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DIE SCHWANGERE MÄTRESSE DES MAFIA-BOSSES
DIE SCHWANGERE MÄTRESSE DES MAFIA-BOSSES
Author: Wendy

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Author: Wendy
last update publish date: 2026-08-03 02:00:29

„Und, was sagst du?“, fragte Susan Jordan – von Familie und Freunden meist Suzy genannt – ihre Mutter, während sie sich mit einem breiten Lächeln im Gesicht im Wohnzimmer umdrehte.

Ihre Tochter war außer sich vor Freude, das konnte Elizabeth Jordan deutlich sehen. Wie sollte sie da irgendetwas Negatives sagen? Außerdem gab es selbst dann, wenn sie gewollt hätte, absolut nichts an der Wohnung auszusetzen, die sich ihre Tochter ausgesucht hatte.

Die Wohnung war perfekt. Nicht zu teuer, sodass sie keine Probleme haben würde, die Miete aufzubringen. Sie war zwar nicht riesig, aber geräumig genug für ihre Bedürfnisse und nur eine Stunde vom Elternhaus entfernt. Sie wusste, dass Susan schon immer in den entwickelteren und aufregenderen Teil der Stadt ziehen wollte, und nun war der Moment endlich gekommen.

Susan starrte ihre Mutter jetzt an, doch ihr Lächeln hatte sich in ein Stirnrunzeln verwandelt. „Stimmt etwas nicht damit?“, fragte sie, offensichtlich verwirrt über das Schweigen ihrer Mutter. „Ich dachte, sie gefällt dir.“

„Tut sie auch!“, antwortete Elizabeth schnell, trat auf ihre Tochter zu und nahm ihre Hand in die ihre. „Versprochen, das tut sie. Ich war nur für einen Moment in Gedanken versunken. Hast du eigentlich eine Ahnung, wie sehr ich dich vermissen werde? Erst dein Bruder und jetzt du … Ich freue mich für dich, aber ich darf dich doch wohl vermissen, oder?“

Erleichterung blitzte in Susans Augen auf und ihr Lächeln kehrte zurück. „Ich werde dich auch vermissen, Mama. Aber ich werde dieses Jahr siebenundzwanzig, ich glaube, es ist an der Zeit, dass ich ausziehe. Wir wissen beide, dass ich das schon vor Jahren hätte tun sollen.“

Susan musste ihrer Mutter die Gründe dafür nicht erklären, denn beide wussten, dass der einzige Grund für Susans Rückzug ins Elternhaus nach dem College gewesen war, dass sie ihre Mutter nach dem schrecklichen Tödlichen Autounfall ihres Vaters nicht alleine lassen wollte. Da sie wusste, wie tief sich ihre Eltern geliebt hatten, hatte sie sich große Sorgen um ihre Mutter gemacht und war geblieben. Doch jetzt, fünf Jahre später, wagte sie endlich diesen großen Schritt. Es passierte zwar viel später als bei ihren Gleichaltrigen, aber das machte Susan nichts aus, und sie bereute ihre Entscheidung nicht, bei ihrer Mutter geblieben zu sein.

„Außerdem“, fügte Susan hinzu und zwinkerte ihrer Mutter zu, „glaube ich nicht, dass du mich so sehr vermissen wirst. Du hast doch jetzt Mr. Williams, der dir Gesellschaft leistet.“

Sie grinste, als ihre Mutter verlegen den Blick wandte. Ihre Mutter hatte Luke Williams vor vier Monaten kennengelernt, und zwei Monate später hatten die beiden angefangen, sich zu treffen. Luke Williams war ein netter älterer Herr Anfang sechzig, der viel lächelte und darauf bestand, dass sie ihn einfach Luke nannte. Es war zwar anfangs merkwürdig gewesen, ihre Mutter mit jemand anderem als ihrem Vater zu sehen, aber sie hatte sich daran gewöhnt, sobald sie Luke besser kennengelernt hatte. Ihre Mutter war glücklich, und das war das Einzige, was zählte.

