Das Gold brannte nicht. Es war unendlich viel schlimmer. Es heilte.Ryu stand im dichten Ascheregen der Schlucht, die Klinge noch immer erhoben, doch der Arm, der die Waffe hielt, gehorchte ihm nicht mehr. Die Wärme, die durch den gekreuzten Stahl in seinen Körper eingedrungen war, hatte sich nicht wie eine Waffe in sein Fleisch gebohrt. Sie war wie ein fremder, pochender Herzschlag unter seine Haut gesickert.Das pechschwarze Phreem, das seit Monaten jede Zelle seines Körpers in eiskalter, todbringender Perfektion konserviert hatte, kreischte auf. Es war kein Schmerz der Zerstörung. Es war die absolute, unerträgliche Agonie der Läuterung.Ryu starrte auf seinen rechten Unterarm. Die schwarzen, dicken Venen, die sich wie eiserne Kabel über seine Handgelenke spannten, verblassten. Die nekrotische Tinte, die er aus der Ur-Quelle in sich hineingefressen hatte, zog sich fauchend zurück. An ihre Stelle trat ein schwaches, rötliches Pulsieren. Echtes, warmes Blut, das mühsam durch die reani
Zuletzt aktualisiert : 2026-09-10 Mehr lesen