***VERA***Die Nacht war still, nur unterbrochen vom leisen Knistern des Feuers in der Ecke des Zimmers. Ich lag da, den Kopf an Conrys Brust gelehnt, und lauschte dem langsamen, gleichmäßigen Rhythmus seines Herzschlags. Es war ein Klang, in dem ich Trost gefunden hatte — ein Rhythmus, der mich festhielt, wenn alles andere drohte, mich zu zerbrechen.Seine Finger zeichneten langsame Kreise auf meinem Rücken, doch heute Nacht lag eine Schwere in seiner Berührung — sie wirkte gezügelt, als wäre er tief in Gedanken versunken. Ich konnte spüren, wie sein Geist unter der ruhigen Oberfläche arbeitete, versuchte, etwas zurückzuhalten.„Conry“, flüsterte ich leise, „was ist es, das du mir vorhin sagen wolltest?“Einen Moment lang antwortete er nicht. Seine Brust hob und senkte sich nur unter meiner Wange, die Stille dehnte sich zwischen uns aus — dicht genug, um meinen Puls zu beschleunigen. Dann holte er tief Luft und sprach, seine Stimme leise, fast fern.„Ich stamme aus einer langen Linie
Last Updated : 2026-05-28 Read more