LOGINDie Beerdigung war schon vor Stunden zu Ende gegangen.
Das prächtige Anwesen der Sebastians, auf dem einst Politiker, Wirtschaftsmagnaten und einflussreiche Familien in Scharen versammelt waren, lag nun in unheimlicher Stille. Der endlose Strom schwarzer Luxusautos war hinter den Eisentoren verschwunden und hatte nichts als eine beunruhigende Stille hinterlassen. Mariana und Melody saßen weiterhin in dem riesigen Salon. Zum ersten Mal seit Jahren gab es niemanden, der Befehle herumschrie. Keine Bediensteten, die hin und her eilten. Keine scharfe Stimme, die die Stille durchbrach. Ihre Mutter war nicht mehr da. Und doch fühlte sich keine der beiden Schwestern frei. Melody saß mit gekreuzten Beinen da, die Arme fest vor der Brust verschränkt. Ihr Gesicht blieb ausdruckslos, doch unter der ruhigen Fassade tobte ein Sturm der Gefühle. Ihr ganzes Leben lang hatte sie geglaubt, ihre Mutter sei unbesiegbar. Nun lag die Frau, die die Familie Gold mit absoluter Autorität regiert hatte, unter der Erde. Ihr gegenüber saß Mariana still da, beide Hände auf dem Schoß. Sie starrte wortlos auf den polierten Marmorboden; es war offensichtlich, dass sie in ihrer eigenen Welt versunken war. Melody konnte nicht aufhören, zu ihr hinüberzuschauen. Irgendetwas stimmte nicht. Die Mariana, mit der sie aufgewachsen war, wäre inzwischen zusammengebrochen. Sie hätte geweint, bis sie keine Luft mehr bekommen hätte. Doch stattdessen … war sie still. Fast schon beängstigend still. Keine von beiden bemerkte das Geräusch mehrerer herannahender Fahrzeuge, bis Scheinwerfer die Villa durch die hohen Glasfenster beleuchteten. Augenblicke später öffneten sich die massiven Eingangstüren. Schwere Schritte hallten über den Marmorboden. Beide Schwestern standen instinktiv auf. Sie hatten erwartet, dass der mysteriöse Vormund ein älterer Anwalt oder vielleicht einer der vertrauten Berater der Familie sein würde. Doch stattdessen...Es war ein stattlicher junger Mann, der hereinkam.
Er wurde von sechs bewaffneten Leibwächtern in schwarzen Anzügen flankiert, die sich alle mit militärischer Präzision bewegten. Der Fremde selbst trug einen perfekt geschnittenen anthrazitfarbenen Anzug, sein weißes Hemd lag makellos unter einem dunklen Mantel. Seine breiten Schultern und seine imposante Haltung ließen ihn noch größer erscheinen, als er ohnehin schon war. Sein pechschwarzes Haar war sorgfältig frisiert, und seine markante Kinnlinie verlieh ihm eine fast einschüchternde Eleganz. Seine eisgrauen Augen ließen mit berechneter Gleichgültigkeit einen Blick durch den Raum schweifen. Er konnte nicht älter als sechsundzwanzig gewesen sein. Für einen kurzen Augenblick wurde es im Raum völlig still. Mariana vergaß zu atmen, sie vergaß ihren Kummer. Sie hatte noch nie jemanden gesehen, der so auffallend gut aussah. Er war nicht einfach nur gutaussehend. Er trug sich auch wie ein Mann, der seine eigene Autorität noch nie auch nur im Geringsten in Frage gestellt hatte. Selbst Melody, die selten jemanden außer ihrer Mutter bewunderte, ertappte sich dabei, wie sie ihn anstarrte. Der junge Mann bemerkte das sofort. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich nicht. Er räusperte sich lediglich einmal. Das Geräusch riss beide Schwestern zurück in die Realität. Ohne ein einziges Wort zu sagen, hob er eine Hand. Diese winzige Geste reichte aus. Seine Wachen machten sich sofort an die Arbeit. Bevor eine der beiden Schwestern reagieren konnte, wurde ihnen ein Tuch fest über die Nase gedrückt. Mariana wehrte sich. Melody wehrte sich noch heftiger. Innerhalb von Sekunden verschlang die Dunkelheit sie beide. Und sie wurden beide in das bereitstehende Fahrzeug getragen. Die Nachricht vom Tod Isabellas Sebastian, der „eisernen Erbin“ des Goldimperiums, verbreitete sich noch vor Sonnenaufgang in ganz Italien. Fernsehsender unterbrachen ihre Sendungen. Zeitungen druckten Sonderausgaben. An den Finanzmärkten brodelte es vor Spekulationen. Niemand wusste, wer das Vermögen der Sebastians erben würde. Die Ungewissheit versetzte die italienische Elite in Aufruhr. Einige Geschäftsleute sahen darin eine Gelegenheit, die Kontrolle über den Markt zu erlangen, bevor sich das Goldimperium wieder erholen würde. Andere schmiedeten heimlich Allianzen, in der Hoffnung, die zukünftige Erbin manipulieren zu können. Noch gefährlicher waren jene, die glaubten, die Beseitigung der Sebastian-Töchter würde die Gold-Blutlinie für immer auslöschen – und sie würden dann herrschen. Hinter verschlossenen Türen nahmen Verschwörungen bereits Gestalt an, Pläne wurden in die Tat umgesetzt. Doch keiner von ihnen begriff eine einfache Wahrheit. Mrs. Sebastian hatte sich schon vor Jahren auf diesen Tag vorbereitet; die Gold-Familie war nicht dumm, doch Italien hatte sie unterschätzt.Mehrere Meilen entfernt, in einem streng bewachten Privatbesitz, versteckt in den Hügeln Norditaliens, beobachtete ein Mann auf mehreren Fernsehbildschirmen, wie sich das Chaos entfaltete.
