vesper laurel
Seine Tochter war mein erster Herzschmerz
Manche Liebesgeschichten beginnen mit einer Rettung. Unsere begann mit einem Krieg.
An dem Tag, als ich ein kleines Mädchen vor einem rasenden Lastwagen rettete, dachte ich, ich rette ihr das Leben.
Mir war nicht klar, dass sie meine zerstören würde.
Prisca D'Aviano ist elf Jahre alt, hochbegabt, gebrochen und fest entschlossen, mich es bereuen zu lassen, sie jemals kennengelernt zu haben.
Ihr Vater, Octavian D'Aviano, ist ein Milliardär, dessen Macht einen ganzen Raum zum Schweigen bringen kann – und ein Witwer, dessen Herz seit sechs Jahren neben seiner Frau begraben liegt.
Ich sollte eigentlich nur seiner Tochter helfen.
Stattdessen wurde ich zu der Person, die ihre zerbrochene Familie zusammenhielt.
Je mehr Prisca mich von sich stößt, desto mehr merke ich, dass sich hinter ihrem Hass etwas weitaus Furchterregenderes verbirgt als Wut.
Furcht.
Die Angst, mich zu verlieren.
Die Angst, ihren Vater zu verlieren.
Die Angst vor einem Geheimnis, das sich weigert, begraben zu bleiben.
Dann begehe ich den einen Fehler, von dem ich geschworen hatte, ihn niemals zu begehen.
Ich verliebe mich in Octavian.
Als verbotene Begierde zu etwas wird, das keiner von uns aufhalten kann, rücken mächtige Feinde näher, lange verdrängte Verrätereien kommen wieder ans Licht, und jeder Schritt in Richtung Glück hat seinen Preis.
Nun bin ich gefangen zwischen einem kleinen Mädchen, das bereits mein Herz erobert hat, einem Mann, den ich niemals lieben sollte, und einer Wahrheit, die uns alle zerstören kann.
Denn der erste Mensch, der mir das Herz gebrochen hat, war nicht der Milliardär.
Es war seine Tochter.