Mag-log inLumi Reeves glaubte, ihre große Liebe gefunden zu haben, als sie den Mann heiratete, den sie seit ihrer Kindheit angebetet hatte. Zwei Jahre lang ertrug sie sexuelle Entbehrung und glaubte an Henrys schmerzhafte „Peyronie-Krankheit“. Sie griff zu Sexspielzeug und verzweifelten Berührungen, nur um sich gewollt zu fühlen. Bis zu dem Tag, an dem sie ihn tief in seiner eigenen Stiefmutter Elena begraben vorfand – derselben Frau, die Lumis Leben zur Hölle gemacht hatte. Gedemütigt und mit bereits vorbereiteten Scheidungspapieren vor die Tür gesetzt, bleibt Lumi mit nichts zurück. Eine einzige betrunkene Nacht mit einem rücksichtslosen Fremden hinterlässt sie schwanger und verzweifelt. Dieser Fremde stellt sich als Aaron Vanders heraus – der kalte, gebieterische Milliardärs-Erbe und ihr neuer Chef. Er bietet ihr einen Zwölf-Monats-Vertrag an: Sie soll ihn heiraten, seinen Erben austragen, und im Gegenzug wird er ihren sterbenden Vater retten und ihr die Macht geben, die sie nie hatte. Während Lumi von der verstoßenen Ehefrau zur gefürchteten Unternehmensqueen aufsteigt, entfesselt sie einen Sturm der Rache über alle, die sie gebrochen haben. Doch was geschieht, wenn der Mann, der sie für einen Erben gekauft hat, sie auf eine Weise begehrt, die kein Vertrag fassen kann?
view moreDas Auto rollte sanft die lange, gewundene Auffahrt hinunter, die Reifen summend auf dem Asphalt. Doch Lumi Reeves bemerkte nichts davon. Sie war zu sehr in ihren Gedanken versunken. Ihr Körper fühlte sich an, als laufe er auf Autopilot, während ihr Geist in einem Nebel trieb, verzehrt von den Worten des Arztes. „Sein Zustand ist ernst, Lumi, und wir haben nicht viel Zeit. Die Rechnungen … sie stapeln sich, und du musst dich darauf vorbereiten.“ Sie hatte sie so oft gehört, und doch hallten sie unablässig in ihrem Kopf wider, als wollten sie sie ersticken.
Wie sollte sie das alles bezahlen? Ihr Vater hatte alles für sie gegeben, und jetzt lag er in diesem Krankenhausbett, bleich und schwach. Sie spürte, wie Tränen in ihren Augen brannten, doch sie drängte sie zurück. Ich muss stark sein, dachte sie. Ich darf ihn nicht sehen, wie ich zerbreche. Der Fahrer parkte das Auto behutsam. Dennoch bewegte sich Lumi nicht. Sie registrierte kaum, dass sie angekommen waren. Ihre Hände ruhten in ihrem Schoß, umklammerten die Handtasche, die Finger taub und steif. Der Fahrer räusperte sich und durchbrach die Stille, die sie umhüllt hatte. „Ms. Reeves, wir sind da“, sagte er leise, seine Stimme zögernd, als fürchte er, ihren Gedankenfluss zu stören. Lumi blinzelte langsam, als erwache sie aus einem langen, dunklen Traum. Ihr Blick traf den seinen einen Moment, doch ihre Augen waren abwesend. Sie schüttelte den Kopf, als wolle sie die Schwere abschütteln, die auf ihr lastete. „Danke“, murmelte sie, ihre Stimme heiser. Der Fahrer reichte ihr die Handtasche mit einem ermutigenden Lächeln. „Es wird schon werden, Ms. Reeves. Sie schaffen das.