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6. Ja, einfach nur ein Wahnsinniger

Autor: B.E Belle
last update Fecha de publicación: 2026-08-12 06:51:45

Rayna~

Wunderbar, absolut verdammt wunderbar. Der Stempel meines Vaters starrte mich an, während das Dokument in meinen Händen zitterte.

Göttin, bitte eine verdammte Pause.

Ich vermied Reeves’ Blick und konzentrierte mich auf Sven, der da saß wie ein selbstgefälliger Teufel auf einem Thron, seine Narbe schnitt tiefer in dieses bereits gefährliche Lächeln.

„Ziemlich anständig, was?“ zog er, als wäre das irgendein Geschäftsdeal statt meines gesamten Lebens, das verkauft wurde.

Ich ignorierte ihn, die Lippen zu einer dünnen Linie gepresst, aber das Schweigen schien ihn nur noch mehr zu amüsieren. Sein Mund krümmte sich breiter, langsam und grausam, als genösse er den Geschmack meiner Angst.

„Schmoll nicht, kleines Unheil. Du solltest dich geehrt fühlen. Von all den wertlosen Wölfen habe ich dich gewählt.“

Geehrt? Ich wollte ihm ins Gesicht lachen. Stattdessen gruben sich meine Nägel sichelförmig in das Papier, die Worte Omega-Sklavin verwischten unter meinem Griff.

„Warum sollte ich deine Sklavin sein wollen?“ fragte ich und fand endlich meine Stimme.

Die Frage schien dem Wahnsinnigen vor mir zu gefallen. Er schnippte mit den Fingern, schickte Reeves fort, bevor er mit der lässigen Anmut eines Raubtiers, das seine Krallen streckt, von seinem Sitz aufstand.

„Weil das mein großzügigstes Angebot bisher ist. Du solltest längst tot sein, aber mein Wolf hat Gefallen an dir gefunden.“

„Tot?“

„Du hast gesehen, wie ich jemanden getötet habe. Ich lasse nie Zeugen übrig.“

Ich könnte leicht akzeptieren, seine Sklavin zu sein und am Leben zu bleiben, aber dann würde ich auf beiden Seiten verlieren.

Ich hob das Kinn und zwang Stärke in meine Stimme. „Ich werde nicht deine Sklavin sein. Nur zu. Töte mich.“

Seine Augen glänzten, ein boshafter Funke blitzte wie grünes Feuer. Statt Wut riss ein dunkles Lachen aus seiner Brust, tief und gefährlich.

„Mumm“, murmelte er und kreiste um mich wie ein Raubtier, das mit der Beute spielt. „Die meisten betteln, die meisten weinen sogar. Aber du?“ Er beugte sich vor, nah genug, dass sein Atem mein Ohr streifte, heiß und absichtlich. „Du bietest mir dein Leben an, als wäre es nichts wert.“

Mein Herz hämmerte so hart, dass es gegen meine Rippen rasselte, aber ich zuckte nicht zusammen. Mein Leben war an dem Tag zu nichts geworden, an dem Dario mich betrogen und mein Vater entschieden hatte, dass ich nichts wert war.

Er richtete sich auf und neigte den Kopf, als studierte er irgendein seltenes, exotisches Ding, bei dem er sich nicht sicher war, ob er es behalten oder zerquetschen sollte.

„Schade, kleines Unheil. Ich werde dir noch nicht geben, was du willst. Mein Wolf würde uns auseinanderreißen, wenn ich dem Hals seines neuen Spielzeugs den Garaus machte.“

Ich hasste dieses Wort „Spielzeug“. Es fühlte sich erniedrigend an, aber irgendwie aufregend, und mein Körper brannte, wenn er es sagte.

Er beugte sich näher, diese grünen Kugeln von ihm leuchteten vor ungehindertem Amüsement.

„Entweder du akzeptierst es, oder ich töte deine Familie, angefangen bei deinem Vater. Schließlich hat er dich mir angeboten. Wäre es nicht poetisch, ihm das Leben zu nehmen für deine pure Weigerung?“

„Du würdest es nicht wagen!“ spuckte ich heraus, das Papier zerknüllte unter meinen zitternden Fingern.

Er lachte dunkel über mein Schweigen. „Das dachte ich mir.“

„Göttin, was willst du von mir, Alpha Sven?“

„Ich habe es dir bereits gesagt“, sagte er glatt, als bespräche er das Wetter statt meines Lebens. „Ich habe mich gelangweilt. Und du wirkst unterhaltsam.“

Für einen Bruchteil einer Sekunde vermisste ich Dario. Pathetisch, wirklich. Ja, er hatte mich betrogen, mich zerbrochen – aber wenigstens hätte er mich nicht so schlecht behandelt.

Ich musterte Sven. Seine Haltung war ruhig, aber ich war mir ziemlich sicher, dass da mehr war als nur der Wunsch, mich an seiner Seite zu haben.

„Ich glaube nicht, dass das alles ist“, sagte ich flach.

Seine Braue hob sich. „Was?“

„Mehrere Wölfeninnen zur Verfügung, und du wählst mich? Eine wolflose Geschiedene?“

Sein Kiefer spannte sich – gerade genug, um zu verraten, dass ich etwas Rohes getroffen hatte.

„Gut“, gab er zu, die Stimme sank tiefer, schwerer. „Ich brauche eine Luna für meinen Rat. Und von dem, was ich gehört habe…“ sein grüner Blick glitzerte mit scharfer Absicht, „warst du das Gehirn hinter deinem Ex-Ehemann.“

Mein Magen verdrehte sich. Eine Luna und eine Sklavin. Eine Luna, bis seine fated Mate durch die Tür kam.

