Der kühle Morgenwind blies den dünnen Rauch der Schmiede quer über den zentralen Platz von Aschfeld. Doch anders als in den dunklen, klammen Tälern des Tieflands war der Boden unter Kaels Stiefeln trocken und angenehm warm. Das dichte, goldene Adernetz aus Phreem, das er tief in die unterirdischen Basaltfundamente gewebt hatte, pulsierte in einem ruhigen, verlässlichen Takt – wie ein gigantischer, schlafender Herzschlag unter der Erde.Kael stand am Rand der großen Marktterrasse und zog den Kragen seiner rauen, lederverstärkten Weste etwas fester zusammen.Neben ihm regte sich Ryu.Der ehemalige Vaelen lag noch im halben Schatten der vorspringenden Holzüberdachung des Brotlagers. Sein langes, dunkelblaues Haar fiel ihm schopfweise ins Gesicht, die zarten Wimpern warfen feine Schatten auf seine Wange. Ryu trug keine klerikalen Seidenborten mehr, sondern ein einfaches, dunkelgraues Wollenhemd, dessen oberste Knöpfe geöffnet waren.Mit einer gewohnten, beinahe blinden Bewegung hob Kael d
Zuletzt aktualisiert : 2026-10-23 Mehr lesen