“ Sie nickte schwach, obwohl sie nicht sicher war, wozu sie zustimmte. Er wusste nicht, was sie wirklich fühlte. Wie hätte er das können? Niemand konnte das. Lumi war sich nicht einmal sicher, ob sie es selbst verstand. Sie öffnete die Autotür, und in dem Moment, als ihre Füße die Auffahrt berührten, spürte sie, wie sich die Erschöpfung, die in ihrer Brust gelauert hatte, zusammenzog. Langsam ging sie vorwärts, jede Bewegung bedächtig und träge. Das Haus erhob sich vor ihr, dunkel und einschüchternd, doch heute fühlte es sich anders an. Die Stille in der Luft war ohrenbetäubend. Als sie das Langford-Anwesen betrat, traf sie die Ruhe wie ein Schlag. Es war zu still, zu schweigsam. Ihr Atem stockte, als sie sich umsah und das Fehlen vertrauter Geräusche bemerkte. Sie warf einen Blick auf die gerahmten Porträts, die den Eingangsbereich säumten – Henrys Vater in seinen besten Jahren, streng und stolz; ihr eigenes Hochzeitsfoto mit Henry, auf dem sie strahlend lächelte, während er abwesend wirkte. Die Porträts starrten sie an, leer. Elena hatte alle Hausmädchen vor Monaten entlassen und behauptet, sie seien unnötige Ausgaben und Lumi könne die Dinge selbst erledigen. Es hatte den Ort kälter und isolierender gemacht. Sie hatte nicht vorgehabt, heute zurückzukommen, nicht nach dem Arztbesuch. Die Nachricht des Arztes hatte sie ausgelaugt und ihr den Mut genommen, an der Seite ihres Vaters zu bleiben. Sie brauchte eine Lösung, und zwar schnell. Dieses verzweifelte Bedürfnis nach einer Lösung hatte sie hierher zurückgezogen. Sie hatte gedacht, sie würde direkt ins Krankenzimmer ihres Vaters gehen, doch jetzt … jetzt spürte sie ein überwältigendes Bedürfnis, mit Henry zu sprechen. Vielleicht würde er helfen. Vielleicht würde er endlich der Ehemann sein, den sie sich all die Jahre erhofft hatte. Und vielleicht konnte er ihr helfen, einen Ausweg aus diesem Chaos zu finden. Lumis Schritte waren langsam und unsicher, als sie die Treppe hinaufstieg. Ihr Herz pochte vor Sorge, und ihr Körper war erschöpft von der emotionalen Last. Die medizinischen Rechnungen blitzten wieder in ihrem Kopf auf – Tausende, die sich stapelten und drohten, ihre Familie zu begraben. Sie umklammerte das Geländer, während Tränen ihr die Sicht verwischten. Was, wenn Henry sich weigert? Nein, er muss helfen. Er ist alles, was mir noch bleibt. Das Haus fühlte sich kälter an als sonst, und sie konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass etwas furchtbar falsch war. Als sie oben ankam, bemerkte sie, dass die Tür zum Hauptschlafzimmer einen Spalt offen stand. Ihr Herz setzte einen Schlag aus, und sie zögerte einen Moment, doch ihre Neugier und das Bedürfnis nach Antworten trieben sie vorwärts. Sie stieß die Tür sanft auf, und der Anblick, der sie empfing, ließ sie erstarren. Das Erste, was sie sah, war das Stoßen – Henrys Hüften, die vor und zurück schlugen, sein Körper schweißbedeckt, die Muskeln angespannt. Er war tief in einer Frau unter ihm begraben, ihre Beine um seine Hüften geschlungen, ihr Körper sich windend, und Stöhnen erfüllte den Raum. Ihre Augen weiteten sich, und ihr Atem stockte. Der Anblick war zu viel für Lumi, um ihn zu verarbeiten. Henrys Gesicht war vor Lust verzerrt, seine Hände umklammerten die Brüste der Frau, während er in sie stieß. Der Raum roch nach Sex, Schweiß und Verrat. Ihr Verstand konnte es nicht begreifen – das konnte nicht wahr sein. Lumis Körper schrie danach, wegzusehen, doch sie war erstarrt. Ihr Ehemann – ihr Ehemann – hatte Sex mit einer anderen. Doch das war nicht das Schlimmste. Das Schlimmste war die Frau im Bett unter ihm. Es war Elena, seine Stiefmutter. Mit ihrem blonden Haar, das über das Kissen ausgebreitet lag, und ihrem Gesicht, das vor Lust gerötet war. Henry stöhnte, seine Hände umklammerten Elenas Brüste fest, während er sie quetschte. „Du fühlst dich so gut an“, murmelte er mit rauer Stimme. „Nimm alles, genau so.