Die zweite Chance der Liebe
Alle sagten, Klara Schmidt lebte in einer Traumwelt. Sie begehrte nicht nur den flüchtigen Rausch der Leidenschaft, sondern auch eine Ehe für die Ewigkeit.
Sie wartete so lange an Ort und Stelle, bis ihr die Füße schmerzten. Irgendwann hörte sie auf zu warten. Da erst erkannte sie, wie groß und weit die Welt draußen war.
Die High Heels scheuerten, also streifte sie die unpassenden Schuhe ab und rannte barfuß weiter. Erst als sie schon weit weg war, jagte Felix Fischer ihr wie von Sinnen hinterher.
Außer Atem, mit geröteten Augen, keuchte er: „Klara, ich habe zum ersten Mal jemanden wirklich geliebt. Gib mir noch eine Chance.“
Klara sah bedauernd aus, voller leiser Reue. Sie seufzte und sagte:
„Aber ich bin längst verheiratet, Herr Fischer. Bitte stellen Sie sich hinten an.“