blockhaus inzwischen verlassen, schlendert aber irgendwo draußen mit Eli über das Lagergelände und hält seine Hand. Ich hatte nicht das Herz, die beiden zu unterbrechen.Also sitze ich am Kopfende des langen Tisches, umgeben vom vertrauten Kreis der älteren Wölfe. Zwischen uns liegen Karten ausgebreitet. Die Tinte der letzten Grenzkorrekturen glänzt noch feucht auf dem Papier. Das Licht aus den hohen Fenstern ist kalt, aber stetig, und spiegelt sich in den eisernen Beschlägen und den Messingkanten der großen Türen.Es ist seltsam, wieder zu Hause zu sein und alles so friedlich vorzufinden.„Fangen wir an“, sage ich. Meine Stimme trägt mühelos durch den Raum. Jahrelange Befehlsgewalt hinterlässt Spuren.„Silvercrest hat einen neuen Alpha: Kieran von Silvercrest. E

  • Vom Alpha Markiert: Blutschwur   Kapitel 193 – Morgen und Gnade

    EliIch erwache träge. Die Welt kehrt in kleinen, zufriedenen Schritten zu mir zurück.Durch die Fensterläden tropft Licht in dünnen goldenen Streifen, warm genug zum Berühren und sanft genug, dass es nicht wehtut. Das Feuer ist zu Glut heruntergebrannt. Die Luft riecht nach uns, und meine Haut trägt noch immer die Spuren dessen, was wir einander angetan haben.Hinter mir ist Ronan schon halb wach. Ich spüre sein solides Gewicht, seinen Arm um meine Taille, als hätte er dort eigenhändig einen Riegel geschmiedet. Er atmet tief und gleichmäßig, die Nase an meinen Nacken gedrückt. Seine Bartstoppeln schaben über die schwachen Spuren der vergangenen Nacht.Diese Ruhe fühlt sich verdient an. Keine Geräusche vom Rudel, keine Nachrichten, kein Krieg, den wir planen müssen. Nur die kleinen Laute eines Zuhauses. Das Knacken des Holzes, das sich setzt. Das Flüstern seines Atems. Mein eigener Herzschlag, der erst noch lernen muss, langsamer zu werden und zu glauben, dass ich wirklich ein Zuhause

  • Vom Alpha Markiert: Blutschwur   Kapitel 192 – Mal und Spiegel

    RonanDie zweite Nacht brennt ruhiger. Erst im Nachklang entsteht der wirkliche Schaden, wenn die ganze Intensität unserer Hingabe sich in uns festsetzt.Eli sitzt auf der Bettkante, seine Haut im Mondlicht wie mit Silber überhaucht. Die Spuren, die ich gestern Nacht auf ihm hinterlassen habe, blühen wie Beweise einer Eroberung. Jeder einzelne blaue Fleck ist ein präzises Zeichen meines Besitzanspruchs. Er bestätigt, dass Eli sich danach sehnt, was ich ihm gebe, und ich gebe ihm nur, was sein fordernder Trotz ertragen kann.In einer flachen Schale zerreibe ich Knochenasche und vermische sie mit Blut zu einem dünnen, glänzend schwarzen Pigment. Es riecht schwach nach weit entfernten Feuern und dem Nachhall von Asche. Nach dem alten, erbarmungslosen Duft von Schwüren, die länger halten sollen als das Leben. Die Farbe hinterlässt auf allem, was sie berührt, bleibende Flecken. Genau wie es sein soll.Eli beobachtet mich. Seine Lider sind schwer, doch in seinen Augen liegt die scharfe Vorf