“ Elena stöhnte lauter, ihre Nägel gruben sich in seinen Rücken. „Härter, Henry. Hör nicht auf“, keuchte sie und wölbte sich ihm entgegen. Lumis Atem stockte, als sie zusah, wie Henry seine Lippen in Elenas Mund versenkte, sein Körper bei jeder Bewegung zuckte, bei jedem wilden Stoß. Sein Griff war besitzergreifend und gierig. So hatte er nie zu ihr gesprochen. So hatte er sie nie berührt. Ihre Gedanken schrien sie an, jeder unmöglicher als der letzte. Das konnte nicht real sein. Henry hatte die Peyronie-Krankheit – das hatte er ihr von Anfang an gesagt. Die Krankheit hinderte ihn am Sex, an dieser Art von Intimität. Zwei Jahre lang hatten sie Vibratoren benutzt. Lumi hatte ihn oral befriedigt, während er sie mit Spielzeug verwöhnte. Sie hatte die Frustration und die Einsamkeit ertragen und geglaubt, es sei alles wegen seiner Erkrankung. Doch hier war er, stieß mit voller Kraft zu, ohne Anzeichen von Schmerz oder Einschränkung. Er hatte gelogen. All die Zeit hatte er sie sexuell aushungern lassen, und jetzt war er hier mit seiner Stiefmutter und tat genau das, was er für unmöglich erklärt hatte. Lumis Herz zersplitterte, und ihre Hände zitterten, als sie die Handtasche umklammerte, der Griff so fest, dass ihre Knöchel weiß wurden. Sie konnte nicht atmen. Schmerz riss durch ihre Brust, Tränen strömten über ihr Gesicht, während ihre Gedanken schrien. Wie konnte er? Ich habe ihn seit der Kindheit geliebt. Ich habe gewartet, ich habe versucht. War alles eine Lüge? Ihre Knie wurden weich, ihr Körper bebte vor Verrat. Die Demütigung brannte tief, während Erinnerungen über sie hereinbrachen. Erinnerungen an die meisten Nächte, die sie allein mit einem Vibrator verbracht hatte, sich ungewollt und ungeliebt fühlend. Er hatte sie gebrochen fühlen lassen, doch er war derjenige, der es vorgetäuscht hatte. Ihre Beine knickten ein, und ihre Handtasche glitt ihr aus der Hand und fiel mit einem schweren Aufprall auf den Boden. Das Geräusch durchbrach das Chaos im Raum, und plötzlich erstarrten Henry und Elena. Ihre Blicke trafen den ihren, und für einen Moment stand die Welt still. Henry sah auf, seine Augen trafen die ihren. Während Elena unter ihm grinste, schien keiner von beiden überrascht.Lumi trat in den Besprechungsraum, ihr Herz hämmerte in der Brust, während sie den Raum musterte.Der lange Tisch war umgeben von den vertrauten, strengen Gesichtern der Vorstandsmitglieder, die alle entweder in ihren Notizen versunken waren oder leise murmelten.Das kalte, fluoreszierende Licht von oben schien die Spannung im Raum zu verstärken und warf alles in scharfe Kontraste. Sie fühlte sich klein, als würden sich die Wände um sie schließen. Ihre Hände zitterten trotz aller Bemühungen leicht, als sie zum Kopfende des Tisches ging.Aber es waren nicht nur die Vorstandsmitglieder, die sie so fühlen ließen. Es war die Anwesenheit von jemandem anderem, jemandem, der eine Quelle des Trostes hätte sein sollen, aber stattdessen ihre Angst verstärkte.Aaron.Er saß am anderen Ende des Tisches, sein üblicher distanzierter Ausdruck auf dem Gesicht. Seine Augen jedoch verrieten ein Flackern von Verwirrung, eine stille Frage in seinem Blick. Sie konnte ihn nicht vollständig lesen, aber er b
