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Mrs Kingston

Penulis: dee🕊️
last update Tanggal publikasi: 2026-10-27 07:42:03

Kapitel Fünf — Mrs. Kingston

Am Sonntagmorgen fühlte sich ihr Wochenende nicht mehr normal an, und der Diamantring an ihrem Finger machte es nur noch unangenehmer.

Dann begann ihr Telefon zu vibrieren. Einmal, zweimal und dann ohne Pause. Nachrichten füllten den Bildschirm von Kunden, alten Kontakten, Nummern, die sie nicht gespeichert hatte.

„Siehst du das?“

„Alina, ruf mich an.“

„Ist das wahr?“

Sie öffnete den ersten Link.

„ADRIAN KINGSTON HEIRATET HEIMLICH INNENARCHITEKTIN ALINA HAYES“

Ihr Magen zog sich zusammen. Eine weitere Schlagzeile folgte.

„WER IST ALINA HAYES?“

Dann eine weitere.

„CEO DES KINGSTON EMPIRE NIMMT MYSTERIÖSE FRAU ZUR FRAU“

Bevor sie die Seite schließen konnte, klingelte ihr Telefon.

Claire Bennett, ihre beste Freundin.

Alina nahm ab. „Hey.“

„Sag mir, das ist fake.“

„Claire—“

„Ich bin ein paar Wochen weg und du heiratest Adrian Kingston?“

Alina lehnte sich zurück. „Es ist echt.“

Stille.

„Du hast ihn tatsächlich geheiratet“, sagte Claire.

„Ja.“

„Warum hast du mir nichts gesagt?“

„Ich hatte selbst kaum Zeit, es zu verarbeiten.“

Claire schwieg einen Moment. „Alina“, sagte sie vorsichtig. „Ist das das, was ich denke? Wurdest du gezwungen oder bedroht? Wir könnten …“

Alina blickte noch einmal auf die Schlagzeile. „Nein, ich habe dem aus persönlichen Gründen zugestimmt.“

„Alina, man heiratet nicht einfach innerhalb einer Woche, plus …“

„Ich wurde nicht bedroht und auch nicht mit vorgehaltener Waffe gezwungen.“

Claire atmete aus. „Mir gefällt das nicht. Realisierst du …“

Hup.

Hup.

Alina blickte von ihrem Wohngebäude hinunter auf den schlanken schwarzen Mercedes, der auf dem Parkplatz stand. Das Auto wirkte fehl am Platz neben dem alten Camry daneben.

Alina starrte noch aus dem Fenster, als ihr Telefon erneut klingelte.

Sie blickte auf den Bildschirm.

Unbekannte Nummer.

„Ich rufe dich später an, Claire.“

„Alina, du …“ Sie beendete den Anruf bereits, bevor ihre beste Freundin den Satz beenden konnte, und nahm den eingehenden Anruf an.

„Steig ins Auto.“

Sie blickte wieder hinunter und biss sich auf die Lippe. „Ich habe meine Taschen noch nicht gepackt oder …“

„Du brauchst nichts. Dein Name steht schon überall in den Nachrichten. Es dauert nicht lange, bis sie herausfinden, wo du wohnst und wo du arbeitest, und dann ist das ganze Gebäude von Paparazzi umzingelt“, erklärte er.

„In Ordnung.“ Ihr normales Leben war bereits betroffen, bevor sie sich hätte vorbereiten können.

Sie konnte nur ein paar Bilder und Kleidungsstücke in ihren Koffer werfen, bevor sie ging.

---

Das Auto fuhr zum Kingston-Empire-Gebäude statt dorthin.

Die Leute sahen sie anders an, als sie das Kingston Empire betrat. Scheinbar hatte die Nachricht auch hier schon die Runde gemacht.

Adrian war allein in seinem Büro, als sie hereinkam.

„Du hast es öffentlich gemacht“, sagte sie.

„Ja, habe ich.“

„Du hast mir nicht einmal Bescheid gesagt, bevor du es öffentlich gemacht hast.“

„Die Stellungnahme war für heute Morgen geplant.“

Er drehte sein Tablet zu ihr.

„Das Kingston Empire bestätigt, dass Adrian Kingston, CEO des Unternehmens, privat Alina Hayes, eine unabhängige Innenarchitektin, geheiratet hat. Das Paar hat sich entschieden, seine Beziehung aus der Öffentlichkeit herauszuhalten, und bittet respektvoll um Privatsphäre bezüglich ihres Privatlebens.“

Alina las es einmal. „Jetzt kennt die ganze Stadt meinen Namen.“ Sie hätten vielleicht auch eine Biografie über sie geschrieben.