  • Vom Alpha Markiert: Blutschwur   Kapitel 191 – Das Spiel des Gehorsams

    EliAls ich aufwache, riecht das Blockhaus nach Holzrauch, schwerem Leder und dem intensiven metallischen Duft von Samen und Schweiß.Ich bin auf eine Weise wund, die sich lehrreich anfühlt. Als hätte mein Körper über Nacht eine neue Sprache gelernt.Die Innenseiten meiner Schenkel schmerzen, und an Kehle und Hüften zeichnen sich Küsse in Form blauer Flecken ab. Ronan ist bereits aufgestanden und halb angezogen. Die Linie seines Rückens ist eine Lektion in Selbstbeherrschung.Er kocht Kaffee. Dieser Mann verströmt schon vor dem Frühstück Beherrschung, und das kann ich unmöglich zulassen.„Alpha“, krächze ich mit rauer Stimme. „Du solltest dich im Nachglanz deiner furchteinflößenden Manneskraft sonnen und nicht irgendwelche Abläufe organisieren.“Er sieht über die Schulter zu mir, nur eine Braue hochgezogen. Das allein verspricht Ärger. „Du solltest dich ausruhen.“„Ausruhen ist langweilig“, murmele ich und strecke mich, bis die Spuren an meinen Rippen protestieren. „Genau wie du.“Er

  • Vom Alpha Markiert: Blutschwur   Kapitel 190 – Das Kreuz und der Atem

    RonanDas Blockhaus hält den Atem an, während Eli nackt dasteht und der Feuerschein an seinen Seiten emporleckt wie etwas, das kosten möchte, was es berührt.Sein Duft durchzieht die Luft. Eine scharfe, berauschende Mischung aus Wolf, Schweiß und dem rohen Biss des Verlangens. Ich spüre ihn an meinen Rippen knistern, einen Schmerz, der keiner ist, einen Hunger, der nicht weiß, wo er endet, und nicht akzeptiert, dass er das niemals tun wird.Als ich von der Kontrolle der Grenzen zurückkehre, umkreist Eli bereits das Kreuz. Seine Finger geistern über das dunkel gebeizte Holz, als hinge daran alles, was er sich wünscht.„Wirst du mich darum bitten lassen?“, schnurrt er. Ich antworte nicht. Das ist nicht nötig. Seine Pupillen sind weit, seine Haut ist vom ruhelosen Gehen und vom Verlangen gerötet. Sein frecher Mund krümmt sich schon zu der vertrauten Herausforderung.„Alpha“, sagt er und zieht das Wort in die Länge, als schmeckte es gut. „Mir ist langweilig.“Langsam und gemessen gehe ich

  • Vom Alpha Markiert: Blutschwur   Kapitel 189 – Ein Grollen in der Stille

    EliIch sinke hinunter, als hätte die Schwerkraft mich gerufen. Der Boden ist vom Feuer warm, und mein Magen macht einen Satz, als er dicht vor mich tritt. Die Welt schrumpft auf ihn und das Gefühl seines Daumens, der im Kupferring in Form eines Unendlichkeitszeichens an meinem Hals hängt.„Hände“, sagt er und reicht mir seinen Gürtel. Noch nicht, um mich zu fesseln, nur damit ich ihn halte. Ich wickle ihn um meine Handflächen und spüre, wie es sich später anfühlen wird, wenn er die echten Fesseln benutzt. Er beobachtet, wie die Erkenntnis mich trifft, und merkt sie sich.„Das ist keine Prüfung. Es ist eine Erinnerung.“ Mit einem Fingerknöchel hebt er mein Kinn. „Atme für mich.“Das tue ich. Darin bin ich besser geworden. Er legt die Hand auf meinen Scheitel und sieht mit Ehrfurcht auf mich hinab. Mein Körper schwenkt eine Flagge. Mein Mund wird trocken. Ich will alles. Er gibt mir nichts außer diesem Gewicht und seinem Blick, der wie ein feierliches Versprechen auf mir ruht.„Jetzt s

บทอื่นๆ
สำรวจและอ่านนวนิยายดีๆ ได้ฟรี
เข้าถึงนวนิยายดีๆ จำนวนมากได้ฟรีบนแอป GoodNovel ดาวน์โหลดหนังสือที่คุณชอบและอ่านได้ทุกที่ทุกเวลา
อ่านหนังสือฟรีบนแอป
สแกนรหัสเพื่ออ่านบนแอป
DMCA.com Protection Status