Ich schnaubte, bitter bis auf die Knochen.

Und als hätte er meine Gedanken gelesen, verdunkelte sich sein Ausdruck. „Mach dir keine Sorgen um meine fated Mate. Sie hat mich bereits abgelehnt.“

Das Gift in seiner Stimme ließ meine Brust zusammenziehen, aber ich zwang mein Gesicht leer. Ich würde ihm nicht die Genugtuung des Mitleids geben.

„Also“, fragte ich kalt, „eine Luna und eine Sklavin. Wie genau funktioniert das?“

Svens Lächeln schärfte sich, grausam genug zum Schneiden.

„Ah, ja. Ganz einfach, eigentlich. Luna in den Augen aller anderen… Sklavin, wenn wir allein sind.“

Ich lachte laut auf, weil das irgendein kranker Witz sein musste.

„Wenn du Mägde brauchst, stelle eine oder zwei ein.“

Sein Grinsen vertiefte sich, die Augen blitzten mit diesem feralen grünen Feuer. „Mägde? Nein, Prinzessin. Du wirst meine Sexsklavin sein.“

Die rohen Worte rollten von seiner Zunge, als gehörten sie dorthin, als wäre er es gewohnt, zu erniedrigen und zu befehlen.

Und Göttin verfluche mich, meine Schenkel spannten sich bei dem Gedanken, dass er meinen Körper benutzen würde.

Was zum tatsächlichen Teufel?

„Es war kein Gerücht, du bist tatsächlich wahnsinnig“, spuckte ich und schob ihm das Dokument zurück. „Wenn du denkst, ich würde dich jemals anfassen lassen—“

„Lassen?“ Er lachte dunkel und trat näher, sein Schatten verschlang mich ganz. „Du denkst, du hättest eine Wahl?“

Mein Puls donnerte, Wut und Hitze verdrehten sich ineinander, bis ich sie kaum noch auseinanderhalten konnte.

„Du wirst mich nie dazu bringen, dich freiwillig zu ficken.“

„Oh, kleines Unheil…“ Er beugte sich herab, nah genug, dass sein Atem über meine Lippen strich, heiß und wahnsinnig machend. Seine Stimme sank zu einem tödlichen Schnurren.

„Genau das wird es unterhaltsam machen. Du wirst mich anflehen, dich zu ficken, jeden Zentimeter deines Körpers zu beanspruchen.“

Er richtete sich plötzlich auf, eine Maske der Ruhe schnappte über seine Züge, als hätte er nicht gerade versprochen, mich zu ruinieren.

„Nun, sei ein braves Mädchen und unterschreib die Papiere. Wir besprechen deine Pflichten… später.“

Ich weigerte mich, mich zu bewegen, mein Griff um die Stuhllehne verstärkte sich, um nicht zu zittern.

Wenn er dachte, ich würde so leicht nachgeben, würde er lernen, wie stur ich sein konnte.

„Nein.“

Er lächelte für sich und nickte, als amüsiere ihn mein Trotz. „Gut dann. Folge mir.“

„Nein.“

Diesmal war die Veränderung sofort. Seine Augen verdunkelten sich, ein gewalttätiger Schatten fegte durch dieses scharfe Grün, bis ich schwor, etwas Feral unter der Oberfläche bewegen zu sehen.

„Steh auf, Rayna.“ Seine Stimme vertiefte sich, geschichtet, verzerrt – als spräche eine andere Stimme durch ihn.

Vuk. Sein Wolf.

Ich versuchte zu kämpfen. Göttin, ich versuchte es. Meine Muskeln versperrten sich, meine Nägel gruben sich so hart in die Armlehnen des Stuhls, dass das Holz ächzte. Mein Atem kam keuchend, meine Brust stemmte sich gegen einen unsichtbaren Griff. Meine Beine brannten vor Anstrengung, stillzuhalten.

Aber mein Körper verriet mich. Zentimeter für Zentimeter, verräterisch, erhob ich mich. Meine Knie wankten, die Wirbelsäule steif, wie eine Marionette, die von grausamen Fäden aufrecht gezogen wurde.

Mein Puls donnerte im Protest, als er mein Handgelenk packte und mich aus dem Arbeitszimmer zog.

Der Wechsel war jäh. Weg war die dunkle, erdrückende Kammer, die nach Autorität roch.

Der Flur, in den er mich führte, war das genaue Gegenteil – hell, weitläufig, Sonnenlicht strömte durch hohe Glasfenster auf polierte Marmorfußböden.

Ich blinzelte bei der Explosion von Farbe – Karmesinrot und Gold, Kronleuchter, die vor Licht tropften.

Es war schön wie der Himmel.

Widerlich schön.

Und überall, wo wir vorbeikamen, beugten die Leute die Köpfe tief, die Augen auf den Boden gerichtet, keine einzige Seele wagte es, ihn – uns – anzusehen, bis wir weit genug entfernt waren.

Der Griff um mein Handgelenk war fest.

Ich wand mich, zerrte, Nägel gruben sich in seine Haut, aber seine Hand wich nicht.

„Wohin bringst du mich?“ knirschte ich, der Kiefer fest.

Seine Lippen krümmten sich, gefährliches Amüsement flackerte über sein Gesicht. „Nun, das würde die Überraschung ruinieren.“

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