Adriano Massimo. Der neu ernannte Beschützer der Erben der Familie Gold.Er lehnte sich bequem in einem Ledersessel in seiner privaten Lounge zurück, ein Bein über das andere geschlagen.
Auf den Bildschirmen flackerten ununterbrochen Meldungen vorbei. „Wer wird das Gold-Imperium erben?“ „Italiens reichste Dynastie steht vor ungewissen Zeiten.“ „Geschäftskonkurrenten bereiten sich auf eine Übernahme vor.“ Ein schwaches Lächeln huschte über Adrianos Lippen. „Narren“, murmelte er. Sie glaubten wirklich, das Imperium sei verwundbar geworden. Wenn sie es nur wüssten. Mrs. Sebastian hatte jede mögliche Bedrohung schon lange vor ihrem Tod vorausgesehen. Sie wusste, was auf dem Spiel stand. Deshalb hatte sie ihn persönlich ausgewählt. Nicht nur, um die Erbin der Familie Gold zu beschützen … sondern um ihren nächsten Herrscher zu formen. Und Adriano Massimo hatte noch nie einen Auftrag verfehlt – er würde seine Aufgabe makellos erfüllen. Er stand auf. „Das Training beginnt heute!“, verkündete er, und sein Leibwächter verstand den Auftrag.An jenem Morgen …
Mariana erwachte beim Klang eines lauten Pfiffs, setzte sich sofort aufrecht hin und rieb sich müde das Gesicht. Der Raum um sie herum war ihr fremd. Er war schlicht, kalt und militärisch. Neben ihr war Melody bereits wach und starrte zur Tür. Für einen Moment war Mariana erschüttert – dass sie und Melody im selben Raum waren, hätte sie sich nie vorstellen können. Keine der beiden Schwestern sagte etwas, sie starrten nur vor sich hin und wandten dann den Blick ab. Draußen ertönte erneut ein Pfiff. „Trainingsplatz“, bellte ein Wachmann von hinter der Tür. „Ihr habt genau fünf Minuten“, sagte er und ging davon. Die Schwestern eilten nach draußen, nachdem sie den Trainingsanzug angezogen hatten, den sie auf dem Bett gefunden hatten. Vor ihnen erstreckte sich ein riesiger Trainingsplatz. Hindernisparcours. Kampfringe. Laufbahnen. Reihen von Waffen, ordentlich unter überdachten Unterständen ausgestellt. Es sah weniger nach einem privaten Anwesen aus als vielmehr nach einer Elite-Militärakademie; sie hatten schon einmal etwas Ähnliches gesehen, waren aber nie damit vertraut gemacht worden … In der Mitte des Geländes stand Adriano Massimo. Seine Hände ruhten hinter seinem Rücken, während er auf einer teuren Armbanduhr die Zeit ablas. Ohne aufzublicken, sprach er. „Melody Valentina Sebastian.“ Melody runzelte sofort die Stirn. „Meine Mutter war die Einzige, die mich mit meinem vollen Namen ansprach.“ Inzwischen standen sie vor ihm. Sie verdrehte abweisend die Augen. Adriano hob langsam den Blick. Sein Gesichtsausdruck blieb unlesbar. „Das ist mir egal.“ Die drei Worte trafen sie wie Eis; für einen Moment überlief Melody ein Schauer, doch sie schüttelte ihn schnell ab. Dann wanderte sein Blick zu Mariana. „Mariana Ivy Sebastian.“ Instinktiv richtete sie sich auf. „Ja …“ Adriano musterte sie einige Sekunden lang. Hinter diesen sanften blauen Augen sah er Angst. Schmerz. Und eine Entschlossenheit, die sie selbst noch nicht erkannte. Interessant. Er wandte sich wieder den beiden Schwestern zu. „Heute beginnt eure Ausbildung.“ Seine Stimme trug mühelos über das Feld. „Melody.“ „Du bist fünf Minuten zu spät gekommen.“ Sie öffnete den Mund, um zu widersprechen. Er hob einen Finger. „Nicht.“Seine Aufmerksamkeit richtete sich erneut auf jemanden, diesmal jedoch auf Mariana.
