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Chapter seven

Autor: Susan
last update Data de publicação: 2026-10-17 14:32:32

VIVIANS PERSPEKTIVE

Ich blinzelte nicht. Ich sah Mia Carter direkt in ihre gierigen, ehrgeizigen Augen.

„Hältst du dich für schlau, Reporterin?“, fragte ich und machte langsam einen Schritt auf sie zu. „Glaubst du, dass du mich mit einem Artikel auf der Titelseite unter Druck setzen kannst? Wenn du diese Geschichte veröffentlichst, wird Julian erfahren, dass ich in seine Server eingedrungen bin. Er wird mich umbringen, sicher. Aber dann könnte er das Chaos beseitigen, die undichten Stellen seines Betrugs beheben und direkt wieder auf seinen Thron steigen. Du bekommst einen Tag lang Klicks. Ich kann dir lebenslang brandheiße Nachrichten liefern.“

Mias Grinsen verblasste ein wenig. Sie hielt die Arme verschränkt. „Ich höre.“

„Ich habe nicht nur die Geschichte hinter dem Börsencrash“, flüsterte ich und beugte mich so nah zu ihr, dass ich ihren gleichmäßigen Atem hören konnte. „Ich habe die Kontonummern aller Schwarzmarktkonten, die Julian benutzt, um den Stadtrat zu bestechen. Ich habe die unveröffentlichten Baupläne für Project Genesis. Und ich habe die handfesten Beweise, die Julian und Evelyn wegen Industriesabotage und Mord ins Gefängnis bringen werden.“

Mias Augen weiteten sich. „Mord? Clara Hastings hat Selbstmord begangen.“

„Das ist es, was Julian die Welt glauben lassen will.“ Ein dunkles Lächeln umspielte meine Lippen. „Hilf mir, ihn von innen heraus zu zerstören. Sei meine Stimme in der Presse. Ich werde dich jede Woche mit exklusiven Geschichten versorgen, die deine Karriere voranbringen. Aber du veröffentlichst nur, wenn ich es sage. Abgemacht?“

Mia starrte mich drei lange Sekunden an. Ich konnte die Antwort in ihren Augen sehen. Eine ehrgeizige Frau wie sie, die die Elite der Stadt hasste, würde sich ein solches Angebot nicht entgehen lassen.

Sie streckte mir die Hand entgegen. „Abgemacht. Aber wenn du mich reinlegst, Vivian, werde ich dich fertig machen.“

„Ich spiele nicht, Mia. Ich gewinne.“

Ich ignorierte ihre ausgestreckte Hand, verließ das Büro und nahm den privaten Aufzug wieder nach unten.

.

.

.

Wenige Minuten später betrat ich das Penthouse von Vanguard.

Die Türen waren kaum hinter mir ins Schloss gefallen, als eine Hand meinen Arm packte und mich gegen die Wand schleuderte.

Damian stand über mir. Seine Augen loderten, und sein Kiefer war so fest zusammengepresst, dass ein Muskel in seiner Wange zuckte. Seine Anzugjacke hatte er ausgezogen, und sein weißes Hemd war am Kragen aufgeknöpft. Er war wütend.

„Wo zur Hölle warst du?“, zischte er und verstärkte seinen Griff um meinen Arm. „Marcus hat mir gesagt, dass du gegangen bist. Ich habe die Nachrichten über die Szene gesehen, die du bei Vance veranstaltet hast. Bist du völlig von Sinnen?“

„Lass mich los, Damian“, fuhr ich ihn an und weigerte mich, nachzugeben. Ich würde nicht zulassen, dass mich noch ein Mann herumschubste.

„Ich habe dir gesagt, du sollst in diesem Zimmer bleiben!“ Er trat näher und drängte mich gegen die Wand. „Du bist jetzt ein Ziel. Wenn Julian dich erwischt, bleiben meine Clearing-Konten eingefroren, und mein Syndikat verliert Milliarden!“

„Deine Clearing-Konten sind bereits wieder freigegeben“, sagte ich und drückte ihm das verschlüsselte Flash-Laufwerk gegen die Brust.

Damian erstarrte. Er blickte auf das Laufwerk in meiner Hand und dann wieder in mein Gesicht.