Es gab eine kurze Stille. „Und was kommt danach?“

Adrian lehnte sich leicht zurück. „Wir lassen es für die Öffentlichkeit einfach real aussehen.“

Sie runzelte die Stirn. „Wir haben die Papiere bereits unterschrieben.“

„Die Öffentlichkeit interessiert sich nicht für Papiere. Sie interessiert sich für das, was sie sehen kann.“ Seine Augen blieben auf ihr. „Deshalb ziehst du in meine Residenz.“

Alina starrte ihn an. „Ich habe eine ganze Wohnung.“

„Ja, und bis Ende der Woche werden die Leute bemerken, wenn meine Frau immer noch darin wohnt.“

Sie hasste, dass er recht hatte. Für die Öffentlichkeit konnte Mrs. Kingston keine Frau bleiben, die nur neben ihm auftauchte, wenn es gerade passte. Die Ehe war bereits angekündigt worden.

---

Seine private Villa lag hinter hohen schwarzen Toren, modern, und selbst die Luft roch teuer. Sie sah genau aus wie er – kontrolliert, privat und für jeden geschlossen.

Eine Haushälterin empfing sie am Eingang. „Willkommen, Mrs. Kingston.“

Sie biss sich auf die Lippe und warf ihm einen Blick zu, aber er reagierte nicht auf den Titel, und sie nickte der Haushälterin nur zu.

Drinnen war die Diele weit und still. Adrian sprach, während sie hineingingen.

„Dein Zimmer ist im Ostflügel. Meines ist auf der gegenüberliegenden Seite.“

Sie nickte.

Ein Mitarbeiter führte sie die Treppe hinauf in ein großes Schlafzimmer am Ende des Korridors. Ihr Zimmer hatte neutrale Farben und schlanke Möbel. Genug Platz, um sie daran zu erinnern, dass das nicht ihre Wohnung war und es auch nie sein würde.

Alina trat in den Raum. Es war wie ihr Wohnzimmer und Esszimmer zusammengelegt, mit einem langen Bett. Der Raum roch nach neuen Möbeln und Holz. Niemand hatte hier zuvor gelebt.

Sie ging zum Bett und strich mit dem Finger über die weiche Matratze.

Der Luxus war wahrscheinlich der einzige gute Teil am Titel Mrs. Kingston.

Es klopfte an der Tür. Alina blickte zur Tür.

„Herein.“

Eine Hausmädchen trat in den Raum und hielt den Blick auf den Boden gerichtet. „Mr. Kingston lädt Sie zum Abendessen nach unten ein“, verkündete sie.

---

Später am Abend kam Alina die Treppe herunter.

Sie hatte geduscht, sich etwas Einfaches angezogen, nachdem sie eine ganze Stunde am Fenster ihres neuen Zimmers gestanden und entschieden hatte, welches Outfit besser aussah.

Das Haus war still und unmöglich groß. Die Hausmädchen führte sie zum Esszimmer.

Adrian war bereits im Esszimmer, als sie hereinkam.

Er trug keinen Anzug, nur ein dunkles Hemd und schlichte aschgraue Hosen. Die Ärmel seines Hemdes waren bis zum Ellbogen hochgekrempelt und zeigten seine Unterarme.

Er blickte auf, sah sie an, und dann fielen seine Augen auf ihr Outfit.

Der Koch servierte ihnen ohne unnötige Gespräche und ging.

Alina blickte auf ihr Essen hinunter. Es fühlte sich an wie Luxus auf einem Teller – perfekt angebratenes Steak unter einer Schicht aus Knoblauch-Kräuterbutter. Daneben ein Haufen cremiges Kartoffelpüree, honigglasierte Karotten, butterige Champignons und ein kleiner Tümpel aus kräftiger Rotweinsauce.

Alina nahm die Gabel und stach in das Steak. Sie hätte beinahe gestöhnt, während sie darauf kaute. Es herrschte Stille, während sie aßen.

Alina sprach schließlich. „Gibt es keine Hausregeln oder so etwas?“

Adrian schien von der Frage nicht überrascht. „Mein Arbeitszimmer bleibt privat. Mein Zimmer bleibt privat und deins wird genauso behandelt.“

Das war sehr detailliert. „Okay …“

„Ich gehe früh zur Arbeit. Du behältst deinen eigenen Zeitplan.“

Sie beobachtete ihn eine Sekunde. „Einverstanden.“

Das war alles. Es war praktisch und sauber. Genau die Art von Gespräch, die eine Vertragsehe erforderte.

Sie aßen den größten Teil der Mahlzeit schweigend, bevor Adrian sein Glas absetzte.

„Noch eine Sache.“

Alina blickte auf. „Morgen Abend essen wir im Familienwohnsitz zu Abend.“

Ihre Finger erstarrten am Tisch. War das nicht ein bisschen zu plötzlich dafür?

„Schon? Mit deiner Familie?“

„Ja.“ Seine Stimme blieb gleichmäßig. „Einige von ihnen zweifeln bereits an dieser Ehe.“

Alina hielt seinen Blick, blickte auf den Ring an ihrem Finger und schluckte langsam.

Die Ankündigung hatte ihr ganzes Leben öffentlich gemacht, und morgen würde sie Menschen gegenübersitzen, die sie kaum kannte, und sie Familie nennen.

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