„Mariana.“ „Du bist sieben Minuten zu spät gekommen.“ „Ich … habe verschlafen …“ „Ich habe nicht nach einer Erklärung gefragt.“ Sofort herrschte Stille. „In meiner Akademie hat jeder Fehler Konsequenzen.“ Beiden Schwestern gefiel das gar nicht. „Als Strafe …“ Inzwischen starrten ihn beide Mädchen mit gemischten Mienen angespannt an … Hatten sie gerade „Strafe“ gehört? Für Melody war das Marianas Sache. Aber Mariana fragte sich, was es diesmal sein würde. Er deutete auf die riesige Erdbahn, die das Trainingsfeld umgab. „Ihr werdet darum herumkriechen.“ Beide Mädchen starrten ihn mit weit aufgerissenen Augen an. „Kriechen?!“ „Fünf komplette Runden.“ Mariana war ein wenig erschüttert. Melody lachte sogar – auf diesem Untergrund würde ihr die Haut regelrecht abblättern. „Das ist doch ein Scherz.“ Adrianos Miene veränderte sich nicht im Geringsten. „Sechs Runden.“ Melodys Lächeln verschwand. „Was?“ „Ihr habt meinen Befehl in Frage gestellt.“ „Das bedeutet eine weitere Runde.“ Er verschränkte die Arme und sah die Mädchen grinsend an. „Die Nächste, die meine Zeit verschwendet, macht sieben daraus.“ Keine der beiden Schwestern sagte noch etwas. Ohne ein weiteres Wort ließen sich beide auf Hände und Knie sinken. Der scharfe Kies kratzte sofort an ihren Handflächen. Adriano sah mitleidslos zu. Mrs. Sebastian hatte ihn gebeten, zwei gebrochene junge Frauen in Herrscherinnen zu verwandeln, die in der Lage waren, in einer Welt zu überleben, die sie nur zu gerne vernichten würde. Güte würde sie nur umbringen. Während die Schwestern sich schmerzvoll über den rauen Boden krochen, blickte Adriano zu den fernen Bergen. Ein kaltes Lächeln umspielte seine Lippen. „Das ist erst der Anfang.“NORDITALIENSeit dem Duell zwischen Mariana und Melody waren Monate vergangen. Die Anspannung, die einst jeden Winkel der Villa erfüllt hatte, hatte sich langsam gelegt, doch die Lage war noch immer weit davon entfernt, normal zu sein.Es hatte keine Feierlichkeiten gegeben.Keine Feste.Keine wirklich glücklichen Momente. Die Familie Gold war zu sehr auf das Training, den Untergrund und die wachsende Bedrohung durch die Romanos konzentriert.Doch an diesem Abend hatte die Godmother beschlossen, dass alle eine Auszeit brauchten. Sie organisierte eine kleine Feier für die Mitglieder der Familie Gold und die Menschen, die in der Villa lebten.Mitten auf dem Feld wurde ein großes Feuer entzündet, um das sich alle Anwesenden versammelten. Ausnahmsweise gab es einmal seit langer Zeit keine Hierarchie. Niemand saß über einem anderen.Lady Gaia saß neben Lady Alessia, während Adriano unter den Gangstern saß. Sogar die Wachen hatten sich mit ihnen entspannt. Das bedeutete jedoch nicht, dass s
DIE KRANKENSTATIONDas gleichmäßige Piepen des Geräts neben Michaels Bett erfüllte die Stille auf der Krankenstation.Piep.Piep.Piep.Die Krankenschwester hatte gerade seine Vitalwerte überprüft, als sie sich umdrehte, um zu gehen.Da … packte plötzlich eine Hand ihr Handgelenk, und sie erstarrte für einen Moment. Dann blickte sie langsam nach unten. Michaels Finger umschlossen schwach ihr Handgelenk.Seine Augen waren kaum geöffnet.„Hilfe …“, flüsterte er, seine Stimme war kaum zu hören. Die Augen der Krankenschwester weiteten sich.„Michael?“ Der Name entfuhr ihr vor Überraschung. Sie rannte sofort los, um den Arzt zu holen. Innerhalb weniger Minuten herrschte auf der einst so stillen Station reges Treiben. Ärzte und Krankenschwestern eilten zu seinem Bett, als Michael langsam die Augen öffnete. Nachdem er wochenlang bewusstlos gelegen hatte und sich von seinen Verletzungen erholt hatte, war Michael endlich wach. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer auf dem Romano-An
