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Kapitel 199: Im Rampenlicht

Penulis: Adelina Beston
last update Tanggal publikasi: 2026-09-03 17:09:10

Raphaëls Wagen wartet um halb neun vor Élodies Wohnhaus.

Zwei Sicherheitsleute begleiten sie bis ins Studio und postieren sich im Eingangsbereich. Ihr Einsatzleiter händigt ihr seine Nummer aus und erklärt knapp, dass sie sich aus der Arbeit des Magazins heraushalten werden.

Élodie schätzt diese Diskretion. Sie verstaut die Karte in ihrer Clutch und betritt allein das Gebäude.

Das Studio befindet sich in einer ehemaligen Druckerei im elften Arrondissement. Hinter den hohen Fenstern fällt das Mo
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  • Die Besessenheit meines Ex-Mannes   Kapitel 204: Die Live-Lüge

    – „Ja, das ist zweifellos ein Original von E.V.“Anaïs räkelt sich im perfekten Winkel vor den Kameras. Eine Hand lässig in der Hüfte, sorgt sie dafür, dass das Blitzlicht optimal von den Kristallen ihrer scharlachroten Robe reflektiert wird.– „Das Modehaus wollte bis zum letzten Moment eben eine absolute Überraschung garantieren.“Die Pressevertreter drängen nach vorn. Sie hat exakt das bekommen, wonach sie gierte: Jedes einzelne Objektiv im Umkreis von zehn Metern ist auf sie gerichtet.Hinter den verglasten Doppeltüren hört Raphaël diese Worte.Élodie hingegen fixiert nur den großen Flachbildschirm im Eingangsfoyer. Anaïs hat es also nicht bei einer stillschweigenden Indiskretion belassen; sie hat diese dreiste Lüge vor versammelter Reportermeute lauthals eigenhändig besiegelt.Die Flügeltüren schwingen auf.Élodie schreitet an Raphaëls Arm hinaus ins gleißende Licht.Die ersten Zurufe erschallen von den Fotografen am Rand. Doch in der nächsten Sekunde wirbelt ein etablierter Mode

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    Anaïs’ Assistentin wartet ab, bis die Garderobenverantwortliche den Flur verlässt.Élodies Loge steht unverschlossen. Drinnen ruht die schwarze Schutzhülle von E.V. auf einem Kleiderständer, daneben ein Paar High Heels und eine Schatulle mit Accessoires. Der Reißverschluss steht ein paar Zentimeter offen – gerade so weit, dass ein Hauch von grenatfarbenem Satin zum Vorschein kommt.Sie tritt ein, hebt die Schutzfolie an und schießt drei Fotos.Ein leises Geräusch auf dem Gang treibt sie sofort wieder nach draußen.Wenige Sekunden später landen die Aufnahmen auf Anaïs’ Smartphone.Das erste Bild zeigt nur den oberen Ausschnitt des Kleides. Das zweite offenbart eine nackte Schulter und Teile des Drapwegs. Das letzte, leicht verwackelte Foto lässt die präzise, taillierte Linienführung erahnen. Keine technischen Details, kein Gesamtbild, doch Anaïs hat bekommen, was sie brauchte: die exakte Farbnuance und die unverwechselbare Aura des Entwurfs.Sie leitet die Schnappschüsse direkt an ihre

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    Anaïs hält Raphaëls Blick für ein paar Herzschläge lang stand.Ihre anfängliche Arroganz bröckelt zwar, aber die gesamte Crew starrt gebannt auf die Szene. Vor den Technikern, den Organisatoren und ihrer eigenen Assistentin will sie sich keinesfalls öffentlich bloßstellen lassen. Sie strafft die Schultern und legt jenen verletzten Schmollmund auf, den sie sonst aus PR-Interviews gewohnt ist.– „Ich habe lediglich gesagt, dass die Stiftung ihren Ruf schützen muss. Die Vorwürfe gegen Élodies Vater sind schließlich stadtbekannt.“Raphaël macht einen Schritt auf sie zu.– „Du hast ihn gerade als Perversen bezeichnet.“In seiner eisigen Tonlage klingt das Wort plötzlich wie eine Anklage. Anaïs wirft ihrer Assistentin einen flüchtigen Seitenblick zu; das Handy sinkt augenblicklich nach unten.Raphaël hat die im Geschäft gesicherten Videobilder längst gesehen. Er kennt exakt den Zeitstempel, zu dem der angebliche Kameramann nach seinem Presseausweis gefragt hat, weiß von seinen Chatprotokoll

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    Anaïs Morel bleibt vor Élodie stehen und mustert sie mit einem Blick, der keinerlei Anstrengung unternimmt, ihre Geringschätzung zu verbergen.Sie trägt einen makellosen weißen Hosenanzug, der ihre Model-Statur perfekt zur Geltung bringt. Ihr Haar ist streng nach hinten gebunden, das Make-up sitzt bereits fehlerfrei für die anstehenden Lichtproben. Eine Assistentin folgt ihr auf dem Fuß und befördert ihr Smartphone, ihre Designertasche sowie die Planungsmappe für den Gala-Abend.– „Camille hatte recht“, hebt Anaïs an. „Du siehst wirklich unverschämt zufrieden aus.“Élodie klappt den Ablaufplan des Programms zusammen.– „Hat sie dich geschickt?“– „Sie hat keine Ahnung, dass ich hier bin. Ich wollte schlicht und einfach die Frau sehen, die ihr alles weggenommen hat.“Ihre helle Stimme hallt durch die noch spärlich gefüllte Halle. Zwei Techniker zucken kurz zusammen, ehe sie ihre Arbeit an den Traversen fortsetzen.Élodie betrachtet Anaïs für ein paar Sekunden stumm. Camille versteht si

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  • Die Besessenheit meines Ex-Mannes   Kapitel 199: Im Rampenlicht

    Raphaëls Wagen wartet um halb neun vor Élodies Wohnhaus.Zwei Sicherheitsleute begleiten sie bis ins Studio und postieren sich im Eingangsbereich. Ihr Einsatzleiter händigt ihr seine Nummer aus und erklärt knapp, dass sie sich aus der Arbeit des Magazins heraushalten werden.Élodie schätzt diese Diskretion. Sie verstaut die Karte in ihrer Clutch und betritt allein das Gebäude.Das Studio befindet sich in einer ehemaligen Druckerei im elften Arrondissement. Hinter den hohen Fenstern fällt das Morgenlicht auf rohe Ziegelwände, schwarze Kabelstränge und große weiße Diffusorwände. Kleiderstangen drängen sich in den Ecken, während Assistenten die Scheinwerfer exakt nach den Anweisungen des Fotografen ausrichten.Das vom Haus E.V. bereitgestellte Outfit wartet in einer blickdichten Schutzhülle.Die Stylistin öffnet den Reißverschluss mit spürbarer Umsicht. Zum Vorschein kommt ein schwarzer Hosenanzug, bestehend aus einer fließend geschnittenen Hose und einem streng taillierten Blazer. Das d

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