„Ich habe Julians Terminal umgangen“, sagte ich kalt. „Deine Datenserver sind sicher. Dein Geld fließt wieder. Lass dein Team sich um den Rest kümmern. Ich habe gerade dein gesamtes Imperium gerettet, Mr. Black.“

Die Wut in Damians Augen verschwand nicht, aber sie verwandelte sich in etwas Tieferes und Dunkleres. Er riss mir das Laufwerk aus den Fingern und warf es auf den Tisch hinter sich.

„Du hast dich allein auf eine feindliche Mission begeben“, murmelte er mit immer tiefer werdender, knurrender Stimme. Er hatte meinen Arm noch immer nicht losgelassen. Stattdessen hob er seine andere Hand und vergrub seine Finger in meinem Haar, sodass er meinen Kopf nach hinten zwang. „Du hast einen direkten Befehl missachtet.“

„Ich bin deine Verbündete, Mr. Black, nicht deine Angestellte.“ Ich keuchte, hielt seinem Blick aber stand. „Ich tue, was getan werden muss. Und oh, ich wurde erwischt?“

„Was?“, verlangte er zu wissen. „Wer war es?“

„Mia Carter“, antwortete ich unverblümt. „Sie hat mich in Julians Büro erwischt. Sie wollte uns auffliegen lassen.“

Damians Augen verdunkelten sich. Er ließ mich los, zog sein Handy heraus und wählte eine Nummer.

„Marcus. Bring das Aufräumteam her. Wir müssen eine Journalistin beseitigen.“

„Nein!“ Ich trat vor und stemmte beide Hände gegen seine Brust. „Ich habe sie rekrutiert. Sie ist ehrgeizig und hasst die Familie Vance genauso sehr wie wir. Sie wird unsere Waffe in den Medien sein. Wenn du sie tötest, wird das ein viel größeres Problem verursachen, als du dir vorstellen kannst.“

Damian beendete den Anruf.

„Ich lasse keine losen Enden zurück, Vivian. Eine Journalistin ist ein Risiko.“

„Sie ist mein Risiko“, widersprach ich. „Vertrau meinem Urteilsvermögen, Damian. Ich habe das Fundament des Vance-Imperiums aufgebaut. Ich weiß genau, wie man eine Reporterin einsetzt, um es zu Fall zu bringen.“

Damian starrte auf mich hinunter und atmete schwer. Er hasste es, dass er mich nicht kontrollieren konnte, und ich liebte es, dass ich die einzige Person in Onyx Harbor war, die ihn aus der Fassung bringen konnte.

Langsam zog er mich näher zu sich, seine Lippen streiften meine in einem neckenden Kuss.

„Du bist ein wunderschönes, leichtsinniges Monster“, flüsterte er an meinem Mund. „Aber wenn diese Journalistin auch nur ein einziges Wort durchsickern lässt, bevor ich bereit bin, werde ich dich persönlich den Wölfen zum Fraß vorwerfen.“

„Ich würde gerne sehen, wie sie versuchen, mich zu fressen“, murmelte ich und beugte mich näher zu ihm.

Bevor er antworten konnte, vibrierte mein Handy in der Tasche meines Kleides.

Ich zog mich zurück und runzelte die Stirn, als ich auf den Bildschirm sah. Die Nachricht stammte von einer unbekannten Nummer.

Unbekannt: Du hast dein kleines Medientierchen zurückgelassen, Vivian.

Unter der Nachricht erschien ein Bild. Es zeigte ein Haus, das in Flammen stand.

Eine weitere Nachricht kam herein.

Unbekannt: Du hast ihren Tod verursacht.

Ich starrte auf den Bildschirm und umklammerte mein Handy so fest, dass meine Knöchel weiß wurden.

Damian beugte sich über meine Schulter. Seine Augen waren auf das Foto gerichtet.

„Nun“, sagte er leise.

Ich drehte mich zu ihm um. „Julian. Er steckt dahinter. Da bin ich mir sicher.“

Damian griff hinter seinen Rücken und zog seine Waffe. „Sieht so aus, als wäre deine Waffe gerade kaputtgegangen.“ Sein Blick traf meinen. „Wie lautet der Plan, Monster?“

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