DAS ROMANO-ANWESENAn jenem Abend herrschte auf dem Romano-Anwesen reges Musikleben. Laute Musik hallte durch die Villa, während Gelächter die Säle erfüllte. Auf den Tischen standen teure Getränke, und mehrere Frauen waren eingeladen worden, um die Party in Schwung zu halten.Doch die Feier galt nicht allen, die bei den Romanos zu Gast waren, sondern nur einer einzigen Person: SABASTIAN ROMANO.Zumindest dachten das alle. In Wirklichkeit feierte Sabastian jedoch nicht, sondern ging unter. Seit sein Vater in seinem Büro jene Worte gesprochen hatte, hatte sich etwas in ihm verändert.„Wenn du willst, dass Stella zu uns gehört, muss sie mich heiraten.“Diese Worte gingen ihm immer wieder durch den Kopf. Sie hatten sich nun vollständig in seinem Kopf festgesetzt. Sabastian konnte immer noch nicht verstehen, wie sein Vater ihm das antun konnte.Er hatte von Stella gewusst. Von Beginn an, seit Sabastians Beziehung zu ihr begonnen hatte, hatte der Patriarch immer davon gewusst. Er hatte beob
NORDITALIENDie Nachmittagssonne stand hoch am Himmel über Norditalien, als Melody allein über das Anwesen schlenderte. Sie hatte gerade eine ihrer Trainingseinheiten beendet, als jemand ihre Aufmerksamkeit auf sich zog.Es war Mariana.Ihre ältere Schwester kam in ihrem üblichen Trainingsanzug auf das Trainingsfeld zu. Ihr Haar war zusammengebunden, und ihr Gesichtsausdruck war nicht zu deuten.Melody blieb für ein paar Sekunden stehen, beobachtete einfach nur, wie sich ihre Schwester bewegte, und überlegte sich verschiedene Möglichkeiten, sie zu ärgern. Dann kam ihr eine verrückte Idee.Sie lächelte.„Hey, Mariana!“, rief sie, und Mariana blieb stehen, die Augenbrauen zusammengezogen. Einen Moment lang fragte sie sich, ob sie Melodys Stimme sich nur eingebildet hatte.Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann Melody sie das letzte Mal bei ihrem Namen angesprochen hatte, ohne dass Hass oder Verachtung in ihrer Stimme mitschwangen.Mariana blickte über ihre Schulter und wollte sie ig
DAS ANWESEN DER ROMANOSEin Monat war seit der von Sabastian Romano angeführten Mission vergangen. Der Sieg der Romanos hatte sich wie ein Lauffeuer in ganz Italien verbreitet.Menschen, die einst hinter vorgehaltener Hand gemunkelt hatten, die Romanos seien nichts weiter als eine in Vergessenheit geratene Familie, sangen plötzlich ein Loblied auf sie. Geschäftsleute, die ihre Anrufe zuvor ignoriert hatten, waren nun begierig darauf, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Mächtige Investoren klopften an ihre Türen und boten Geschäfte an, die noch vor wenigen Monaten undenkbar gewesen wären.Sogar Sabastians Ruf hatte sich gewandelt. Er war nicht mehr als der „Schatten-Ehemann“ von Isabella Gold bekannt. Man bezeichnete ihn nun als den Erben des Romano-Imperiums. Und Sabastian genoss jeden Augenblick davon.Das Romano-Imperium wuchs rasant. Ihr Einfluss dehnte sich aus, ihre Investitionen vervielfachten sich, und ihnen wurden immer gefährlichere Missionen anvertraut.Der Patriarch war zufrieden
NORDITALIENZwei schwarze Porsche rasten mit erschreckender Geschwindigkeit durch die Tore des Anwesens „Northern Gold“. Die vor dem Tor postierten Wachen hatten kaum Zeit zu reagieren, bevor die Fahrzeuge mit quietschenden Reifen in die Garage fuhren und mehrere von ihnen zwangen, aus dem Weg zu springen.Das erste Auto kam abrupt zum Stehen, dann stieg Adriano Messimo aus, dessen Ausstrahlung von Wut zeugte. Dann parkte auch das zweite Auto. Aus dem zweiten Fahrzeug stiegen Lady Gaia und Lady Alessia aus.Doch keiner von ihnen wechselte ein Wort. Ihre Mienen waren ungewöhnlich grimmig.Ohne zu zögern gingen sie auf die unterirdische Kammer zu, den Ort, an dem die Familie Gold ihre geheimsten und gefährlichsten Geschäfte abwickelte.Die massiven Stahltüren öffneten sich und gaben den Blick auf das Innere frei. Dort waren bereits mehrere einflussreiche Persönlichkeiten zu sehen, die warteten. Die Godmother saß am Kopfende des langen goldenen Tisches, umgeben von vertrauenswürdigen Inv