Lumi stand vor dem Konferenzraum bei Vanders Global. Das Morgenlicht fiel schräg durch die Glaswände und warf lange Schatten über den polierten Boden.Sie war früh gekommen, wie immer, aber heute fühlte sich das Gewicht der Situation schwerer an als je zuvor.Die vertrauten Gemurmel der Mitarbeiter und die Flüstertöne der Vorstandsmitglieder waren zurückgekehrt, ihre Worte zerschnitten die Luft wie kalte Dolche.Während sie dort stand, umklammerten ihre Finger den Ordner in ihrer Hand fest, und ein Teil von ihr wollte sich umdrehen und weglaufen.Aber sie tat es nicht.Sie konnte es nicht.Das war nicht einfach eine weitere Präsentation. Das war nicht einfach ein weiterer Tag.Heute stand ihre Zukunft auf dem Spiel, und es gab keine Handlungsrüstung, die sie retten konnte. Sie musste sich auf ihre eigene Stärke, ihre eigene Entschlossenheit verlassen. Der Sturm, der in ihr tobte, war eingedämmt, unter einer Maske der Ruhe begraben.Aber die Zweifel? Die blieben, nagten an ihren Gedank
Das Anwesen der Vanders fühlte sich nachts kalt an. Es war nicht nur die Temperatur. Es war die Art von Stille, die in die Knochen sank und die Luft schwerer, bedrückender wirken ließ. Lumi saß an ihrem Schreibtisch, das schwache Leuchten des Laptopbildschirms erhellte ihr müdes Gesicht.Ihre Augen, rotgerändert und blutunterlaufen, starrten auf den blinkenden Cursor auf dem Bildschirm, obwohl er ihr kaum noch auffiel.Das Gewicht der vergangenen Stunden lastete auf ihr – sechs Stunden unerbittlicher Arbeit, ihr Geist ganz darauf konzentriert, aus dem, was übrig geblieben war, eine Marketingkampagne aufzubauen.Ihr Körper schrie nach Ruhe, aber dafür war keine Zeit. Sie konnte nicht aufhören. Nicht jetzt. Nicht, wenn sie so nah daran war, etwas fertigzustellen, von dem sie selbst nicht gedacht hatte, dass sie es schaffen könnte.Sie war gezwungen gewesen, sich auf teilweise Sicherungen, ihr verblassendes Gedächtnis und alles zu verlassen, was sie aus dem Instinkt herausziehen konnte.
Die Aufzugstüren schlossen sich hinter Lumi mit einem leisen mechanischen Seufzer und schlossen sie von der angespannten Atmosphäre in Malharts Büro ab.Zum ersten Mal, seit sie an diesem Morgen Vanders Incorporated betreten hatte, befand sie sich in völliger Einsamkeit, ungestört von urteilenden Blicken oder stillen Anschuldigungen.Die Edelstahlwände spiegelten ihr schwaches Bild wider, leicht verzerrt, als sei selbst ihr Spiegelbild unsicher darüber, was geschah.Sie lehnte sich leicht an das Geländer des Aufzugs und atmete langsam aus.Erst dann merkte sie, wie fest ihr Körper durch den Stress zusammengehalten worden war.Ihre Finger lösten sich langsam aus der geballten Position, die sie seit dem Verlassen des Besprechungsraums eingenommen hatten.Die Stille im Aufzug war fast beunruhigend, gab ihr aber gleichzeitig etwas, das sie den ganzen Morgen nicht gehabt hatte – Raum zum Nachdenken ohne Unterbrechung.Eine leise instrumentale Melodie erklang aus den Lautsprechern, kaum hör