„Es ist völlig in Ordnung, dass du jemanden triffst, Mama“, fuhr sie fort, als sie den Gesichtsausdruck ihrer Mutter sah. „Papa ist jetzt seit fünf Jahren tot, und ich glaube, er würde wollen, dass du dein Leben lebst und glücklich bist. Ich freue mich auch riesig für dich, aber ich glaube, das ist noch ein Grund mehr, warum ich ausziehen muss.“

„Ich glaube nicht, dass dein Bruder das genauso sieht“, sagte ihre Mutter. „Er scheint Luke nicht besonders zu mögen.“

„Er ist eben Sam“, erwiderte Susan. „Du weißt doch, wie er ist, also überrascht mich das nicht. Er ist immer wegen irgendetwas verärgert, aber er wird sich schon wieder einkriegen. So, es wird langsam spät, warum machst du dich nicht auf den Heimweg? Den Rest der Kisten schaffe ich schon alleine.“

Nachdem ihre Mutter gegangen war, saß Susan in ihrem neuen Wohnzimmer und starrte auf die restlichen Kartons, die über den ganzen Boden verteilt waren. Sie fing praktisch ein neues Leben an, und sie freute sich darauf. Es war beängstigend und aufregend zugleich, aber genau so sollte es doch sein, oder? Was konnte da schon schiefgehen?

Susan Jordan arbeitete als Immobilienmaklerin – nicht unbedingt, weil es ihr Traumjob war oder weil sie es liebte, sondern weil es ihre Rechnungen bezahlte. Die meisten Menschen glaubten, dass das, womit man seinen Lebensunterhalt verdiente, etwas sein musste, das man liebte, aber Susan gehörte nicht zu diesen Menschen.

Sie hasste ihren Job nicht, aber sie machte sich auch nichts vor. Der einzige Grund, warum sie diesen Job hatte, war, dass sie erwachsen war. Erwachsene hatten Rechnungen zu bezahlen, und da sie nun endlich alleine wohnte, bedeutete das, dass sie noch mehr Rechnungen zu begleichen hatte.

Wenn sie die Zeit für einen Zweitjob gehabt hätte, hätte sie ihn angenommen. Aber sie arbeitete fast jeden Tag in der Woche, und zwischen der Arbeit im Büro und den Besichtigungsterminen mit Kunden blieb ihr schlichtweg keine Zeit. Die Wochenenden und freien Tage waren für sie selbst reserviert; diese verbrachte sie mit Besorgungen, Lesen und dem Fitnessstudio.

Heute Abend war sie auf dem Heimweg von der Arbeit, fuhr aber zuerst zum Haus ihres Bruders. Samuel Jordan, ihr Bruder, war drei Jahre älter als Susan und war nach dem Tod ihres Vaters in die Rolle des Mannes im Haus geschlüpft. Samuel wusste, dass es seine Verantwortung war, für seine Mutter und seine Schwester zu sorgen, und er tat das nach besten Kräften.

Doch vor einigen Monaten begann Susan zu ahnen, dass etwas mit ihrem Bruder nicht stimmte. Er kam kaum noch zu Besuch, und meistens konnte man ihn nur telefonisch erreichen. Selbst jetzt, eine Woche nachdem sie in ihre neue Wohnung gezogen war, war Samuel noch nicht vorbeigekommen. Alles, was er ihr geschickt hatte, war eine SMS gewesen – und das sah ihm überhaupt nicht ähnlich.

Als sie nun zu der Zweizimmerwohnung fuhr, die er bewohnte, wusste sie, dass es ihm nicht gefallen würde, dass sie unangekündigt vorbeikam, aber das war ihr egal. Sie hatte ihren Bruder seit Wochen nicht gesehen, und ihre Mutter fing ebenfalls an, sich Sorgen zu machen.

Sein Auto stand in der Einfahrt, als sie ankam, aber dort stand auch noch ein anderer schwarzer Wagen, den sie nicht kannte – und Susan konnte schon beim bloßen Hinsehen erkennen, dass er teuer war. Sich fragend, wessen Gesellschaft ihr Bruder wohl gerade genoss, stieg sie aus und steuerte auf die Haustür zu.

Die Tür öffnete sich genau in dem Moment, als sie die Hand hob, um anzuklopfen, und Susan starrte plötzlich in die Augen eines Mannes, den sie noch nie zuvor gesehen hatte. Er war riesig, trug seine Haare am Hinterkopf zu einem Männerdutt gebunden und sah aus, als würde er sehr viel Zeit im Fitnessstudio verbringen. Sein Outfit ließ ihn noch furchteinflößender wirken: Er trug eine schwarze Hose und eine schwarze Lederjacke und starrte sie an, als hätte sie eine sehr wichtige – oder geheime – Besprechung unterbrochen.

Susan erwiderte seinen Blick und schluckte schwer. Schon beim bloßen Anblick dieses Mannes wusste sie, dass er Ärger bedeutete. Er war niemand, in dessen Nähe sie sein wollte, und sie wollte ihn genauso wenig in der Nähe ihres Bruders wissen. Doch er stand genau hier in Samuels Haus, und sie musste einfach wissen, ob mit ihrem Bruder alles in Ordnung war.

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